Sabina Naber: Marathonduell

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Sabina Naber: Marathonduell
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783839213797

Informationen zum Buch

Seiten
370

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Hammer drückte sich durch das Kamel-Leder der Umhängetasche.

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Handlungsort

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Marathon in Wien. Eine Tote, ein Täter, ein perfektes Alibi und ein Chefinspektor namens Katz, der sich wie ein Pitbull in die Idee verbeißt, den scheinbar unschuldigen Verlobten des Opfers doch noch der Tat zu überführen. Zeitverschwendung in den Augen von Gruppeninspektorin Daniela Mayer, denn das Alibi ist wasserdicht. Katz lässt sich nicht beirren und entdeckt, dass schon mehrere Frauen im Umfeld des Verdächtigen abrupt gestorben sind.

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Mord mit (fast) perfektem Alibi

Während des Wiener Marathons wird der wohlhabenden Elisabeth Zwirn in ihrem Zuhause brutal der Schädel eingeschlagen – der Täter: ihr Verlobter Andreas Niederle. Gruppeninspektorin Daniela Mayer und ihr Kollege Oppitz, die Dienst bei dem Marathonlauf haben, erreichen als Erste den Tatort. Vorallem Daniela ist froh, daß der Fall von dem erfolgreichen und bekannten Chefinspektor Karl Maria Katz des LKA Wien übernommen wird. Daher ist sie nicht sehr erfreut, als sie von Katz als Unterstützung angefordert wird.
Katz ist davon überzeugt, daß Niederle der Täter ist – nur: da er beim Marathon mitgelaufen ist und auf sämtlichen Übertragungskameras zu sehen ist, hat er ein wasserdichtes Alibi. Während Daniela anfangs genervt ist von der Hartnäckigkeit ihres neuen Kollegen, liefert sich Katz einen regelrechten Wettlauf mit Niederle, um ihn der Tat zu überführen. Und tatsächlich tauchen in dessen Vergangenheit einige Ungereimtheiten auf, die auch Daniela zweifeln lassen.

Der erste Band der Reihe um das Wiener Ermittlerduo Mayer und Katz konnte mich voll überzeugen. Während der Leser den Täter bereits nach wenigen Seiten kennt, ist es spannend, mitzuverfolgen, wie Katz und Mayer alles dransetzen, Niederle dingfest zu machen, der ihnen aber immer einen Schritt voraus ist. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, die sich ständig abwechseln: die eine Zeitebene beginnt kurz vor dem Marathon und ersteckt sich über die ganze Laufstrecke, der Leser erlebt ihn durch die Perspektive des Mörder und von Katz, der den Marathon ebenfalls mitgelaufen ist. Durch diese Sicht erfährt der Leser auch, wie Niederle zu seinem perfekten Alibi kommt. Auf der anderen Seite schaut der Leser den beiden Ermittler bei ihrer Arbeit über die Schulter.

Das Besondere ist diesem Roman sind seine Protagonisten, die sehr liebevoll und lebendig beschrieben werden, mit all ihren Schrullen und Stärken. Daniela Mayer ist zufrieden, wenn sie mit ihrem väterlichen Kollegen Oppitz eine ruhige Kugel bei der Arbeit schieben kann. Dabei ist sie nicht dumm oder faul, sie verfügt über eine gute Kombinations- und Urteilsgabe, allerdings steht sie überhaupt nicht gerne im Mittelpunkt. Stress begegnet sie mit dem Zerbrechen von Zahnstochern: die Intensität des Brechens spiegelt ihren Emotionsstand wieder.

Karl Maria Katz dagegen ist ständig aktiv und immer in Bewegung, was Daniela anfangs ziemlich nervt, weil das ihrer gemütlichen Arbeitsauffassung zuwiderläuft. Dazu gesellt sich bei Daniela noch privater Stress mit ihrer Lebensgefährtin. Außerdem nervt sie Karls Intuition (er ist sich sicher, daß Niederle der Täter ist) und Hartnäckigkeit, mit der er ihm den Mord nachweisen will. Als jedoch Fakten auftauchen, die für Niederle als Täter sprechen, wird sie auch skeptisch und muß zugeben, daß ihr Chef vielleicht doch nicht so durchgeknallt ist, wie sie denkt.

