Jan Kilman: Heldenflucht

 
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Jan Kilman: Heldenflucht
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453438378

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Er war fünfzehn Jahre alt, als er seinen ersten Toten sah.

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1918 – Deutschland nach dem großen Krieg … Das Land wird von Hungersnöten geplagt, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit begibt sich die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt. Als die Bewohner einen stummen französischen Soldaten stellen, kommt eine Spirale der Gewalt in Gang. Menschen verschwinden spurlos, und in den Wäldern wird eine Leiche gefunden. Agnes beschließt, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen …

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Heldenflucht

1918 - Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Ein kleines Dorf in der Eifel. Hierher zieht es die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen zurück, hier ist sie aufgewachsen. Doch das Dorf und die Menschen haben sich verändert. Viele Männer sind im Krieg gefallen, wenige kehren nach und nach zurück. Die Menschen leiden Hunger, es gibt nur noch das Nötigste. In dieser Situation taucht ein stummer Soldat im Dorf auf. Er trägt eine französische Uniform. Sofort kommt es zu einem Aufruhr; niemand möchte den Feind im Dorf haben...

Mein Leseeindruck:

Mich konnte dieser Roman sehr fesseln. Der Autor hat in seinem Buch eine dichte Atmosphäre geschaffen; ich konnte mich direkt in die Zeit zurückversetzt fühlen. Das Leid, der Hunger, die Ängste und Sorgen der Menschen, aber auch die Hoffnung auf einen Neubeginn - alles kommt hier gut zum Ausdruck. Zudem wirkt die gesamte Handlung sehr authentisch, was daran liegen mag, dass der Autor sehr gut recherchiert hat.

Es gibt einige Briefe von Soldaten im Buch, geschrieben während des Krieges. Diese Briefe sind laut Nachwort echten Briefen nachempfunden - sie haben mich zum Teil wirklich schlucken lassen.

Das Buch hat knapp über 500 Seiten, und jede einzelne davon konnte mich wirklich fesseln und berühren.

Das Ende dann - die letzten 100 Seiten ungefähr - hat mich noch mal richtig gepackt. Hier konnte der Autor mich wirklich überraschen; mit dieser Wendung hatte ich nicht gerechnet.

Der Schreibstil ist dazu sehr angenehm. Das Buch lässt sich trotz der ernsten und oft auch traurigen Thematik flüssig und auch leicht lesen.

Obwohl ich schon recht hohe Erwartungen an dieses Buch hatte, denn der Klappentext hatte mich von Anfang an gefesselt, so wurden meine Erwartungen eigentlich sogar noch übertroffen. Wer Historische Romane mag und sich von dieser Thematik (Erster Weltkrieg, Nachkriegszeit, Kriegstraumata) nicht abschrecken lässt, der sollte dieses Buch lesen!

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Der erste Weltkrieg

1918 - Deutschland nach dem großen Krieg.
Agnes Papen, die Kriegsberichterstatterin zieht es in die Eifel, in ihr Heimatdorf Kirchbach und leckt wie alle die Wunden, die man von dem Krieg abbekommen hat. Hungersnot ist an der Tagesordnung.
Plötzlich kommt ein stummer Französischer Soldat ins Dorf und er hat Glück das Agnes und der Krämer Lieberstock zugegen sind und ihn vor der Wut der anderen beschützen können.
Neben Agnes und Lieberstock, den jüdischen Krämer, den jungen Franz, dem Arzt Hermann Brosch, gibt es noch jede menge andere Dorfbewohner.
Jan Kilman ist es gelungen, das ich bald das ganze Dorf kannte und ich hatte nie Probleme die Protagonisten zuzuordnen, obwohl es wirklich sehr viele sind. Der Schreibstil ist fließend zu lesen und ich finde die Situation von damals ist sehr gut beschrieben und es lässt sich für mich nachvollziehen.
In den Wäldern wird eine Leiche gefunden und andere verschwinden spurlos. Wenige kommen aus dem Krieg zurück, aber wie sollen sie weiter Leben, mit dem was sie alles gesehen haben. Seelisch und körperlich am Ende, wie sollen sie sich wider in die Gesellschaft einfügen?
In das Buch hat Jan Kilman ein paar Briefe von der Front mit eingebaut, die tief in die Kriegseuphorie blicken lassen.


Die Geschichte selbst ist wirklich gut beschrieben und ich fand es toll, wie am Ende alle Fäden zusammen gepasst haben. Die Schlinge zog sich immer weiter zu und am Ende wurde ich noch mit einen Showdown überrascht.


Mir hat das Buch sehr gut gefallen und die Charaktere waren wirklich lebensecht beschrieben. Ich finde da war aber noch einiges an Potenzial nach oben und es wurde ein bisschen was verschenkt. Denn manches war sehr kurz und Oberflächlich beschreiben, was ein bisschen mehr verdient hätte. So wie Lieberstocks geliebtes Haustier ..................................... und Franz Widersacher.

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