Judith Merchant: Rapunzelgrab

 
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Judith Merchant: Rapunzelgrab
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426514634

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Ein Märchenmord! Das ist Kriminalhauptkommissar Jan Seidels erster Gedanke, als er zum Tatort nach Rheinbach gerufen wird. Am Fuße des verwunschenen Hexenturms liegt eine Frauenleiche mit langen blonden Zöpfen. Bald stellt sich heraus, dass das Opfer an einer rätselhaften Krankheit litt: dem Rapunzelsyndrom. Die Ermittlungen führen zu einem Zirkel von Schriftstellern, die einiges zu verbergen haben. Und zu einem Roman, der besser nie geschrieben worden wäre.
Der dritte Fall in Judith Merchants Rheinkrimi-Serie.

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Rapunzelgrab

Die Leiche einer jungen Frau wird am Fuße des Hexenturms in Rheinbach gefunden. Sie trägt eine Perücke mit blonden Zöpfen, der Schädel darunter ist kahl. Was hat das zu bedeuten?

Es stellt sich heraus, dass am Abend zuvor im Hexenturm eine Lesung des Bestsellerautors Niklas Schreck zu seinem Debüterfolg „Rapunzelmord“ stattgefunden hat. Anwesend war nur ein kleiner Kreis an Gästen, insbesondere Mitglieder eines ortsansässigen Literaturzirkels, dem auch die Tote angehörte. Ist der Täter unter ihnen zu finden? Von der Hand zu weisen ist das nicht, denn das Opfer litt, wie sich schon bald herausstellt, unter einer schrecklichen Erkrankung, dem Rapunzelsyndrom. Genau diese Krankheit spielt auch in Schrecks Kriminalroman eine entscheidende Rolle.

Der ermittelnde Kriminalhauptkommissar Jan Seidel taucht bei seinen Ermittlungen zwangsläufig in die Welt der Schriftsteller, Verlage, Agenten und Möchtegernschreiberlinge ein und sieht sich dort vielfältigen Problemen und möglichen Tätern gegenüber. Eigene Probleme lassen ihn dabei oft den Blick für die richtigen und wichtigen Details verlieren, aber hierfür darf der Leser auch durchaus Verständnis haben. Auch Jan Kollegen sind hin und wieder durch private Dinge etwas abgelenkt. Dennoch schreiten die Ermittlungen voran.

Als Leser darf man hier wirklich eintauchen in die Welt der Autoren, die wohl vielen schillernder erscheint, als sie wirklich ist und für manchen wohl so erstrebenswert ist, dass er dafür sogar sehr weit gehen würde. Gerade die Mitglieder des Literaturzirkels stehen daher im Visier der Ermittler.

Die Autorin präsentiert in ihrem Roman vielschichtige Charaktere und wirft einen kriminalistischen Blick auf eine Welt, in der sie sich als Autorin sicher gut genug auskennen dürfte. Da muss der Leser wohl hoffen, dass es unter Schriftstellern auch anders zugehen kann und ein Mord nicht immer das Mittel der Wahl ist oder aber nur dann, wenn er Teil einer Geschichte werden soll.

„Rapunzelgrab“ ist kein Märchen, aber eine gelungene Inszenierung eines märchenhaften Mordes. Lesenswert!

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ein märchenhafter Krimi

Rapunzelgrab ist der dritte Teil einer Krimi-Serie, jedoch bin ich der Meinung, dass man die ersten zwei nicht gelesen haben muss, um diesen lesen zu können. Wahrscheinlich erhält man dann mehr Hintergrundinfos zu den einzelnen Personen / Ermittlern. Aber ich finde das ist kein Muss!
Dies war mein erstes Buch von Judith Merchant, aber mit Sicherheit nicht mein letztes!
Die Spannung hielt von der ersten Seite des Buches, bis zum Schluss an. Da nichts vorhersehbar war.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, da jeder irgendwie eine komische Unart an sich hatte, hätte jeder als Täter in Frage kommen können...
Die Verbindung von Krimi und Märchen gefällt mir persönlich generell sehr gut, ich lese gerne Sachen, die irgendwas mit einem Märchen zu tun haben!
Auch gut find ich, dass die Handlung sich um Bücher und Autoren dreht.

