Gina Mayer: In guten wie in toten Tagen

Gina Mayer: In guten wie in toten Tagen

Hot
 
4.7 (5)
 
4.9 (4)
2255   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Gina Mayer: In guten wie in toten Tagen
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783839001646

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Schlagworte
Erster Satz
Garten- und Landschaftsbau.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Helenas Hochzeit soll das gesellschaftliche Ereignis des Jahres werden: Das Kleid, die Torte, die Gäste alles muss perfekt sein, wenn sie vor den Altar tritt.

Vor allem aber ist der Bräutigam perfekt: Tom Schenker, von allen Schülerinnen angehimmelter Vertrauenslehrer des Gymnasiums. Helena war schon in ihn verliebt, als er noch ihr Deutschlehrer war. Genau wie die meisten ihrer Freundinnen. Eine Woche vor der Hochzeit steigt der klassische Jungesellinnenabschied. Bis spät in die Nacht ziehen die jungen Frauen, beschwingt und reichlich alkoholisiert, durch die Bars und Clubs der Stadt. Zum krönenden Abschluss werden noch ein paar Pillen eingeworfen.

Am nächsten Morgen ist Helena verschwunden und Tom wurde brutal ermordet. Und keine der Freundinnen kann sich erinnern, was in der Nacht wirklich passiert ist.

Autoren-Bewertungen

5 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (5)
Charaktere 
 
4.8  (5)
Sprache & Stil 
 
4.2  (5)
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Freundschaft mit vielen Geheimnissen

Cara vergöttert ihre große Schwester Helena. Als diese sie bittet, ihren Junggesellinnenabschied zu organisieren, ist sie natürlich Feuer und Flamme. Sie macht sich viele Gedanken, um diesen Abend zu einem unvergesslichen Ereignis für ihre geliebte große Schwester zu machen. Doch dann läuft alles anders als geplant. Helenas beste Freundin Isy, die in Amerika lebt, wird krank und kann nicht kommen. Und die anderen Mädels zeigen an diesem Abend, dass in der Clique wohl nicht alles so toll ist, wie es bisher immer schien. Und es kommt noch schlimmer: am nächsten Morgen ist Helena verschwunden und die Polizei steht vor der Tür, mit der schrecklichen Nachricht, dass der Bräutigam tot ist.

Niemand weiß, was in dieser Nacht noch passiert ist. Helena wird verhaftet, doch Cara kann nicht glauben, dass ihre Schwester ihren Zukünftigen umgebracht haben soll. Tom war ein absoluter Traummann und jede Frau hat Helena beneidet. Liegt hier das Motiv für die Tat? Cara beginnt nachzuforschen, um ihre Schwester zu entlasten und stößt dabei auf einige dunkle Geheimnisse in Helenas Freundeskreis. Anscheinend hat jede der Freundinnen etwas zu verbergen und auch bei Tom selbst gibt es einiges zu entdecken. Doch hat irgendetwas von alldem zu der schrecklichen Tat geführt?

Ich habe schon mehrere Bücher von Gina Mayer gelesen, sowohl von ihren historischen Romanen als auch den Jugendthriller „Morgen wirst du sterben“. In beiden Genres ist sie absolut empfehlenswert.

Die Geschichte wird aus Caras Sicht erzählt. Geschickt werden die verschiedenen Charaktere präsentiert und unterschiedliche Spuren aufgebaut, die den Leser fleißig miträtseln lassen, was nun eigentlich passiert sein könnte und vor allem warum. Irgendwann hat eigentlich jeder ein Motiv. Die tatsächliche Auflösung am Ende war für mich als geübte Krimileserin dennoch eine Überraschung.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Je mehr man sucht, desto mehr Abgründe tun sich auf

