Marion Henneberg: Der achte Rabe

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Marion Henneberg: Der achte Rabe
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783765088148

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Schmerz zerriss ihm fast den Schädel.

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Die sieben Raben stand auf dem Cover, das mit düster aussehenden schwarzen Vögeln verziert war. Ich bin der achte Rabe, sagte er. Seit fünf Jahren hat Alexandra nichts mehr von ihrem Sohn Falko gehört. Er verschwand einen Tag nach seinem achtzehnten Geburtstag und hinterließ seiner Familie nur wenige Wörter: Sucht nicht nach mir! All ihre Hoffnungen auf ein Wiedersehen werden auf grausame Art vernichtet, als sie erfährt, dass Falko ganz in der Nähe seines Elternhauses im Stadtpark Zuffenhausen brutal erschlagen wurde. Nun will Alexandra dem Menschen auf die Spur kommen, der die Schuld an seinem Tod trägt. Doch damit stößt sie zunehmend auf Unverständnis bei ihrem Mann und ihrer Tochter. Sie entdeckt Dinge, die sie lieber nicht erfahren sollte und Stück für Stück bricht ihre bisherige Welt zusammen.

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Der achte Rabe

Vor fünf Jahren verschwand Falko Thalinger spurlos und hinterließ seinen Eltern lediglich die Nachricht, dass sie ihn nicht suchen sollen. Umso größer ist der Schock, als er nun erschlagen in der Nähe seines Elternhauses gefunden wird. Seine Mutter Alexandra will herausfinden, wie das Leben ihres Sohnes in den letzten fünf Jahren verlief und warum er sterben musste. Leider stößt sie mit ihren Nachforschungen bei ihrem Mann und Tochter auf zunehmendes Unverständnis.

Marion Henneberg, die ich bisher durch ihre spannenden historischen Romanen kannte, legt mit diesem Buch ihren ersten Kriminalroman vor, der in Stuttgart und Umgebung spielt. Wobei das Buch nicht nur ein Krimi ist, sondern auch ein Familiendrama. So stehen nicht die beiden Ermittler im Vordergrund, sondern vielmehr Alexandra Thalinger, die Mutter des ermordeten jungen Mannes.
Neben dem Mord geht es um Wahrheit und Verschweigen, Freundschaft und Liebe, Schuld und Verantwortung.

Als Falko vor fünf Jahren verschwand, hat Alexandra die Suche nach ihm in die Hand ihres Mannes gegeben. Nun überkommen sie Schuldgefühle, ob ihr Sohn noch leben könnte, wenn sie sich damals selbst aktiver darum gekümmert hätte. Daher will sie diesmal nicht locker lassen und auf eigene Faust herausfinden, was in den letzten fünf Jahren geschehen und wie Falkos Leben verlaufen ist. Dabei deckt sie einige Geheimnisse auf, die ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen. Man kann darüber diskutieren, ob es besser gewesen wäre, wenn sie sie nicht erfahren hätte, aber ich denke, lieber die Wahrheit erfahren, auch wenn es wehtut, als weiterhin einer Illusion aufzusitzen.

Lange Zeit konnte ich mich nicht auf Motiv und möglichen Täter festlegen, bis dann immer mehr Puzzleteile aufgedeckt wurden - das Ende des Buches hat mich nachdenklich zurückgelassen. Zum Schluss waren es mir beinahe ein paar Verwicklungen zu viel, aber dennoch wirkte es nicht übertrieben oder unlogisch.

Alexandra Thalinger hat mir in ihrer Entwicklung gut gefallen, wie sie sich von der passiven Ehefrau zu einer Frau mausert, die sich gegen ihre Familie durchsetzt und den Tod ihres Sohnes nicht ohne Nachfragen akzeptieren will. Auch wenn die beiden Ermittler Beate Friesing und Gerhard Körschner nicht im Vordergrund stehen, bekommt der Leser dennoch immer wieder einen tieferen Einblick in das Handeln und Denken der beiden. Mir hat dieses Team gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn es ein Wiedersehen mit ihnen geben würde.

Ich finde den Ausflug der Autorin in das Krimi-Genre gelungen und hoffe, dass es in dieser Richtung noch mehr von Marion Henneberg zu lesen geben wird.

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Wahrheit

Alexandra, die meistens aber nur Alex genannt wird, will um jeden Preis bei den Ermittlungen helfen, bei deren suche es um den Mörder ihres Sohnes Falkos geht. Eigentlich hat sie ihn schon fünf Jahre vorher verloren, als er nach seinen 18. Geburtstag einfach abgehauen ist. Ihr Mann hat zwar einen Privatdetektiv beauftragt ihn zu finden, aber es gab keine Spur, die man verfolgen konnte und irgendwann hat dann auch Alex aufgegeben. Ohne Falko gab es in der Familie fast keinen Streit mehr und es wurde einfach nicht mehr viel über ihn geredet.
Wir lernen Alex als hilflose und schwache Frau kennen und erleben wie sie täglich stärker wird und begleiten sie durch die Geschichte. Nach und nach kommen wir so hinter manche Familiengeheimnisse, die eigentlich tief vergraben hätten bleiben sollen und machen uns gedanklich selbst auf die suche nach dem Mörder. Ich fand diesen Krimi von Anfang an spannend und Marion Henneberg hat einen wirklich tollen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt.
Die Familie wurde gut beschrieben und die einzelnen Charaktere wurden gut herausgearbeitet, so das mich die Geschichte auch Emotional sehr berührt hat.
Für mich war es aber öfters nicht leicht, weil hier so viele Dinge passiert sind, die für mich selbst einfach "Unlogisch" erscheinen und das fängt schon mal damit an, warum ihr Sohn den Namen Falko bekommen hat. Zu oft ging mir der Satz durch den Kopf, "Das macht doch kein normaler Mensch" ...................................aber, das machen doch welche.
Das Ermittlerduo hat mir auch gut gefallen, aber die beiden hätten noch etwas mehr Farbe vertragen und blieben oft zu weit im Hintergrund.

Ich gebe eine klare Leseempfehlung für einen spannenden Krimi, der wirklich toll zu lesen ist.

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