Luis Sellano: Portugiesisches Erbe

Luis Sellano: Portugiesisches Erbe

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Luis Sellano: Portugiesisches Erbe
Untertitel
Ein Lissabon-Krimi
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783453419445

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Henrik Falkner weiß kaum, wie ihm geschieht, als er die malerischen Altstadtgassen von Lissabon betritt. Der ehemalige Polizist soll ein geheimnisvolles Erbe antreten: Sein Onkel hat ihm ein Haus samt Antiquitätengeschäft vermacht. Während Henrik mehr und mehr in den Bann der pulsierenden Stadt am Tejo gerät, entdeckt er, dass sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Und kaum hat Henrik seine ersten Pastéis de Nata genossen, versucht man, ihn umzubringen. Henrik stürzt sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird.

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Spannend und atmosphärisch dicht

Der Ex-Polizist Henrik Falkner kommt unverhofft an ein nicht unerhebliches Erbe: sein verstorbener Onkel, den er nie kennengelernt hat, hat ihn mit einem Haus in Lissabon samt Antiquariat bedacht.
Henrik fakelt nicht lange und begibt sich in die portugiesische Hauptstadt, um die Hinterlassenschaft in Augenschein zu nehmen. Doch kaum hat er die Luft der Stadt am Tejo geschnuppert, wird es prekär: Henriks Leben wird bedroht und er findet sich inmitten von kriminellen Machenschaften. Doch in was steckte der unbekannte Onkel, der für seinen ungewöhnlichen Lebensstil bekannt war und deshalb von seiner Familie zur persona non grata erklärt wurde?
Glücklicherweise ist Henrik nicht so schnell zu beeindrucken und begibt sich nun auf die Suche nach Hinweisen und des Rätsels Lösung...

Henrik ist ein Mittdreißiger mit einer traumatischen Vergangenheit, die auch dazu geführt hat, dass er nicht mehr im Polizeidienst ist. Allerdings entpuppt sich eine Reise zur Klärung, ob er sein Erbe überhaupt annehmen möchte, rasch zu etwas größerem und Henriks Ermittlergespür ist wieder gefragt! Dabei hat mir im Übrigen gut gefallen, dass Henrik keine einfache Figur ist, sondern Ecken und Kanten hat - ebenso wie sein Päckchen zu tragen. Aber mir gefällt es ohnehin besser, wenn ich Hauptfiguren nicht auf dem Silbertablett in angenehmer Umgebung präsentiert bekomme...

Der Autor hat ein Faible für Lissabon, das spürt man zwischen jeder Zeile und das gefällt mir ausgesprochen gut. Ich war selbst schon zweimal in Portugal - davon insgesamt vier Wochen in der Hauptstadt, in die ich mich auf Anhieb verliebt habe. Die Atmosphäre der Stadt, dieser morbide, angestaubte Charme längst vergangener Pracht, aber auch das Lebensgefühl der Menschen, die entspannte, freundliche Lebensart - all das habe ich in diesem Krimi wiedergefunden. Darüber hinaus vergisst Luis Sellano aber seine Krimihandlung nicht, denn die Spannungskurve ist sehr gut aufgebaut und nicht nur darauf aus, den Täter zu präsentieren. Nein, es geht auch um Hintergründe, eine Sache, die mir bei Krimis immer wichtiger wird.

Für mich passt das Gesamtpaket sehr gut, so dass ich dieses Buch als spannenden Krimi mit reichlich authentischem Lokalkolorit empfehlen kann!

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(Aktualisiert: 15 Juli 2016)
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Ein atmosphärischer Lissabon-Krimi

Inhalt
Der ehemalige Polizist Henrik Falkner hat unerwartet eine Erbschaft in Lissabon gemacht. Sein Onkel Martin hat ihm dort ein Haus inklusive Antiquitätengeschäft vererbt. Doch kaum ist Henrik dort angekommen, um zu entscheiden, ob er das Erbe antritt, ist sein Leben in Gefahr.
Steckt eventuell mehr hinter dem plötzlichen Tod seines Onkels und welche Informationen halten die Mieter des Hauses zurück? Die Hinweise zur Klärung scheinen im Antiquariat versteckt zu sein und schicken Henrik auf eine Schnitzeljagd quer durch Lissabon.