Inhalt
Cara plant für ihre geliebte ältere Schwester einen Jungesellinnenabschied mit ihren besten Freundinnen. Helena wird nämlich ihre große Liebe Tom heiraten, ihren ehemaligen Deutschlehrer, in den sie schon als Schülerin verknallt gewesen war und der ihr perfekter Traummann ist. Der Abend beginnt sehr lustig und gut gelaunt ziehen die Mädchen durch die Stadt, der Alkohol fließt und ein paar Drogen kommen zum Einsatz. Ein Geständnis bringt den Abend dann aber zu einem unschönen Ende und am nächsten Tag ist der Bräutigam tot. Der Verdacht fällt schnell auf die Braut, doch Cara ist von Helenas Unschuld überzeugt, auch wenn alles gegen sie spricht, und versucht, den wahren Mörder zu finden. Dabei entstehen ein paar Risse in der perfekten Fassade des Bräutigams und es zeigt sich, dass auch die Freundinnen unter der glatten Oberfläche ihre Geheimnisse haben. Plötzlich könnte jeder einen Grund gehabt haben, Tom umzubringen....


Meine Meinung
Ich kenne und liebe alle Bücher der Autorin, die in einem so wunderbaren und atmosphärischen Schreibstil unterschiedliche Themen zu interessanten und spannenden Geschichten verarbeitet. Auch die Jugendthriller gehören natürlich dazu und auch dieses Buch konnte mich wieder überzeugen.

Wir lesen aus Caras Sicht von der schrecklichen Entwicklung des Abends und erkennen so nach und nach, wie oberflächlich die Freundschaft der Mädchen war. Das Aufdecken der Probleme oder Geheimnisse der Freundinnen ließ immer wieder neue Motive für einen Mord erscheinen, gleichzeitig blieb bei mir aber auch der Verdacht gegen Helena bestehen, deren wahres Wesen für mich nie richtig greifbar wurde. Ein ungutes Gefühl ihr gegenüber bestand bei mir immer, besonders auch im Zusammenhang mit den bewundernden Gefühlen, die Cara für sie ständig ausstrahlte und die so gar nicht zu den Eindrücken anderer passten. Auch Kollegen kratzten an Toms und Helenas glatter Fassade und wirkten verdächtig und auch Caras und Helenas cholerischer Vater rückte in den Fokus. So wird man beim Lesen immer hin und hergerissen zwischen den verschiedenen Wahrnehmungen und Verdächtigungen und dies machte das Rätselraten um den Mord bis zum überraschenden Schluss für mich äußerst spannend.

Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig dargestellt. Mit einigen konnte ich besonders gut mitfühlen. So war mir Cara gleich sehr sympathisch und sie tat mir oft leid wegen ihres oft fehlenden Selbstbewusstseins, wenn sie zu sehr auf die Meinung ihrer Schwester einging. Caras Kollege Vitali wirkte in seiner Zuneigung zu ihr wie ein Anker, den Cara ergreifen könnte, und war für mich eine weitere sympathische Person.

Die Autorin versteht es hier, ohne „blutiges Gemetzel“ allein durch Caras Gedanken und Ängste und die ans Licht kommenden Geheimnisse und Verdächtigungen eine durchgängige subtile Spannung aufrecht zu erhalten. Man spürt mehr und mehr ein unterschwelliges Grauen und ahnt, dass irgendetwas an dem Mord so gar nicht stimmen kann und die Auflösung des Verbrechens nicht ohne die Aufdeckung einer menschlichen Tragödie enden wird. Das war sehr gut gemacht und ich näherte mich dem Ende mit fast angehaltenem Atem. Der Schluss hat mir dann sehr gut gefallen. Er war sehr passend und ließ noch etwas Raum für eigene Gedanken. Ein toller Thriller, nicht nur für Jugendliche.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

