Raimon Weber: Kuckucksmörder

 
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Raimon Weber: Kuckucksmörder
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548285344

Informationen zum Buch

Seiten
288

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das Licht der Taschenlampe war nur noch ein bernsteinfarbenes Glühen.

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Handlungsort

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Sie sind die perfekte Familie. Glauben alle. Nur er nicht. Er beobachtet sie. Verfolgt sie. Kennt ihre dunkelsten Geheimnisse. Denn er sieht jeden Schritt. Jeden Schlag. Bis er eines Tages selber zuschlägt. Die Familien als Geisel nimmt. Die perfekten Familienväter verschwinden spurlos. Doch keiner sieht etwas. Keiner weiß etwas. Nur die schwerkranke Polizistin Eva Flessner hat einen Verdacht. Was sie nicht ahnt: Er beobachtet auch sie …

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Kuckucksmörder

Eva Flessner ist Polizistin. Derzeit fühlt sie sich zwar gesundheitlich etwas angeschlagen, ist aber sofort alarmiert als sie einen Anruf von der Mutter ihrer besten Freundin Petra erhält. Eva muss im Haus der Freundin feststellen, dass Petra, deren Mann und die beiden Kinder einem grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Alle sind tot. Nur wer hat das getan und warum? Es ergeben sich Hinweise darauf, dass Petra durchaus nicht in der heilen Welt gelebt hat, die sie anderen vorgegaukelt hat. Scheinbar hat sie unter häuslicher Gewalt gelitten und niemandem ist das aufgefallen. Eva macht sich Vorwürfe und obwohl eine Mordermittlung nicht ihre Aufgabe ist, bleibt sie hier am Ball und riskiert viel.

Während Eva und auch der zuständige Kriminalhauptkommissar Dewald noch ermitteln, lernt der Leser den Täter schon sehr früh kennen. Er erfährt was ihn antreibt und was er plant. Schon ganz bald hat der Täter eine neue Familie im Visier, die er vor den Brutalitäten eines Familienvaters retten will. Allerdings sind die Vorstellungen des Täters keinesfalls als normal zu bezeichnen. Er, Falk, ist selbst ein Opfer häuslicher Gewalt und meint mit seinem Rachefeldzug zu helfen. Dabei verkennt er aber, dass Frauen und Kinder hier nicht nur Opfer in der eigenen Familie sind, sondern auch zu seinen eigenen Opfern werden.

Raimon Weber präsentiert uns in seinem Buch „Kuckucksmörder“ einen Täter, der wahrhaftig psychisch krank ist. Falk kommt als Kuckuck in eine Familie und möchte dort die Rolle des Vaters übernehmen und den tatsächlichen Vater für seine Misshandlungen bestrafen. Obwohl der Täter schon so früh klar ist, bleibt über die gesamte Länge der Geschichte die Spannung erhalten, denn der Leser hofft, dass Falk überführt werden kann und seine aktuellen Opfer das Martyrium heil überstehen. Hierbei kommt immer wieder auch Eva Flessner ins Spiel, denn sie ist dem Täter unbewusst ganz nah und damit in großer Gefahr.

„Kuckucksmörder“ hat mich überzeugt, weil mir vor allem die Einblicke in die Psyche des Täters gefallen haben. Das ist in dieser Form sicher nicht jedermanns Geschmack, macht hier aber einen Großteil des Handlungsverlaufs aus. Die Unberechenbarkeit des Täters und dessen Vergangenheit stehen über weite Teile der Geschichte im Mittelpunkt. Das war für mich persönlich einmal ein ganz anderes Spannungserlebnis.

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Ungewöhnlicher Kriminalroman

Polizistin Eva Flessmann ist beunruhigt, als die Mutter ihrer besten Freundin Petra sie anruft, weil sie schon so lange nichts mehr von ihrer Tochter gehört hat. Eva fährt zu Petras Haus, um nach dem Rechten zu sehen. Dort angekommen, erlebt sie den Schock ihres Lebens, die gesamte Familie wurde bestialisch umgebracht. Obwohl Eva nur Streifenpolizistin ist, drücken ihre Kollegen beide Augen zu und sie ermittelt parallel zur Mordkomission auf eigene Faust. Schnell stellt sich heraus, dass die anscheinend so glückliche Familie tiefgreifende Probleme hatte. Petra hatte als Ladendiebin in mehreren Geschäften Hausverbot und wurde möglicherweise von ihrem Mann misshandelt. Als Eva in einem großen Kaufhaus weiter nachforscht, lernt sie den Security Mann Falk Stucke kennen.

Der Leser erkennt recht schnell, was es mit diesem Mann auf sich hat, ein Großteil der weiteren Handlung wird aus seiner Sicht erzählt. Es ist also kein typischer Krimi, bei dem man bis zum Ende rätselt, wer wohl der Täter sein könnte. Dies ergibt sich ziemlich schnell und als Leser ist man dann bei seinen weiteren Taten direkt mit dabei, lernt nach und nach seine Gedankengänge immer besser kennen und versucht, seine Motivation zu begreifen.

Manche Leser werden hier die übliche Krimi-Spannung vermissen, ich habe den ungewöhnlichen Ansatz als sehr interessant empfunden. Das Buch liest sich ziemlich schnell und umfasst ja auch nur knapp 200 Seiten. Eva Flessmann als Gegenpart zu Falk Stücke blieb für mich relativ blass. Die Handlungen von Falk Stucke zu verstehen, fiel mir schwer, seine Sicht der Dinge habe ich eher mit grausiger Faszination und einem gewissen fassungslosen Kopfschütteln gelesen. Nichtsdestotrotz ergab diese ungewöhnliche Perspektive für mich eine spannende und gute Unterhaltung.
Das Ende ist relativ offen und bietet genug Raum für eine Fortsetzung.

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