Ben Berkeley: Judaswiege

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Ben Berkeley: Judaswiege
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492272919

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Erster Satz
Jessicas Schritte patschten im flachen Wasser der Brandung, sie lachte ausgelassen.

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Handlungsort

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»Schau unter den Fahrersitz, Jessica.« Mit Autobomben zwingt ein Psychopath junge Frauen in abgelegene Waldgebiete und ermordet sie mit einem mittelalterlichen Folterwerkzeug, der Judaswiege. Doch schon bald ist ihm das nicht mehr genug: Er stellt Videos von seinen grausamen Taten ins Netz, getarnt als harte Pornografie. Ein schwieriger Fall für Sam Burke, Psychologe und leitender Ermittler beim FBI. Hilfe von unerwarteter Seite erhält er durch seine Ex-Partnerin Klara »Sissi« Swell, die sich bei ihren Untersuchungen jedoch am Rande der Legalität bewegt. Können sie den brutalen Killer stoppen?

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Jessica und Adrian von Bingens Urlaub auf Hawaii endet in einer Katastrophe, als die junge Frau spurlos verschwindet. Einzig ihr Auto wird auf einem einsamen Weg gefunden - völlig zerstört von einer Bombe. Fast sieben Jahre später stößt ein junger FBI-Ermittler im Internet anhand einer erweiterten Google-Bildsuche auf das Zeugnis ihres Todes und erstmals findet das FBI eine konkrete Spur zu dem Serienmörder, der nach Jessica weitere Frauen auf ähnliche Art und Weise entführte und brutal zu Tode folterte.

Der Psychologe und Profiler Sam Burke ermittelt in dem Fall und erhält unerwartete Unterstützung von seiner früheren Partnerin Klara "Sissi" Swell, die in einer Einheit für "Sonderaufgaben" des FBI tätig war. Mit ihrer Fähigkeit, Autos sehr schnell zu fahren und in Gebäude eindringen zu können, ohne Spuren zu hinterlassen, hatte sie allerdings nicht viel Glück und als Bauernopfer landete sie sogar im Gefängnis. Als schließlich der Staranwalt Thibault Stein, der mit dem Mann des ersten Opfers eng befreundet ist, sich aktiv in den Fall einbringt, beginnen die Würfel zu fallen.

Ben Berkeley, Sohn deutscher Einwanderer, arbeitet als Berater des FBI und ist inzwischen einer der führenden Experten für Medien- und Täterpsychologie, was man dem Buch auch anmerkt. Mit "Die Judaswiege" hat er einen sehr rasantes und oft auch informatives Debüt vorgelet. Die Art, wie die Opfer zu Tode kommen, ist zwar sehr brutal, aber der Autor vermeidet unnötig brutale Beschreibungen ebenso wie das Überzeichnen des Serienkillercharakters. Sam Burke, Sissi Swell und besonders Thibault Stein wirken sehr autenthisch und sympathisch. Das Rad hat der Autor natürlich nicht neu erfunden, aber dennoch konnte mich "Die Judaswiege" überzeugen. Sehr interessant war hierbei vor allem die Theorie einer durch das Internet beeinflussten Dreifach-Identität.

Die Geschichte beginnt direkt rasant mit einer Rückblende und so darf der Leser Jessica von Bingens tragische Entführung miterleben. Im Verlauf der Handlung wechselt der Autor immer mal wieder die Erzählperspektive zwischen den Ermittlern, Thibault Stein und dem Täter. Durch weitere Rückblenden ergibt sich so nach und nach ein Gesamtbild vom Serienmörder.

Manche Bücher leben von der Handlung, manche von den Charakteren. Hier sind es ganz klar die interessanten Charaktere, die mich in ihren Bann ziehen. Natürlich war der Auftakt mit der im Klappentext genannten Jessica auch sehr spannend, aber besonders interessant ist Thibault Stein, der jeden Verbrecher vor dem Gefängnis bewahrt - und der unheimlich sympathisch ist. Auch Klara Swell ist eine faszinierende Protagonistin. Sie arbeitet inzwischen als verarmte Kellnerin, ist aber eigentlich eine Special Agentin des FBI, die sich so weit am Rande der Legalität bewegte, dass sie schließlich verurteilt wurde und nicht mehr als Cop ihre Brötchen verdienen darf.

Berkeleys zeichnet seine Charaktere menschlich, ohne sie mit persönlichen Problemen zu überladen. Sie agieren nicht immer korrekt, aber dennoch kann man die Handlungen nachvollziehen und auch dem Täter gibt der Autor ein Gesicht. Sehr angenehm empfand ich während des Lesens auch, dass auf unnötig brutale Szenen verzichtet wurde. Insgesamt ein sehr spannendes und lesenswertes Debüt, das meine Neugierde auf weitere Bücher des Autors geweckt hat.

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