Julia Corbin: Die Bestimmung des Bösen

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Julia Corbin: Die Bestimmung des Bösen
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453359345

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Daddy, wo gehen wir hin?"

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Handlungsort

Handlungsorte
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„Schließ die Augen und zähl bis hundert.“ Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen.

Dreiundzwanzig Jahre später ist Alexis Hall Kommissarin bei der Mannheimer Kripo. Doch die wahren Gründe, warum sie zur Polizei ging, kennt niemand. Als mehrere brutal entstellte Frauenleichen in einem Wald entdeckt werden und sie die Ermittlungen leiten soll, holt sie ihre Vergangenheit ein. Denn die weißen Anemonen, mit denen die Leichen geschmückt sind, kennt Alexis nur zu gut aus ihrer Kindheit …

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Die Bestimmung des Bösen

Alexis verliert bereits als kleines Mädchen ihre Eltern. Sie wächst in einer anderen Familie auf und ergreift den Beruf der Polizistin. Als zwei Frauen tot in einem Waldstück gefunden werden, übernimmt Alexis Hall die Ermittlungen. An ihrer Seite stehen ihr Kollege Oliver sowie die Kriminalbiologin Karen Hellstern, die gleichzeitig auch mit Alexis befreundet ist. Für Alexis Hall wird diese Ermittlung zu einer großen persönlichen Herausforderung, denn es bleibt nicht bei zwei Leichen und an den Fundorten der toten Frauen werden Entdeckungen gemacht, die Alexis an ihre eigene Vergangenheit erinnern und sie mit Ereignissen konfrontieren, die sie tief in ihrem Innern verborgen hält. Aber sie kann sich niemandem anvertrauen und dann beginnen auch noch Albträume ihr das Leben schwer zu machen. Und der Täter kommt ihr bzw. ihrem Umfeld immer näher…

„Die Bestimmung des Bösen“ ist das Thrillerdebüt der Autorin Julia Corbin (Pseudonym), besser bekannt als Kerstin Pflieger. Sie mischt in diesem spannungsgeladenen Buch Thrill und Kriminalbiologie und schafft so eine ganz besondere Atmosphäre. Hier darf der Leser auch viele Informationen mitnehmen, wenn er sich auf die detaillierten Beschreibungen rund um DNA, Maden und Larven einlässt. Mir persönlich hat das sehr gefallen, auch wenn in diesem Fall nicht nur die Taten eines Verrückten sondern auch die Ermittlungsarbeit selbst einen gewissen Ekelfaktor auslösen.

Alexis ist eine interessante Ermittlerin, der ich noch viele weitere Fälle wünsche. Ihre familiären Probleme dürften dabei wohl langfristig aufgearbeitet werden und die Forschungsarbeit des Ziehvaters vielleicht in eine andere Richtung geführt werden. Hier gibt es sicher noch genügend Potential für weitere Bücher. Dieses erste hier überzeugt auf ganzer Linie.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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Die Bestimmung des Bösen

„Die Bestimmung des Bösen“ ist das Thrillerdebüt der Autorin Julia Corbin. Die studierte Biologin greift in ihrem Thriller die umfassende Thematik der Kriminalbiologie auf und zeigt ihren Lesern sehr ausführlich wie man z. B. anhand des Mageninhalts einer Mücke einen Mörder identifizieren kann. Ebenso kann man mithilfe von Maden die Todesumstände eines Mordopfers bestimmen.

Buchinhalt:

In einem abgelegten Waldstück am Rhein, werden zwei Frauenleichen, grausam entstellt, vorgefunden. Die Aufklärung des Mordfalls gestaltet sich aufgrund der starken Verwesung als sehr schwierig. Aus diesem Grund wird die Kriminalbiologin Karen Hellstern um Hilfe gebeten, sie soll anhand von Maden und Käfern den Tathergang rekonstruieren.

Ebenfalls wird die junge Kommissarin Alexis Hall und ihr Team mit den Ermittlungen betraut. Als der Mörder sein Schema ändert und weitere tote gefunden werden, erkennt Alexis ein Muster. Ein Muster, das sie nur zu gut aus ihrer eigenen Kindheit kennt und mit grausamen Erinnerungen konfrontiert.

