Mia Winter: Janusmond

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Mia Winter: Janusmond
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783802597909

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Leon schwitzte.

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Handlungsort

Handlungsorte
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„Es wird Sie verändern! Wenn ich zu Ende erzählt habe, wird in Ihrer Welt nichts mehr so sein, wie es war. Etwas in Ihnen wird sich öffnen und Sie bereichern, aber etwas anderes wird für immer zerbrechen …“ Die französische Stadt Louisson leidet unter der Hexenhitze, als der Deutsche Leon Bernberg dort auftaucht, um nach seiner Zwillingsschwester Lune zu suchen. Diese hat vor zehn Jahren hier gelebt - und verschwand damals spurlos. Leon will sie nun offiziell für tot erklären lassen und bittet den Polizisten Christian Mirambeau um Hilfe. Doch durch Leons Erzählungen gerät auch Christian in den Bann der verschwundenen Fremden. Er beginnt Nachforschungen in dem Fall anzustellen – nicht ahnend, dass er damit sein eigenes Glück bereits verspielt hat ...

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Janusmond

Inhaltsangabe:

Leon Bernberg reist nach Louisson in Südfrankreich, um seine vor zehn Jahren verschwundene Zwillingsschwester Lune für tot erklären zu lassen. Doch Christian Mirambeau, Polizist in Louisson, will nicht so ohne weiteres den Totenschein ausstellen. Zu viel erscheint ihm merkwürdig – warum wurde nach Lune nie offiziell gesucht, warum hat die Familie sie nie für vermisst erklärt? In der drückenden Sommerhitze verbeisst sich Christian in den Fall und nimmt die Ermittlungen auf. Spielt Leon vielleicht ein falsches Spiel? Bald darauf wird ein früherer Bekannter von Lune ermordet aufgefunden. In welches Wespennest hat Christian bei seiner Suche gestochen?

Der erste Satz:

„Leon schwitzte.“

Meine Meinung zum Buch:

Obwohl man in der Geschichte Lune nur aus den Erzählungen ihrer Bekannten und aus ihren Briefen an Leon kennen lernen kann, ist sie die zentrale Figur des Buches, um die sich alles dreht. Scheinbar wurden alle Personen, die mit Lune in Kontakt gekommen waren, in ihren Bann gezogen – was nicht immer gut ausging, denn Lune schien immer die schlechten Seiten aus den Menschen hervorzulocken. Teilweise war das Lesen der Geschichte um Lune faszinierend, teilweise fand ich die Ereignisse ziemlich schrecklich und teilweise auch abstoßend, aber aufhören zu lesen wollte ich trotzdem nicht.

Die zweite Hauptfigur ist Christian Mirambeau, der Polizist. Er war in meinen Augen die sympathischste Figur in der Geschichte, nur fand ich ihn für einen erfahrenen Polizisten etwas zu vertrauensselig. Obwohl sich die Verdachtsmomente gehäuft haben, ließ sich Christian auf die beteiligten Personen so weit ein, dass zum Schluss fast seine eigene Familie zerstört war. Warum er nicht früher schon Verdacht schöpfen konnte oder wollte, blieb mir verborgen.

Das war es dann auch schon mit den Sympathieträgern – nachdem Lune bei fast allen Menschen, die mit ihr Kontakt hatten, die dunklen Seiten hervorlockte, blieb nicht viel Spielraum übrig für „das Gute im Menschen“. Teilweise war es recht erschreckend zu lesen, zu was Menschen fähig sind.

Die Geschichte an sich ist spannend aufgebaut und man weiß als Leser lange Zeit nicht, was mit Lune nun wirklich passiert war. Zwar hat man relativ bald einen Verdächtigen für sich gefunden und die Ermittlungen der Polizei schreiten natürlich auch voran, aber die Lösung erfährt man wirklich erst auf den letzten Seiten.

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Eine heiße Stadt in Südfrankreich


und das gleich in mehrerer Hinsicht, ist der Schauplatz dieses Krimis. Ein Ort mitten im Sommer, mitten im Süden, nennen wir - bzw. Mia Winter - ihn Louisson, wird - fast schon in Western-Manier - von einem charismatisch wirkenden jungen Mann aus Deutschland aufgesucht - von Leon, der sich auch an die Polizei wendet. Er ist auf der Suche nach seiner (Zwillings)Schwester, die vor mehr als 10 Jahren verschwand, in dieser - fiktiven - Gegend, quasi von der Hitze verschluckt. Oder doch nicht?

Lune, so heißt sie, traf dort ein zum Studieren und zum Genießen - und hat direkt gleich mehrere Männer verführt, Männer, die ihr quasi verfielen und dann nicht mehr von ihr lassen konnten, auch sie heiß, benommen von der Hitze in Louisson - einem übrigens fiktiven Ort - ebenso wie von der heißblütigen Lune.

Lune hat Briefe an ihren Bruder geschickt, eindringliche Schreiben, immer und immer wieder. Doch der letzte ist über zehn Jahr alt...

Kommissar Christian Mirabeau und sein Kollege Uldis, ein halber Lette, beginnen zu ermitteln - und stoßen zunächst nicht auf Ergebnisse, sondern auf Leichen. Doch obwohl alle Charaktere sehr interessant und vielschichtig klingen, erfährt man nicht allzu viel über sie - leider gelingt es der Autorin in keinem Fall - vielleicht ansatzweise bei Lune und Leon - ein Bild des jeweiligen Protagonisten zu vermitteln.

