Lucie Flebbe (Klassen): Totalausfall

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Lucie Flebbe (Klassen): Totalausfall
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783894254940

Informationen zum Buch

Seiten
270

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Alles war weiß.

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Handlungsort

Stadt
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Lila sinnt auf ihr eigenes Ende, doch es sterben andere ...

Ihre Freunde haben sich von ihr losgesagt und die Anzeige, die sie gegen ihren Vater wegen häuslicher Gewalt gestellt hat, droht im Sande zu verlaufen – nach einem missglückten Selbstmordversuch steht die junge Privatdetektivin Lila Ziegler vor dem Nichts. Sie landet in einer psychosomatischen Klinik. Allerdings fragt sie sich schnell, wer eine Therapie nötiger hat: Der gremlinartige Klinikleiter und der leicht zu verunsichernde Stationsarzt wirken nicht weniger gestört als Patienten wie der aggressive Exrocker Rolf oder der traumatisierte Flüchtling Laurent. Während Lila weiter darüber nachdenkt, wie sie sich final verabschieden kann, wird eine Psychologin tot aufgefunden. Lilas Neugier erwacht ...

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Wird Lila auch ihren persönlichen Fall lösen?

Inhalt
Nach einem Selbstmordversuch gibt es für Lila nur noch einen Weg, ihr Leben in den Griff zu bekommen und damit die Beziehung zu ihren Freunden und vor allem zu Ben zu retten: eine Therapie. So landet sie in einer Klinik für Psychotherapie in Bochum und damit in einem neuen Fall. Denn nur widerstrebend lässt sie sich auf ihre Behandlung ein, da kommt ihr ein Mord im Haus fast gelegen, um von ihren eigenen Problemen abzulenken. Warum musste eine Psychologin sterben? War es ein Patient, der ein Problem mit ihrer Behandlungsweise hatte oder gibt es Kollegen und Kolleginnen, die nicht gut auf sie zu sprechen waren? Lilas Instinkte erwachen und zwischen Einzelgesprächen, Gruppengesprächen und Kunsttherapien beginnt sie zu ermitteln...

Meine Meinung
Dies ist nun endgültig der letzte Teil der Reihe und nach dem erschütternden Ende des Vorgängerbandes war ich sehr froh, noch einmal Gelegenheit zu einem Wiedersehen mit Lila zu haben und auf ein Happy End für sie zu hoffen. Und hier kommen nun auch alle offenen Fäden zusammen und Lila und damit auch wir Leser arbeiten die Vergangenheit auf. Doch wird Lila es schaffen, das Schreckgespenst in Gestalt ihres Vaters zu bekämpfen und zu überwinden und ein neues Leben anzufangen? Diese Frage verfolgte mich währende des Krimis und ließ mich angespannt die Geschehnisse verfolgen und ich hätte Lila mehrfach schütteln können, wenn sie sie wieder einmal jegliche Hilfsangebote ignorierte und lieber weiter an ihren Suizid dachte.

So war es nicht nur für Lila, sondern auch für mich als Leserin eine Art Ablenkung, mich mit dem Mord in der Psychiatrie zu beschäftigen und unter den Patienten und Angestellten nach Motiven für das Verbrechen zu suchen und zu spekulieren, wer es wohl gewesen war. Und wieder hat die Autorin die Charaktere mit ihrem Schreibstil so treffend dargestellt, dass sie für mich, einschließlich der Nebenfiguren, mit all ihren teils schrägen aber auch schmerzhaft traurigen Eigenschaften wunderbar lebendig erschienen. Wieder blitzt der Humor und Wortwitz durch, der mich zum Lachen bringt, aber es erscheinen eben auch immer wieder ernste und intensive Gedanken, Beobachtungen und Gespräche, die Lilas Verletzlichkeit und die anderer Personen deutlich machen. Eine spannende Mischung, die die Autorin in ihren Büchern meiner Meinung nach immer wieder perfekt beherrscht, um die oft gesellschaftlichen Themen, mit denen sich die Fälle befassen, auch mal kritisch zu betrachten. Diesmal: eine Psychiatrische Klinik und die Probleme und Spannungen der Patienten und Therapeuten dort.

