Katja Bohnet: Messertanz

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Katja Bohnet: Messertanz
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426516744

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Menschen verschwinden. Menschen sterben. Heute ist es Alla Kusmin. Erstochen und verstümmelt. Die Leiche der Russin liegt in einer Wohnung in Berlin-Marzahn. Viktor Saizew und Rosa Lopez, ein eigenwilliges Ermittlerteam, werden vom LKA Berlin mit dem Fall betraut. Die beiden stellen Nachforschungen in der Familie der Ermordeten an und geraten in einen Sumpf von Korruption, in dem jeder käuflich ist und in dem selbst die Täter Opfer sind. Die Spur führt nach Russland - aber auch tief in die Vergangenheit der beiden Ermittler.

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Ein packendes Debüt

Viktor Saizew und Rosa Lopez arbeiten als Ermittlerteam für das Landeskriminalamt Berlin. Beide sind sehr eigenwillig: Lopez leidet unter dem Verlust ihres Sohnes, der vor Jahren von einem Spielplatz spurlos verschwunden ist, und macht sich schwere Selbstvorwürfe deshalb, Viktor kämpft seit kurzem mit einer Krankheit, die ihn im Grunde berufsunfähig macht, und zudem noch mit Dämonen aus seiner Vergangenheit.

Als in Marzahn die Leiche einer Frau gefunden wird, übernimmt Lopez die Ermittlungen. Die Russin Alla Kusmin wurde stark verstümmelt und erstochen in ihrer Wohnung aufgefunden. Seltsam emotionslos nimmt die Tochter der Toten, Tonja Kusmin, die Nachricht entgegen und weigert sich dabei auch noch, am Fundort zu erscheinen. Stattdessen gibt sie ein Konzert in einem Klub, vor dem im Anschluss Foma Lassarev mit einem Messer attackiert wird. Glücklicherweise wird der Zahlenfreak gerettet - von Tonja Kusmin. Bloßer Zufall? Denn schon schnell ist die spezielle Persönlichkeit die Hauptverdächtige im Mordfall Alla Kusmins...

Zugegeben haben mich die unterschiedlichen Handlungsstände anfangs etwas ratlos gemacht - doch die etwas sperrigen Ermittler Lopez und Viktor haben mich sofort fasziniert. Viktor, der trotz der Beurlaubung aufgrund seiner krankheitsbedingten Aussetzer, seiner Partnerin zu Seite steht, ist ein wahrer Bär von einem Mann und mir auf Anhieb sympathisch. Lopez machte auf mich erst einmal einen leicht autistischen Eindruck, aber je weiter ich gelesen habe, desto besser konnte ich ihre innere Auseinandersetzung einerseits verstehen, wollte ihr aber andererseits vor allem auch helfen.
Mit der quirligen, leicht skurrilen und reichlich sprechenden Rechtsmedizinerin Siska Mohn, die ihren Dienst in Berlin gerade aufgenommen hat, kommt frischer Wind in den Personenkreis und die doch verhältnismäßig düstere Szenerie.

Bemerkenswert fand ich jedenfalls, dass die Autorin Katja Bohnet die einzelnen Puzzleteile, die anfangs noch nebeneinander auf dem Tisch liegen, nach und nach gekonnt zusammenfügt. Durch kleinere Details entstand so bei mir der ein oder andere Aha-Effekt. Dafür taucht man immer tiefer in eine Welt voller Korruption, Menschenhandel, Missbrauch und anderen Grausamkeiten. Man begleitet Lopez und Viktor auf ihrer Reise nach Sankt Petersburg und weiter nach Moskau - und gleichzeitig auch immer mehr in ihre eigene Vergangenheit...