Meine Eindrücke
Henrik Falkner hat vor zwei Jahren, nach dem plötzlichen Tod seiner Frau, den Polizeidienst quittiert. Nach und nach erfährt der Leser was damals passiert ist und wie Henrik sich dadurch verändert hat. Die Reise nach Lissabon und die dort lauernde Gefahr, wecken seine Lebensgeister und seinen Spürsinn wieder.
Er lernt einige interessante Menschen kennen, wie z.B. die bunte Mischung der Mieter seines Onkels. Leider bleiben die Figuren etwas blass, da kaum auf jemanden, außer Henrik, näher eingegangen wird. Vielleicht passiert dies ja nach und nach in eventuellen Fortsetzungen.

Neben Henrik Falkner ist Lissabon der Protagonist des Buches. Der Autor schafft es mit seinem angenehm zu lesenden Schreibstil Bilder zu malen und Atmosphären und Stimmungen spürbar zu machen.
Ausführlich schwärmt der Autor von Vierteln, Sehenswürdigkeiten, der Stimmung und der pulsierenden Lebensfreude dieser Stadt. Wer sie kennt wird sicher seine Freude an den atmosphärischen Beschreibungen haben. Auch wenn mir das alles zu ausführlich ausgeführt wurde, hat es mich doch neugierig gemacht und in mir den Wunsch geweckt irgendwann selbst Lissabon zu erkunden. Leider bleibt dabei ab und zu die Spannung auf der Strecke.

Da noch mehr Hinweise auf ungelöste Verbrechen im Antiquariat versteckt sind, kann es gut sein, dass dies der Auftakt einer neuen Reihe ist, die sicher Lissabonfans gut gefällt.

Fazit: Ein atmosphärischer Krimi der gerne in Bildern von Lissabon schwelgt.

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Wie ein perfekter Urlaubstag

wirkt dieser Krimi auf mich: Entspannend und belebend zugleich, dazu unterhaltsam auf höchstem Niveau! Und das, obwohl es an manchen Stellen ziemlich starker Tobak ist, den man dort zu lesen bekommt, aber ich wusste ja, auf was ich mich einlasse: Nämlich auf einen Krimi, und in denen gibt es bekanntlich mindestens eine Leiche!

So auch in diesem Fall, wobei es hier ein paar mehr sind: Nach und nach tauchen sie auf und pflastern den Weg von Henrik Falkner, der durch Zufall zum ersten Mal in Lissabon ist: er ist von seinem gerade verstorbenen Onkel Martin hat ihn zu seinem Erben auserkoren, was sich nach und nach als vielschichtiges wie auch fragwürdiges Unterfangen herausstellt - auf den ehemaligen Polizisten Henrik kommt einiges an Recherchearbeit und Spurensuche zu und die ist wahrlich nichts für zarte Gemüter. Und das, wo er doch wahrlich selbst sein Päckchen zu tragen hat.

Nach und nach macht er Bekanntschaft mit den eigenartigsten Figuren aus dem engeren und weiteren Umkreis seines Onkels, wovon einige durchaus bemerkenswert, andere wieder sehr nett, manche dagegen eher gewöhnungsbedürftig sind.

