James Marrison: Das Mädchen im Fenster

James Marrison: Das Mädchen im Fenster

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James Marrison: Das Mädchen im Fenster
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Vanishing Land
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783404171972

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Sorgfältig vor den Blicken verborgen, um die schöne Symmetrie des Gartens nicht zu ruinieren, lag Frank Hursts Swimmingpool auf einer leicht erhöhten Terrasse am Rand des Grundstücks.

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Handlungsort

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Ein Leichenfund in den Cotswolds. Der Tote wurde vor zehn Jahren verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden zweier Mädchen zu tun zu haben, doch die Ermittlungen verliefen damals im Sande. Als nun im Haus des Opfers ein Feuer ausbricht, werden die Überreste einer stark verwesten Mädchenleiche freigelegt. Die Polizei glaubt, das Schicksal der verschwundenen Mädchen endlich aufklären zu können, doch die Obduktion erstickt diese Hoffnung im Keim: Die Tote ist deutlich älter ...

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Solides Krimi-Debüt der altmodischen Art

Autor James Marrison hat einen geschickten Einstieg in seinen Krimi gewählt: Inspektor Graves kommt neu in die Gegend und muss sich erst einmal mit der Gegend, den neuen Kollegen und vergangenen Kriminalfällen vertraut machen. Seine Kollegen warnen ihn vor seinem Vorgesetzten, Chief Inspektor Downes. Halb Brite und halb Argentinier ist Downes eher ein Außenseiter auf dem Revier. Zahlreiche Gerüchte über ihn sind im Umlauf, unter anderem, dass er seine letzten drei Mitarbeiter durch Mobbing losgeworden sei.

Geschickterweise wechseln sich diese Teile des Krimis ab mit Passagen, die aus der Sicht des berüchtigten Chief Inspektor Downes erzählt werden. Der Leser erfährt nicht nur Andeutungen über Downes Vergangenheit in Argentinien, wo er und seine Familie unter der Militärdiktatur zu leiden hatten, sondern kann auch an Downes' Wissen über frühere polizeiliche Etrmittlungen im Fall Frank Hurst teilhaben.

Neben den Polizeibeamten Graves und Downes (ich hatte anfangs wirklich Schwierigkeiten, die Personen auseinanderzuhalten! Die anderen Kollegen haben ebenfalls eher kurze Allerweltsnamen... :rollen:) spielt Frank Hursts Tochter Rebecca eine zentrale Rolle, obwohl der Leser sie nur durch Berichte Dritter kennenlernt, da sie schon vor längerer Zeit spurlos verschwunden ist. Sie ist das titelgebende "Mädchen im Fenster" - so lernt Downes sie in einem Rückblick kennen, als er den Unfalltod von Frank Hursts Frau untersuchen soll.

Ich möchte nicht zu viel über die Krimihandlung verraten, da dies schließlich den Reiz des Ganzen ausmacht. Den Einstieg in die Geschichte fand ich flott und gut gelungen, während die Spannung im Mittelteil leider etwas nachließ, als es um die früheren Ermittlungen ging. Erst gegen Ende hin, als Downes und Graves der Lösung des Falles näher kommen, stieg die Spannung wieder an.
Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Charaktere: Zum einen, wie sie vom Autor eingeführt werden (Perspektivenwechsel) und auch, wie er sie gestaltet hat. Der Schwerpunkt des Buchs liegt wirklich auf der Krimihandlung; über das Privatleben der beiden Polizeibeamten erfährt man nur Bruchstücke - doch gerade dies trug für mich eher zur Spannung bei. Tatsächlich kommt "Das Mädchen im Fenster" sogar ohne die übliche Romanze aus!
Besonders über Downes' Erlebnisse in Argentinien hätte ich gerne mehr erfahren. Ich habe allerdings den Eindruck, dass dieses Buch der Auftakt zu einer Reihe sein soll, da doch einige Fragen am Ende bewusst offen bleiben.
Angenehm fand ich auch, dass es eher "altmodisch" zugeht, also ohne all zu viel Blutvergießen, Gewalt und Sexszenen (bzw. gar nicht). Um dem Täter auf die Spur zu kommen, sind eher das psychologische Gespür der ermittelnden Polizeibeamten und des Lesers gefragt.
Ein angenehm zu lesender, gut aufgebauter Krimi. Ordentlicher Einstieg!

