Arne Dahl: Misterioso

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Arne Dahl: Misterioso
Verlag
ET (D)
2002
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Misterioso
ET (Original)
1999
ISBN-13
9783492239929

Informationen zum Buch

Seiten
345

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Etwas lag in der Winterluft.

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Handlungsort

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Kaum ist Paul Hjelm, Inspektor der Stockholmer Polizei, zur Sondereinheit für besonders schwierige Fälle berufen worden, da hat er es schon mit einem kaltblütigen Serienmörder zu tun: drei unbescholtene Geschäftsleute - hingerichtet mit Kopfschüssen aus nächster Nähe, nach einem präzisen Ritual. Eine erste Spur, die zu einer Geheimloge führt, erweist sich als Sackgasse. Ist womöglich die russische Mafia in die Morde verwickelt? Doch dann die heiße Spur: ein Jazzstück mit dem bezeichnenden Titel "Misterioso" ...

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Kommissar Paul Hjelm ist nach einem "Vorfall" vom Dienst suspendiert und hadert mit sich selbst. In dieser angespannten Lage bekommt er unerwartet eine zweite Chance und wird in die neu gegründete "A-Gruppe" berufen, ein Expertenteam, das landesweit zur Aufklärung besonders brisanter Kriminalfälle eingesetzt werden soll. Die Gruppe hat auch gleich ihren ersten Auftrag - zwei einflussreiche Geschäftsmänner sind auf exakt dieselbe Weise getötet worden und es steht zu befürchten, dass es zu weiteren Morden kommt.

Während das bunt zusammengewürfelte Team noch versucht, sich aufeinander einzustellen, ist also Fingerspitzengefühl und gute Recherche gefragt, um erneute Mordanschläge zu verhindern, doch das ist leichter gesagt als getan. Die Zusammenhänge zwischen den Morden sind zwar offensichtlich, aber Motiv und potentieller Täter vollkommen unklar.

Hinzu kommen auch noch massive Probleme in Pauls Privatleben. Unruhige Zeiten für den Kommissar.

Der Auftakt zu Dahls Romanen um die A-Gruppe liest sich anfangs gut. Interessant ist die Gruppendynamik im neu geschaffenen Ermittlungsteam, wo sehr unterschiedliche Einstellungen und Persönlichkeiten aufeinanderprallen und jeder erst einmal seinen Platz finden muss. Der Mordfall an sich nervte mich von Beginn an ein wenig - wahrscheinlich habe ich inzwischen schon viel zu viele Serien-/Ritualmörderkrimis gelesen. Auch das problematische Privatleben des Hauptprotagonisten ist schon fast obligatorisch und berührte mich eher wenig, zumal es zwischen Paul und seiner Frau ziemlich am Anfang eine echt eklige Szene gab.

Einige Leser der "A-Gruppen"-Reihe bemängeln, dass es wenig Identifikationspotential gibt, weil es so viele Ermittler und keine echte Hauptfigur gibt. Das störte mich gar nicht so sehr, allerdings hätte ich auf ein paar Phantasien Pauls über seine Teamkollegin gut verzichten können.

Der erst durchaus spannende Kriminalfall wurde dann so verworren und konstruiert, dass ich immer mehr das Interesse verloren und am Ende eigentlich nur mehr quergelesen habe. Die späteren Bände der Reihe fand ich deutlich besser.

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Inhaltsangabe:

Inspektor Paul Hjelm wird bei seinem Einsatz in einem Geiseldrama unfreiwillig zum Medienhelden. Damit fällt er der Reichskripo auf und wird zu einer Sondereinheit, der „A-Gruppe“ gerufen, welche den Mord an zwei Geschäftsleuten aufklären soll. Die Zeit drängt, denn die beiden Opfer wurden nach dem gleichen Schema getötet und alles deutet darauf hin, dass der Täter noch weiter morden wird.

