Joan Weng: Feine Leute

 
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Joan Weng: Feine Leute
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746631752

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Mord in bester Gesellschaft Berlin im Sommer 1925: Dass Bernice ihren schwerreichen Gatten von ihrem Liebhaber hat umbringen lassen, ist eine Tatsache – zumindest für die feine Gesellschaft. Kriminalkommissar Paul Genzer ist davon jedoch nicht überzeugt, insbesondere nachdem die Witwe plötzlich an einer Überdosis Morphium gestorben ist. Während der Tod der Witwe neue Fragen aufwirft, folgen weitere Bluttaten, und so ist der proletarische Kommissar bald froh, bei seinen Ermittlungen durch den hochadligen Filmstar Carl von Bäumer ungewöhnliche Unterstützung zu bekommen. Der Leinwanddetektiv mit der Leidenschaft für Kokain kennt sich zwar bestens aus in der Welt der Reichen und Schönen, er verfolgt jedoch ganz eigene Motive. Ein Kriminalfall vor besonderer Kulisse: die Goldenen Zwanziger Jahre und ihre feine Gesellschaft.

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Sympathische Ermittler in einem leider zähen Kriminalfall

Für die feine Berliner Gesellschaft im Jahr 1925 ist der Mord am wohlhabenden Gottlieb Straumann bereits gelöst - auch wenn die polizeilichen Ertmittlungen noch laufen, ist Straumanns untreue Frau Berenice in den Augen der Öffentlichkeit schon so gut wie verurteilt.
Nur Paul Genzer, "Berlins jüngster Kommissar", hat Zweifel, vor allem, als Berenice Straumann kurz darauf an einer Überdosis Morphium stribt und sich im Fahrwasser des Straumann-Mordes weitere Leichen stapeln. Während er sich nebenbei noch mit anderen blutrünstigen Todesfällen in Berlins Unterschicht-Milieu herumschlagen muss, kommt Hilfe von unerwarteter Seite. Filmstar Carl von Bäumer, "der schönste Mann der Ufa", schaltet sich in die Ermittlungen ein und verfolgt dabei ganz eigene Interessen...

Ich hatte mir von "Feine Leute" erhofft, dass es mich in die "Roaring Twenties" in Berlin versetzt. Dies gelingt der Autorin leider nicht ganz. Während ich vor allem die beiden Hauptcharaktere förmlich vor Augen sehen konnte, blieb der Hintergrund eher blass und austauschbar. Auch die ganzen halbseidenen Kriminellen, mit denen Kommissar Genzer während seiner Ermittlungen zu tun bekommt, konnte ich beim Lesen nie wirklich auseinander halten.
Auch die Krimihandlung fand ich zu verworren, um ihr mit vollem Interesse folgen zu können. Seltsame Zufälle und Verwicklungen lassen dem Leser wenig Chancen, selbst bei der Lösung des Falles mitzurätseln, und auch dessen Auflösung erschien mir zu konstruiert.
Rätselhaft blieb mir auch, warum sich im Lauf des Buches so viele Verdächtige bereitwillig von einem Schauspieler verhören lassen - nur, weil er auf der Leinwand ebenfalls einen Detektiv spielt? Das ist eine etwas fadenscheinige Erklärung.
Bemerkenswert ist "Feine Leute" hauptsächlich durch das ungewöhnliche Ermittlergespann; diesen Teil des Buches habe ich sehr genossen, obwohl mir die Autorin auch hier zu viel konstruiert hat - der Grund der Streitigkeiten zwischen den beiden war für mich nicht unbedingt nachvollziehbar und schien mehr als Aufhänger für die Krimihandlung zu dienen.
Alles in allem ein Krimi, der eher durch seine Ermittler besticht; alles andere ist schnell wieder vergessen. Etwas mehr Struktur und Ausarbeitung hätte der Geschichte gut getan. Schade, denn die "Zutaten" klangen wirklich vielversprechend.

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Die Goldenen Zwanziger

Berlin 1925: Paul Genzer ermittelt in einem Fall, der recht eindeutig erscheint. Der reiche Gottlieb Straumann wurde erschossen und seine Frau Bernice ist tatverdächtig. Genzer hat Zweifel und als Bernice dann plötzlich auch an einer Überdosis Morphium stirbt, sieht er seine Zweifel bestätigt. Seine Ermittlungen bringen ihn in die ihm fremde High Society, daher kommt ihm die Unterstützung des Schauspielers Carl von Bäumer sehr gelegen.
Der Schreibstil ist anspruchsvoll und daher lässt sich das Buch nicht so einfach weg lesen.
Die beiden ungleichen Ermittler ergänzen sich sowohl bei den Ermittlungen als auch im Privatleben. Sie wurden authentisch und gut beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen konnte. Ihre privaten Probleme standen mir aber zu sehr im Vordergrund. Alle anderen Charaktere waren nicht so detailliert gezeichnet.
Die Goldenen Zwanziger in Berlin sind Jahre des Aufatmens nach einer schwierigen Zeit und geprägt von der Sucht nach Vergnügen. Ich mag Krimis, die in dieser Zeit und in Berlin spielen, denn damals herrschte eine ganz besondere Atmosphäre. Aber diese Atmosphäre habe ich hier nicht gespürt.
Für mich blieb die Spannung auf der Strecke, da es doch eine Reihe von Nebenschauplätze gibt. Es löst sich am Ende aber alles schlüssig auf und Zusammenhänge werden klar.
Dieses Buch hat mich nicht vollends überzeugen können.

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Mord im Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre

Berlin 1925:

Kriminalkommissar Paul Genzer hat die Akten einiger Toten auf dem Schreibtisch, deren Ableben er ermitteln soll. Der von der Damenwelt und Paul Genzer begehrte UFA-Filmstar und Leinwanddetektiv Carl von Bäumer unterstützt ihn bei den Ermittlungen.