Ich habe, wie Daniela, auch meine Zeit gebraucht, mit Katz warm zu werden, er kommt anfangs doch allzu schrullig rüber, aber genau das macht ihn dann doch auch wieder sympathisch und menschlich. Außerdem liegt er mit seiner Intuition nicht nur in Bezug auf Niederle richtig.

Bei den Nebenfiguren habe ich vorallem Danielas bisherigen Kollegen Oppitz mit seinem etwas seltsamen, aber hilfreichen Hobby und Karls besten Freund, den mütterlichen und frankophilen Alexander, ins Herz geschlossen.

Sehr authentisch wird der Krimi durch den Wiener Dialekt und Ausdrücke, die im Anhang erklärt werden. Ich bin in jedem Fall nicht böse, daß dieses Buch der Auftakt zu einer Reihe ist; ich bin auf die weiteren Fälle sehr gespannt. Eh klar!

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Marathonduell

Elisabeth Zwirn, eine Frau aus gutem Hause, wird während des bekannten Marathon in Wien von ihrem Verlobten in der eigenen Wohnung getötet. So beginnt diese kriminelle Geschichte der Autorin Sabina Naber mit der Tat und dem Täter. Der Leser weiß also bereits auf den ersten Seiten relativ viel. Aber mit diesem Wissen ist es natürlich nicht weit her, denn die Ermittler Mayer und Katz wissen nicht wer der Täter ist, sie vermuten es nur. Allerdings wird es gar nicht so leicht dem Verlobten, Andreas Niederle, diese Tat auch nachzuweisen, denn dieser hat offensichtlich am Marathonlauf teilgenommen und wie will er dabei die Zeit gefunden haben noch ganz nebenbei einen Mord zu begehen? Die Ermittler stehen vor einem großen Rätsel und vor allem Katz, der selbst am Marathon teilgenommen hat, fragt sich was hier tatsächlich geschehen ist.

Ein Marathonlauf ist eine Herausforderung für jeden Teilnehmer, ein großer Kraftakt, der viele Menschen an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt. Dieses Gefühl fängt die Autorin hier sehr deutlich ein, denn sie lässt den Leser teilhaben an den Emotionen und Gedanken einiger Läufer. Man erfährt von einem Glatzkopf, einem Kiwi-Mann und noch weiteren Teilnehmern und fragt sich mehr als einmal wer hinter diesen Personen steckt. Kleine Andeutungen zeigen aber schon bald wer hier wer ist.

Die Ermittler Katz und Mayer sind zwei ausgefallene Charaktere. Gruppeninspektorin Daniela Mayer gerät eher zufällig in die Ermittlungen hinein, denn während des Marathonlaufs ist sie mit ihrem Kollegen Oppitz unterwegs und dabei auch in anderen Bereichen im Einsatz als normalerweise. Als dann ein Notruf eingeht, werden Mayer und Oppitz zur Wohnung von Elisabeth Zwirn geschickt und finden dort die Tote. Für die weitere Bearbeitung des Falles ist das LKA zuständig und Mayer, lustlos wie immer, schon froh die Ermittlungen abgeben zu können. Aber der bekannte Karl Maria Katz vom LKA möchte sie an seiner Seite wissen.

Dieser Krimi spielt in Wien und natürlich kommt hier auch der lokale Gesichtspunkt nicht zu kurz. Dennoch kann die Geschichte problemlos auch von Nichtkennern der Örtlichkeit gelesen werden. Besonders solche Leser, die kauzige und verschrobene Ermittler mögen und sich an kleinen aber feinen Wortgefechten und versteckten Andeutungen erfreuen können, sind hier genau richtig. Es ist einfach herrlich Katz und Mayer bei ihren Ermittlungen und ihren privaten Angelegenheiten zu begleiten. Liebhaber von Marathonläufen werden hier auch auf ihre Kosten kommen und sich vermutlich an der einen oder anderen Stelle wiederfinden.

„Marathonduell“ ist die Geschichte eines gut durchdachten Mordes, eine Herausforderung an Körper und Geist des Mörders und der Ermittler und eine spannende Geschichte für den Leser, die sicherlich für Verwirrung sorgen wird.

