Frank Schätzing: Limit

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Frank Schätzing: Limit
ET (D)
2009
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783462037043

Informationen zum Buch

Seiten
1328

Sonstiges

Erster Satz
I want to wake up in a city that never sleeps - Der gute alte Frankieboy.

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Mai 2025: Die Energieversorgung der Erde scheint gesichert, seit die USA auf dem Mond das Element Helium-3 fördern. Bahnbrechende Technologien des Konzerngiganten Orley Enterprises haben die Raumfahrt revolutioniert, in einem erbitter-ten Kopf-an-Kopf-Rennen versuchen Amerikaner und Chinesen, auf dem Trabanten ihre Claims abzustecken.

Während der exzentrische Konzernchef Julian Orley mit einer Schar prominenter Gäste zu einer Vergnügungstour ins All aufbricht, soll Detektiv Owen Jericho, den eine unglückliche Liebe nach Shanghai verschlagen hat, die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Was nach Routine klingt, ist tatsächlich der Auftakt zu einer alptraumhaften Jagd von China über Äquatorialguinea und Berlin bis nach London und Venedig. Denn auch andere interessieren sich für Yoyo, die offenbar im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher ist.

Jericho muss sich mit der bildschönen, aber ziemlich anstrengenden Chinesin zusammentun, um den phantomgleichen Gegnern auf die Spur zu kommen. In einer Zeit, in der multinationale Konzerne der Politik zunehmend das Zepter aus der Hand nehmen, führen beide einen verzweifelten Kampf ums Überleben, gehetzt von einer Übermacht hochgerüsteter Killer. Die Suche nach den Drahtziehern führt mitten hinein in die Wirren afrikanischer Söldnerkriege, Machtkämpfe um Öl und alternative Energien, Vorherrschaftsträume im Weltraum - und zum Mond, auf dem sich Orleys Reisegruppe unvermittelt einer tödlichen Bedrohung gegenüber sieht.

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Dieses Buch konnte mich wirklich begeistern. Es war die Komplexibilität des Gesamtwerkes, welche hier für mich heraus stach. Sicher, es war nicht immer ganz so einfach vom Fleck weg zu lesen. Gerade weil sich der Autor hier doch fast schon in Überlänge Zeit nahm einzelne Stimmungen und Situationen herauszuarbeiten. Dies tat er vor allem durch viele mit Adjektiven angereicherten Umschreibungen, die zunächst etwas gewöhnungsbedürftig anmuten, dem ganzen aber seinen ganz eigenen Stil verpassten. Es war unter anderem gerade dieser Stil, der mir gefiel. Er (andere könnten es wohl vielleicht als Geschwafel abtun) erzeugte in jeder doch so unterschiedlichen Situation und Umgebung eine ganz besondere und vor allem sehr passende, individuelle Atmosphäre. Eine Atmosphäre in die man hinein schlupfen konnte, wenn man nur wollte beziehungsweise sich auf ihn einließ. Auch Handlungsstränge oder Nebensächlichkeiten, die einem im ersten Augenblick eben als solche erschienen, bekamen viel später in der Geschichte noch einen Grund. So bekamen Figuren, die ursprünglich vielleicht sogar nerven konnten, zum Schluss noch einen Stellenwert. Handlungen die man nach mehreren Seiten fast schon längst wieder vergessen hatte, eine höhere Bedeutung. Überhaupt wuselte es in diesem Roman von Frank Schätzing geradezu von unglaublich vielen, grundsätzlich unterschiedlichen Charakteren, die er allesamt wunderbar herausgearbeitet hatte, wie ich fand. Manche mehr, manche weniger, doch immer stets geschickt. Für alle, die bei solch einer geballten Personalschaft zurückschrecken sei erwähnt, dass es dafür ein Personenregister am Ende des Buches gibt. Allerdings kam ich auch ohne dieses auch ganz gut zurecht. Überhaupt haben mir die Darstellungen der Hauptprotagonisten sehr gut gefallen. Hier gab es Tiefe und Psychologie, Zynismus und Überheblichkeit sowie Vergangenheit. Ich fand die Zeit für Zeilen und Seiten die sich Schätzing hier genommen hat wahrlich nicht verschwendet oder gar überflüssig.

Ich möchte hier auch noch erwähnen, dass sich die beiden großen so anscheinend vollkommen unabhängigen Handlungsstränge (jener in China und jener der mit der Mondexkursion zu tun hatte) erstmals erst nach zirka 740 Seiten touchieren, dann aber durchaus logisch zusammen spielen. Auch die kleineren, so für Schätzing typischen, abzweigenden „Ausflüge“ in kleinere Nieschengeschichten waren diesmal sehr spannend und informativ angelegt (für meinen Geschmack viel besser als im SCHWARM) und fügten sich jeweils zu späteren Zeitpunkten in die Gesamtlogik der Geschichte mit ein. Hierbei gab es ganz viel für mich zu erkunden oder auch zu staunen. So erfuhr ich zum Beispiel eine ganze Menge über Putschversuche in Afrika, es gab Hintergrundinformationen über die Möglichkeit von anmietbaren Söldnertruppen zu politischen oder wirtschaftlichen Zwecken, das Verhalten von Elementen im Vakuum, oder in der Schwerelosigkeit, dem Weltraum und dem Mond ganz allgemein, aber auch über die politischen Unruhen und die manipulativen Machenschaften in China, dessen Art mit Kultur umzugehen bzw. hier entgegenzuwirken…

Dabei hat sich der Autor aber immer wieder auf zum Teil tatsächlich passierte und auch hochaktuelle Tatsachen bezogen. Das Zusammenspiel von Vergangenem und Zukunft hat ihm hierbei anscheinend in seiner Verknüpfung keinerlei Schwierigkeiten bereitet.



Dieser Roman war einfach so unglaublich vielfältig ohne dass die Spannung auch nur einen Augenblick zu kurz kam. Ein wahres Kaleidoskop für die Lesersinne.

Apropo spannende Stellen. Hier hat der Autor gerne mit der Stilart der wechselnden Betrachtung gearbeitet. Gerade an den rasantesten Stellen konnte ich als Leser verschiedene Szenarien mehrmals oder zeitversetzt aus verschiedenen Blickwinkeln erleben, ohne den Knalleffekt zu früh zu verraten. Dabei wurde wunderbar mit der Perspektive von Jäger und Gejagten gespielt. Gerade in der Berliner Hotelszenerie hing ich dann auch gebannt an den Seiten, fing fast an mitzuschwitzen und las bis weit in die Nacht hinein. Es war überhaupt ein Buch, welches ich zu Beginn sehr skeptisch, da mit großen Erwartungen verbunden, betrachtete, und das ich mit jeder Seite weniger aus der Hand legen konnte. Und dies, wo die gebundene Ausgabe ja nun wirklich kein Leichtgewicht ist.

Es gäbe hier sicher noch viel zu erzählen und sehr vieles auf was man noch eingehen könnte, so farcettenreich wie dieser Wälzer doch war. Ich kann nur jedem raten, dem der Schwarm auch nur annähernd gefallen hat, es auch mit LIMIT zu versuchen.

Kurz: Dieser wahrlich tolle Wirtschafts-Thriller war sehr spannend, hochinteressant wie vielschichtig, mit immer neuen wechselseitigen Betrachtungen und Einblicken, und zumindest für mich „saugut“ geschrieben.

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