Und der Leser hat die Gelegenheit, zusammen mit Henrik Lissabon zu durchstreifen, es peu á peu zu erobern. Wobei: mir war einiges dann doch zu vordergründig, keine der großen Touristenattraktionen wurde ausgelassen sowohl in Bezug auf Sehenswürdigkeiten als auch auf Eßbares, was mir für einen Krimi von Format etwas zu viel war und nicht immer passend erschien. Allerdings war dies für mich die einzige störende Komponente eines sehr lebendigen Krimis, der mit einem für mich sehr tröstlichen Cliffhanger endet. Tröstlich deswegen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass der Autor uns darben lässt - nein, bestimmt bereitet er schon einen zweiten Teil vor, bei dem es weiter geht mit Henrik und seinem portugiesischen Erbe - und natürlich mit Abenteuern am laufenden Band! Für den Urlaubskoffer sehr zu empfehlen!

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Tolles Krimidébut aus einer der schönsten Städte der Welt: Lissabon!

"Portugiesisches Erbe" von Luis Sellano (hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein deutscher Autor mit großer Kenntnis und Liebe zu Lissabon) erschien 2016 (als TB broschiert) im Heyne-Verlag. Als passionierte Krimileserin und auch als Portugalfan kann ich vorab nur sagen, dass dieser Krimi m.E. aus mehreren Gründen absolut lesenswert ist! Doch mehr dazu später.... Das Cover selbst mit der historischen Straßenbahn ist bereits eine Einladung zu einer spannenden Reise nach Lisboa...

Buchbeschreibung/Inhalt:

"Henrik Falkner weiß kaum, wie ihm geschieht, als er die malerischen Altstadtgassen von Lissabon betritt. Der ehemalige Polizist soll ein geheimnisvolles Erbe antreten: Sein Onkel hat ihm ein Haus samt Antiquitätengeschäft vermacht. Während Henrik mehr und mehr in den Bann der pulsierenden Stadt am Tejo gerät, entdeckt er, das sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Und kaum hat Henrik seine ersten Pastéis de Nata genossen, versucht man, ihn umzubringen. Henrik stürzt sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird."(Quelle: Buchrückentext)

Meine Meinung:


Der sympathische Ermittler Henrik Falkner ist in einer Lebenskrise, als ihn der Notar seines Onkels nach Portugal bestellt, um das Erbe Martin Falkners, das "schwarze Schaf" der Familie, anzutreten: Der Onkel vermacht ihm sein Antiquariat nebst illustren Hausbewohnern und bittet ihn, wieder ins "Licht des Lebens" zu treten, da er über verwandtschaftliche Kanäle erfuhr, dass Henrik eine schwere Zeit durchlebt... Der Ex-Polizist, der seinen Job bei der Kripo in Deutschland aufkündigte, spürt durch die Ereignisse, die sich während seiner ersten Tage in Lissabon zutragen, endlich wieder den Ermittlerinstinkt in ihm erwachen, der entgegen seiner Annahme immer mehr von ihm Besitz zu ergreifen droht und dazu führt, dass Henrik die Rätsel, die ihm sein Onkel 'mitvererbte', teils unter Lebensgefahr zu lösen versucht. Er nimmt immer mehr wahr, dass ihn diese schöne Stadt am Tejo so bald nicht wieder loslassen wird, er ihrem Charme, den Frauen, dem Fado und dem Saudade mehr und mehr verfällt....

