Alan Bradley: Mord im Gurkenbeet

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Alan Bradley: Mord im Gurkenbeet
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Sweetness at the Bottom of the Pie
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783442376247

Informationen zum Buch

Seiten
400

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Im Wandschrank war es so dunkel, und die Dunkelheit hatte die Farbe von altem Blut.

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Handlungsort

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Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ...

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Mord im Gurkenbeet

Eine schlaflose Nacht beschert der kleinen Flavia die Begegnung mit einem sterbenden Mann im Garten. Die Polizei macht für diesen Toten ausgerechnet Flavias Vater verantwortlich. Die Elfjährige glaubt jedoch fest an dessen Unschuld, obwohl sie genau weiß, dass ihr Vater erst am Vorabend just mit den Toten einen fürchterlichen Streit hatte. Flavia macht sich daran, die wahren Hintergründe zu erforschen und Inspektor Hewitt bei den Nachforschungen die Butter vom Brot zu nehmen.

Flavia ist eine vorwitzige Göre, die die typischen Probleme mit ihren großen Schwestern bewältigen muss: Geklaute Pfefferminzbonbons, heimtückisches Einsperren und bissige Kommentare. In einer Hinsicht jedoch ist Flavia allen überlegen: Sie hat ein Händchen für Chemie und verbringt ihre freie Zeit am liebsten in einem Labor, das einer ihrer Vorfahren im großen Herrenhaus von Buckhshaw eingerichtet hat. Ihre besondere Vorliebe gilt den Giften und sie kann so ziemlich alle bekannten Synthesen aus dem Gedächtis abrufen und hat nicht wenige auch schon selbst durchgeführt. Mit derselben Akribie, die sie im Labor an den Tag legt, fängt Flavia an, überall Fragen zu stellen und scheut sich auch nicht, die alte Schule ihres Vaters ins Visier zu nehmen - immerhin eine reine Jungenschule der 1950er Jahre, in die sie sich einschleichen muss.

Die Figur Flavia ist von der ersten Seite an sympathisch. Zwar ist sie mitunter eine arge Nervensäge, aber sie hat Witz und Intelligenz und eben eine ganz ungewöhnliche Vorliebe für Chemie. Außerdem wird sie gerne unterschätzt. Jeder geht zum Beispiel davon aus, dass der Leichenfund ein grausiges Ereignis für die kleine Kinderseele war. Doch tatsächlich siegen bei Flavia Neugier und Forscherdrang: "Ich würde gerne behaupten, dass ich mich gefürchtet hätte, aber das stimmt nicht. Ganz im Gegenteil. Es war das mit Abstand Spannendste, was ich je erlebt hatte." Damit weicht Flavia in jeder Hinsicht wohltuend von den Ermittlerfiguren ab, die ich kenne.

Allerdings sollte man Flavia auf Grund ihres Alters nicht unbedingt der gleichaltrigen Tochter vorlegen. Als Kinderbuch habe ich Flavia nicht empfunden; es ist vielmehr ein Krimi mit ungewöhnlicher Besetzungsliste. Und es ist eine Leseempfehlung. Auf die kleinen Chemie-Vorträge im Folgeband freue ich mich jetzt schon und außerdem bin ich neugierig, wie Inspektor Hewitt mit Flavia nach seinen Erfahrungen in diesem Mordfall umgehen wird.

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Ganz nett ;-)

Aufgrund der vielen positiven Rezensionen zu diesem Buch war ich auch neugierig. Allerdings bin ich nun doch etwas enttäuscht.

Die Figur der Flavia de Luce, eines elfjährigen Mädchens im England von 1950, das sich über alle Maßen für die Chemie begeistert und auch ein super eingerichtetes Labor hat, hat mir zwar sehr gut gefallen. Sie versteht es, sich gegen ihre älteren Schwestern zu behaupten und durch Sherlock-Holmes-mäßige Überlegungen einen Mordfall aufzuklären. Dabei benimmt sie sich immer höflich. Na gut, ihren Schwestern gegenüber nicht so höflich. Aber ihr Wissen und ihr allgemeiner Überblick über Situationen ist für eine Elfjährige schon sehr aufgesetzt. Trotzdem versprüht sie mit ihren altklugen Äußerungen einen gewissen Charme, was den Reiz des Buches ausmacht. Hier steckt eine gehörige Portion britischer Humor drin.

Dennoch habe ich mich von Zeit zu Zeit etwas beim Lesen gequält. Es passiert nämlich nicht besonders viel, das heißt, es wird relativ wenig gehandelt. Dafür wird viel erzählt und beschrieben, was auf Dauer etwas eintönig und langweilig wirkt.

