Manuela Obermeier: Verletzung

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Manuela Obermeier: Verletzung
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548287478

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Sie will nicht gesehen werden. Sie will nicht gefunden werden. Hauptkommissarin Toni Stieglitz hat sich gerade von ihrem Freund Mike getrennt. Niemand darf wissen, wo sie jetzt wohnt. Denn Mike, selbst Polizist, schlägt sie. Ihre Kollegen sollen nichts davon erfahren. Zu sehr schämt Toni sich. Jetzt aber setzt sie sich endlich zur Wehr. Zur gleichen Zeit beginnt eine Mordserie in München. Mehrere Frauen werden brutal umgebracht. Toni jagt den Mörder, doch bald wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Wer ist der Schatten, der nachts immer wieder auftaucht und sie verfolgt? Der Mörder? Oder ihr Exfreund Mike?

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Verletzung

Hauptkommissarin Toni Stieglitz ist eine besondere Frau. Ihr privates Leben unterscheidet sich deutlich von ihrem beruflichen, man mag als Leser gar das Gefühl bekommen es hier mit zwei unterschiedlichen Personen zu tun zu haben. Beruflich ist Toni fit, selbstbewusst und zielstrebig, da verwundert es, dass sie sich privat von ihrem Freund, selbst Polizist, hat unterdrücken lassen. Sie hat sich zwar zwischenzeitlich von ihm getrennt, aber die Vergangenheit lässt sie nicht los.

Nun führen die Ermittlungen in einem neuen Fall Toni auf die Spur eines Serientäters. Und Toni stürzt sich eifrig in die Lösung des Falles.

Hauptkommissarin Toni Stieglitz gefällt, denn sie wird hier sehr menschlich präsentiert. Wie viele andere Menschen versucht sie ihre schwache Seite zu verbergen und möglichst nichts davon nach außen zu tragen. Das aber ist nicht immer leicht und kostet Mühe. Der Autorin Manuela Obermeier gelingt es geradezu perfekt dies hier bei ihrer Ermittlerin darzustellen.

Darüber hinaus merkt man sehr deutlich, dass die Autorin sich in Polizeikreisen bestens auskennt. Sie ist selbst Hauptkommissarin und weiß daher wie eine Ermittlung läuft.

Mich konnte „Verletzung“ und die Suche nach einem Täter, der scheinbar eine Vorliebe für die Farbe rot hat, überzeugen und über viele Stunden fesseln. Nun würde ich gerne mehr lesen über Toni Stieglitz und ihre weiteren privaten und dienstlichen Entwicklungen.

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Fesselndes Buch, das Lust auf eine Fortsetzung macht

Dieses Buch hat mich von vorne bis hinten gefesselt und nicht mehr losgelassen. Eigentlich wollte ich nur kurz reinlesen und jeden Tag nur ein Kapitel lesen, schließlich musste ich noch lernen, aber im Endeffekt wurde das Lernen nach hinten verschoben und das Buch wurde an einem Wochenende beendet.

Toni Stieglitz ist eine Protagonistin mit der man die meiste Zeit sehr gut mitempfinden kann. Sympathisch wäre an manchen Stellen vielleicht ein etwas starkes Wort, aber zum Ende des Buches habe ich sie wirklich gern gewonnen.
Ab und zu war ich aber kurz davor sie zu schütteln. Immer wenn sie kurz davor ist jemanden von ihrem Leben zu erzählen macht sie im letzten Moment doch noch kehrt und schweigt. Einerseits verstehe ich ja, dass man in so einer Situation dazu neigt sich das einzureden, was Toni macht, aber ihr Umfeld, allen voran ihren Chef, würde ich so einschätzen, dass sie zu ihr stehen, egal was passiert. Und vor allem sie würden ihr glauben und ihr helfen.
Man ist bei ihr sehr hin und her gerissen. Einerseits leidet man mit ihr mit, versteht ihre Angst, aber auf der anderen Seite meldet sich die eigene Vernunft und man würde sie am liebsten zu einer Polizeidienststelle fahren, damit sie endlich Anzeige erstattet. Aber in gewisser Weise kann man Tonis Handlung schon nachvollziehen und es ist schrecklich zu wissen, dass es so viele Menschen gibt, die genau so etwas täglich mitmachen müssen.

