Marsali Taylor: Mörderische Insel

Marsali Taylor: Mörderische Insel

 
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Marsali Taylor: Mörderische Insel
Untertitel
Ein Shetland-Krimi
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Trowie Mound Murders
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783746632612

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Zwei Tage, nachdem alles vorüber war, machte ich mich auf den Weg nach Bergen.

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Handlungsort

Region
Kontinent
Handlungsorte
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Zwei Luxusboote legen im Hafen von Brae auf den Shetland-Inseln an. Cass Lynch, leidenschaftliche Seglerin und Hobby-Ermittlerin, kann es sich nicht verkneifen, dem seltsamen Treiben der Besitzer dieser Schiffe nachzuspüren. Sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Da wird einer ihrer begabtesten Segelschüler tot aufgefunden. Ein Unfall war das wohl nicht. Doch zum Glück greift Detective Inspector Gavin Macrae aus dem schottischen Hochland ein.

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Gefährliche Shetlands

Cassie und ihr Kumpel Anders teilen sich Cassies Boot im Hafen von Brae als Unterkunft und führen ein gemütliches Leben. Die sommerliche Routine wird eines Abends durch gleich zwei Luxusjachten durchbrochen, die nebenan ankern, jede mit einem etwas seltsam agierenden Pärchen an Bord.

Vom ersten Teil, „Mörderische Brandung“ war ich begeistert, so dass ich mich schon direkt nach dem Lesen auf die Fortsetzung, „Mörderische Insel“, gefreut habe. Der Verlag hat sich wohl für eine Betitelung der Reihe mit „Mörderische …“ entschieden, ich finde das nicht so toll, das ist ein zu normaler Titelbeginn, um der Serie darüber ein Profil zu geben, trägt aber viel Verwechslungspotential für die einzelnen Bände untereinander in sich.

Inhaltlich bin ich allerdings vollkommen zufrieden mit dem Buch. Die Stärken aus dem ersten Band wurden beibehalten, es gibt jede Menge Landschaftseindrücke, die neugierig auf die abgelegenen Ecken Schottlands machen und da Cassie die erste Hälfte des Buchs hindurch gefühlt durchgängig Segelunterricht gibt, kam mir dieses Buch noch nautischer vor als sein Vorgänger. Das macht aber nichts, über die Details kann man gut hinweglesen, wenn man keine wirkliche Ahnung hat, was Spinnaker, halsen und sonstige Fachbegriffe bedeuten, man bekommt trotzdem die Freude am Segeln vermittelt.

Privat geht es diesmal weniger darum, ihre Vergangenheit zu bewältigen, sondern wie sie ihre Zukunft plant. Sie will eine Seefahrtsschule besuchen, um ein Patent zu erwerben, fühlt sich aber bereits im Vorfeld dadurch in ihren Möglichkeiten, jederzeit fortzusegeln, eingeschränkt. Nicht nur in Bezug auf die berufliche Zukunft, auch was ihr Beziehungsleben angeht, scheint ihr ein bisschen mehr Langfristigkeit mittlerweile angebracht. Dabei lässt die Autorin ihrer Figur jede Menge Zeit, einzelne Schritte zu überdenken, ohne dass sie dabei ihre Lebendigkeit verliert. Nur ein Teil der Nebenfiguren aus dem ersten Band nehmen wieder die gleiche Menge Raum ein, einige werden vernachlässigt bzw. sind abwesend, andere treten stärker in den Vordergrund. Die Entwicklung der Figuren über die Einzelbandgrenzen hinweg scheint mir bislang recht gelungen, ich freue mich schon darauf, in den Folgebänden zu lesen, wie es weitergeht.

Der Kriminalfall selbst ist wieder ein in sich abgeschlossener Fall, diesmal mit dem obligatorischen Mord als Folgeerscheinung anderer Verbrechen. Wer dabei mit wem gegen wen paktierte, vor allem wie die Hälften der beiden Pärchen genau in die Angelegenheit verwickelt waren, war mir etwas zu verworren, vor allem, da sie zunächst nur kurz auftauchten und ich sowieso ein Problem damit habe, mir die Namen von Figuren zu merken. Dafür erschien mir das Verbrechen an sich aber als schlüssig und wahrscheinlich beschriebenes Geschehen und bei den Ermittlungen störte mich nur dieser typische „ich will erst selbst alles herausfinden, bevor ich mit der Polizei rede“ – Ansatz, der aber glücklicherweise nicht völlig übertrieben wurde.

