Walter Satterthwait: Miss Lizzie

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Walter Satterthwait: Miss Lizzie
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Miss Lizzie
ISBN-13
9783423200561

Informationen zum Buch

Seiten
332

Serieninfo

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Amanda, das Nachbarskind, weiß, daß Lizzie Borden ihre Eltern bestialisch ermordet haben soll. Und auch, daß Miss Lizzie seinerzeit mangels Beweisen freigesprochen wurde. Eines Tages begegnen sich die beiden...

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Lizzie Borden took an axe,

And gave her mother forty whacks,

When she saw what she had done,

She gave her father forty-one.

Jedes Kind kennt diesen Reim, und doch wurde Lizzie Borden, als sie des Mordes an ihrem Vater und ihrer Stiefmutter angeklagt war, von der damaligen Jury freigesprochen. Ein weiblicher OJ Simpson? Gras ist noch lange nicht über die Sache gewachsen, doch nun erholt sich Miss Borden von den Strapazen in Fall River sommers am Meer. Dort lernt sie die junge Amanda kennen, die mit Vater, Bruder und ungeliebter Stiefmutter im Haus nebenan wohnt. Mehrere Wochen nachdem die beiden ungleichen Frauen Freundschaft geschlossen haben, wird Amandas Stiefmutter brutal zu Hause umgebracht und Miss Lizzie gerät unter Verdacht.

Zu Walter Satterthwaits Vorlieben zählt die Eigenschaft, historische Figuren in seinen Romanen Platz einzuräumen. Lizzie Borden ist wohl eine der unheimlicheren Figuren, die er sich aussuchte. Tatsächlich wurde die Anklage gegen die junge Frau wegen mangels an Beweisen fallen gelassen. Bis heute weiß niemand, ob sie ihre Eltern tatsächlich ermordet hat. Und genau so wird sie auch von Walter Satterthwait dargestellt: Als Mensch, der eine grauenvolle Tat begangen haben könnte, der jedoch auch menschliche - und liebenswerte - Seiten in sich trägt. Die Freundschaft zu Amanda gibt ihr Wärme, die jedoch immer von einer gewissen Skurrilität überschattet wird.

Der Kriminalfall wird sehr spannend aufgebaut und die Hauptprotagonisten - allen voran die beiden Freundinnen - muten wie eine Kombination aus Miss Marple und Sherlock Holmes an. Die Lösung bleibt bis zum Schluß eigentlich fast unklar, obwohl man sich bereits früh einiges zusammenreimen kann. Das Buch lebt von seinen humorvollen Dialogen, die aber immer mit einem Schuß Ernsthaftigkeit gewürzt sind. So kann es einem passieren, dass man das Buch beendet hat, obwohl man erst damit begann. Abgerundet wird es noch durch einen wunderbaren Epilog, in dem der Autor durch seine Figuren durchblicken lässt, ob er Miss Lizzie nun tatsächlich für eine Mörderin hält oder nicht.

Ganz klar: Für jeden Krimifan ein Muss, für jeden Leser eine Bereicherung.

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Jedes Kind in ganz Neuengland, ja in den ganzen USA, kennt den berühmten Knittelvers:

Lizzie Borden mit dem Beile

Hackt Mama in 40 Teile.

Das Ergebnis freut sie sehr,

Bei Papa wird's ein Teil mehr.

Genau diese Lizzie, der der Mord an ihren Eltern nie bewiesen werden konnte, schließt im Jahre 1921 eine eigenartige Freundschaft mit der dreizehnjährigen Amanda. Bald wird deren Stiefmutter ermordet aufgefunden, ermordet mit einem Beil...genau wie Lizzies Eltern damals. Die Jagd nach dem Täter/der Täterin beginnt und Miss Lizzie versucht, ihre Unschuld zu beweisen.

Da ich schon vor Beginn des Buches wußte, daß Elizabeth Borden wirklich existierte und des Mordes an ihren Eltern angeklagt war, bin ich mit gemischten Gefühlen ans Lesen gegangen. Ihre persönliche Geschichte wird in dem Krimi, in dem ja eigentlich Amanda die Hauptfigur ist, immer wieder thematisiert. Manchmal erscheint Lizzie sehr liebenswert, aber bei einigen Gelegenheiten erschien sie mir auch regelrecht unheimlich. Gegen Ende läßt auch der Autor keinen Zweifel an seiner ganz persönlichen Meinung zum Borden-Prozeß.

Der Kriminalfall um Amandas Stiefmutter ist sehr spannend aufgebaut, die Schreibweise schön flüssig und somit gut zu lesen. Die Auflösung kam für mich vollkommen überraschend, obwohl ich im nachhinein zugeben muß, daß ich mit etwas Aufmerksamkeit selbst den Mörder hätte überführen können.

Alles in allem ein sehr gelungener Krimi, den ich sehr empfehlen kann.

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