Paul Hjelm und die übrigen Mitglieder der Sondereinheit stürzen sich in die Arbeit, doch alle Spuren weisen in völlig verschiedene Richtungen. War es ein Racheakt der Freimaurerloge, bei der beide Opfer Mitglied waren? Dagegen deuten die Kugeln, mit denen geschossen wurde, auf die russisch-estnische Mafia. Wie viele reiche Geschäftsleute waren die beiden Opfer auch Mitglieder in elitären Segel- und Golfclubs, findet man hier das Motiv für die Taten? Völlig verwirrend erscheint zusätzlich die seltene Aufnahme eines Jazzstückes mit dem Titel „Misterioso“, das beim dritten Toten gefunden wird und das der Mörder abgespielt haben muss, während er auf sein Opfer wartete ...

Der Roman spielt in der heutigen Zeit in Schweden und ist der erste Band der Reihe um die „A-Gruppe“.

Der erste Satz:

„Etwas lag in der Winterluft.“

Meine Meinung zum Buch:

Arne Dahl präsentiert hier eine sehr komplexe Geschichte, für die man beim Lesen aufmerksam bleiben muss, sonst entgehen einem etliche Hinweise und Begebenheiten, die am Ende wichtig werden können. Das war zunächst auch mein Problem: ich neige dazu, schlampig und flüchtig zu lesen und musste deshalb manchmal zurückblättern, um einzelne Passagen noch einmal nachzulesen.

Ich liebe Krimis, in denen die Ermittlungsarbeit eine wichtige Stelle einnimmt, und kam mit „Misterioso“ damit voll auf meine Kosten. Denn die Polizeiarbeit, das Verfolgen der Spuren, das Interpretieren und die Suche nach einem gemeinsamen Nenner wird sehr ausführlich beschrieben. Ich habe das Gefühl, dass der Autor hier sehr gut recherchiert hat, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Arbeit der Polizei zumindest sehr ähnlich abläuft – von ein paar wenigen Punkten abgesehen, die ich der dichterischen Freiheit zuordne, ohne dass sie aber störend auffallen.

Die Personen sind ebenfalls sehr gut beschrieben. Jedes Mitglied der „A-Gruppe“ hat eine eigene Persönlichkeit, einen eigenen Charakter und eine individuelle Vergangenheit, welche sie in diese Sondereinheit gebracht hat. Im Laufe der Geschichte erfährt man damit recht viel über die jeweiligen Mitglieder, was sie sympathisch werden lässt oder was zumindest dazu führt, dass man ihr Verhalten versteht. Komischerweise ist Paul Hjelm, die Hauptperson der Geschichte, mir weitgehend fremd geblieben, obwohl er doch den größten Anteil an den Charakterisierungen bekommt. Aber irgendwie ließ mich seine Geschichte kalt und ich hatte bei ihm kein Bild vor Augen. Im Gegensatz zu den Erlebnissen seiner Kollegen Viggo Norlander, der eine echte Katharsis durchmacht und Arto Söderstedt, dessen Vergangenheit und Schuldgefühle sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben wurden.

Das Buch hält die Spannung sehr gut, was auch durch die vielen falschen Spuren, welche der Autor gelegt hat, unterstützt wird. Oft meinte ich, zu wissen, aus welcher Ecke Motiv und Täter kommen, aber dann tauchten wieder neue Spuren auf, die absolut logisch in eine völlig andere Richtung zeigten, so dass ich zum Schluss das Mitermitteln aufgab und gespannt wartete, was mir der Autor schließlich präsentieren würde.

Vom Stil her ist das Buch sehr gut und nicht zu einfach geschrieben. Es verfolgt die Geschehnisse chronologisch ohne sehr große Zeitsprünge, was den Lesefluss unterstützt. Ich konnte zwar nicht so lange wie sonst in dem Buch lesen und musste es ab und zu zur Seite legen, was ich auf die Komplexität der Geschichte zurück führe – hier brauchte ich eben manchmal eine Pause, um das Gelesene zu verdauen und einzuordnen.

Ein toller Ermittlerkrimi – mit leichtem Punktabzug für die Figuren, zu denen ich manchmal keine Nähe entwickeln konnte.

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