Leonie Swann: Gray

 
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Leonie Swann: Gray
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783442314430

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Dr. Augustus Huff, Fellow und Anthropologe, saß in seinem Sessel und versuchte, irgendwie den Mut für Seite acht seiner Abhandlung aufzubringen.

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Dr. Augustus Huff, Dozent an der berühmten Universität von Cambridge, hat plötzlich ein Problem: einer seiner Studenten ist in den Tod gestürzt. Nur ein tragischer Unfall oder Mord? Augustus vermutet Letzteres, denn das Opfer war alles andere als ein Engel. Ein Mörder im Elfenbeinturm – das darf nicht sein, und so macht sich Augustus, unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen, auf die Suche nach dem Täter. Der Vogel erweist sich aber als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der die richtigen Fragen stellt und Augustus begreift: nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken.

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Über den Dächern von Cambridge :)

"Gray" von Leonie Swann erschien 2017 im Goldmann-Verlag (gebunden, HC) und der Hauptakteur dieses skurrilen und sehr unterhaltsamen 'Kriminalromans' sitzt recht zufrieden und eine Erdnuss knabbernd auf dem Cover des ansprechenden farblich passenden grau-pinken Covers.

Dr. Augustus Huff, seines Zeichens Dozent für Anthropologie und Tutor von Elliot Fairbanks, wird nach dessen Tod 'temporärer Halter' des Graupapageis Gray, den Elliot zu seinen wissenschaftlichen Sprachforschungen hielt - und versorgte, bis sein Leben in einem jähen Absturz vom Kirchturm der Chapel in Cambridge ein vorzeitiges Ende fand.

War es ein Unfall oder war es Mord? Dieser Frage geht Huff gemeinsam mit Gray auf der Schulter nach - und leuchtet das Umfeld des Studenten Elliot in einer für ihn nicht gänzlich ungefährlichen Weise auf. Er findet kompromittierende Fotos in Elliots Zimmer, auf denen in delikater Weise namhafte Professoren und Mitarbeiter des College abgebildet sind: Ist Erpressung im Spiel? Wer machte die Fotos und wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, dass diese niemals in die Öffentlichkeit - die altehrwürdige - gelangen?

Der sehr ordnungsliebende, zwangsneurotische August Huff muss aus dem durchgetakteten College-Alltag unbekannte Pfade beschreiten, um dem Mörder näher zu kommen: Hat er eine Abneigung gegen die Ordnungszahlen zwei, vier und acht sowie vor allem gegen jede Form von Schmutz oder gar Bakterien, die er mit zwanghaftem Händewaschen vom Leibe zu halten versucht, so muss er nun lernen, diese zu überwinden. Die Beschreibung Huffs, seine Gedankenpfade und das sich-aneinander-gewöhnen von Huff und Gray, der ebenfalls Ordnung liebt und sie auch braucht, da er sonst in Panik gerät, sind sehr witzig und skurril von Leonie Swann beschrieben und machen die Hauptcharakteristik dieses humorvollen Romans um den ominösen Tod eines Studenten aus; die Kriminalhandlung selbst ist gegenüber dem sprechenden Gray und den Versuchen Huffs, hier das jeweils Richtige herauszuhören, das den Fall lösen könnte, etwas nebensächlich.

Die Autorin versteht es, einen als Leser auf den "Gedankenpfaden" Huffs so einige Male - erstmal - in die falsche Richtung zu schicken; eine Reihe Tatverdächtiger zu präsentieren, die in die Liste der Verdächtigen einfließen. Zum Schluss gibt es eine unvorhersehbare Wendung und einen stimmigen Plot. Der Stil ist eingängig und leicht zu lesen, von kurzen Sätzen geprägt, etwas College-Lokalkolorit und vor allem haucht Gray diesem Roman an exakt den richtigen Stellen auf äußerst humorvolle Weise witzige Situationskomik ein, die sich in der Tat gewaschen hat.

Meine Lieblingssätze Grays sind: "Nimm ne Nuss!" (für Lob) oder
"Die Trauben kannst du dir abschminken!" - was mir einige schöne Lesestunden bescherte. Der Humor kam allerdings bei Gray sehr viel überzeugender 'rüber' als bei Dr. Augustus Huff; hier wirkte der Roman zuweilen nach meinem Empfinden etwas zu sehr 'bemüht', komisch zu sein. Gefallen haben mir die kurzen "Tagebucheinträge eines Luftikus", die die Spannung vergrößerten, da man nicht weiß, von wem sie stammen. Hier gelang es der Autorin auf pfiffige Art, den Leser auf falsche 'Gedankenpfade' zu locken...

Fazit:

Ohne die Vorgänger der Schafskrimis zu kennen, kann ich mir diese ähnlich vorstellen und hatte bei "Gray", einem skurrilen, sehr unterhaltsamen und humorvollen Kriminalroman aus der Feder Leonie Swanns durchaus einige witzige Lesestunden mit einem schrägen Ermittlerteam: Huff und Gray: Es gab spannende Kletterpartien auf altehrwürdig-historischem Cambridge-Gemäuer und einen intelligenten und aufgeweckten Graupapagei, dessen Sätze ich vermissen werde: Ich nehm jetzt ne Nuss und bedanke mich für vergnügliche Lesestunden. Ich vergebe 3,5 Erdnüsse - nein Lesesterne sowie 85 von 100 Krimikeksen auf der "Krimi-Couch" und empfehle den Roman gerne an Leonie Swann-Fans sowie allen Lesern mit einer gehörigen Portion Humor ;)

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