Der Stil Sellanos ist markant, klar und flüssig geschrieben, voller Spannung und Dramatik und trotz vieler Wendungen und Unvorhersehbarkeit in sich stimmig; ganz bewusst führt der Autor den Leser durch Lissabon (eine Karte befindet sich jeweils zwischen den Buchdeckeln, in denen die "Tatorte" zu sehen sind) und beschreibt die Menschen, die Atmosphäre, die Straßen der Stadt derart schillernd und auch beeindruckend, dass eine große Liebe und Leidenschaft des Autors zu Lissabon mehr als zu vermuten ist. Dies gefiel mir sehr gut, da es die Handlung in eine wirklich wunderschöne Stadt atmosphärisch einbettet, anderen ist dies evtl. etwas zu viel des Guten: Handlung und Verlauf des Krimis lässt (mit der Zutat der atmosphärischen Dichte) nichts an Spannung vermissen und sorgt von Beginn bis zur letzten Seite für anspruchs- und genussvolle Lesestunden. Auch an brisanten Themen fehlt es dem Kriminalroman nicht, der zudem etwas Sozialkritik beinhaltet: Korruption, die Macht des Geldes, die allgegenwärtige unsägliche Verquickung von Wirtschaft und Politik in monetärem Zusammenhang; Vertuschungen von Verbrechen etc. - mehr möchte ich nicht verraten, um nicht zu 'spoilern'. Einige wenige inhaltliche "Ungereimtheiten" zum Ermittlungsvorgehen und eine gewisse leichte Übertreibung zugunsten der hohen Spannung mag man dem Krimi anlasten: Gestört haben sie nicht sehr und ich habe dennoch sehr begeistert 'Portugiesisches Erbe' gelesen, ohne das Buch lange aus der Hand legen zu können! Ich habe die große Hoffnung, dass Luis Sellano einen zweiten Fall für Henrik Falkner plant, da dies am Ende so anklingt, wenn auch nur durch ein (bedeutsames) "Kopfnicken" ;) Ich würde auf jeden Fall zu seinen Lesern zählen!

Fazit:

Ein toller, sehr gut geschriebener und überaus spannender Kriminalroman mit viel Lokalkolorit und atmosphärischer Dichte: Eine Liebeserklärug an die wunderschöne Stadt Lissabon, in der es jedoch wie in anderen Städten auch Verbrechen gibt. Chapeau für dieses Début an den Autor und eine absolute Leseempfehlung für Krimi- und Portugalfans sowie für solche, die es werden wollen! Von mir gibt es 4,5 Sterne am Krimihimmel und 94° auf der 'Krimi-Couch'.

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Auf nach Lissabon!

Da ich noch nie in Portugal war, dachte ich mir einfach mal die Reise dorthin mittels dieses Krimis anzutreten. Sowohl Klappentext als auch das Cover hatten meine Neugierde geweckt.

In der Geschichte geht es um den Ex- Polizisten Henrik Falkner, der überraschenderweise ein Haus erbt. Doch das ist nicht alles, beherbergt das Haus auch einen Antiquitätenladen, der so einiges zu bieten hat. Was hat sein Onkel da nur alles gesammelt?

Was sofort auffällt sind die detailreichen Beschreibungen der Stadt. Man kann sich auch ohne jemals dort gewesen zu sein alles sehr gut vorstellen. Negativ ist nur, dass es mir persönlich manchmal etwas zu viel war und dadurch zu sehr vom Fall abgelenkt wurde.

Im Fokus liegt ganz klar unser ehemaliger Polizist, der nicht zwingend ein Sympathieträger ist. Vielmehr hat man als Leser Verständnis für ihn, denn seine Vergangenheit hat ihn sehr geprägt. Ich brauche nicht zwingend einen Charakter, der unheimlich charmant oder ähnliches ist, daher mochte ich Henrik recht gern. Ich konnte stets nachvollziehen, warum er dieses oder jenes tut.

Der Fall, den Henrik dann plötzlich auf den Tisch hat, ist alles andere als einfach. Dachte ich nämlich vor Lektürestart, dass er dem Ableben seines Onkels auf den Zahn fühlt, so ist doch weit mehr zu klären.

Der Fall ist spannend und wie bei Krimis üblich nicht allzu blutig. Das hat mir gut gefallen.

Die Auflösung hat mir gut gefallen, da sie schlüssig und nachvollziehbar war.

Bei dem vorliegenden Krimi handelt es sich offenbar um den ersten Teil einer Reihe, denn nicht alles klärt sich auf, so dass das Ende vielversprechend auf weitere Fälle mit Herrn Falkner hindeutet.

Fazit: Wer krimitechnisch mal nicht in Deutschland oder Frankreich unterwegs sein will, der sollte zu diesem soliden Krimi greifen und damit eine Reise in die Metropole Lissabon antreten. Gelungen!

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