Mary Kubica: Pretty Baby

 
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Mary Kubica: Pretty Baby
Untertitel
Das unbekannte Mädchen
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Pretty Baby
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783959670333

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Als ich sie das erste Mal sehe, steht sie auf dem Bahnsteig an der Fullerton Station und hält in ihren Armen fest umklammert einen Säugling.

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Handlungsort

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Schon immer hat Heidi Wood sich oft und gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und deren Baby mit nach Hause bringt, geht sie eindeutig zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine Tochter – und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten und sich damit unaufhörlich weiter von ihrer eigenen Familie zu entfernen.

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Sprache & Stil 
 
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Einen tiefen Einblick

in das Innerste der Protagonisten offenbart dieses bewegende Buch. Also alles andere als ein Action-Thriller und Liebhaber selbiger sollten das Buch daher auch meiden wie der Teufel das Weihwasser - es sei denn, sie haben zusätzlich ein Faible für die leisen Töne.

Worum es geht: die engagierte Heidi Wood, ein Gutmensch reinster Couleur, setzt sich seit Jahren beruflich für die Schwächsten der Schwachen ein - und das tut sie so engagiert, dass ihre Aktivitäten nicht selten ihr Privatleben einbeziehen. Seien es winzige Kätzchen, die sie aufgabelt und als neue Familienmitglieder etabliert oder einfach zahllose Überstunden, die sie in der sozialen Einrichtung, in der sie in ihrer Heimatstadt Chicago tätig ist, schiebt - Ehemann Chris und Tochter Zoe haben nur zu oft darunter zu leiden, vor allem weil sie Heidis Begeisterung nur selten - eigentlich nie - teilen können.

Nun aber toppt sie sich quasi selbst und schleppt die junge Willow, ein obdachloses junges Mädchen mit Baby zu Hause an und gewährt ihr Obdach und das, obwohl Willow selbst gar nicht so scharf darauf ist. Doch bald muss sich ganze Haushalt nach ihr richten - halten Christ und Zoe, die durchaus ihren eigenen Kopf haben, das aus?

Ein Plot, der nicht allzuviel hermacht. Doch Mary Kubica schreibt einfach wunderbar und bringt eine Menge Spannung in die Alltagsproblematik. Zudem wird durch den Stil - es wird aus verschiedenen Perspektiven, aus der Sicht von Heidi, von Willow und von Chris erzählt - eine besondere Dynamik eingebracht. Trotz der eher leisen Töne ist das Buch völlig frei von Längen, im Gegenteil, ich empfand es als ungewöhnlich fesselnd und auf eine gewisse Art auch faszinierend.

Denn im Verlauf der Geschichte offenbart sich so einiges Überraschende, vieles ist dann doch anders, als es scheint. Ein oft trauriges, doch aus meiner Sicht dennoch nicht deprimierendes Buch, denn die Autorin versteht es, den Leser auf eine sehr angenehme Art aus den allertiefsten Verstrickungen der Geschichte herauszuhalten und - auch wenn es hart zugeht - ganz ohne Hoffnung verbleiben wird.

Eine ausgesprochen lohnens- und empfehlenswerte Lektüre, die ich jedoch keineswegs als Thriller, sondern vielmehr als Psychogramm klassifizieren würde!

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Einblicke in menschliche Abgründe...

Das ungewöhnliche Cover und der spannende Klappentext ließen mich auf das Buch aufmerksam werden. Besondere Erwartungen hatte ich vor Lektürestart nicht, so dass ich unvoreingenommen mit dem Lesen begann.

In der Geschichte geht es hauptsächlich um die Frauen Heidi und Willow, die durch ihre erste Begegnung miteinander verbunden sind. Heidi sieht die junge, ausgehungerte Frau mit Kind und lädt sie zu sich nach Hause ein. Ihr Ehemann Chris und ihre Tochter Zoe sind wenig begeistert von dem neuen Gast, der immer mehr bestimmt was im Haus geschieht. Wie lange wird die Familie das aushalten und was hat Willow für ein Geheimnis?

Die Handlung wird uns gleich über mehrere Perspektiven nahe gebracht. So erleben wir durch Chris und Heidi die aktuellen Geschehnisse, während Willow stets aus ihrer Vergangenheit plaudert.

Heidi fand ich anfänglich etwas seltsam, aber mit der Zeit hat man Verständnis dafür, dass sie im Helfen ihre Passion gefunden hat. Es ist sicher nicht leicht oft alleine zu sein, wenn der Ehemann so erfolgreich ist und oft nicht daheim ist.

Willow war mir bereits bei der ersten Begegnung unheimlich. Ja ich hatte auch Mitleid mit ihr, aber irgendwie hat mir mein Bauchgefühl gesagt, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Als dann ihr Geheimnis ans Tageslicht kommt, war ich mehr als nur geschockt, denn damit hatte ich ganz und gar nicht gerechnet.

Das Schicksal beider Frauen berührt und regt zum Nachdenken an. Ich habe mich oft gefragt, wie ich an deren Stelle gehandelt hätte.

Das Buch hat sich für mich nicht wirklich wie ein Thriller angefühlt, sondern eher wie die Darstellung eines Lebens, das völlig aus den Fugen geraten ist. Trotzdem ließ sich das Geschriebene ungemein spannend lesen und es kam nie Langeweile auf.

Fazit: Wer etwas für besondere Schicksale übrig hat, der wird dieses Buch mögen. Wer eher auf blutige Details steht, der wird enttäuscht sein. Ich spreche gern eine Leseempfehlung aus, denn ich hatte diverse Gänsehautmomente beim Lesen und bin froh, dass mein Leben anders läuft. Gelungen!

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Menschliche Abgründe

Heidi Wood ist ein Mensch, der immer gerne hilft. Daher ist es kein Wunder, dass sie sich um eine junge Obdachlose kümmert, welche ihr auf dem Weg zur Arbeit aufgefallen ist. Das Mädchen war nass vom Regen, hatte zerrissene Kleidung an und ein Baby bei sich. Sie bringt Willow mit nach Hause und erregt damit den Unmut von ihrem Mann Chris und Tochter Zoe. Doch Heidi setzt sich durch und Willow bleibt, aber sie gibt kaum etwas von sich preis. Nun aber beginnt sich Heide zu verändern. Ins Büro geht sie nicht mehr und von Chris und Zoe entfernt sie sich immer mehr.
Wer ist das Mädchen? Woher kommt es? Was verbirgt es? Chris beginnt Nachforschungen anzustellen, weil er sich Sorgen um seine Familie macht. Aber ist es vielleicht schon zu spät?
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und wir lernen so Heidi, Chris und Willow gut kennen. Dass die Kapitelüberschriften den Namen des jeweiligen Erzählers tragen, vereinfacht die Sache. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und wirken authentisch, aber ich konnte mit keinem mitfühlen.
Das Buch wird als Thriller angepriesen, aber für mich fehlte der „Thrill“. Es geht mehr um die psychologischen Hintergründe. Endlos lang passierte kaum etwas. Einzig die Erlebnisse und Sichtweisen Willows machen die Geschichte einigermaßen interessant. Aber Spannung kommt sehr lange nicht auf. Erst zum Ende hin gibt es einige Überraschungen, die den Gesamteindruck allerdings nicht mehr großartig verändern können.
Das Buch ist nicht schlecht, aber meine Erwartungen wurden nicht erfüllt.

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