Iain Reid: The Ending

 
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Iain Reid: The Ending
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
I'm Thinking of Ending Things
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783426306192

Informationen zum Buch

Seiten
235

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Pressestimmen
Ein raffiniertes, stilistisch brillantes Psycho-Drama über Identität, menschliche Abgründe, Einsamkeit und Wahn - "Der kühnste und originellste literarische Psycho-Thriller seit langem." Chicago Tribune
Erster Satz
Ich trage mich mit dem Gedanken, Schluss zu machen.

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Handlungsort

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Eine Frau fährt mit ihrem neuen Freund Jake durch die winterliche Weite Kanadas. Trotz ihrer besonderen Verbindung denkt sie darüber nach, die Sache zu beenden. Und während draußen die Dämmerung das einsame Land in Dunkelheit hüllt, werden drinnen im Wagen Gespräche und Atmosphäre immer unheimlicher: Weshalb hält die Erzählerin einen Stalker vor Jake geheim, der ihr seit längerem Angst macht? Warum gibt Jake nur bruchstückhaft etwas von sich preis?

Wort für Wort steigt aus den Seiten ein kaum greifbares Unbehagen auf, denn eines ist von vornherein klar: Das junge Paar steuert unaufhaltsam in die Katastrophe ...

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Psycho ja - Thriller nein

Inhalt:
Eine Frau fährt mit ihrem Freund zu dessen Eltern. Obwohl sie eine besondere Beziehung haben, denkt sie immer wieder daran Schluss zu machen. Beide haben offensichtlich Geheimnisse voreinander. Sie erzählt ihm zum Beispiel nichts von den mysteriösen Anrufen, die ihr Angst machen.

Meine Meinung:
Man schlägt das Buch auf und sitzt prompt mit den beiden Protagonisten im Auto auf der langen Fahrt durch die kanadische Pampa, natürlich im Winter. Die Farm von Jakes Eltern ist das Ziel. Man verfolgt die Unterhaltung der beiden, die zuweilen etwas seltsam wirkt. Manchmal reden sie auch aneinander vorbei. Philosophie und Psychologie sind ihre hauptsächlichen Themen.

Die erste Hälfte des Buches ist ziemlich lahm. Es passiert quasi nichts. Die Spannung ist nur knapp über dem Nullpunkt, obwohl klar ist, dass etwas Schlimmes passieren wird. Die Figuren bleiben erstaunlich blass.

Zum Glück nimmt die Geschichte dann etwas Fahrt auf. Allerdings wird die Handlung ziemlich bizarr. Aber gerade dadurch steigt die Spannung, die sich schließlich in einem Show-down mitten in der Nacht entlädt.

Das Ende lässt mich etwas frustriert und verwirrt zurück. Denn obwohl ich schon ab der Mitte des Buches mit meinem Verdacht richtiglag, bleiben für mich zu viele Logiklücken. Es war, als ob man versucht, ein Puzzle zusammenzusetzen und die einzelnen Teile gar nicht richtig zusammenpassen können.

Auch sprachlich konnte mich Iain Reid nicht ganz überzeugen. Kurze Sätze oder gar nur Satzfragmente sorgen hier für eine große Distanz zu den Figuren. Trotz Ich-Erzählung kommen nur wenige Gefühle auf.

Fazit:
„The Ending“ ist mal wieder ein Roman, bei dem im Vorfeld viel versprochen wurde, was das Buch nicht halten kann. Für einen Psychothriller ist es definitiv zu lasch. Zweieinhalb Sterne, die ich wohlwollend auf drei aufrunde.

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"nicht sonderlich beängstigend"

Eine Ich-Erzählerin ist gemeinsam mit ihrem Freund Jake im Auto unterwegs. Sie fahren zu seinen Eltern, die sie bisher noch nicht kennengelernt hat. Doch eigentlich spielt die Protagonistin mit dem Gedanken, sich von Jake zu trennen.

Man merkt es vielleicht schon an meiner Zusammenfassung des Buches: Es fällt mir schwer, überhaupt eine Handlung zu beschreiben, denn die gibt es kaum. Die erste Hälfte der Geschichte spielt komplett im Auto und ist geprägt von Gesprächen über dies und das. Vom Altwerden über die ersten Fahrstunden, Intelligenz, Arbeitsplätze und Philosophie wird eigentlich fast jedes Thema kurz angeschnitten. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass beide aneinander vorbei reden bzw. sich nicht wirklich für das interessieren, was der andere zu sagen hat.

Auch die Gefühle der namenlosen Frau wurden mir trotz der Ich-Perspektive nicht klar. Warum sie sich von Jake trennen will, scheint sie selbst nicht genau zu wissen; gleichzeitig habe ich aber auch nicht verstanden, warum sie überhaupt mit ihm zusammen ist. Sie stört sich an fast jeder Kleinigkeit.