Alles in allem ein sehr spannender Kriminalroman, ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Es tröpfelt

Bestsellerautor Niklas Schreck liest in Rheinbach aus seinem Buch „Rapunzelmord“. Es ist ein kleiner Kreis, welcher zur Lesung in den Hexenturm gekommen ist. Am nächsten Tag wird eine Tote mit blonden Zöpfen am Turm gefunden. Kommissar Jan Seidel denkt gleich an das Märchen Rapunzel.
Es gibt eine Menge Verdächtiger und einer ist seltsamer als der andere. Der Freund der toten Liane, Benedikt, ist vom Erdboden verschwunden und die Trauer der Mutter hält sich in Grenzen. Dann gibt es da noch die Leute vom Literaturkreis, welche die Lesung veranstaltet haben: Möchtegern-Autor und Deutschlehrer Johannes und seine Frau Gundel, Krimiautorin Nessi und Lianes beste Freundin Ruth, die als einzige nicht schreibt. Aber auch Schreck und sein Agent Walli könnten mit der Sache zu tun haben. Obwohl alle etwas verdreht sind, ist Scheck wohl ein ganz besonderer Fall. Sein erstes Buch landete ganz oben auf den Bestsellerlisten und mit jedem verkauften Buch steigerte sich anscheinend auch seine Egozentrik. Doch nun muss dringend ein neues Buch her, aber Niklas hat totale Schreibblockade. Dass der Verlag und sein Agent Druck machen, hilft natürlich überhaupt nicht.
Kein leichter Fall für Jan Seidel und seine Kollegen Elena und Reimann, vor allem, weil das Privatleben der Ermittler auch alles andere als einfach ist.
In diesem Buch dreht sich alles um Bücher, Autoren und Verlage und der ganze Zirkus wird überspitzt dargestellt. Trotzdem ist die Geschichte durchgängig spannend.
Das Buch lässt sich sehr schön flüssig lesen. Bei so viel Skurrilitäten gerät der Kriminalfall schon mal ein wenig ins Hintertreffen. Doch so peu a peu können einige Verdächtige aussortiert werden, auch wenn die Ermittler sich nicht immer vorschriftsgemäß verhalten haben.
Dies ist der dritte Band eine Reihe um Jan Seidel und nicht erforderlich, die vorigen Bände zu kennen. Auch so kommt man sofort in die Geschichte rein.
Ein unterhaltsames und spannendes Buch.

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Rapunzel, Rapunzel, lass mir Dein Haar herunter!

Im Rheinbacher Hexenturm fand abends eine kleine Lesung des Schriftstellers Niklas Schreck zu seinem Buch "Rapunzelmord" statt. Am nächsten Morgen liegt am Fuße des Turmes eine Leiche: weiblich, sie trägt eine Perücke mit langen, blonden Haaren und in der geschlossenen Hand findet man einen blauen Schmetterling. Schnell offenbart sich dem Ermittler-Team Jan Seidel und Elena Vogt, dass die Tote am sogenannten Rapunzel-Syndrom gelitten hat.

"Rapunzelmord", "Rapunzel-Syndrom" ... gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen dem Tod von Liane Riefers und dem Kriminalroman von Niklas Schreck?

"Rapunzelgrab" ist der 3. Krimi in dem Kommissar Jan Seidel ermittelt. Das Buch ist jedoch auch sehr gut ohne Vorkenntnis der Bücher "Nibelungenmord" und "Loreley singt nicht mehr" zu lesen und zu verstehen.

Liane Riefers war Mitglied eines Literatur-Zirkels, in dem sich mehrere Menschen mit dem gleichen Hobby/Berufswunsch zusammengeschlossen haben. Nach außen hin wahren sie den schönen Schein der Zusammengehörigkeit, hinter den Kulissen ist es auch hier so, dass man sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt.

Krimiautor Niklas Schreck ist ein überaus ichbezogener Mensch, dem es nur so lange gut geht, solange sein Buch auf der Bestsellerliste zu finden ist. Sein Verleger Walli ist in meinen Augen schon so etwas wie ein Mutterersatz für ihn. Ohne Walli ist Schreck nicht in der Lage zu existieren. Walli ist einer der Dreh- und Angelpunkte im Roman "Rapunzelgrab" und auf mich machte er eher einen unsympathischen Eindruck.

Die Ermittler Jan Seidel und Elena Vogt sind sympathische Menschen wie Du und ich. Gute Kriminalisten, die jedoch auch unter privaten Problemen zu leiden haben und diese haben natürlich Einfluss auf die Ermittlungen. Wer kann privates und berufliches wirklich zu 100 % trennen? Für mich kamen Jan und Elena absolut authentisch rüber.

Jedes einzelne Mitglied des Literatur-Zirkels könnte der Mörder von Liane sein. Wer es dann tatsächlich war, hat mich persönlich überrascht, denn genau diese Person hatte ich eher nicht in Verdacht.

Mit "Rapunzelgrab" hat Judith Merchant einen spannenden Roman geschrieben, der bis zum Schluss für Überraschungen sorgt und den Leser nicht schon ab der Hälfte ahnen lässt, wer denn für den Rapunzelmord zuständig war.

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