Jilliane Hoffman: Mädchenfänger

Jilliane Hoffman: Mädchenfänger

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Jilliane Hoffman: Mädchenfänger
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Pretty Little Things
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783805208925

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Der kleine stämmige Mann im weißen Anzug, mit dunkelrotem Hemd und Lacklederslippern, lief auf der Bühne hin und her, das Mikrophon in der Hand, und beugte sich immer wieder vor, um wahllos einige der verschwitzten Hände zu berühren, die sich ihm in der Unity Tree of Everlasting Evangelical Life-Kirche zu Hunderten entgegenstreckten.

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Handlungsort

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,,P.S. Freue mich auf Morgen, lautete die letzte Botschaft von Mädchenfänger17 an Elaine ,,Lainey" Emerson. Seitdem ist die Zwölfjährige nicht mehr nach Hause gekommen. Als FBI Agent Bob Dees diese Nachricht auf ihrem Computer findet, weiß er, dass seine schlimmsten Befürchtungen wahr geworden sind - Lainey ist in der Gewalt eines Killers. Zunächst führen alle Spuren ins Nichts. Bis Bobby ein schreckliches Gemälde zugespielt wird: Es zeigt eine junge Frau, die gefoltert wird. Sie hat kein Gesicht, doch in einer Ecke des Bildes erkennt er Laineys Schultasche ..."

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Super spannender Thriller, ideal für ein Lesewochenende

Inhaltsangabe:

Zunächst sieht es so aus, als wäre die 13-jährige Lainey einfach von zuhause abgehauen. Schließlich musste sie kurz zuvor mit ihrer Familie aus der gewohnten Gegend wegziehen und in der neuen Schule findet sie keinen Anschluss. Mit den Noten läuft es auch nicht gerade bestens und in der Familie gibt es nur noch Stress. Doch Lainey kommt nicht zurück und als endlich die Polizei eingeschaltet wird, findet sie auf ihrem Computer Chatprotokolle, die bei dem Ermittler Bobby Dee die Alarmglocken läuten lassen – es sieht so aus, als wäre Lainey einem Killer ins Netz gegangen, der es auf junge Mädchen abgesehen hat und über soziale Netzwerke Kontakt mit seinen Opfern sucht und aufnimmt. Als die Presse davon Wind bekommt, wird der Druck auf die Beamten immer größer – und der Killer scheint Gefallen daran zu finden, landesweit auf Seite eins besprochen zu werden, denn er sendet Bobby Dee immer wieder grausige Beweise für sein Treiben zu ...

Das Buch gehört (bisher) nicht zu einer Reihe – wobei ich eine weitere Geschichte mit Dee gerne lesen würde.

Der erste Satz:

„Der kleine stämmige Mann im weißen Anzug, mit dunkelrotem Hemd und Lacklederslippern, lief auf der Bühne hin und her, das Mikrophon in der Hand, und beugte sich immer wieder vor, um wahllos einige der verschwitzten Hände zu berühren, die sich ihm in der Unity Tree of Everlasting Evangelical Life-Kirche zu Hunderten entgegenstreckten.“

Meine Meinung zum Buch:

Endlich habe ich mal wieder einen Thriller lesen können, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Die Geschichte hat keinen einzigen Hänger.

Besonders spannend fand ich in diesem Buch den Einblick in die Polizeiarbeit, da bin ich sowieso ein absoluter Fan. Die Zusammenarbeit oder eben die fehlende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden und Organisationen war sehr interessant zu beobachten, auch die Ausführungen dazu, wann welcher Alarm ausgelöst wird und wer wann einzuschalten ist.

Mindestens ebenso spannend fand ich, wie die Autorin das Geschehen in sozialen Netzwerken beschreibt – und auch die Gefahren, wenn man sich nur auf den eigenen Glauben verlässt, dass der nette Junge am anderen Ende der Chatleitung auch derjenige ist, für den er sich ausgibt. Doppelt spannend wurde es natürlich dadurch, dass ich als Leserin ja genau wusste, wer tatsächlich an diesem anderen Ende sitzt und beobachten musste, wie die Mädchen naiv und gutgläubig dem Killer ins Netz gehen.

Dass die Autorin einige Klischees bedient, ist dabei verzeihlich. Ich habe mich schon öfters gefragt, warum die Ermittler immer durch irgendeinen persönlichen Bezug betroffen sein müssen – als ob sie als neutrale Person weniger Erfolg hätten.

Ich bin mit der Lösung des Falles recht zufrieden und ich denke, dass es auch nah an der Realität ist – nicht immer kann man ein Motiv bis ins letzte Detail ausloten. Der Entführer ist am Ende tot, und so muss es eben zum Teil im Dunklen bleiben, warum er so gehandelt hat.

Noch ein kleines Detail, das mir sehr positiv aufgefallen ist: Für Ermittler ist ein Fall am Ende erledigt – aber für Verbrechensopfer, sofern sie überlebt haben, noch lange nicht. Ich finde es sehr gut, dass die Autorin das noch thematisiert, das lese ich selten.

Für mich ist das Buch bestes Futter für ein Thrillerwochenende.

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Die dreizehnjährige Lainey ist verschwunden. „Abgehauen“ denken sich alle, schließlich fühlte sie sich in ihrer neuen Schule unwohl und die ältere Schwester ist ein ziemlich schlechtes Vorbild. Im Computer findet sich allerdings als letzter Eintrag ein Chat mit einem süßen Jungen, doch der ist nicht der, als der er erscheint. Ermittler Bobby Dee von der Spezialeinheit für verschwundene Kinder hat ein ungutes Gefühl und kurz darauf tauchen Leichen verschwundener Teenager auf.

Ich bilde mir das wahrscheinlich nur ein, aber es kommt mir so vor, als wären die Serienmörder in letzter Zeit zu Serienentführern mutiert, die ihre Opfer zunächst ein paar Monate gefangen halten, bis sie sie ermorden. Es ist natürlich viel schöner, wenn der Ermittler am Ende des Buches ein paar lebende Mädchen retten kann, statt einfach nur weitere Leichen auszubuddeln.

Und natürlich ermittelt der Chefermittler nicht einfach nur so, sondern ist auch persönlich betroffen, da seine Tochter ebenfalls verschwunden ist und die Möglichkeit angedeutet wird, dass auch sie in die Hände des Entführers/Mörders gefallen ist.

Die Autorin zieht an den üblichen Strippen, um Spannung zu erzeugen und das Interesse des Lesers zu halten – das macht sie allerdings ziemlich professionell, so dass man ihr ein paar Klischees durchaus zu verzeihen bereit ist. Immerhin bietet die Autorin eine ziemlich reale Darstellung der Gefahren, die auf einen lauern, wenn man sich auf die scheinbare Anonymität des Internets verlässt und zugleich doch darauf vertraut, dass der Gegenüber, der ist, für den er sich ausgibt und computertechnisch war es zumindest kein offensichtlicher Quatsch, der erzählt wurde, ein paar Details waren in diesem Zusammenhang allerdings nicht wirklich schlüssig, sobald man anfing darüber nachzudenken.

Auch wenn das Buch ein paar Schwächen bei der Darstellung des Täters hat, sein Motiv war mir das ganze Buch hindurch nicht wirklich klar, gefiel mir „Mädchenfänger“ insgesamt ganz gut. Ordentliches Popcornkino mit einem kleinen Pluspunkt für die recht realistische Darstellung von Facebook und Co.

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