Insgesamt ist auch „Mörderische Insel“ ein Krimi bei dem das Gesamtpaket stimmt, Band 3, möge er zügig erscheinen, werde ich sicherlich ebenfalls lesen.

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Kriminelle Inselaktivitäten

Nach dem Trubel um den Mord auf einem Filmschiff ist bei Cass Lynch, der passionierten Seglerin von den Shetland-Inseln, wieder etwas Ruhe eingekehrt. Sie genießt es, in Ruhe auf ihrem Boot zu leben, und erteilt Segelunterricht für Kinder und Jugendliche.

Als gleich zwei fremde Yachten in ihrem Hafen anlegen, ist Cass' Neugier geweckt, und ziemlich bald ist sie sich mit ihrem derzeitigen Mitbewohner Anders und ihrem alten Freund Magnie einig, dass die beiden Pärchen, die mit den Booten unterwegs sind, ihnen irgendwie merkwürdig vorkommen. Bald ist von einem großangelegten Kunstdiebstahl die Rede. Während sich Cass noch fragt, ob oder wie die Neuankömmlinge damit zu tun haben, und ihren alten Bekannten Gavin Macrae von der Polizei einschaltet, gibt es auf der Insel einen tragischen Todesfall, bei dem es auch nicht mit rechten Dingen zugegangen zu sein scheint.

Cass Lynch, die mehr auf dem Wasser zu Hause ist als auf dem Festland, ist eine eher ungewöhnliche Ermittlerfigur und die Shetland-Inseln kein alltäglicher Krimischauplatz. Etwas sehr zufällig wirkt es schon, dass sie so kurz nach den letzten Ermittlungen, erneut in einen Kriminalfall hineinstolpert, aber das Problem besteht ja bei vielen Krimiserien, die sich außerhalb des herkömmlichen Polizeimilieus abspielen und ist zu vernachlässigen.

Dass Cass und ihre Freunde sofort sicher sind, dass mit den beiden Paaren auf den fremden Yachten etwas nicht stimmt, ist auch etwas weit hergeholt und lässt den Auftakt des Buches etwas konstruiert erscheinen, doch als sich tatsächlich Hinweise auf verdächtige Aktivitäten in einer kaum bewohnten Gegend der Insel verdichten, nimmt der Krimi Fahrt auf und segelt solide durch die stürmischen Gewässer der Ermittlungen, die für Cass und ihre Mitstreiter alles andere als ungefährlich sind.

Nebenbei behandelt Marsali Taylor auch Themen wie Heimat, Zugehörigkeitsgefühl und Vergangenheitsbewältigung. Dass Cass lieber Schiffsplanken als festen Boden unter den Füßen hat, wird dabei gelegentlich vielleicht ein wenig überbetont, bleibt aber doch im Rahmen des Glaubwürdigen.

Stilistisch ist auch der zweite Band ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Autorin wirft mit weniger nautischen Fachbegriffen um sich, beschreibt aber generell Sachverhalte häufig etwas umständlich, wobei schwerfällig wirkende Stellen womöglich auch der Übersetzung geschuldet sind, die mich nicht allzu sehr begeistert hat. (Die "Vliesjacke", die schon im ersten Band genervt hat, ist auch wieder da ...) Vielleicht wäre das Original von Band 3 mal zum Vergleich einen Versuch wert, denn nach dem etwas zähen Beginn mauserte sich das Buch zu einem soliden, spannenden Krimi, der auch - entgegen anfänglicher Befürchtungen - am Ende alle losen Fäden überzeugend verknüpft.

Gefehlt hat übrigens diesmal eine Karte der Inseln, die geholfen hätte, sich das Ganze geographisch besser vorstellen zu können.

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