Der Autor hat es tatsächlich geschafft, dass ich mich trotz der Kürze des Buches gelangweilt habe. Auch die kurzen, teils abgehackten Sätze haben nicht zum Lesevergnügen beigetragen. Laut Buchrückseite soll es sich um ein "stilistisch brillantes Psychodrama" handeln - das kann ich leider nicht bestätigen. Auch das vollmundige Versprechen des Covers "Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum." hat sich nicht erfüllt. Gegruselt habe ich mich exakt an einer Stelle des Buches, doch die Situation wurde danach direkt wieder übergangen.

Alles in allem wirkt das Buch auf mich irgendwie zusammengestückelt. Die erste Hälfte ist durchgehend langweilig und überflüssig. Danach wird es interessanter und verwirrender. Gut gemacht ist das Ende der Geschichte, bei dem alles ineinander fließt; doch dazu möchte ich hier nicht zu viel verraten. Dieser gelungene Abschluss war durch viele kleine Andeutungen allerdings auch nicht ganz so überraschend, wie der Autor es sich wohl gewünscht hätte.

Fazit: Ein Zitat aus dem Buch selbst fasst es für mich treffend zusammen: "Die meisten, denen ich diese Geschichte erzähle, finden sie nicht sonderlich beängstigend. Sie wirken eher gelangweilt, fast enttäuscht [...]" (S. 193)

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Sehr überraschend!

Jake und seine Freundin sind auf dem Weg zu seinen Eltern. Die beiden sind seit sieben Wochen ein Paar und es ist der erste Besuch bei seiner Familie. Seine Freundin ist von der jungen Liebe nicht so überzeugt wie er, sie denkt daran Schluss zu machen. Jake ahnt nichts von ihren Gedanken, unterhält sich während der langen Autofahrt über Allerlei mit ihr. Doch sie verbirgt noch mehr, denn sie wird von einem Stalker verfolgt …auch das hält sie vor Jake geheim.

Die Geschichte ist vorwiegend in ich Perspektive aus der Sicht von Jakes Freundin geschrieben. Einen Namen erfährt man als Leser nicht, was für mich zu Beginn sonderbar war. Dies vor allem, weil die Frau ansonsten doch sehr offenherzig ihre Gefühle und Gedanken mit den Lesern teilt. Sie denkt über Trennung nach, während Jake offensichtlich an die Beziehung glaubt. Immer wieder taucht sie auch in Erinnerungen ab. Erinnerungen daran, als sie noch klein war und durch ein Fenster beobachtet wurde. Auch Erinnerungen an ihren Verfolger, der sie seit einigen Wochen telefonisch terrorisiert. Dies war der Zeitpunkt, ab dem ich unterschwellig gespürt habe, dass da ein grosser Knall auf mich zukommt.
In der Mitte und bei Ankunft der beiden bei seinen Eltern wird es gruselig und sehr skurril. Nach dem eher ruhigen Start nimmt die Story an Fahrt, Punkto Spannung auf und ab da konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Geisterbahnfeeling inklusive.
Verstärkt wurde das Ganze noch durch kursiv geschriebene und scheinbar willkürlich eingefügte Seiten. Lange Zeit konnte ich die nicht einordnen, und die Neugier hat mich durch das Buch getrieben. Diese Zeilen lösen sich erst ganz am Schluss auf und beinhalten eine Wendung, die ich nie und nimmer so geahnt habe. Der Autor hat mich da eiskalt erwischt und genau das ist es , was für mich auch gute Bücher ausmachen. Den Wow- Effekt, bei dem man da sitzt und denkt, dass man nie auf diese Auflösung gekommen wäre.
Der Schreibstil habe ich als abgehackt empfunden. in kurzen Sätzen in einer einfachen Sprache liest sich die Story sehr flüssig.
"Der kühnste und originellste literarische Psychothriller seit langem " schreibt die "Chicago Tribune " über "The Ending". Ueber kühn kann man diskutieren , originell finde ich dieses Buch auf jeden Fall. Es hebt sich ab vom Thriller Einheitsbrei und hat schon dadurch einige Sympathiepunkte von mir.

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Surreal und spannend

Im schneebedeckten Kanada ist eine namenlose Frau mit ihrem Freund Jack im Auto unterwegs, um dessen Eltern kennenzulernen. Schnell entwickelt sich ein Gespräch, das sich um ganz alltägliche Dinge und ihre junge Beziehung dreht. Und während am Anfang zwischen ihnen noch alles in Ordnung ist, schleicht sich ganz allmählich eine nicht zu erklärende Beklemmung ein, die die anheimelnde Atmosphäre kippen lässt. Denn nicht nur Jack weicht persönlichen Fragen seiner Freundin immer wieder aus. Auch die Frau nennt keinen Grund, warum sie ihrem Freund nichts von den eingehenden Handyanrufen eines unbekannten Stalker erzählt. Eine merkwürdige Situation, die immer seltsamer wird. Und schon bald erhärtet sich der Verdacht, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.

