Oliver Bottini: Mord im Zeichen des Zen

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Oliver Bottini: Mord im Zeichen des Zen
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783502611172

Informationen zum Buch

Seiten
367

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Als Johann Georg Hollerer am Samstagmorgen einen ersten Blick aus dem Küchenfenster auf die verschneite Hauptstraße von Liebau warf, hatte er eine Vision.

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Louise Bonì, Hauptkommissarin bei der Freiburger Kripo aus dem Dezernat Kapitalverbrechen, 42 Jahre alt, geschieden, steht wieder einmal vor einem tristen Wochenende mit den Schatten der Vergangenheit. Doch dann stört ein Anruf des Dezernatsleiters ihre Erinnerungen, und Louise bekommt den merkwürdigsten Auftrag ihrer Karriere als Polizistin: Sie soll einen japanischen Mönch suchen, der östlich von Freiburg in Sandalen und Kutte durch den verschneiten Breisgau streift, und herausfinden, was er vorhat. Als sie den Mönch eingeholt hat, wird ihr rasch zweierlei klar: Er ist verletzt, und er ist auf der Flucht. Ein spannendes Krimidebut aus Deutschland.

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Kommissarin Louise Bonì will eigentlich gar nicht gestört werden, als sie zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen wird: ein buddhistischer Mönch streift, nur mit Gewand und Sandalen bekleidet, durch den winterlichen Schwarzwald, scheint am Kopf verletzt zu sein und kann sich kaum verständlich machen. Man befürchtet, dass ihm Gewalt angetan wurde und dass womöglich noch mehr Menschen in Gefahr sind.

Widerwillig bricht Louise auf und stellt fest, dass der Mönch eine eigenartige Anziehung auf sie ausübt. Im Zuge der Ermittlungen, die schließlich auch über die deutsch-französische Grenze hinweg ausgeweitet werden, finden Louise und ihre Kollegen schwer zu deutende Spuren im Schnee und versuchen fieberhaft herauszufinden, was mit dem Mönch geschehen ist und wer noch gefährdet sein könnte. Bald zeigen verschiedene Anzeichen in eine gänzlich unerwartete Richtung ...

Louise Bonì könnte Wallanders deutsche Schwester sein. Vom Leben enttäuscht, von familiären Problemen und Verlusten heimgesucht, mit einem düsteren Blick auf die Dinge, heißt ihr bester Freund inzwischen Jägermeister. Das fällt so langsam auch in der Freiburger Polizeidirektion auf. Dennoch kniet sie sich in die Ermittlungen rund um den seltsamen Mönch hinein, immer wieder von Selbstzweifeln und "Jägermeistergedanken" geplagt, wie sie die seltsamen Gedankenstürme nennt, die sie unter Alkoholeinfluss hat.

Leider konnte Louise mich als Leserin nicht wirklich erobern, sie war mir zu sehr um ihre Trinkerei und die persönlichen Verluste herum konstruiert und nicht so dargestellt, dass ich tatsächlich mit ihr hätte mitfühlen können. Die Schilderungen ihrer Gemütszustände fand ich ziemlich wirr, was wohl Absicht war, um ihr Alkoholproblem deutlich zu machen.

Der Fall wirkte ebenfalls etwas an den Haaren herbeigezogen, war aber durchaus spannend, zumal er eine recht heikle Thematik aufgreift. Insgesamt für mich jedoch kein großes Highlight und keine Serie, die ich weiterverfolgen muss.

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Louise Boni, Hauptkommissarin der Freiburger Kripo aus dem Dezernat Kapitalverbrechen, 42 Jahre alt, geschieden, steht vor einem tristen Winterwochenende mit dem Schatten der Vergangenheit. Doch dann stört ein Anruf des Dezernatsleiters die Erinnerung an die Toten und Verflossenen, und Louise bekommt den merkwürdigsten Fall ihrer Karriere als Polizistin: Sie soll einen japanischen Mönch, der in Sandalen und Kutte durch das verschneite Land geht, in der Winterödnis östlich von Freiburg suchen und herausfinden, was er vorhat. Widerwillig macht sie sich auf den Weg. Als sie den Mönch eingeholt hat, wird ihr rasch zweierlei klar: Er ist verletzt, und er ist auf der Flucht. Mühsam kann Louise die Hintergründe aufdecken und kommt so einem schrecklichen Verbrechen auf die Spur, in dessen Sog sich auch ihr Leben entscheidend verändern wird.

In einem kleinen Schwarzwalddorf taucht mitten im Winter ein barfüßiger asiatischer Mönch auf - der Anfang von Bottinis Erstlingswerk macht neugierig, wirft nicht nur bei dem Bürgermeister des Ortes und dem Polizisten Hollerer, sondern auch bei dem Leser viele Fragen auf und macht einem so das Weiterlesen leicht. Dann wird die Protagonistin, Louise Boni, eingeführt. Und diese Einführung in Leben und Charakter der Hauptperson setzt sich das ganze Buch hindurch fort: man erfährt im Laufe der Handlung einiges von ihr, ihrem Leben und ihren Problemen, aber meist nur in kleinen Häppchen und satt ist man am Ende nicht. Im Gegenteil: man hat Appetit bekommen, mehr von ihr zu erfahren, denn viele Fragen bleiben noch unbeantwortet. Insofern ein Kriminalroman, der eine Fortsetzung mit der Hauptperson Louise Boni verspricht (die im Übrigen auch folgt mit dem Kriminalroman "Im Sommer der Mörder")

Einen Kriminalfall gibt es ja auch noch: das schreckliche Verbrechen ahnt der versierte Kriminalromanleser bereits, ehe der Autor, bzw. seine Protagonistin, es lüftet, was aber auch nach zwei Drittel des Buches geschieht. Es ist also ein kein typischer "Who done it"-Krimi. Der Kriminalroman lebt nicht von der Spannung bei der Aufklärung eines Falles, sondern von der Darstellung seiner Protagonistin und ihrer inneren Konflikte, lebt von der Atmosphäre, die in ihrer Kühle dem Winter im Schwarzwald angemessen ist, den übrigen gekonnt geschilderten Nebencharakteren.

"Mord im Zeichen des Zen" - dieser Titel verheißt, dass der Buddhismus eine bedeutende Rolle zukommt. Das ist vielleicht auch so im Hinblick auf das weitere Leben der Protagonistin - dies lässt das Ende jedoch offen und man erfährt es vielleicht erst im "Sommer der Mörder". Aber wirklich bedeutsam für den Kriminalfall ist der Buddhismus nicht und so erfährt man als Leser auch nicht allzu viel über diese Religion und Philosophie, was schade ist, verspricht der Titel doch anderes.

Auch wenn es einige "Actionstellen" in dem Roman gibt, so kommen diese doch ebenso unaufdringlich daher wie der gesamte Roman auch. Sucht man in einem Buch eher die Tiefe statt oberflächlicher Action, sucht man die Spannung, die sich aus der Schilderung eines Menschen ergibt, statt aus der Frage "Wer ist der Täter", so wird man gut unterhalten.

Es ist kein herausragendes, kein sehr gutes , aber ein gutes Buch. In diesem Sinne eher drei statt vier:

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