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Mord in Wien


Während des Marathons in Wien geschieht ein Mord. Eine vermögende Frau wird in ihrer Wohnung erschlagen. Verdächtigt wird der Verlobte Andreas Niederer, doch der hat ein wasserdichtes Alibi: Er ist den Marathon gelaufen, und dafür gibt es zahlreiche Zeugen. Chefinspektor Karl Maria Katz ist dennoch sicher, dass Niederer der Täter ist.
Gruppeninspektorin Daniela Mayer, die zuerst am Tatort war, glaubt an Niederers Unschuld.
Wird es dem ungleichen Ermittlerduo Katz und Mayer gelingen, den Fall zu lösen?

Meine Meinung:

Ich habe diesen Krimi sehr genossen! Er war spannend bis zum Ende, und das, obwohl der Leser schon von Anfang an weiß, wer der Täter ist.
Das ungleiche Ermittlerduo - bestehend aus der auf mich etwas kratzbürstig wirkenden Daniela Mayer und dem geduldigen Karl Maria Katz - macht seine Arbeit wirklich gut. Es war spannend, ihren Gedankengängen zu folgen.
Daniela Mayer war mir dabei von Anfang an unsympathisch. Im Laufe der Geschichte konnte sie dann aber doch noch ein paar Sympathiepunkte gewinnen. Karl Maria Katz mochte ich von Anfang an.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, und in Rückblicken erfährt der Leser immer mehr über das Geschehen und den Tathergang.
Zudem habe ich mich beim Lesen gefühlt, als wäre ich selbst nach Wien gereist. Durch den Schreibstil bzw. den Dialekt kommt Österreich einfach ein Stückchen näher.
Zusammenfassend kann ich wirklich nur sagen, dass das Buch mir sehr gut gefallen hat und ich die Reihe mit Mayer und Katz auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Ich freue mich auf den zweiten Teil!

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Spannender Krimi in bester Columbo-Tradition

Inhaltsangabe:

Während des Wiener Marathons wird die wohlhabende Elisabeth Zwirn von ihrem Verlobten Andreas Niederle kaltblütig umgebracht. Der Täter hat sich für die Zeit ein perfektes Alibi zusammengebaut, doch Chefinspektor Karl Maria Katz lässt ihm keine Ruhe - Katz hat nicht umsonst intern den Spitznamen „Pitbull“ und will Niederle um jeden Preis überführen. Keine Ruhe lässt Katz auch der Gruppeninspektorin Daniela Mayer, die per Zufall als erste am Tatort auftaucht und nun in die Ermittlungsarbeit zwangsverpflichtet ist. Mayer, die einer Karriere bei der Polizei ganz bewusst aus dem Weg geht und ruhige, unauffällige Arbeitstage schätzt, muss sich nun mit einem ständig energiegeladenen Chefinspektor herumschlagen, der sie auf Trab hält. Und nicht nur Katz verdirbt ihr die Laune, auch ihr Privatleben ist alles andere als ruhig ...

Das Buch ist der erste Teil einer Reihe.

Der erste Satz:

„Der Hammer drückte sich durch das Kamel-Leder der Umhängetasche.“

Meine Meinung zum Buch:

Die Geschichte ist ähnlich wie die alten Inspektor-Columbo-Filme aufgebaut: man kennt den Täter schon von Anfang an und beobachtet gespannt die Bemühungen, Erfolge und Rückschläge der Polizei, ihn zu überführen.

Die Geschichte wird auf zweien, sich überlappenden Zeitebenen erzählt: die eine beginnt mit dem Mord, der Entdeckung der Toten und begleitet die Ermittlungsarbeit. In der zweiten Ebene folgt der Leser zwei Marathon-Läufern vom Start bis ins Ziel, deren Identität sich erst im Lauf der weiteren Geschichte klärt. Ich fand das sehr gut gemacht, denn lange Zeit ist sehr rätselhaft, wer sich hinter den Gedanken der Läufer verbirgt. Ich war oft der Meinung, dass ich die richtige Spur gefunden habe, lag dann aber doch wieder falsch. Am Ende war natürlich alles logisch und ich fragte mich, warum ich die ganzen Hinweise falsch gedeutet bzw. teilweise gar nicht bemerkt habe.