Auf gewohnt vorlaute und unvorsichtige Art und Weise knöpft sich Lila also den ein oder anderen Patienten und Therapeuten der Klinik vor, um den Fall zu lösen und auch ihr eigener ganz persönlicher Fall scheint der Auflösung endlich entgegen zu streben, denn die vorher schon immer wieder verstreuten Erinnerungsfetzen fügen sich nach und nach zu einem Bild. Nachdem mir nun Lila und auch ihre Freunde im Laufe der Reihe sehr ans Herz gewachsen sind, nehme ich mit diesem Buch nun also mit einem weinenden und einem lachenden Auge Abschied.

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Lila Ziegler ermittelt zum neunten Mal

Lila erwacht nach ihrem Selbstmordversuch im Haus ihrer Eltern im Krankenhaus. Ihr Leben liegt in Scherben vor ihr und sie ist davon überzeugt, alle Freunde verloren zu haben. Zudem hat ihre Anzeige gegen ihren Vater nun kaum noch Aussicht auf Erfolg. Widerwillig lässt sich Lila auf eine stationäre Psychotherapie ein, um zu verhindern, dass sie die nächste Zeit in der geschlossenen Abteilung verbringen muss. Als jedoch in der Klinik ein Mord geschieht, weckt das Lilas Ermittlerinstinkte.

Nach dem schockierenden Ende des achten Bands war nicht klar, ob die Autorin noch einen weiteren Band schreiben wird oder nicht. Glücklicherweise hat sie sich dann doch entschieden, die Reihe um Lila und Ben Danner so nicht enden zu lassen. Ich gebe aber zu, dass ich dennoch ein wenig Angst vor dem Ende von „Totalausfall“ hatte.

Zuerst hat sich bei mir Erleichterung breit gemacht, denn eine neunter Band bedeutete, dass Lila ihren Suizid überlebt hat. Darauf folgte jedoch direkt der nächste Schock, als Lilas Freund und Partner Ben sie vor vollendete Tatsachen stellt. Seine Entscheidung kann ich jedoch nachvollziehen, zumal klar wird, dass sie ihm alles andere als leicht fällt, da der harte Kerl seinen weichen Kern offenbart.

Lila dagegen hätte ich jedesmal schütteln können, wenn sie sich überlegt, warum ihr Suizid erfolglos war und wie sie ihn mit besserem Erfolg wiederholen kann. Kann Ben in ihr genügend Zweifel wecken, was ihre vermeintliche Schuld am Tod ihrer Schwester angeht, damit sie der Wahrheit auf den Grund geht und somit nicht mehr an Suizid denkt?

Insofern kommt der Mord an Lilas Therapeutin nicht ganz ungelegen, so makaber es auch klingt, weckt er doch Lilas Ermittlerinstinkte und lenkt sie von den eigenen Problemen ab. Zudem findet Lila dabei eine neue Freundin, mit der weder sie noch ich als Leser jemals gerechnet habe. Die Zahl der Verdächtigen ist zwar überschaubar und ich hatte eine Ahnung, aber auf die Auflösung bzw. das genaue Mordmotiv bin ich bis zum Schluss nicht gekommen.

Wie von Lucie Flebbe gewohnt, liegt der Erzählfokus nicht nur auf den Ermittlungen: der Leser bekommt diesmal einen Einblick in den Alltag einer stationären Psychotherapie sowie in die Probleme der Patienten, die sie in die Klinik geführt haben. Aber nicht alle Patienten sind bereit, die ärztliche Hilfe anzunehmen – zu ihnen gehört auch Lila.

Bekommt Lila ihr Leben in den Griff und kann sie sich endlich von dem Vorwurf, für den Tod ihrer Schwester verantwortlich zu sein, befreien? Gibt es für sie und Ben überhaupt eine Zukunft? Wird Lila ihrem Vater die häusliche Gewalt nachweisen können? Wie wird sich Lilas Mutter zu ihrer Tochter verhalten, nachdem sie sie mit aufgeschnittenen Pulsadern in ihrem Schlafzimmer gefunden hat?

Fragen über Fragen – ob das Buch die vorgenannten Fragen beantwortet und wie, davon muss sich der neugierige Leser selbst überzeugen. Für mich war das Ende in jedem Fall zufriedenstellend und stimmig.

Dennoch bin ich natürlich etwas traurig, dass diese tolle Reihe um die junge und etwas verkorkste Lila Ziegler und ihren Partner Ben Danner, dem harten Kerl mit Türstehercharme, nun endgültig vorbei ist. Ich werde ihre unkonventionellen Ermittlungen vermissen. Aber ich bin überzeugt, dass die Autorin für ihr neues Projekt wieder tolle Ideen haben wird und bin gespannt auf ihre nächsten Bücher.

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