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Que quilombo

Frank Hurst wurde mit einer Mistgabel umgebracht. Im Dorf weint ihm keiner einer Träne nach, denn schon immer gab es Gerüchte um ihn. Er wurde vor Jahren verdächtigt mit dem Verschwinden von zwei Mädchen zu tun zu haben, doch nachweisen konnte man ihm nichts. Dann starb auch noch seine zweite Frau bei einem Unfall am Pool, was die Gerüchteküche wieder anheizte.
Nun ermittelt Chief Inspektor Downes und sein neuer Kollege Inspektor Graves.
Dieser Krimi wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Inspektor Graves ist gerade erst in den Cotswolds angekommen und schon hört er Andeutungen über „Shotgun“ Downes. Aber keiner rückt wirklich mit der Sprache raus. Auch Graves ist nicht ganz freiwillig von Oxford in diesen kleinen Ort gekommen.
Downes hat lange mit seinem Kollegen Powell zusammengearbeitet. In den wenigen Monaten seit dieser krank ist, hat er schon ein paar Mitarbeiter verschließen. Keine guten Aussichten für Graves. Downes ist ein Außenseiter, groß und mit einer Narbe im Gesicht. Nach außen zeigt er sich ziemlich britisch, aber in seinem Haus kann er seine argentinischen Wurzeln nicht verleugnen. Das Verschwinden der Mädchen lässt in seit Jahren nicht in Ruhe, weil von seinem Vorgesetzen der Fall abgeschlossen wurde, obwohl es immer noch Zweifel gab. Im Laufe der Zeit lernen wir den verschlossenen Downes ein bisschen besser kennen und erfahren ein wenig von seiner Vergangenheit in Argentinien.
Dann brennt das leerstehende Haus von Hurst, in dem er sich seit Jahren verbarrikadiert hatte, und eine Leiche wird dort entdeckt. Downes sieht Zusammenhänge zu den alten Fällen. Die meisten Befragungen im Dorf sind unergiebig und Downes möchte gerne Rebecca Hurst, die Tochter von Frank, befragen, doch sie ist wie vom Erdboden verschwunden. Immer mehr jedoch kommt ihr eine besondere Rolle in der ganzen Geschichte zu. Dieses schöne und unschuldige Mädchen hat Geheimnisse.
Der Krimi liest sich sehr flüssig. Selbst wenn ich nicht gewusst hätte, dass es ein britischer Krimi ist, hätte ich das schnell gespürt. Die besondere Atmosphäre in den Cotwolds konnte ich gut nachempfinden.
Gut gefallen hat mir das Zusammenspiel der beiden Ermittler. Graves mit seiner manchmal etwas vorlauten Art schindet Eindruck bei Downes. Die Ermittlungen laufen ohne dramatische Action, aber mit viel Nachdenken und Logik und einem Gespür für Menschen.
Ein interessanter Krimi.

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Ein Gaucho in den englischen Midlands

Das ist Chief Inspector Downes, aufwachsen in Argentinien, der nun bereits seit fast 20 Jahren bei der britischen Polizei beschäftigt ist und den es in die beschaulichen Cotswolds verschlagen hat.

Nun ist ein Mann ermordet worden, der schon früher im Zusammenhang mit dem Verschwinden von sehr jungen Mädchen, fast Kindern, verdächtigt wurde - auch seine eigene Tochter, die allerdings schon ein wenig älter war, ist seit Jahren nicht aufgetaucht. Ob das eine mit dem anderen zu tun hat? Zumal es im Umfeld dieser Familie über Jahrzehnte noch ungewöhnlich weitere Todesfälle - Unfälle in der Regel gab.

Downes ermittelt zusammen mit seinem neuen Kollegen, dem noch recht grünschnabeligen Inspector Graves. Sowohl die Figuren als auch die Dynamik zwischen ihnen sind wirklich gut und durchaus mit originellen Ansätzen dargestellt und lesen sich unterhaltsam. Vor allem die durchaus vielschichtige Darstellung des Protagonisten Downes, dessen argentinischer Hintergrund durchaus ein Thema ist, ist sehr gelungen - ein Ermittler, den ich nur zu gern in weiteren Fällen erleben würde.

Weitere Pluspunkte sind aus meiner Sicht die weitgehend unblutige, dennoch spannungsreiche Entwicklung - die allerdings gelegentlich durch allzu ausführliche Darstellungen ein wenig leidet sowie ein alles andere als absehbares, dabei durchaus logisches Ende.

An Kritikpunkten ist aus meiner Sicht neben den Längen - das Buch hätte aus meiner Sicht gut und gern ca. 75 Seiten kürzer sein können - vor allem die fehlende landschaftliche Atmosphäre anzumerken. Die Handlung hätte überall stattfinden können, zu den Cotswolds erfolgten nur sehr gelegentliche Anmerkungen, die aber keineswegs stimmungsvoll waren.

Insgesamt ein Krimi, in den ich mich zunächst einlesen musste, an dem ich aber durchaus meine Freude hatte und den ich als klassischen Whodunnit mit etwas anderen Ermittlern durchaus empfehlen kann.

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