Daniela Mayer ist für mich eine sympathische Figur, die das Leben pragmatisch angeht, wenn auch nicht immer ganz diplomatisch. Aber das macht sie für mich lebensecht, denn auch im wahren Leben gibt es wohl niemanden, der ohne sich an Ecken und Kanten zu stoßen durchs Leben geht – und der bequeme Entscheidungen trifft, die sich später vielleicht als falsch herausstellen.

Mit Karl Maria Katz musste ich erst warm werden, er erschien mir fast etwas überaktiv und aktionistisch, ziemlich grob noch dabei. Mit der Zeit erfährt der Leser aber auch mehr über ihn und kann einige seiner Handlungen verstehen, ich habe mich auch mit ihm und seiner Art versöhnen können. Trotz allem ist aber Daniela Mayer für mich die Lieblingsfigur geblieben.

Es gibt noch eine Vielzahl von weiteren Personen, die alle eine gewisse Charakterisierung erfahren und nicht nur Schablonen bleiben. Ob das nun der junge Polizist Kevin mit seiner eifersüchtigen Freundin, Danielas Lieblingskollege Oppitz mit seinem sehr überraschenden Hobby, Karls alter Freund Alex mit seinen schwarzen Samtpantöffelchen oder der mitteilsame ehemalige Hausmeister Herr Adolf ist – alle Figuren sind sehr individuell beschrieben.

Ich habe das Buch insgesamt sehr gerne gelesen und kann es nur weiterempfehlen.

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Wiener Krimi

„Nichts unterscheidet Deutschland und Österreich so sehr, wie die gemeinsame Sprache", hat einmal ein schlauer Mensch gesagt. Dem kann ich nur zustimmen. "Marathonduell" ist in einem deutschen Verlag erschienen und deswegen sind die größten sprachlichen Hürden ausgemerzt worden, aber es bleiben noch genug österreichische Vokabeln übrig. Diese erklären sich glücklicherweise meist von selbst und für die schwereren Fälle gibt es am Ende des Buches ein Glossar.

Daniela Mayer und Karl Maria Katz - so heißen die beiden Ermittler, die hier das erste Mal gemeinsam die Krimibühne betreten und die unterschiedlicher nicht hätten sein können.
Daniela Mayer ist ein ausgesprochen pragmatischer und nüchterner Typ, dem gegenüber steht der ältere Karl Maria Katz, ein Individualist, ein etwas schräger Typ, der in Wien einen Marathon läuft.
Eine Frau wird ermordet und Katz direkt im Anschluss an den Marathon zum Tatort gerufen. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, aber sein Alibi scheint wie in Stein gemeißelt.

Der Krimi spielt auf drei Zeitebenen, was am Anfang etwas verwirrend ist, aber nach und nach verständlich wird. Besonders ist, das der Leser den Marathon quasi mitläuft, was sicherlich für alle, die selber joggen oder sogar schon einmal einen Marathon gelaufen sind, ein besonderes Zuckerl, äh... Bonbon ist.

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Marathonduell in Wien

INHALT
„Marathonduell“ ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von Sabina Naber.
Während des Marathonlaufs in Wien wird eine brutal mit einem Hammer erschlagene Frau in ihrer Wohnung aufgefunden. Für den ermittelnden Chefinspektor Katz vom Landeskriminalamt steht der Verlobte des Opfers Niederle als Haupttatverdächtiger für den kaltblütigen Mord bereits fest. Obwohl dieser nachweislich am Marathon teilgenommen hat und für die fragliche Tatzeit ein perfektes Alibi präsentieren kann, hat seine ungewöhnliche Fitness nach dem Lauf Chefinspektor Katz misstrauisch gemacht. Die junge Gruppeninspektorin Mayer, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Oppitz zuerst am Tatort war, wird nun zur Aufklärung des Mordfalls dem etwas eigenwilligen Katz zwangsweise zugeteilt. Entgegen Mayers Einwänden und nur seiner Intuition folgend beginnt Katz mit den Ermittlungen gegen den arroganten, scheinbar unschuldigen Verlobten der Toten. Wird es dem ungleichen Ermittlerduo gelingen, den wahren Täter in die Enge zu treiben und zu überführen? Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt ...