Eine eigentümliche Stimmung ist es, die in "Janusmond" verbreitet wird, die Autorin Mia Winter nicht nur unterstreicht, sondern auch schürt, wenn auch auf recht distanzierte Art, die den Leser zögern lässt, sich mit vollem Herzen in die Krimihandlung zu stürzen.

Der sehr starke erotische Unterton hätte aus meiner Sicht auch wegfallen können, auf der anderen Seite hätten etliche Figuren kraftvoller, ja präsenter sein können. Irgendwie blieb man als Leser durchgehend auf Distanz, auch wenn es immer wieder Packendes gab - Packendes, das dann aber rasch zu Verwirrendem wurde. Eigenartig und stellenweise auch faszinierend - und auf jeden Fall mit zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen in Bezug auf Stil und Handlung - so ist der Krimi von Mia Winter. Fremd bleibt mir der Fall, fremd bleiben mir auch die Protagonisten. Das Buch lässt mich mit ein paar Fragzeichen über dem Kopf zurück - aber auch mit einer gewissen Faszination, die mich gespannt warten lässt auf weitere (spannungsliterarische) Werke von Mia Winter!

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Abgründe

Leon Bernberg taucht auf der Polizeistation von Louisson auf, um seine Schwester Lune, die vor zehn Jahren in diesem Ort spurlos verschwand, weil er seine Zwillingsschwester für tot erklären lassen will. Dazu benötigt er nur einen Schrieb von dem Polizisten Christian Mirambeau. Doch Mirambeau will das Papier nicht so einfach ausstellen, er will erst nach Lune suchen. Bei seinen Nachforschungen wird er immer mehr in die Geschichte der Zwillinge hineingezogen und begibt sich damit in eine Gefahr, von der er nichts ahnt.
Die Geschichte wird ruhig und sehr bildhaft erzählt. Von Anfang an hat man ein etwas gruseliges Gefühl, das einen auch schon beim Betrachten des Covers befällt.
So nach und nach erfährt man die Geschichte der Familie Bernberg. Dies ergibt sich sowohl aus den Ermittlungen, die Christian führt, aus den Gedanken Leons, als auch aus Briefen, die Lune ihrem Bruder vor zehn Jahren schrieb.
Lune wurde missbraucht und von der Mutter gedemütigt und misshandelt. Wen wundert es da, dass sie dann einfach verschwand. Leon wirkt nach außen unauffällig und nett, aber auch er hat seine dunklen Seiten. Er war in der Psychiatrie, kommt nur klar mit seinen Tabletten und will nun Zugriff auf das Erbe, was nur zusammen mit der Schwester möglich ist. Mirambeau ist ziemlich vertrauensselig und nimmt Leon, der ihm ja fremd ist, sogar mit in seine Familie. Keiner der Protagonisten war mir sympathisch und mit keinem konnte ich mitfühlen.
Die Atmosphäre während der Geschichte ist düster und beklemmend. Die Spannung bleibt bis zum Schluss bestehen, auch wenn das Ende vorhersehbar ist.
Ein spannender und erschreckender Thriller.

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(Aktualisiert: 16 Mai 2015)
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Mia Winter - Janusmond

Zum Inhalt :

Christian, Polizist in einer französischen Kleinstadt, macht nicht nur die Hexenhitze mit Temperaturen um die 40 Grad zu schaffen, sondern auch der Deutsche Leon. Er will seine Schwester, die vor 10 Jahren hier verschwand, für tot erklären lassen und bittet um seine Hilfe … Von Anfang an hat Christian ein komisches Gefühl bei der Sache und so sagt er seine Unterstützung zu. Dann passieren einige Morde und in Christian keimt der Verdacht, dass Lune vielleicht nicht einfach nur so verschwunden ist … Was hatte diese Frau an sich, dass jeder sich an sie erinnert ? Das jeder sich ein bisschen in sie verliebt ? Das jeder das Bedürfnis verspürt, seinen niedersten Trieben nachzugeben ?

Meine Meinung

Was mir am besten an diesem Buch gefallen hat, war die Atmosphäre !
Sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen : Hitze, Geheimnisse, Sex, Gewalt, düster und beklemmend … Wirklich gut vermittelt von der Autorin und wie ich finde, die perfekte Verpackung für diese Geschichte. Es machte alles ein wenig schwerer, dramatischer und durchgeknallter für mich.
Die Geschichte der Zwillinge wird Stück für Stück aufgedeckt und dadurch werden auch die Abgründe sichtbar, die das Leben von Leon und Lune versteckte. Die Briefe, die Lune ihren Bruder schrieb, haben mich sehr berührt, trotz allem habe ich erst relativ spät einen Zugang zu ihrem Charakter gefunden – vielleicht, weil sie als Person so skurril schien, das ich sie nicht begreifen konnte. Die anderen Charaktere haben mir nicht solche Schwierigkeiten bereitet, allerdings waren sie auch nicht so interessant wie Lune.
Leider kamen nicht alle Figuren gut weg, von dem Polizisten und seiner Frau war ich sehr enttäuscht, sie waren mir einfach zu naiv und leichtgläubig. Ich glaube einfach, das jeder Mensch, der Verantwortung zu tragen hat, nicht so sorglos agieren würde... Aber das war auch schon alles, womit ich nicht so zurecht gekommen bin.
Der Kriminalfall selber, war spannend, sehr gut konstruiert, schön verwirrend und manchmal extrem heftig – da bleibt kein Wunsch offen !

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