Aufgebaut wie ein Selbstgespräch, mit undurchsichtigen Andeutungen und Nachrichten von einem fremden Anrufer versehen, versteht es der Thriller auf surrealer Ebene gut zu unterhalten. Zwar passiert am Anfang nicht viel, da der Leser während der Fahrt in eine abgelegene Gegend erst einmal allerhand über die beiden Hauptfiguren, ihren Charakter und das Ziel ihrer Fahrt erfährt. Doch plötzlich unterbricht ein kurzes Kapitel das bis dahin ruhige Geschehen und es wird aus dritter Hand berichtet, dass etwas Schreckliches vorgefallen ist. Von nun an erscheinen die im Auto geführten Gespräche in einem völlig neuen Licht und das was, zunächst wie ein belangloses Geplänkel zwischen einem sich nicht besonders gut kennenden Pärchen anmutet, entpuppt sich als Vorbote einer grausamen Tat.

Iain Reid versteht es mit beiläufigen Bemerkungen, abgebrochenen Sätzen und bruchstückhaften Tatsachen eine Geschichte zu erzählen, die den Leser lange Zeit in die Irre führt. Dabei spielt er gekonnt mit dessen Neugier, lässt ihn wie ein Voyeur in fremde Leben schauen und sorgt dafür, dass er eigene Vermutungen anstellt. Und das alles, ohne zu merken, dass einem Trugbild erlegen ist. Denn erst ganz zum Schluss wird ihm klar, wie die undurchsichtigen Ereignisse zusammenhängen und warum sich das Pärchen im Auto so seltsam verhalten hat. Ein geschickt inszeniertes Psychospiel, das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die Vorliebe aller Leser trifft, aber die, die den mit Horrorelementen gemischten Nervenkitzel mögen, werden mit diesem Buch spannende Lesestunden haben.

Fazit:
Eine Empfehlung für Horror- und Thrillerfans, die surreale Geschichten mögen.

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Ungewöhnlicher Psychothriller

Ein junges Paar fährt durch eine einsame Gegend in Kanada. Das Pärchen ist auf den Weg zu Jakes Eltern. Sie überlegt Schluss zu machen und freut sich gar nicht auf diesen Besuch. Außerdem verschweigt sie Jake mysteriöse Anrufe von einem Mann. Doch auf dem Handy erscheint immer ihre eigene Nummer. Was hat das zu bedeuten? Und diese seltsamen Nachrichten von dem Mann auf ihrer Mailbox.

„The Ending“ ist Iain Reids Romandebüt, ein origineller Psychothriller und ein Überraschungshit, lt. Klappentext. „Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum.“
Die Leseprobe hatte mich schon gleich in ihren Bann gezogen und neugierig gemacht. Das Buch musste ich unbedingt haben. Der Schreibstil des Autors gefällt mir richtig gut. Ich spürte direkt die Atmosphäre während der Erzählung dieser Frau. Eine einsame Gegend in Kanada, es ist Winter und es dämmert bereits.
Der Anfang der Handlung gefiel mir zunächst ganz gut, doch die Unterhaltung des Pärchens auf den Weg zu Jakes Eltern, fand ich etwas zu sehr in die Länge gezogen. Sie überlegt Schluss zu machen und freut sich gar nicht auf diesen Besuch bei seinen Eltern. Außerdem verschweigt sie Jake diese mysteriösen Anrufe von einem Mann, der ihr Angst macht. So ganz verstand ich das noch nicht und ich war neugierig auf den weiteren Verlauf der Story. Was geht da vor sich? Ist irgendwie unheimlich. Wer ist dieser Anrufer? Alles ganz mysteriös. Aber es wird noch unheimlicher.
Bei den Eltern angekommen, wird es spannend. Ab da fand ich das Buch wirklich fesselnd und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Eine unheimliche Gegend und auch dieses alte Haus und diese altmodische Einrichtung. Die ganze Atmosphäre dort konnte ich direkt spüren. Und das Essen bei den Eltern, die sich auch ziemlich seltsam benehmen, besonders die Mutter. Und ja, da musste auch ich an Hitchcock denken. Ab da fand ich es dann auch unheimlich und gruselig. Die Handlung spielt an verschiedenen Schauplätzen.
Zwischendurch gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang. Diverse Leute, die sich über einen Todesfall unterhalten.
Die verschiedenen Charaktere sind gut beschrieben, jeder hat etwas zu verbergen. Was ist wahr und was nicht? Das fragt man sich dann auch. Alles ist etwas verwirrend. Ich hatte zwischendrin dann auch schon eine Vermutung. Das Ende ist sehr ungewöhnlich und nicht typisch. Es hat mich nachdenklich zurückgelassen.

„The Ending“ ist ein sehr ungewöhnlicher Psychothriller. Mir hat es gefallen.

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