Joan Wenig nimmt mich in ihrem Debütkrimi mit ins Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre, das geprägt ist von Drogen, leichten Mädchen und der puren Lust auf Amüsement. Hier passt der schönste Mann der UFA-Filmstudios, Carl von Bäumer, hervorragend hinein. Etwas naiv mischt er sich in die Ermittlungen seines Partners Paul Genzer ein. Sein hier und da pubertäres Gehabe passt für mich nicht in die Welt der Berliner Kriminalpolizei hinein und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Filmstar, sei er auch noch so ein großer Leinwandheld, in die Polizeiarbeit mit einbezogen wird.

Neben der kriminalistischen Arbeit nimmt ein sehr großer Teil der Geschichte die privaten Querelen von Gezer und von Bäumer ein, was die Spannung des Falles oder der Fälle stark mindert. Für mich gibt es hier auch zu viele Nebenschauplätze mit zu vielen Protagonisten, die für mich ziemlich farblos blieben. Auch bei Carl sehe ich die verschiedensten Pullunder, aber keinen Menschen vor mir. Er bleibt mir fremd. Von Paul Genzer habe ich dagegen bald ein ziemlich klares Bild vor Augen.

Obwohl der Kriminalroman eine interessante Geschichte erzählt und in einer, wie ich finde, interessanten Zeit spielt, konnte er mich leider nicht überzeugen.

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Mord unter feinen Leuten....

Zum Inhalt:

1925 : Der schwerreiche Gottlieb Straumann wird erschossen aufgefunden. Sofort ist für die feine Gesellschaft klar, dass die Ehefrau Bernice und ihr Geliebter die Täter sind. Nur der einfache bürgerliche Kommissar Paul Genzer ist nicht so recht davon überzeugt. Und als dann auch noch die Ehefrau an einer Morphium-Überdosis stirbt, scheint der Kommissar Recht zu haben. Unterstützung bei seinen Ermittlungen bekommt er vom jungen UFA-Star Carl von Bäumer, der jedoch seine ganz eigenen privaten Zwecke verfolgt......

Zum Cover:

Das Cover lässt auf einen guten Krimi in den " goldenen Zwanziger Jahren" hoffen.

Zum Schreibstil:

Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig.

Meine Meinung:

Ich hatte mir von diesem Buch einen tollen Krimi in den Zwanziger Jahren erhofft. Leider wurden meine Erwartungen nicht so richtig erfüllt. Die Story an sich ist ganz gut, jedoch waren für mich zuviele sprunghafte Schauplätze und Personen vorhanden. Ich hatte oftmals Schwierigkeiten mich in der Geschichte zurechtzufinden. Zudem basierte die Beziehungskrise zwischen Kommissar Genzer und dem Schönling von Bäumer als Hauptplot der Story und der kriminalistische Anteil lief nur irgendwie nebenher.
Gut gelungen finde ich dagegen die Darstellung der Zwanziger Jahre mit ihren Gegensätzen von Proletariat und Hochadel sowie der teils ordinären Sprache.
Etwas weniger verworren und mehr auf den kriminalistischen Aspekt bezogen, wäre dieses Buch bestimmt mehr Sterne wert.

Fazit: Interessante Story aber leider zu verworren

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(Aktualisiert: 06 März 2016)
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1925 in Berlin

Ein ganz besonderes Pärchen ist es, das die Autorin Joan Wenig hier auf seinen ersten Fall ansetzt: den aus proletarischen Verhältnissen stammenden Kommissar Paul Genzer, auch "der Rote" genannt plus Ufastar Carl von Bäumer aus altem ostpreußischem Adel. Was die beiden verbindet? Nun, im Berlin der 1920er Jahre tickten die Uhren etwas anders als im restlichen Deutschland und so ist es ein überaus komplexes Beziehungssystem, ja ein ganzer Wust davon, das die beiden verbindet. Der Fall, um den es geht: Ein Mord an einem schwerreichen Unternehmer mit überaus vielschichtigem Hintergrund.

Ein wenig zu viel von allem ist in diesem Krimi enthalten und so verlaufen sich meiner Ansicht nach die Erläuterungen. Der Entwicklung der Erzählstränge ebenso wie der Spannung ist dies ausgesprochen abträglich.

Das Berlin der 1920er Jahren übt ja gerade auf die Krimiliteratur einen ganz besonderen Reiz aus. Vor allem Volker Kutscher und Susanne Goga haben sich hier mit ihren Reihen um die Protagonisten Gereon Rath und Leo Wechsler schon längst in die Herzen der Leser geschrieben und Maßstäbe gesetzt. Ich persönlich bin ein Riesenfan von Susanne Goga und ihrem Leo Wechsler und finde, dass Joan Wenig mit ihrer Variante da nicht mithalten kann. Die Figuren sind zu wenig ausgearbeitet, dem Setting haftet zu wenig von der Atmosphäre im Berlin der 1920er Jahre an, in das ich mich durch die Krimis von Susanne Goga jedes mal hineinkatapultiert finde. Das ist hier definitiv nicht der Fall - zu unangepasst die Sprache, zu wenig "Geist" in den Lokalitäten. Auch die Figuren sind, abgesehen vom grundsätzlich gut aufgestellten Ermittlerteam - auch diesem würde allerdings noch etwas Feinjustierung guttun - nicht richtig ausgereift, haben zu wenig Alleinstellungsmerkmale.

Gefallen hat mir die Verbindung zu Ostpreußen, Carls Heimat, Ich würde mir wünschen, dass diese in weiteren Bänden der Reihe einen prominenteren Platz einnimmt: historische Ostpreußen-Krimis, das wäre mal was wirklich Originelles!

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