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Flavia ist elf und lebt mit ihrem verwitweten, in sich gekehrten Vater und ihren doofen großen Schwestern Ophelia (die vorwiegend Jungs und Make-up im Kopf hat) und Daphne (die sich fast ausschließlich in ihren Büchern verkriecht) auf Buckshaw, dem Familiensitz der altehrwürdigen de Luces. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in ihrem gut bestückten Chemielabor auf dem Dachboden, das einer ihrer Vorfahren eingerichtet hat, und verfügt über fundierte Kenntnisse über chemische Verbindungen, Methoden und ... Gifte.

Eines frühen Morgens entdeckt sie im Gurkenbeet des großen Gartens eine Leiche. Naja, fast. Als sie über den fremden Mann stolpert, lebt er noch, haucht aber kurz darauf seinen Geist aus, und Flavia fragt sich, wie er a) zu Tode und b) ins Gurkenbeet gekommen ist.

Wenig später wird ihr Vater unter Mordverdacht verhaftet, und nun ist ihr erst recht daran gelegen, auf eigene Faust herauszufinden, wer der Tote war, warum er auf Buckshaw getötet wurde und was genau ihr Vater mit der ganzen Sache zu tun hat, denn ihre heiße Spur führt geradewegs in dessen Vergangenheit.

Flavia ist eine Heldin nach meinem Geschmack - eine entzückende kleine Klugscheißerin, die für ihr Alter ganz schön schlau und gewitzt ist und sich von niemand die Butter vom Brot nehmen lässt. Dass sie ein bisschen zu gebildet ist, als man es selbst einer cleveren Elfjährigen zutrauen würde, ist mir hier und da aufgefallen, aber weil ich sie als Erzählerin einfach so erfrischend frech und witzig fand, hat mich das gar nicht weiter gestört. Der schräge Humor des ganzen Buches ist genau mein Ding (so viel habe ich beim Lesen schon lange nicht mehr gelacht), ebenso wie die Vielfalt skurriler Gestalten und der verzwickte Kriminalfall, der mir bis zur gelungenen Auflösung Rätsel aufgegeben hat.

Mindestens genauso viel Freude wie die Lösung des Falles hat mir aber das ganze Drumherum gemacht, vor allem Flavias blühende Phantasie und ihre Gedanken über Gott und die Welt. Alan Bradley - der, seiner very British anmutenden Schreibe zum Trotz Kanadier ist - hat hier einen wirklich herrlichen Serienauftakt zustandegebracht, und ich kann es kaum erwarten, Flavia und Co. in ihrem nächsten Fall zu erleben.

Die Übersetzung hat ebenfalls eine Erwähnung verdient, die fand ich nämlich ausnahmsweise einmal wirklich gelungen.

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Mord im Gurkenbeet

Die junge Flavia de Luce ist ein kluges Mädchen mit einer Vorliebe für Chemie, das ständig mit ihren Schwestern im Streit liegt. Eines Morgens findet sie im Gurkenbeet das Opfer eines Giftmords und als plötzlich ihr Vater der einzige Verdächtige der Polizei zu sein scheint, liegt es an ihr, die Wahrheit herauszufinden.

Das Buch kam mit guten Empfehlungen von einer Freundin und hat durchaus nicht enttäuscht. Ich habe eine Schwäche für naseweise, außergewöhnliche Gören und so habe ich Flavias Schritte und Überlegungen mit Interesse verfolgt. Dabei hatte ich auch kein Problem damit, dass ihre Sprache schon recht erwachsen wirkt, im Gegenteil nehme ich ihr das ohne Weiteres ab. Gerade aber ihre Faszination für Chemie hat es mir angetan und so kann Flavia ganz allein den Roman über unterhalten. Auch durch die Streiche mit ihren Schwestern gewinnt sie noch an Tiefe - hier hat mir besonders gefallen, dass sie keineswegs nur das arme Opfer ist, sondern auch ihre Tricks teilweise recht heftig (und das nicht im positiven Sinne!) sind.
Der Fall war nicht ganz ohne und es gab doch immer wieder einige überraschende Verwicklungen, auch wenn man schon meinte, die Auflösung zu kennen. Allerdings war zumindest ich ganz froh, dass mir noch mal im Detail die Auflösung erklärt wurde, denn sonst hätte ich durchaus Probleme bekommen...

Insgesamt also ein unterhaltsames Buch, dessen Nachfolger bestimmt auch noch gelesen werden, wenn es sich ergibt, aber zumindest in mir kein brennendes Bedürfnis geweckt haben.

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