"Messertanz" ist ein düsterer Thriller, der sehr gekonnt von Brutalitäten und Parallelwelten erzählt, die wir uns vermutlich nicht annähernd vorstellen können. Das Debüt Katja Bohnets hat mich mit seinen sympathischen Ermittlern plus der erfrischenden Rechtsmedizinerin, einer realistischen wie grausamen Handlung und der dafür gewählten Sprache überzeugt. Die reduzierten Sätze, die in schnellen Bildern eine plausible Geschichte erzählen, hat regelrecht einen Sog entfacht und an der ein oder anderen Stelle manche klare Vorstellung von Gut und Böse verwischt. Dabei gilt es noch zu erwähnen, dass es hier nicht gerade zimperlich von Statten geht - und dennoch schafft es die Autorin, die besonders heftigen Geschehnisse nicht zu detailliert zu beschreiben - was allerdings nicht bedeutet, dass man sie nicht doch im Kopf 'sieht'... Immer wieder haben mich Wendungen und Erkenntnisse überrascht, so dass ich die rund 300 Seiten - trotz einer kleinen Häufung von Zufällen zum Ende hin - als sehr spannend empfunden habe.

Fazit: Eine überzeugendes Debüt, das mich auf weitere Fälle neugierig gemacht hat! Eine klare Empfehlung für Thriller-LeserInnen.

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Rasant, brutal, spannend!

Das Buch „Messertanz“ ist das Debüt von der Autorin Katja Bohnet. Ich sage es gleich zu Anfang: Der Thriller ist nichts für schwache Nerven.

In dem Buch geht es um das Ermittler-Duo Rosa Lopez und Viktor Saizew, die in Berlin in dem Mordfall der toten Alla Kusmin ermitteln. Im Verlauf der Ermittlungen werden beide Ermittler – wie es auch die Inhaltsangabe verrät – mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und das wirklich nicht zu knapp.

Am Anfang des Buches ist alles etwas verwirrend, da man als Leser innerhalb weniger Kapitel viele Charaktere kennenlernt und man nicht wirklich sehen kann, wie diese alle miteinander verknüpft sind bzw. ob sie es überhaupt sind. Die Verwirrung schwindet aber nach den ersten 80 bis 100 Seiten, so dass ich ab dem Zeitpunkt nur noch gefesselt war von dem Buch. Ich wollte einfach wissen, nein ich musste wissen, warum wer was tut. Die Geschichte zog mich also immer mehr in ihren Bann.

Beide Ermittler haben so ihre privaten Probleme: Rosa Lopez’s Sohn ist vor 8 Jahren von einem Berliner Spielplatz entführt worden, woran sie sich die Schuld gibt und dementsprechend sehr hart dran zu knabbern hat. Vikor Saizew ist bis auf Weiteres beurlaubt worden, weil er an einer Krankheit leidet, die sich in diversen Aussetzern zeigt (Ohnmacht, Zucken, Zeitverlust, Wahrnehmungsstörungen etc.).

Während des Lesens wird man konfrontiert mit Korruption, Misshandlung von Kindern, Entführung von Kindern, Familienhass, entzweite Familien sowie mit dem Menschenhandel, der über Ländergrenzen hinausgeht.

Die Kapitel teilen sich auf zwischen den Ermittlungen zum Mordfall sowie Einblendungen eines brutalen Killers, dessen Motive zu Anfang noch unklar sind. Auch nach dem zweiten Mordfall sind die Zusammenhänge noch nicht klar ersichtlich, aber ich habe gerätselt und gegrübelt.

Ungefähr in der Mitte des Buches erfahren wir auch, ob und wie der Titel des Thrillers mit dem Inhalt zu tun hat. Das war für mich einer unter vielen "Aha-Effekten" während des Lesens.

Die Autorin schafft es, durch kurze Sätze und „kleine“ Kapitel, den Spannungsbogen hochzuhalten. Die Sprache ist einfach und unkompliziert. Ich als Leser hatte deshalb das Gefühl, dass ich mit dem Lesen schnell vorankomme, zumal einige Kapitelenden mir den Atem stocken ließen.

Die Autorin entführt den Leser nicht nur nach Berlin-Marzahn – der Stadtteil, in dem der erste Mord geschah -, sondern auch nach St. Petersburg und Moskau. Da ich selbst schon in beiden Städten war, war ich sehr gespannt darauf, ob ich in Schauplätze eintauche, die ich selbst schon mit eigenen Augen gesehen habe. Leider habe ich es damals verpasst, den Gorki-Park in Moskau zu besuchen.

