Maren Graf: Todschreiber

 
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Maren Graf: Todschreiber
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783839218235

Informationen zum Buch

Seiten
373

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Eine Reihe von Selbstmorden bereitet Kriminalkommissarin Lena Baumann Kopfzerbrechen. Eigentlich scheinen die Fälle eindeutig zu sein, doch die mysteriösen Briefe ohne Absender, die bei den Toten gefunden wurden, geben Lena Rätsel auf. War es wirklich Selbstmord? Je tiefer Lena in die Ermittlungen eintaucht, desto mehr überkommt sie das Gefühl, dass sich jemand in die Köpfe der Opfer eingeschlichen hat.

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Todschreiber

Kriminalkommissarin Lena Baumann wird mit ihren Kollegen wegen eines Todesfalles gerufen. Alles deutet recht schnell auf einen Selbstmord des Toten hin. Doch Lena Baumann hat Zweifel an dieser Theorie. Sie sucht und findet einen Hinweis für eine andere Möglichkeit, denn in der Wohnung des Toten wird ein seltsam anmutender, handschriftlich verfasster Brief gefunden. Als es ein weiteres Todesopfer gibt und Lena auch dort einen, leider durchnässten und damit nicht mehr lesbaren, Brief findet, beisst sie sich in den Fall fest und lässt erst wieder los, nachdem sie ihren Chef und die Kollegen davon überzeugt hat, dass die Todesfälle eben keine Selbstmorde sind. Doch das alleine reicht noch lange nicht aus um zu klären was hier überhaupt los ist.

„Todschreiber“ ist aufgrund des zugrundeliegenden Themas ein ausgefallenes und wirklich lesenswertes Debüt. Lena Baumann ist eine sympathische Ermittlerin, die genau weiß was sie will, jedenfalls dienstlich. Sie will Wahrheit und Gerechtigkeit. Hierbei kann sie sich auf ihr sehr gutes kriminalistisches Gespür und ihren Blick für die kleinen Feinheiten, die ansonsten schon einmal gerne übersehen werden, verlassen. Sie kratzt nicht nur an der Oberfläche, sondern blickt auch hinter die Kulissen einer Fassade.

So kann dieser Kriminalroman auf ganzer Linie überzeugen und beschert dem Leser spannende Unterhaltung. Maren Graf hat ihren Krimi im schönen Kiel angesiedelt. Dies geschieht aber sehr dezent. So haben manche Plätze zwar Wiedererkennungswert, stören aber den nicht ortskundigen Leser keinesfalls.
Dieser Roman beweist was Worte bewirken können. Sie können unterhalten aber eben auch mehr. Der „Todschreiber“ tritt diesen Beweis an. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Spannung pur!

INHALT
Die Kieler Kriminalkommissarin Lena Baumann muss eine ungewöhnliche Selbstmord-Serie aufklären, bei der sich Menschen verschiedenen Alters wegen anonym abgesendeter Briefe umbringen.

MEINUNG
Maren Graf ist mit "Todschreiber" ein überaus spannendes und zugleich psychologisch höchst interessantes Krimi-Debüt gelungen. Als Leser wird man von der temporeichen Story regelrecht mitgezogen und ist schnell Feuer und Flamme. Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen.

Inhaltlich wird viel geboten. Der Fall überzeugt durch seine Andersartigkeit, vor allem die menschliche Psyche und deren Verführbarkeit/Manipulierbarkeit wird thematisiert. Wie können psychisch bereits etwas angeschlagene Personen mittels Briefen dazu gebracht werden, sich das Leben zu nehmen? Das hört sich zuerst unglaublich an, ist aber durch Hypnosemethoden möglich. In diesem Punkt kann der Leser noch einiges dazulernen. Mich hat die Thematik nicht mehr losgelassen. Als besonders gelungen empfand ich hierbei die Tatsache, dass die Autorin die Informationen zur Falllösung nur scheibchenweise an den Leser weiterreicht, so dass dieser nichts anderes als mitfiebern kann. Peu à peu wird man sich der Verschiedenartigkeit der einzelnen Selbstmordfälle bewusst. Kontinuierlich wird der Spannungsbogen sehr hoch gehalten und das Ende bzw. die Überführung des Täters überrascht. So muss ein guter Krimi sein!

