Andreas Wilhelm: Hybrid

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Andreas Wilhelm: Hybrid
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442373567

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Erster Satz
Die weichen Stränge der Eingeweide schlangen sich im Wasser um meine nackten Oberschenkel.

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In einem Indio-Dorf in Brasilien verschwinden Frauen und Kinder im Urwald. Als eine verweste Leiche gefunden wird, spricht der Medizinmann von Rache. Eines bösen Geistes ...

Am Ufer der Elbe wird ein menschlicher Fuß entdeckt - doch die Hamburger Polizei verhält sich äußerst zurückhaltend. Tim Hiller ist Journalist und wittert eine große Story. Gemeinsam mit der Studentin Julie recherchiert er weiter. Und stößt auf einen grausamen Fall: Ein Schweizer Pharmakonzern führt im brasilianischen Urwald entsetzliche Experimente durch. Und die Politik schweigt ...

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(Aktualisiert: 18 Februar 2012)
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Sprache & Stil 
 
4.0

Spannendes Abenteuer

Dieses Buch fängt gemächlich an, auch wenn der Fund des Fußes schon schnell ein ungutes Gefühl bei mir erzeugt hatte. Und so wird man tatsächlich im Laufe der Lektüre mehr und mehr mit gruseligen und grausamen Vorfällen konfrontiert, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Wirkt der Gedanke, dass die beschriebenen Dinge unbemerkt mitten in Hamburg hatten stattfinden sollen, noch etwas gewöhnungsbedürftig, so kann man sich dies dann später mitten im Dschungel Brasiliens sehr gut vorstellen.

Auf abenteuerliche Weise wird dann auch die Suche der beiden nach der Wahrheit und dem Verbleib der Schwester geschildert. Die Szenen waren spannend zu lesen, wurden aber auch immer mal wieder durch humorvolle Gespräche zwischen den beiden aufgelockert, was mir sehr gefallen hat, besonders, da es nicht einfach unglaubwürdige Flapsigkeit trotz großer Gefahr war, sondern ein nachvollziehbares Mittel, gegen die Furcht anzukämpfen, die die beiden im Urwald quälte. Überhaupt waren mir die Protagonisten beide sehr sympathisch. Tom hatte es dabei zwar anfangs durch seine etwas arrogante Art schwerer, aber ich ahnte gleich, dass er grundsätzlich ein netter Kerl ist. Schön war seine Entwicklung zu beobachten und es war dann gerade er, der mir am Ende die ein oder andere schöne und zu Tränen rührende Szene schenkte.

Starke Emotionen konnte der Autor bei mir auch erzeugen, als die beiden den grauenvollen Machenschaften immer näher kamen. Furchtbare Bilder ließen mich öfter mal schlucken und erzeugten eine Gänsehaut. Das Vorgehen der beiden Protagonisten erschien mit diesem Hintergrund vielleicht manchmal etwas naiv oder auch von glücklichen Zufällen begleitet, aber das störte mich nicht sehr. Ich konnte sehr gut mit ihnen mitfiebern und hatte wie sie ein starkes Verlangen, dem Grauen ein Ende zu bereiten.

Ein paar Fragen blieben am Ende offen, aber genau im richtigen Maß, um mir meine eigenen Gedanken dazu zu machen. Nicht jedes Detail verlangt nach Aufklärung, wenn es für die Protagonisten selbst auch nicht mehr wichtig ist.

Eine durchaus spannende Geschichte mit Gruselfaktor, die Action und auch etwas Humor bietet, dabei aber durch sein Thema auch Tiefgang hat und zum Nachdenken anregt.

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Dieser Thriller von Andreas Wilhelm ist so ganz anders als die Projekt-Trilogie die ich bisher von ihm kannte. Anders, und doch auch recht fesselnd. Obwohl ich zu Beginn noch sehr skeptisch war, da mir zunächst die aufgezeigte, etwas laxe Geschichte rund um die Recherche der beiden so unterschiedlichen Protagonisten fast ein wenig flach vorkam, konnte mich dieses Buch nach und nach immer mehr am Plot halten und in seinen Bann ziehen. Dies wurde sicherlich auch durch die eindringlich dargestellte Thematik experimenteller Versuche an Menschen noch unterstrichen. Denn grauenhafte Dinge gehen da in einer hochsicheren Anlage inmitten des brasilianischen Urwaldes vor sich. Dinge, die man sich lieber nicht all zu lebendig vorstellen möchte, deren Spuren aber bis weit hinein nach Europa beziehungsweise Deutschland reichen. Diesem unheilvollen Geflecht des organisierten Verbrechens auf der Spur, geraten die doch so arglos scheinenden und beinahe naiv anmutenden Hauptfiguren immer wieder auf ein Neues in Gefahr.

Gut inszeniert, mit einem großen Fokus auf das Spannungs- und Gruselpotenzial und dem richtigen Touch an Humor in den Zwischendialogen, schaffte es der Autor für mich, sich hier einem grausamen Thema unserer Gesellschaft zu stellen. So machte mich dieser Roman dann auch nachdenklich und traurig zugleich. Aber erstmal in der Geschichte drin, flogen dann die Seiten nur noch so, um die Suche nach der verschwundenen Schwester und der Aufdeckung von menschlichen Gräueltaten, dahin. Dabei waren gewisse Charaktere durchaus wandelbar und lernfähig, die zu Beginn an meinen Nerven zerren konnten. Aber auch andere Emotionen konnte dieses Buch durchaus bei mir wecken. Außerdem hatte Andreas Wilhelm zum fesselnden Schluss noch ein kleines Überraschungsbonbon für mich parat. Kurz: Ein Thriller um eine authentische Problematik, der sich für mich mit jeder Seite zu steigern wusste und der sich recht flüssig und kurzweilig weg lesen lies… Wobei ich doch auch nicht unerwähnt lassen möchte, dass dieser Roman für recht empfindliche Gemüter, eher nicht geeignet ist.

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