Ohne in meiner Rezension zu viel zu verraten, aber wir haben es hier mit einer sehr kranken und kaputten Familie zu tun, die vor Jahrzehnten aus Russland nach Deutschland geflüchtet ist. Dasselbe hat auch Viktor Saizew getan; in seinem Fall war seine Großmutter die treibende Kraft, Russland zu verlassen, zum Wohle ihres Enkels. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.

Die gesamte Geschichte hat eine sehr düstere Grundstimmung, die dann aber durch die Rechtsmedizinerin Siska Mohn aufgelockert wird. Wie sagt man so schön: Sie bringt Leben in die Bude.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus! Wer es nicht liest, verpasst etwas! Selten so einen tollen, rasanten und brutalen Thriller gelesen.

Wie ich bereits erwähnte, mag ich die kurzen Sätze und Kapitel. Außerdem sind mir die Ermittler mit ihren Ecken und Kanten tatsächlich ans Herz gewachsen. Auch die Mordermittlungen sind spannend und von der Autorin auf das Wichtigste reduziert worden. Es gibt zum Beispiel keine langen Ausführungen zu den Arbeiten an den Tatorten (Spurensicherung etc.), die Autorin beschränkt sich auf die „geistige“ Arbeit der Ermittler, was mir persönlich neu war, aber mir trotzdem gefallen hat.

Jedem, der auf deutsche Thriller mit eigenartigen Ermittlern steht, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil, der hoffentlich sehr bald erscheint, damit ich erfahren darf, wie es mit Rosa Lopez und Viktor Saizew weitergeht.

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Ich werde das Buch auf jeden fall weiter empfehlen!

Alla Kusmin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden! Rosa Lopez und Viktor Saizew untersuchen in dem Fall! Beide haben es nicht leicht, Lopez hat vor 8 Jahren ihren Sohn durch eine entführung verloren, und auch Viktor hat in seiner vergangenheut in Russland einiges mitmachen müssen! Außerdem geht es ihm Gesundheitlich nicht wirklich gut! Viktor ist eigentlich beurlaubt, aber davon lässt er sich nicht abhalten in dem Fall mit zu Arbeiten!
Zuerst Tappen sie völlig im Dunken was die ermittlungen angeht, aber dann geht doch alles relativ schnell!

Es geschehen Morde, Kinder werden entführt, es geht um Misbrauch, und um gewalt! Keine einfachen Themen!

Die Rechtsmedizinerin Siska Mohn ist ein bisschen "schräg", aber ich finde sie ist in diesem Buch Perfekt aufgehoben! Ich mochte gerne von ihr lesen!

Die Ermittlungen fürhren Lopez und Viktor von Berlin nach St.Petersburg und anschließend nach Moskau! Es ist eine sehr spannende Suche nach einem skrupellosen Mörder, der aber auch noch sehr viele andere dinge getan hat!


Für mich waren die ersten Kapitel sehr verwirrend, weil man zwar viele Charaktere kennengelernt hat, aber nicht wirklich versteht wie diese mit dem Fall zusammen hängen! Da muss man sich dann immer weiter rein lesen! Und mit der Zeit klärt sich alles nach und nach auf! Das hat mir an dem Buch wirklich sehr gut gefallen!
Man war mittendrin im geschehen, auch wenn es zuerst verwirrend war musste man einfach weiter lesen! Mich hat "Messertanz" von anfang an gefesselt!

Auch sehr gut haben mir die Kurzen Kapitel und der Schreibstil gefallen! Man konnte das Buch sher gut und flüssig lesen! Ich werde das Buch auf jeden fall weiter empfehlen!

Ich hoffe in Zukunft noch einiges von Katja Bohnet zu lesen!

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Ein gelungener Thriller

Mir hat der flüssige Stil des Romans gut gefallen, dadurch konnte ich recht schnell in die Handlung reinkommen. Die verschiedenen Handlungsstränge hatten mich anfangs verwirrt, da zu Beginn noch kein Zusammenhang hergestellt werden konnte. Aber nach und nach wusste man, wie alles zusammenpasst.

