Martin Lassberg: Steinroller

 
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Martin Lassberg: Steinroller
Untertitel
Der Steinzeit-Kommissar
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492060332

Informationen zum Buch

Seiten
240

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Wenn ein nackter toter Jäger, den man im Sumpfgras findet, ganz fürchterlich zerquetscht aussieht, ist meistens nur ein wütendes Mammut über ihn hinweggetrampelt.

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Ein ziemlich platt gedrückter Mensch liegt im Gras. Zertreten von einem Mammut? Sieht nicht so aus. Ermordet? Schon eher. Der erste Fall für den jungen Kommissar Steinroller hat es in sich. Zum Glück hat ihn irgendein Darwinistischer Zufall mit ziemlich viel Grips ausgestattet. In einer Welt, in der Konflikte immer noch mit der Keule ausgetragen werden, eher ein Problem. Aber nützlich, wenn man eine Frau liebt, die Intelligenz erotisch findet. Und wenn man herausfinden will, wer den eigenen Stamm bedroht. Auf der Jagd nach dem Täter macht Kommissar Steinroller seinem Namen alle Ehre und vollbringt nebenbei eine historische Tat: die Aufklärung des ersten Mordfalls der Menschheitsgeschichte.

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Unterhaltsames und modernes Steinzeitabenteuer

Einst in der Steinzeit: Eine plattgedrückte Leiche liegt im Gras - doch warum ist kein Blut zu sehen? Auch persönliche Gegenstände, die das Opfer immer bei sich trug, fehlen. Der junge, intelligente Höhlenmaler Steinroller wird zum ersten Kommissar der Weltgeschichte ernannt, um diesen Mordfall aufzuklären. Zur Seite stehen ihm seine Frau Weichhaar und sein Assistent Otterfang, ein Meister im Spurenlesen.

Das fröhliche, bunte Cover mit dem Mammut, das an Manny aus den Ice-Age-Filmen erinnert, machen bereits deutlich, dass man in dem Buch weniger mit einer realitätsgetreuen Beschreibung des Lebens in der Steinzeit und mehr mit einem spaßigen und verrückten Abenteuer rechnen darf. Der Schreibstil des Autors ist locker und lässt sich angenehm flüssig lesen. Die größte Stärke des Buches ist allerdings die Verknüpfung zwischen moderner Welt und Steinzeit und die kleinen Anspielungen auf zukünftige Entwicklungen, die es immer wieder gibt.

Es tauchen viele moderne Begriffe und Verhaltensweisen auf: So gibt es den schwulen Modedesigner, der von der Sippe für seinen "Fummel" eher belächelt wird und der eine große Handtaschensammlung besitzt oder auch eine Veganerin, die versucht, andere von ihrem Lebensstil zu überzeugen. Steinroller muss sich neben seinen Ermittlungen mit sehr neuzeitlichen Problemen wie Gaffern, Drogenabhängigen und der bösen Schwiegermutter herumschlagen. Wie nebenbei werden dann im Laufe der Handlung bedeutende Erfindungen gemacht, wie z.B. das Taschenmesser, das Fernglas oder das Spiel "Jäger ärgere dich nicht".

Gut gefallen haben mir auch die witzigen, sprechenden Namen, die Aussehen oder Eigenschaften der Figuren widerspiegeln: Löwenkopf ist ein Mann mit auffällliger Haarpracht, Speerschleuderer der beste Jäger der Sippe und Blumenblatt die oben angesprochene Veganerin. Auch der Name Weichhaar spricht für sich selbst.

Die Hauptfiguren waren mir schnell sympathisch und ich habe mich beim Lesen keine Sekunde gelangweilt. Die viele lustigen Kleinigkeiten erinnern an die Bücher von David Safier und ich bin mir sicher, dass man beim erneuten Lesen noch mehr Anspielungen auf die heutige Zeit entdeckt. Die witzige Art, auf die in dem Buch viele Stereotype verarbeitet werden, kann allerdings durchaus auch zum Nachdenken über unsere aktuelle Gesellschaft anregen. Die ganze Geschichte ist gleichermaßen niedlich wie lustig, so dass die Aufklärung des ersten Mordfalls der Menschheitsgeschichte schon fast zur Nebensache wird. Doch auch dieser wird schließlich gelöst und die Auflösung brachte mich erneut zum Schmunzeln.

Alles in allem handelt es sich bei "Steinroller" um eine wirklich unterhaltsame, kurzweilige Geschichte für zwischendurch, die vor allem durch die Verbindung von steinzeitlichem Setting und Bezügen zu unserer Zeit aus der Masse der humorvollen Bücher hervorsticht. Ich habe viel gelacht und empfehle das Buch gerne weiter.

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Steinzeitmord

Steinroller ist der Sohn des Stammesoberhauptes und ein Steinzeitmensch, der etwas anders ist als die anderen. Er liebt die Höhlenmalerei und geht nicht gerne auf die Jagd. Als ein Stammesmitglied plattgedrückt aufgefunden wird, erwacht sein kommissarischer Instinkt. Mit Zustimmung seines Vaters macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Mit dabei sind seine Freundin Weichhaar und Otterfang, ein kräftiger Freund, der besonders gut im Spurenlesen ist.

Mit dem Buch "Steinroller" hatte ich eine Menge Spass. Alleine schon das Setting, ein Mord in der Steinzeit, der aufgeklärt werden soll, hat mich neugierig gemacht.

Dann die Personen, die man kennen lernt. Weichhaar ist die Freundin von Steinroller und steht total auf seine Intelligenz. Sie selbst ist Erfinderin und hat zum Beispiel den Vorläufer des Taschenmessers entdeckt.
Otterfang der Spurenleser hat eine ganz spezielle Art, Hinweise zu analysieren, etwas eklig aber sehr effektiv.
Dann trifft man unter anderem noch einen schwulen Lendenschurzhersteller, der seinen Produkten ein besonderes Design angedeihen lassen will, was bei den einfachen Steinzeitmenschen nicht unbedingt gut ankommt. Man lernt eine Veganerin kennen und auch Drogen waren damals schon ein Problem.

Auch in der Steinzeit gab es Gier, Neid und Eifersucht. Der Autor versteht es, die damalige Lebensweise mit den Problemen und Bedürfnissen humorvoll darzustellen und zugleich noch den ersten Mord in der Menschheitsgeschichte aufzuklären.

Ich hatte während des ganzen Buches ein Lächeln auf dem Gesicht. "Steinroller" ist ein sehr unterhaltsames und humorvolles Buch,das zugleich noch einen Einblick in das Leben in der Steinzeit gewährt. Übrigens war Steinroller und seinen Sippenmitgliedern damals schon klar, dass die Neandertaler aussterben werden, die waren einfach ziemlich dumm.

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