In guten wie in toten Tagen

In Kürze steht die Hochzeit von Caras älterer Schwester Helena bevor. Diese wird ihren ehemaligen Lehrer Tom Schenker, der einige Jahre älter ist als sie selbst und schon immer der Schwarm aller Schülerinnen war, heiraten. Helena selbst ist ihm allerdings erst nach dem Ende ihrer Schullaufbahn näher gekommen. Cara hat eine sehr enge Beziehung zu ihrer Schwester und als diese sie bittet für sie einen tollen Junggesellinnenabschied zu organisieren, nimmt Cara das selbstverständlich in die Hand. Der Abend soll perfekt werden und so beschafft Cara eine Unmenge an Utensilien für dieses einzigartige Event, das sie unter das Motto Hen-Night stellt. Leider verläuft der Abend selbst dann nicht so wie erhofft, denn zwischen den eingeladenen alten Freundinnen kochen unschöne Wahrheiten hoch, die durch den Genuss von Alkohol und Drogen nur noch emotional verschlimmert werden. Der nächste Morgen bringt dann eine grausame Überraschung mit sich. Die Polizei steht vor der Tür und möchte Helena sprechen, denn Tom Schenker wurde in der Nacht ermordet. Helena jedoch war scheinbar in der Nacht noch einmal fort und ist nicht zu Hause. Als sie zurückkehrt hat sie äußere Verletzungen. Schnell gilt sie als Tatverdächtige und wird verhaftet.

Cara ist entsetzt und kann einfach nicht glauben, dass ihr Schwester so etwas getan haben soll. Sie stellt auf eigene Faust Nachforschungen an und bringt über ihre Schwester und deren Freundinnen immer mehr Dinge ans Licht, die die bestehenden Freundschaften in einem ganz anderen Licht zeigen. Hier hat jede der jungen Frauen Geheimnisse und auch Gründe einen Mord zu begehen. Aber auch im engen Familienkreis tun sich Abgründe auf. Cara ist gezwungen sich mit ihrer Familie und der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Die Autorin Gina Mayer präsentiert mit ihrem Buch „In guten wie in toten Tagen“ Spannung auf hohem Niveau und versteht es ausgezeichnet die Leser zu verwirren und falsche Spuren zu legen. Immer neue Hinweise lenken die Suche nach dem Täter mal in die eine und mal in die andere Richtung und am Ende ist es vielleicht doch ganz anders. Die Geschichte und deren Ende leben in jedem Fall von überraschenden Wendungen und von Charakteren, die sehr detailliert und auch raffiniert präsentiert werden.

Ein Thriller mit Überraschungseffekt, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen wird, sobald man mit der Lektüre begonnen hat.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
(Aktualisiert: 14 Oktober 2013)
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Tödlicher Junggesellinnenabschied

Helena Fliedner will in einer Woche ihren ehemaligen Deutschlehrer Tom Schenker heiraten – die Hochzeitsfeier soll ein rauschendes Fest werden. Jetzt aber will Helena ihren Junggesellinnenabschied mit ihren besten Freundinnen feiern und bittet ihre Schwester Cara, die Party zu organisieren. Die Party fängt feucht-fröhlich an, die Frauen ziehen um die Häuser, aber nach reichlich Alkohol und eingeworfenen Pillen beginnt die Stimmung zu kippen. Am nächsten Tag wird Helenas Verlobter Tom brutal ermordet aufgefunden – und Helena ist verschwunden.

Auch mein drittes Buch von Gina Mayer hat mich nicht enttäuscht: die Autorin liefert wieder einen Thriller ab, der mit überraschenden Wendungen und menschlichen Abgründen aufwartet.

Der Roman wird aus der Sicht von Cara, Helenas Schwester, erzählt, die auch den Junggesellinnenabschied organisiert. Da Cara felsenfest überzeugt ist, daß ihre Schwester nichts mit dem Mord an ihrem Verlobten zu tun hat, führt sie auf eigene Faust Nachforschungen durch, um sich ein besseres Bild von Tom Schenker machen zu können.
Bis fast zum Schluß war mir nicht klar, wer der oder die Mörder sein könnten, da alle Charaktere mehr oder weniger verdächtig waren. Die Auflösung hat mich daher überrascht und das Ende des Buches hat mir gut gefallen, weil es zu einem versöhnlichen Abschluß kommt.