Sprachlich kann die Autorin ebenfalls überzeugen. Der detail- und wortreiche Erzählstil reißt mit. Die Beschreibungen der Taten ufern nicht aus, sondern sind auf den Punkt formuliert. Hier sitzt einfach alles.

Das Cover konnte mich auf Anhieb überzeugen. Es wurde geradezu perfekt auf den Buchinhalt abgestimmt. Die blaue, verschmierte Tinte im Bildhintergrund verleiht dem Hauptmotiv, dem Kieler Rathausturm, eine verwunschene, spannungsreiche Aura.

FAZIT
Ein stark psychologisierender Krimi, der fesselt und mitreißt. Absolut lesenswert.

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Seit diesem Buch weiß ich, dass man bei einigen Briefen vorsichtig sein muss!

Hypnose durch Worte - das ist allseits bekannt und wird auch in der Medizin zur Traumabewältigung eingesetzt. Der Proband wird dadurch erneut in das traumatische Geschehen zurück versetzt, um es zu erleben, aus anderen Blickwinkeln zu begutachten und zu verarbeiten.

Hypnose durch das bloße geschriebene Wort, war mir bislang nicht bekannt. Doch auch als Leser lernt man immer wieder dazu!

Lena Baumann - Kriminalbeamtin mit selbst einigen Problemen in ihrem privaten Umfeld - plagen neue Fälle. Innerhalb kürzester Zeit werden zwei Suizide gemeldet. Die Opfer scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander gemein zu haben, doch Lena vermutet mehr dahinter. Einige Unstimmigkeiten bringen sie dazu, den Tatort des ersten Suizides genauer unter die Lupe zu nehmen und der guten Arbeit der Kollegen sei Dank, findet sie nicht nur auf einem Foto einen Hinweis, dieser wird ihr auch fast zeitgleich ins Büro gebracht. Unscheinbar lag unter einem Schrank ein Blatt Papier, ein Brief an den Toten, dessen Worte Lena Baumann noch mehr verwirren, aber sie auch zu der Annahme leiten, dass hier kein bloßer Suizid aus Verzweiflung heraus vorliegt. Lena ist sich sicher: hier geschah ein Mord! Ihre Theorie verfolgend, bleibt Lena an dem Fall und so findet sich auch am zweiten Tatort ein Hinweis auf einen weiteren mysteriösen Brief. Doch was genau wollte der Briefeschreiber? In welchem Verhältnis stand er zu den beiden Opfern? Und warum wurden bereits psychisch labile Menschen in den Tod getrieben, wo sie doch auf dem Weg der Besserung und auf der Rückkehr in ein normales Leben waren?

Fragen über Fragen, die Lena und ihre Kollegen verwirren, sie aber noch hartnäckiger und vehementer ermitteln lassen, bis sich eine Spur vor ihnen auftut, die sie nicht nur weitere Opfer des mysteriösen Briefeschreibers - von der Presse "der Todschreiber" getauft - finden lässt, sondern zugleich auch Lena selbst ihre eigene Zerbrechlichkeit vor Augen führt, bis hin zu einer tödlichen Falle.

Allein der Titel lässt hinter dem Roman ließ etwas richtig Gutes vermuten! Und man wird auch nicht enttäuscht! Zunächst kam mir der Gedanke "wie kommt man auf so eine Geschichte?", doch mit jedem Wort, jedem Satz und jeder Seite, die ich gelesen - nein, regelrecht verschlungen! - hatte, wurde ich von eben dieser immer mehr und mehr gefesselt, bis mir gar nichts anderes mehr übrig blieb, als das Buch in einem Rutsch durchzulesen! Mir war es gar nicht mehr möglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn ich war mitten im Geschehen, habe mit Lena ermittelt und habe sogar die Briefe vor meinen eigenen Augen gesehen und genau DAS macht einen guten Kriminalroman aus! Es geht nicht nur um Leichen und Ermittler, es geht um die Geschichte dahinter, um den Grund und den Nervenkitzel. An einigen Stellen hatte mich die Autorin sogar soweit, dass ich selbst ein Kribbeln gespürt habe, als ich die Briefe an die Opfer gelesen habe. Ich kann nur sagen: ein sehr gelungenes Buch und ich hoffe, dass die Autorin ihren Schreibstil und ihre Geschichten so beibehält! Für mich ist klar: sobald ein neues Buch von ihr erscheint, wird sich auch das auf meinen Kindle begeben.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

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