David Gray: Kanakenblues

 
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David Gray: Kanakenblues
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
E-Book
Format
ISBN-13
9783865324542

Informationen zum Buch

Seiten
376

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Drei Uhr nachts.

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24 Stunden im Sog der Gewalt. Es ist eine Nacht, die Hauptkommissar Boyle nie vergessen wird. Kurz hintereinander werden zwei junge Männer ermordet aufgefunden. Sie wurden durch Schüsse eiskalt hingerichtet. Boyle glaubt nicht an Zufälle. Unter Hochdruck sucht er nach einer Verbindung zwischen den Mordfällen, denn einer der Ermordeten ist ausgerechnet der Sohn des Hamburger Polizeipräsidenten. Bei seinen Ermittlungen bekommt Boyle es mit korrupten Polizisten, mächtigen Gangsterbossen und nicht zuletzt mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit zu tun. Als sich die Hinweise verdichten, beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf den Kanakenmörder , hinter dem nicht nur die Polizei her ist. Die Zeit für Boyle wird verdammt knapp in dieser Nacht, in der das Morden kein Ende nehmen will ...

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Die nicht sehr heile Welt des David Gray
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
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Charaktere 
 
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Sprache & Stil 
 
4.0
Der Sohn des Hamburger Polizeipräsidenten wird ermordet. Direkt danach ein weiterer Teenager, der auf auf Anhieb nichts mit dem ersten Opfer zu tun hat. Doch Kriminalkommissar Lewis Boyle wittert Zusammenhänge und begibt sich in die Nacht, um den Fall aufzuklären und den Täter zu erwischen, bevor es weitere Tote gibt.

Doch dieser Täter, der den LeserInnen als Younas Aris von Anfang an bekannt ist, bleibt dem Kommissar immer einen Schritt voraus. Er wird getrieben von Rache und sein Vorteil ist nicht nur seine Schnelligkeit, sondern auch seine Gewöhnlichkeit: Als "Ausländer" bleibt sein Gesicht gesichtslos, die Einheimischen können ihn nur als "Kanake" identifizieren.

David Gray spielt mit Vorurteilen und bedient sich dabei einer herben Sprache und eines deftigen Plots. Auffallend ist dabei, dass Lewis Boyle - als der "schwarze Kommissar" - der einzige ist, dessen Hautfarbe thematisiert wird. In Deutschland ist es immer noch außergewöhnlich, nicht weiß zu sein. Ebenso wie es außergewöhnlich ist, homosexuell zu sein. Oder eben irgendwie anders.

Obwohl sich Younas Aris durch die Nacht mordet, wird er von Gray nicht als eiskalter Killer dargestellt und es bliebt auch für mich nicht aus, mit ihm zu fühlen und seine Beweggründe zu verstehen. Im Gegensatz zu Aris wirkte Protagonist Boyle für mich nicht greifbar. Sein Charakter kratzte immer nur an der Oberfläche. Manchmal fehlten mir Hintergrundinformationen. Warum handeln die Figuren so, wie sie es tun? Was treibt sie an? Welche Art der Vergangenheitsbewältigung passiert gerade, von der die LeserInnen außer Andeutungen nichts erfahren?

Dennoch ist das Jammern auf hohem Niveau, denn die Idee des Buches ist ebenso wie die Umsetzung gelungen. So hat David Gray einen rasanten Thriller geschrieben, der vor allem durch Antihelden glänzt und der viele dunkle Seiten der Menschen offenbart. Sympathisch ist niemand so richtig - außer, und das finde ich sehr witzig - der Mörder selbst. Sogar (oder vor allem?) die Polizei ist korrupt und ausländerfeindlich.

Der Titel "Kanakenblues" ist absichtlich provozierend, trifft aber den Inhalt sehr gut. Es ist ein schmutziges Buch, das keine heile Welt beschreibt und harmoniesüchtige LeserInnen sollten tunlichst ihre Finger davon lassen.
SK
#1 Bewerter 1139 Bewertungen
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