Die Personen, allen voran die Hauptfiguren Viktor Saizew und Rosa Lopez, haben mir gut gefallen, da sie auch Ermittler sind, die neben den Fällen auch private Probleme zu bewältigen haben.

Als kleines Manko könnte ich die Rückblicke in die Vergangenheit aufführen, zwar wird alles aufgeklärt bzw. man konnte sich später erlesen, was wann passiert ist, aber an den jeweiligen Stellen war mir nicht immer klar, ob sich die Handlung gerade in der Vergangenheit abspielt oder ob es sich um ein gegenwärtiges Ereignis handelt.

Alles in allem ist "Messertanz" ein gelungener Thriller, auch wenn sich das Motiv es Täters frühzeitig herauskristallisiert. Und ich würde mich freuen, wenn es hier eine Fortsetzung geben würde.

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Komplex und düster - spannend!

Alla Kusmin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden – erstochen und verschandelt. Das eigenwillige Ermittlerteam, Rosa Lopez und Viktor Saizew, selbst mit einigen Problemen belastet, übernehmen den Fall. Als Viktor, der eigentlich beurlaubt ist, die Tochter Tonja verständigt, will diese nicht kommen. Was ist zwischen der Tochter und der Mutter vorgefallen, dass deren Mord sie so kalt lässt? Zur gleichen Zeit besucht Foma ein Konzert. Eine Werbung hat ihn hingelockt, auch wenn er eigentlich kein Musikfan ist. Als er auf dem Rückweg ist, wird er das Opfer eines Überfalls. Ein Angreifer attackiert ihn mit dem Messer. Seine Retterin ist – Tonja Kusmin.

Und dies sind nicht die einzigen Handlungsstränge bzw. Charaktere, die dem Leser in den ersten Seiten begegnen, so dass am Anfang ein wenig Verwirrung herrscht, die sich aber zum Glück kurz darauf legt. Insgesamt ist der Thriller sehr verschachtelt und komplex, so dass man beim Lesen schön knobeln kann, wie das denn alles zusammenhängt. Alle Spuren deuten nach Russland, denn nicht nur die Toten bzw. der Angegriffene sind Russen, sondern ja z. B. auch Viktor. So ist es auch nicht überraschend, dass es irgendwann nach Russland geht, überraschend war aber, dass es fast ein Roadtrip ist, der hier in die Herzen Russlands führt. Doch die Spuren führen auch tief in die Vergangenheit, nicht nur in die, der Opfer, sondern auch die Ermittler müssen zurückblicken.

Das ungewöhnliche Ermittlerpaar besteht aus Rosa Lopez und Viktor Saizew. Lopez Sohn ist vor einigen Jahren verschwunden und seitdem ist Lopez mehr am funktionieren als am leben. Sie sitzt ständig im Büro von Dirk Finder, dem Beamten der Vermisstenstelle, und ihr Familienleben gestaltet sich als schwierig. Doch Lopez und Viktor verbindet eine lange Partnerschaft, so dass sie Viktor ungefragt zur Hilfe zwingt, als sie erfährt, dass er Anfälle hat, die ihn gesundheitlich so beeinträchtigen, dass ihn sein Chef beurlaubt hat. Neu hinzu kommt die Gerichtsmedizinerin Siska Mohn, die quietsch vergnügt und plappernd in das Team tritt und für Irritationen sorgt. Doch auch hier gibt es Schattenseiten. Das eigenwillige Duo bekommt mit Siska einen anderen Pol, der für einen Ausgleich sorgt. Denn insgesamt wirkt das Ermittlerteam recht düster und hat ein wenig Auflockerung nötig, auch wenn es sich um einen Thriller handelt und dieser natürlich schon von jeher düster ist.

Der Thriller könnte ein paar weniger Zufälle vertragen, aber nichtsdestotrotz war er sehr spannend. Am besten fand ich die verwirrenden Handlungsstränge, die es gilt zusammenzufügen und hier ist es der Autorin immer wieder gelungen, den Leser in die Irre zu führen oder noch eine überraschende Wendung einzubauen. Einen Serienmörder, der es speziell auf Russen abgesehen hat, sucht man vergeblich, es steckt ein Plan dahinter. Es geht um Kinder und Familie – für die einen ein Heim, für die anderen ein Schrecken. Und so zeigt der Thriller mehr Tiefe als das Cover, welches im mainstream-typischen Flair gestaltet ist, vermuten lässt, auch wenn die Szene mit dem Messer sehr treffend ist.