Die Charaktere sind hervorragend gelungen: der Leser lernt im Laufe der Lektüre die einzelnen Figuren durch Caras Nachforschungen immer besser kennen und erfährt auch ihre Geheimnisse.
Die beiden Schwestern, Helena und Cara, sind ziemlich gegensätzlich, haben aber ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Während Helena beliebt und selbstbewußt ist, und ihre Ziele ohne Probleme erreicht, steht Cara in ihrem Schatten, hat Minderwertigkeitskomplexe und schaut ehrfürchtig zu ihrer Schwester auf. Nach Helenas Verhaftung hat Cara nun die Chance, zu zeigen, was in ihr steckt, da sie nicht glauben will, daß ihre Schwester Tom umgebracht hat.

Unterstützt wird sie von ihrem Kollegen Vitali, zu dem sie sich einerseits hingezogen fühlt, andererseits aber durch die Ermahnung ihrer Schwester zu ihm Abstand halten möchte. Hier kommt sehr gut Caras Abhängigkeit von der Meinung ihrer Schwester zum Vorschein.

Tom Schenker ist der perfekte Partner: gut aussehend, der Schwarm vieler Schülerinnen und charmant. Zu schön, um wahr zu sein! Während Tom anfangs als der Traummann dargestellt wird, erhält der Leser durch Cara im Laufe der Lektüre eine immer bessere Vorstellung von ihm. Die einzelnen Puzzlestücke, die Helenas Freundinnen und ehemalige Kollegen von Tom liefern, fügen sich allmählich zu einem Gesamtbild zusammen und eines wird klar: das Traummann-Image von Tom bekommt Risse.

Dann gibt es noch die besten Freundinnen von Helena: bereits bei der Abschiedsparty wird klar, daß es zwischen den Frauen nicht nur Freundschaft, sondern auch Eifersucht und Neid gibt. Und jede trägt ein Geheimnis mit sich.

Aber auch innerhalb der Familie Fliedner ist es alles andere als rosig: Cara hat ein gestörtes Verhältnis zu ihrem dominanten Vater, der sich vor Jahren von seiner Frau getrennt hat, die ihm immer noch hinterhertrauert – während Helena mit ihm einen sehr freundschaftlichen Umgang pflegt.

Am Ende bleiben ein paar Fragen offen, die zum Nachdenken anregen – das stört auch nicht, sondern passt meiner Meinung sehr gut zu der Entwicklung der Handlung. Ich kann diesen spannenden Jugendthriller wärmstens empfehlen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
(Aktualisiert: 09 Oktober 2013)
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Ein sanfter Psychothriller

Helena will ihren ehemaligen Lehrer und Mädchenschwarm Tom Schenker heiraten. Doch eine Woche zuvor soll erst mal ein zünftiger Junggesellinnenabschied gefeiert werden. Helenas jüngere Schwester Cara soll ihn organisieren. Sie verehrt Helena geradezu und möchte alles so perfekt wie möglich für sie gestalten, denn Helena selbst ist auch perfekt und gibt sich mit nichts Geringerem zufrieden. Zuerst haben die Mädels auch viel Spaß, doch als der Abend fortschreitet und der Alkoholkonsum einen höheren Level erreicht, kommt es zur Eskalation. Die Party wird vorzeitig aufgelöst. Am nächsten Tag ist der Bräutigam tot. Der Verdacht fällt auf Helena, die sich nicht an das Geschehen in der Nacht erinnern kann.

Allein Cara ist von der Unschuld ihrer Schwester überzeugt und versucht, den wirklichen Mörder zu finden bzw. herauszufinden, was in dieser Nacht wirklich geschehen ist. Sie spricht mit Helenas Freundinnen, wobei sich bald herausstellt, dass praktisch jede von ihnen ihr Geheimnis, ihre Leiche im Keller, hat. Der Kreis der Verdächtigen wird immer größer. Doch langsam, aber sicher, wird auch das Bild von dem perfekten Brautpaar demontiert.

Als Leser schwankt man ständig hin und her, wer nun der Mörder sein könnte, doch man wird es erst ganz am Ende erfahren. Dabei hat Gina Mayer viele Hinweise zwischen den Zeilen ausgestreut, sodass die Auflösung wirklich logisch erscheint.

Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Autorin ohne viel Blut auskommt und so der Roman auch für etwas sensiblere Menschen gut geeignet ist. Der Spannungsbogen wird gut gehalten - ich wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Allerdings ist es nicht so extrem nervenaufreibend, dass einem schier das Herz stehen bleibt und man Angstzustände bekommt ;-)

Erzählt wird in der 3. Person, wobei der Fokus auf Cara liegt. Diese Protagonistin war mir von Anfang an sympathisch. Man lernt sie im Laufe der Geschichte sehr gut kennen. Besonders bewundernswert fand ich es, dass sie so bedingungslos zu ihrer Schwester hält – im Gegensatz zu deren Freundinnen und den Eltern.

Auch die sanfte Liebesgeschichte zwischen Cara und ihrem Arbeitskollegen Vitali hat mir sehr gut gefallen. Sie passt sehr gut ins Geschehen, und der Thriller wird dadurch perfekt abgerundet.

„In guten wie in toten Tagen“ war mein erstes Buch von Gina Mayer, aber es wird mit Sicherheit nicht das letzte sein. Die Autorin konnte mich auf Anhieb überzeugen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

4 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.9
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (4)
Charaktere 
 
5.0  (4)
Sprache & Stil 
 
4.8  (4)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Eine Party mit Folgen

Dies ist nun schon mein viertes Buch diesem Jahr von Gina Mayer und sie begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Ich schaue sonst nicht auf „Äußerlichkeiten“, aber hier muss ich eine Ausnahme machen. Das Cover ist einfach genial!
Nun aber zum Inhalt … Hier geht es um zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Das Mauerblümchen Cara, aus deren Sicht das Buch erzählt wird und die ich die ganze Zeit begleite. Und daneben die schöne Helena, von allen umschwärmt und bewundert. Gerade zu Beginn der Geschichte wird die Unsicherheit von Cara so deutlich. Sie soll den Junggesellenabschied ihrer Schwester organisieren und hat bis zum Schluss Zweifel, ob das ihrer Schwester gefallen wird. Als Helena als Hauptverdächtige im Gefängnis sitzt, wächst Cara über sich hinaus und ermittelt auf eigene Faust.
Cara will ihre Schwester unbedingt retten. Dabei entdeckt sie so viele Abgründe, so viel Falschheit. Und da wurde es für mich richtig spannend, denn ich werde eins mit Cara und schaue ihr über die Schulter. Cara lernt bei ihren Ermittlungen ihre Schwester und deren Leben besser kennen und kommt Helena und auch sich selbst immer näher. Gleichzeitig ist sie blind vor Wut, weil außer ihr fast niemand an Helenas Unschuld glaubt.
Umso mehr liegt es nun an ihr, jetzt ist sie die Starke und sie setzt alles daran, die Unschuld der schönen Helena zu beweisen. Gina Mayer hat sehr einfühlsam geschildert, wie Cara zwar einerseits über sich selbst hinaus wächst, aber wieder einmal ihre eigenen Bedürfnisse hinten an stellt. Ihre Schwester steht im Mittelpunkt ihres Handelns und auch ihre Liebe zu Vitali leugnet sie, weil Helena ihn nicht mag. Sie trampelt regelrecht mit Füßen auf dem zarten Pflänzchen der Liebe herum, nur um Helena zu gefallen, obwohl diese das ja gar nicht mitbekommt. Arme Cara! Und dann wird Vitali zu einer Schlüsselfigur, mit der ich absolut nicht gerechnet habe. Das ist eine von den vielen Überraschungen, die Gina Mayer mir in diesem Buch beschert hat.
Gina Mayer spricht in ihren Büchern eine wunderbare Sprache, die mich von Anfang an fasziniert hat. Sie fabuliert nicht ausschweifend, sondern kommt auf den Punkt. Dabei kommt sie oft mit kurzen markanten Sätzen aus. Und manche sind so toll, dass ich sie aufschreiben muss! Die Dialoge sind sehr authentisch, sie hat den Ton dieser Generation erstklassig getroffen. Anfangs fängt sie den Alltag der beiden Schwestern perfekt ein und dann führt sie mich an Abgründe, die uns alle umgeben ohne dass wir es immer merken. Die Spannung kommt ganz leise daher und bleibt … die ganze Zeit. Zum Schluss konnte ich einfach nicht mehr aufhören, denn das Ende ist wirklich sehr sehr überraschend. Das Buch ist zwar als Jugendthriller deklariert, aber ich bin sicher, dass es vielen Fans der unblutigen Spannung genauso gut gefallen wird wie mir!
Fazit: Ein perfekter (Jugend-)Thriller, angefangen bei Titel und Cover bis hin zu einem wahrlich überraschenden Ende!
Mein Lieblingssatz: „Der Gedanke machte sie so wütend, dass sie sich, ohne zu überlegen, in den nächsten Satz stürzte.“ (Seite 167)