Meinung:

Der Thriller bietet zwei interessante Charaktere, die ihr Geheimnis in der Vergangenheit haben. So wird auch auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Handlung ist vollgepackt mit biologischen und pathologischen Informationen und gleicht größtenteils einer wissenschaftlichen Abhandlung. Das hat zwar von Vorteil das man sich gut in die jeweiligen Verfahren einfinden kann, geht allerdings zu Lasten der Spannung, die eigentliche Handlung wird dadurch zu sehr ins Abseits gedrängt.

Für meinen Geschmack sind die umfassenden Kriminalbiologischen Themen einfach zu viel des Guten, was hier vielleicht auch Geschmackssache ist, doch bei einem Thriller lege ich Wert auf Spannung, überraschende Wendungen und insgesamt einen guten Unterhaltungswert. Die wissenschaftlichen Abhandlungen hätten ihren Platz besser im Anhang finden sollen. Hier habe ich mich leider Stellenweise wie beim Lesen eines Fachbuches gefühlt und so wurde der Thriller, der so viel versprechend klang sehr schnell zur herben Enttäuschung.

In Kürze:

Protagonisten: interessante Charaktere

Schreibstil: gekennzeichnet mit jeder Menge fachlicher Begriffe, sehr detailreich, ähnelt schon manchmal einer wissenschaftlichen Abhandlung

Handlung: trotz überraschendem Ende sehr geringe Spannung, viel zu viele wissenschaftliche Informationen

Fazit: durch den sehr detaillierten Schreibstil und dem Einbau sehr vieler Kriminalbiologischer Themen rückt die eigentliche Handlung zu sehr in den Hintergrund

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(Aktualisiert: 21 Mai 2017)
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Tolles Debüt!

Julia Corbin - Die Bestimmung des Bösen - Diana-Verlag

London
"Schließ die Augen und zähl bis hundert. Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen."

Mannheim, 23 Jahre später
Alexis Hall ist Kommissarin bei der Kripo Mannheim geworden, zusammen mit ihrer besten Freundin Karen Hellstern, einer Kriminal-Biologin, hat sie schon so manche vertrackte Herausforderung angenommen.
Je kniffliger ein Mord, desto effizienter arbeitet das "mörderische Gespann". Profiling und Rekonstruktion gehen Hand in Hand.
Das Alexis eine Beziehung zu einem Journalisten hat, der auch schon mal ungebeten am frisch abgesperrten Tatort auftaucht, ist eine weitere "ungeschickte"
Entwicklung ihres Schicksals. Erik ist nicht unbedingt beliebt bei Alexis´ Kollegen, ganz besonders bei Oliver nicht, der sie nicht selten bei nachtschlafender Zeit, zu einem Einsatz abholt. Dieses Mal zu einer kleinen rheinischen Halbinsel, ein Naturschutzgebiet und Nistplatz für Eisvögel.

Den Kriminal-Beamten von Mannheim zeigt sich im grellen Scheinwerferlicht eine gespenstische Szene:
Zwei fast nackte Frauenleichen lehnen ineinander verflochten, an Bäumen im knietiefen Wasser, als würden sie ihre geschundenen Körper gegenseitig stützen.
Ein Kamasutra des Todes.

Frauen scheinen in diesem Roman eine besondere Rolle zu spielen, die einen stehen im Visier eines grausamen Serienmörders, die anderen sind starke Heldinnen in Führungspositionen.
Zieht euch warm an, die Herren Kommissare, hier kommt die weibliche Konkurrenz!
Eine verwegen-paranoide Chefin, die ihre Besprechungen im Kinosaal abhält, eine beherzte Kriminal-Biologin, die nicht umsonst "Käferfrau" genannt wird und eine unerschrockene Kriminal-Kommissarin, mit einer düsteren Vergangenheit.

Für Patricia Cornwell und CSI-Fans mit guten Nerven und einem starken (!) Magen, der Grad zwischen Ekel und Faszination daran, ist schmal.
Flüssige und unterhaltsamer Schreibstil, spannungsgeladen, wie ein Sommergewitter.

Ein tolles Debüt, von der Autorin wird man noch hören.

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