MEINE MEINUNG
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mich schnell durch die zwei unterschiedlichen Handlungsstränge mit Zeitsprüngen und Perspektivwechseln zu fesseln, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Obwohl der Täter bereits gleich zu Anfang bekannt ist, finde ich es immer wieder spannend, die Ermittlungstaktiken und Fehlschläge der Polizei zu verfolgen, mitzuerleben wie sich langsam die einzelnen Spuren zusammenfügen und der Täter mit seinem scheinbar perfekten Alibi schließlich in die Enge getrieben wird.
Doch „Marathonduell“ kommt nicht wie ein klassischer Ermittlerkrimi daher, denn in einem anderen Handlungsstrang (der Zeit-Ebene des Marathonlaufs) lernen wir die kranke Psyche des Täters und die Motive für seine Tat aus seiner Sicht kennen. Somit hat die Autorin zugleich ein äußerst fesselndes Thrillerelement in ihren Krimi eingebaut. Als zusätzliche Herausforderung für uns Leser lässt die Autorin auf dieser Erzählebene zwei „Glatzköpfe“ am Marathon teilnehmen, die wir während ihres gesamten Laufs begleiten und an deren Gedanken wir unmittelbar Einblick haben. Nach anfänglicher Verwirrung bereitet die Zuordnung ihrer Sichtweisen bald keine Schwierigkeiten mehr und auch die Identität der beiden Männer ist nach einiger Zeit eindeutig. So gibt es auch für den Leser etwas zum Miträtseln und Enthüllen.
Sehr facettenreich und authentisch sind die beiden faszinierenden Protagonisten Karl Maria Katz und Daniela Mayer gezeichnet. Die charakterlich sehr unterschiedlichen Ermittler lassen sich zunächst mit all ihren Eigenarten schwer einschätzen.
Erst allmählich lernen wir einige persönliche Hintergründe der Figuren und ihr Privatleben besser kennen, wodurch sie uns schließlich immer sympathischer werden. Dennoch bleibt noch genügend über die zwei im Dunkeln, so dass wir uns auch in nachfolgenden Bänden sicherlich über spannende und überraschende Enthüllungen zu Katz’ und Mayers Leben freuen können.
Sehr schön ist beschrieben, wie sich Mayer allmählich in ihre Ermittlerrolle hineinfügt, Katz sie geschickt herausfordert und sich die Beziehung zwischen den beiden so verschiedenen Ermittler-Typen weiterentwickelt. Toll ist es mitzuerleben, wie sie sich trotz ihrer Unterschiede schließlich zusammenraufen und als Ermittlerduo ergänzen, um den Mordfall lösen.
Auch die anderen Nebenfiguren hat die Autorin sehr lebendig und vielschichtig ausgearbeitet, so dass einige von ihnen mir ans Herz gewachsen sind, und ich mich auf ein Wiedersehen mit ihnen freuen würde.
Die Autorin versteht es hervorragend mit ihrem mitreißenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und den vielen Perspektivwechseln den Spannungsbogen bis zum fesselnden Showdown auf hohem Niveau zu halten. Die Auflösung des Mordfalls, die Beweggründe des Täters und die raffinierte Planung des wasserdichten Alibis sind in sich schlüssig und nachvollziehbar geschildert.
Sehr stimmungsvoll und lebendig sind auch die Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze in Wien, die Lust auf einen Städtetrip machen. Zum besonderen Flair trägt auch der besondere Schreibstil bei, der mit vielen österreichischen Begriffen und Formulierungen durchsetzt ist, die sich meist selbst erklären oder im Glossar am Ende des Buchs erläutert werden.
Die Schilderungen der teilweise extremen psychischen Erfahrungen und physischen Ausnahmezustände der Marathonläufer während der verschiedenen Phasen des Laufs finde ich sehr gelungen und absolut authentisch.
Ich kann es kaum erwarten, den 2. Band in Händen zu halten und das liebenswerte „Traumteam“ Katz und Mayer in einem neuen, spannenden Kriminalfall ermitteln zu lassen!

FAZIT
Ein sehr unterhaltsamer und gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe mit einem außergewöhnlichen Ermittlerduo und viel Wiener Lokalkolorit!
Sehr spannend und zugleich humorvoll geschrieben! Absolut empfehlenswert!

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