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Gina Mayer: In guten wie in toten Tagen

Inhalt:
Helena und Tom stehen kurz vor der Hochzeit. Daher richtet Cara ihrer Schwester einen Junggesellinnenabschied aus und lädt Helena`s Freundinnen ein.
Die Party wird jedoch ziemlich ausschweifend.
Am nächsten Tag wird Tom tot aufgefunden, Helena kommt morgens nach Hause, kann sich an nichts mehr erinnern und wird wegen Mordverdacht verhaftet.

Meine Meinung:
Hier ist Gina Mayer ein einmaliger Thriller gelungen, der den Leser von der ersten Seite an in Atem und Spannung hält.
Man möchte nur noch lesen und lesen und lesen, um ganz schnell zum Ende zu kommen, um zu wissen, wer die Tat begangen hat.
Die Autorin hat alle Protagonisten sehr authentisch gestaltet, zudem hat jede der Freundinnen ihr eigenes Problem und somit ein Motiv für den Mord. Die Geschichte ist absolut nicht vorhersehbar.
Ich wußte wirklich bis zum Schluß nicht, wer der Täter ist.
Der flüssige, mitreißende und spannende Schreibstil garantiert aufregende Lesestunden.
So muß ein Thriller sein, daher gibt es von mir 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

In guten wie in toten Tagen

In guten wie in toten Tagen von Gina Mayer

Cara soll für ihre ältere Schwester Helena den Junggesellinnenabschied ausrichten. Da Cara ihre Schwester bewundert, will sie alles besonders gut machen. Zuerst sieht es so aus als wäre ihr das gelungen, doch dann entgleist die Geschichte und es kommen sehr unschöne Sachen ans Tageslicht. Als die Freundinnen auseinander gehen ist die Stimmung auf dem Nullpunkt. Und damit noch nicht genug, ist der angehende Bräutigam am nächsten Morgen tot. Verdächtigt wird Helena. Cara setzt alles daran ihre Schwester zu entlasten.

Geschrieben ist die Geschichte aus Caras Sicht. Cara war mir gleich von Anfang an sympathisch. Sie stürzt sich mit Feuereifer in die Organisation des Junggesellinnenabschieds und versucht, alles besonders gut zu machen. Helenas Freundinnen dagegen sind nicht alle sympathisch. Jede ist anders und alle scheinen etwas zu verbergen.

Gina Mayer hat es in dieser Geschichte geschafft, von Anfang an einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen auch zu halten. Zahlreiche falsche Fährten laden geradezu zum spekulieren ein. Und mir ist es nicht gelungen, die richtige Spur zu finden. Aber das ist keine Kritik, sondern ein Lob. Die Geschichte ist toll aufgebaut und absolut logisch und nachvollziehbar zum Ende gebracht. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und ich kann das Buch jedem Leser empfehlen, der gerne spannende Bücher liest.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Empfehlenswerter Jugendthriller