Smulder ist ein Rechtsmediziner mit seinen eigenen Problemen. Allein deswegen würden die beiden meiner Meinung nach schon ein Dream Team bilden, da beide wissen was Geheimnisse bedeuten.
Natürlich erfährt man das eine oder andere über ihn, aber ich hätte gerne noch mehr Passagen mit ihm gelesen. Im Endeffekt wird sein Leben angerissen, man wird neugierig auf mehr gemacht und dann ist das Buch zu Ende und man denkt sich, dass es das doch nicht gewesen sein kann, man will schließlich mehr erfahren.
Gerne auch noch mehr aus der Rechtsmedizin, da ich ein kleines Faible für die Rechtsmedizin habe. Ich mag es wenn man beide Seiten sieht, sowohl die der Polizeiarbeit als auch die der Rechtsmediziner.

Der Fall selbst hatte alles, was für mich einen guten Thriller ausmacht. Er ist spannend bis zum Schluss, auf den Täter kommt man selbst erst wenn auch die Ermittlungen genau in dieser Richtung zeigen und man denkt sich, warum bin ich da nicht früher schon drauf gekommen?
Am Schluss nimmt die Handlung noch einmal richtig Fahrt auf und es gibt ein paar Momente an denen einem der Atem stockt und man sich denkt nein, dass kann doch nicht wahr sein, das hat die Autorin nun nicht wirklich gemacht. Es war zum Schluss wahrhaftig noch eine Achterbahnfahrt der Gefühle für den Leser oder zumindest für mich, vielleicht habe ich einfach ein bisschen zu sehr mit den Figuren mitgelitten.

Neben dem Buch, das ich gerade lese, ist dieses definitiv eines meiner Highlights des bisherigen Jahres und ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.

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Die Farbe ROT

Kommissarin Antonia "Toni" Stieglitz hat es endlich geschafft, sich von ihrem prügelnden Freund, ebenfalls ein Polizist, zu trennen. Aber die Angst und die Verunsicherungen bleiben. Denn er stalkt sie weiterhin. Auf den Stufen der Michaelskirche wird eine Frauenleiche in einem roten Mantel gefunden. Einige Tage später findet man eine ermordete Frau mit einer roten Jacke im Olympiazentrum. Hans Zinkl, zu dessen Team auch Toni gehört, beginnt mit den Ermittlungen.

Manuela Obermeier, selbst Polizistin, nimmt mich auf ihren Ermittlungen in meiner Stadt mit. Ich finde es toll, immer wieder von Orten, Gebäuden oder Straßen zu lesen, die ich kenne. So bin ich sehr schnell und leicht in die Geschichte eingetaucht.

Die Hauptprotagonisten Toni Stieglitz ist kein einfacher Charakter, wirkt durch die vielen Verletzungen Ihres Ex-Freundes wie aus der Bahn geworfen. Fand ich das Privatleben anfangs noch interessant, wurde es mir im Lauf des Lesens wirklich zu viel. Es nimmt fast mehr Raum ein, wie der Kriminalfall selbst. An einigen Stellen fand ich die Ausbrüche von Toni einfach unrealistisch. Für mich hätten es ruhig ein wenig weniger Probleme sein dürfen.
Da die Protagonisten insgesamt recht deutlich beschrieben und ausgearbeitet sind, hatte ich bald ein recht klares Bild vor Augen.

Den Fall der ermordeten Frauen in roten Kleidungsstücken finde ich sehr interessant. Vor allem auch die schlussendliche Auflösung mit dem Motiv des Mörders. Und auch bei der Betrachtung unseres Rechtssystems stimme ich mit den Ausführungen von Toni absolut überein. Das bringt mein Blut auch hier und da in Wallung.

Gut gefallen haben mir auch die wenigen Szenen, wo etwas Humor die Ermittlungen auflockern.

Fazit: Ein grundsolider Kriminalfall mit einer Kommissarin, die hoffentlich bald etwas ruhiger wird. Da freue ich mich schon heute auf eine Fortsetzung.

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