Fazit:
Die Krimiszene hat ein neues, eigenwilliges Ermittlerpaar: Rosa Lopez und Viktor Saizew, die in einem Fall mit russischen Verbindungen auch tief in ihrer eigenen Vergangenheit wühlen müssen. Spannend!

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Von Berlin nach Moskau - länderübergreifende Ermittlungen

In Berlin-Marzahn wird die Leiche von Alla Kusmin aufgefunden. Arterielles Blut an der Decke und ein vielfach grausamer verstümmelter Leichnam, weisen darauf hin, dass die Frau einen schrecklichen Tod gestorben sein muss.

Foma Lassarev findet an 3 Tagen hintereinander die Ankündigung zu einem Auftritt von "Sista Marx" in seinem Briefkasten. Obwohl er sonst nicht auf solche Art von Unterhaltung steht, sieht er in der 3maligen Aufforderung einen Hinweis, der ihn jedoch fast das Leben kostete. Vor dem Club "Fern und Weh" wird er von einem Unbekannten niedergestochen.

Auf einem Kinderspielplatz verschwindet ein Kind.

Zwischen diesen Verbrechen gibt es keinen Zusammenhang. Oder doch?
Ein Glück, dass das Ermittlerteam Viktor Saizew und Rosa Lopez genauer hinschaut.

Für mich war "Messertanz" das 1. Buch von Katja Bohnet - für Katja Bohnet war es der 1. Thriller.

Zu Anfang ist die Geschichte für den Leser etwas verwirrend. Es tauchen recht viele Protagonisten auf und die Autorin erzählt sowohl aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Es ist nicht immer auf den 1. Blick klar erkennbar, in welcher Zeit man sich gerade befindet, aber mit Fortschreiten der Geschichte fügt sich dann alles logisch zusammen und die Verbrecherjagd führt unser Ermittlerteam von Berlin über St. Petersburg nach Moskau. Dort findet die ganze Geschichte ihre Auflösung.

Die beiden Kriminalkommissare Rosa Lopez und Viktor Saizew, haben ihre eigenen Dämonen im Gepäck, genau wie viele anderen Ermittler vor ihnen.

Rosa Lopez leidet unter Depressionen und schweren Selbstvorwürfen seit vor 8 Jahren ihr Sohn einfach so verschwunden ist.

Viktor Saizew ist eigentlich aufgrund einer Krankheit vom Dienst beurlaubt, aber zu Hause rumsitzen kann er auch nicht, also hilft er seiner langjährigen Kollegin einfach bei den Ermittlungen.

Saizew und Lopez verbindet ein gemeinsames Erlebnis, bei dem Viktor schwer verletzt wurde. Dieses Erlebnis hat ihr Verhältnis zueinander verändert, aber irgendwie kann der Eine nicht ohne den Anderen sein.

Die beiden Kommissare wachsen einem nicht sofort auf der 1. Seite ans Herz. Zumindest bei mir brauchte es ein paar Seiten, bis ich mich voll und ganz auf sie einlassen konnte.

Wer mir von Anfang an gut gefiel, war die Gerichtsmedizinerin Siska Mohn. Sie brachte in einen doch eher düsteren Alltag ein wenig Licht. Aber auch sie kämpft mit den Schatten ihrer Vergangenheit.

Der Schreibstil von Katja Bohnet ist sehr angenehm, das Buch lässt sich flüssig lesen und auch wenn die Handlungen am Anfang eher verwirren, kann man das Buch nicht gut aus der Hand legen bis man dann die ganze Auflösung erfahren hat. Zum Ende häufen sich die Zufälle, aber das Buch büßt trotzdem nichts von seiner Spannung ein.

Für meinen Geschmack - ein gelungenes Debüt !!
Hoffentlich ermitteln Viktor und Rosa bald erneut in einem Mordfall.

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