Ilja Albrecht: Kalter Zorn

 
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Ilja Albrecht: Kalter Zorn
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783734100734

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Platz vor der Schule quoll über von Jugendlichen.

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Handlungsort

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In einer westfälischen Kleinstadt wird eine amerikanische Austauschschülerin tot aufgefunden – sie wurde gefoltert und brutal ermordet. Kiran Mendelsohn und Bolko Blohm werden auf den Fall angesetzt und müssen fortan nicht nur ihrer Chefin, sondern auch dem FBI Bericht erstatten. Tatsächlich zeigen sich bald Parallelen zu zwei ähnlichen Mordfällen auf amerikanischem Boden. Als kurz darauf in Deutschland eine zweite Leiche entdeckt wird, scheinen Kirans schlimmste Befürchtungen sich zu bewahrheiten: Ein internationaler Serienkiller treibt sein Spiel mit den Ermittlern, und seine Mordlust ist offenbar noch lange nicht gestillt …

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Noch mehr neuen Wind in die deutsche Krimilandschaft

bringt Ilja Albrecht mit seinem zweiten Krimi "Kalter Zorn", der wieder weit weg vom Genre des Regionalkrimis einen Fall thematisiert: allerdings diesmal einen hochaktuellen ohne nennenswerte Wurzeln in der Vergangenheit. Nein, es geht um drei junge Frauen, nein, Mädchen, allesamt 17, allesamt eine Art Star an ihrer Schule, die grausam zu Tode gequält wurden. Das Team um Kiran Mendelsohn, überregional zuständig und inzwischen fest im Bereich "Internationale Koordination" verankert, soll ermitteln, zumal er selbst ja weite Teile seiner Ausbildung in den Staaten absolviert hat. Warum sie eingebunden werden? Das dritte Opfer war für ein Jahr als Austauschschülerin im beschaulichen Xanten, offenbar ist ihr der Täter dorthin gefolgt. Nach gerade erst drei Wochen in der deutschen Provinz wurde sie brutalst umgebracht. Und Kiran seinerseits folgt ihren Spuren in den Staaten, während seine Kollegen in Deutschland ermitteln.

Auch diesmal gibt es diverse Spuren plus eine weitere Leiche im übertragenen Sinne. Kiran hat nämlich noch eine in den Staaten im Keller - sein Abschied von dort verlief nicht ganz sauber. Diesmal lernen wir auch seine ehemaligen Kollegen bzw. Mitstreiter in der Ausbildung kennen, denn sie ermitteln auf amerikanischer Seite und bringen zusammen mit Kiran vor Ort die Puzzlesteine zusammen. Die Charaktere sind ebenfalls eine Stärke des Autors, wenn auch nicht alle gleich vielschichtig rüberkommen. Aber da ist es wie im wahren Leben: der eine ist charismatisch, der andere eher nicht.

Ilja Albrecht ist aus meiner Sicht diesmal nicht der ganz große Wurf gelungen, wie es beim "Sibirischen Wind" der Fall war, mit dem er aus meiner Sicht etwas ganz Neues auf den deutschen Markt gebracht hat. Dennoch kann er auch mit seinem "Zweitling" problemlos mit den Granden der deutschen Krimiszene wie Jan Seghers oder Nele Neuhaus mithalten: auch deren Qualität ist ja nicht jedesmal ganz auf demselben Level. Der kluge, vielschichtige und weitläufig angelegte Aufbau des Plots lässt zudem Assoziationen zum schwedischen Autor Arne Dahl aufkommen - nicht zuletzt dadurch, dass hier ein dynamisches und vielseitiges Ermittlungsteam zugange ist, von dem mit Sicherheit noch viel erwartet werden kann. Ganz so sensationell wie der Erstling war "Kalter Zorn" aber nicht, wobei natürlich diesmal einerseits meine Erwartungshaltung um einiges höher war und andererseits der Überraschungseffekt, den man beim Entdecken eines neuen Autors eben hat, fehlte.

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Kalter Zorn

Patricia Masterson, 17 Jahre, ist als Austauschschülerin nach Xanten gekommen. Drei Wochen später ist sie tot – brutal gefoltert und ermordet. Da das Opfer eine Amerikanerin wist, will nicht nur die deutsche Polizei den Fall klären, auch das FBI zeigt Interesse, denn es gab in USA ähnlich gelagerte Fälle. So kommt es, dass Kiran Mendelsohn und Bolko Blohm auf der Jagd nach einem Serientäter sind. Das bestätigt sich, als es in Deutschland einen weiteren Mordfall gibt. Der Täter treibt sein Spiel mit den Ermittlern.
Das Buch lässt sich gut und zügig lesen, der Schreibstil ist recht nüchtern. Dadurch blieb die ganze Zeit eine gewisse Distanz. Ich konnte nicht mitfiebern oder zu irgendeinem der Personen eine Beziehung aufbauen.
Kiran Mendelsohn und Bolko Blohm sind ein gut eingespieltes Ermittlerteam. Kiran erkennt gut logische Zusammenhänge, während Bolko lieber etwas unkonventionell vorgeht. Auch die anderen Kollegen ergänzen das Team sehr gut. Trotzdem bleiben mir alle ein wenig fremd. Da es bereits einen Vorgängerband gibt, kann es natürlich sein, dass im „Sibirischer Wind“ ein wenig mehr über die Ermittler zu erfahren ist.
Auch mit den anderen beteiligten Personen konnte ich wenig anfangen.
„Melina hatte bereits mitbekommen, dass das Führen eines Doppellebens in Amerika nicht nur zum guten Ton gehörte, sondern eine unersetzliche Überlebensstrategie für den gesellschaftlichen Aufstieg war.“ (S. 295).
Wichtig ist das Bild nach Außen, also wird sich verstellt und das präsentiert, was gewünscht wird. Eine kalte und emotionslose Gesellschaft.
Das Buch war nett zu lesen, ab er wirklich packend finde ich den Thriller nicht.

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