Inhalt
Caras große Schwester Helena ist überglücklich, denn bald wird sie ihre Traumhochzeit feiern. Ihr gutaussehender Bräutigam, Helenas ehemaliger Deutschlehrer Tom Schenker, ist der perfekte Mann schlechthin, um den sie von fast allen Mädchen beneidet wird.
Helena beauftragt Cara, eine Woche vor der Hochzeit eine Party zum Junggesellinnenabschied zu organisieren. Cara hat sich einen besonders lustigen Event für Helena und ihre besten Freundinnen ausgedacht. Alles beginnt recht vielversprechend, reichlich Alkohol fließt, die Mädels ziehen gut gelaunt durch die Stadt, doch dann kippt die ausgelassene Stimmung. Bei Helena zu Hause werden sogar noch Pillen eingeworfen, doch die Spannungen zwischen den Freundinnen lassen die Party bald enden.
Als Cara am nächsten Morgen von der Polizei geweckt wird, erfährt sie, dass Tom Schenker in der Nacht ermordet wurde. Da Helena über Nacht verschwunden war und sich an nichts mehr erinnern kann, wird sie bald als Hauptverdächtige von der Polizei festgenommen. Cara beginnt auf eigene Faust, Nachforschungen zu den Geschehnissen der Nacht anzustellen, um die Unschuld ihrer älteren Schwester beweisen zu können.

Meine Meinung
„In guten wie in toten Tagen“ ist ein weiterer gelungener Jugendthriller aus der Feder der deutschen Autorin Gina Mayer, der einen im Verlauf der Handlung immer mehr zu fesseln weiß. Sehr angenehm ist ihr jugendlicher, flüssiger Schreibstil zu lesen, der mich auch mit vielen prägnanten Formulierungen begeistern konnte.
Während sich die Geschichte mit Helenas Junggesellinnen-Abschied anfangs noch sehr unterhaltsam und gemächlich entwickelt, baut sich nach dem plötzlichen Mord am Bräutigam und der Suche nach dem Täter zunehmend Spannung auf, die sich bis zum absolut unerwarteten Ende dieses packenden Psychothriller stets noch steigert.
Gemeinsam mit Cara beginnen wir die Geheimnisse von Helenas Freundinnen zu ergründen, auf der verzweifelten Suche nach den wahren Ereignissen jener Nacht, um die tatverdächtige Schwester entlasten zu können. Nach und nach erfahren wir viele Details zur Vergangenheit der Mädchen, ihrer Freundschaft zu Helena und erhalten zudem auch erstaunliche Erkenntnisse über den ermordeten Tom und seinen Lebenswandel. Immer mehr beginnen die Fassaden zu bröckeln und wir erleben ein clever konstruiertes Verwirrspiel mit immer neuen Verdächtigen. Ein packendes Rätselraten beginnt für uns Leser mit zahlreichen unerwarteten Wendungen, ohne jedoch jemals wirklich eine heiße Spur zu haben. Dies macht den besonderen Reiz dieses Thrillers aus, denn so manche gewagte Theorie zum vermeintlichen Täter, die man sich durch geschickt eingebaute Hinweise und Anspielungen aufgestellt hatte, musste durch neue Enthüllungen auch wieder fallen gelassen werden.
Sehr rätselhaft und spannend sind auch die eingestreuten, kurzen kursiven Passagen, die man sehr lange nicht zuordnen kann und zusätzlich für Verwirrung sorgen.
Erst zum Ende hin verdichten sich zunehmend die Hinweise auf den wahren Mörder. Mit der überraschenden Auflösung am Ende des Thrillers werden die nachvollziehbaren Hintergründe und Motive für die entsetzliche Tat enthüllt. So erhalten wir schließlich ein äußerst erschreckendes Bild über die Abgründe menschlicher Psyche.
Sehr gut gefallen hat mir insgesamt auch die Zeichnung der verschiedenen, sehr authentisch getroffenen Charaktere und die äußerst gelungenen Psychogramme der Figuren.

Fazit
Ein spannender, clever konstruierter Psychothriller, der mich mit einer psychologisch raffinierten Umsetzung und seinem überraschenden Ende begeistern konnte.
Ein absolut empfehlenswerter Jugendthriller, der sicher auch Erwachsene fesseln kann!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue