Rudi Jagusch: Mordsommer

 
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Rudi Jagusch: Mordsommer
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453437852

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Stechende Pfeile schossen durch sein Gehirn.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Ein anonymer Brief erreicht die angehende Oberstaatsanwältin Nina Lehmann. Die Enthüllung eines streng gehüteten Geheimnisses würde ihre Karriere ruinieren. Doch sie will sich nicht einschüchtern lassen und fährt zu dem im Brief genannten abgelegenen Ort in der Eifel. Zu ihrer Überraschung ist sie nicht allein einbestellt worden. Nach und nach treffen weitere fünf Mitglieder ihrer alten Schulclique ein, die ebenfalls etwas zu verbergen haben. Ein grauenhaftes Psychospiel beginnt.

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Eine alte Clique, ihr düsteres Geheimnis und ein rasanter Showdown in der Eifel

Nina Lehmann kann mit ihrer Karriere als Staatsanwältin sehr zufrieden sein, außerdem lockt ihr Chef mit einer Beförderung. Ausgerechnet dann erhält sie einen anonymen Brief, der sich auf ein von ihr streng gehütetes Geheimnis aus den 1990er Jahren bezieht – und das unter keinen Umständen bekannt werden darf. Da sie wissen will, wer hinter dem Brief steckt, macht sie sich auf den Weg in die Eifel zu dem im Brief genannten Ort. Dort trifft sie überraschend auf die Mitglieder ihrer alten Clique, die alle das gleiche Geheimnis verbindet. Zuerst fühlt sich die Gruppe sehr stark und ist überzeugt, dem Witzbold von Briefschreiber das Handwerk zu legen, aber bald müssen sie erkennen, daß ihr unbekannter Feind es ernst meint.

„Mordsommer“ ist mein erster Eifelthriller von Rudi Jagusch, aber es wird nicht mein letztes Buch von ihm sein. Die Spannung wird sehr schnell aufgebaut und über die gesamte Buchlänge hochgehalten. Die Handlung der Gegenwart wird immer wieder durch Rückblicke auf die Ereignisse Anfang der 1990er Jahre unterbrochen, beide Handlungsstränge streben dabei konstant dem Höhepunkt zu.
Dann gibt es noch Abschnitte aus der Ich-Perspektive, bei denen ich mir nicht sicher war, in welcher Zeitebene sie spielen und wer ihr Erzähler ist. Ich hatte zwar einen Verdacht, kam aber während des Lesens immer wieder ins Schwanken.

Kurz vor Schluß hatte ich mich auf einen Verdächtigen festgelegt, wurde aber dann durch den Autor nochmal richtig ins Schleudern gebracht und war mir gar nicht mehr sicher.

Bei den Charakteren ist kaum jemand dabei, der mir sehr sympathisch war, was auch kein Wunder ist, sobald man von dem Geheimnis der Clique erfährt. Dabei schafft der Autor es aber, die Figuren nicht nur einseitig erscheinen zu lassen. Was mir auch gut gefallen hat, daß der Autor widerliche Szenen zwar anreisst, aber nicht zu sehr ins Detail geht.

Mir hat das Ende des Buches gut gefallen, läßt es doch noch einigen Raum für Spekulationen über die zukünftige Entwicklung und bietet einen guten Abschluß der bisherigen Ereignisse.

Da ich noch ein paar Eifelkrimis des Autors hier ungelesen liegen habe, freue ich mich jetzt umso mehr auf die Bücher.

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Mordsommer

Mordsommer von Rudi Jagusch
Zum Inhalt:
Die Staatsanwältin Nina Lehmann hat gerade allen Grund zum feiern. Ein schwieriger Fall ist abgeschlossen und man bietet ihr den Job als Oberstaatsanwältin an. Doch als sie zu Hause ankommt, findet sie einen anonymen Brief vor. Jemand scheint ihr gut gehütetes Geheimnis aus der Jugend zu kennen und beordert sie in die Eifel. Dort angekommen erwartet sie eine Überraschung, denn fünf ihrer alten Jugendfreunde treffen ebenfalls dort ein. Der mysteriöse Unbekannte spielt ein böses Spiel mit der Gruppe.
Meine Meinung:
Das war mein erstes Buch von Rudi Jagusch und wird auf keinen Fall mein letztes bleiben. Der Autor hat es geschafft, mich mit diesem Thriller total zu fesseln. Bis zum Schluß ist es mir nicht gelungen, herauszufinden wer der mysteriöse Unbekannte ist. Man ahnt zwar mit welcher Tat in der Jugend das Ganze zu tun hat, aber sicher kann man sich nie sein. Und obwohl es um furchtbar grausame Taten geht, hat der Autor diese nur so angedeutet, das das Buch nicht zu reißerisch und grausam wird. Der Phantasie sind allerdings keine Grenzen gesetzt.
Es gibt zwei Erzählstränge, einmal die Geschehnisse in der Eifel und einmal die Erlebnisse der Akteure in ihrer Jugend. Zwischen diesen Erzählsträngen wechselt der Autor immer wieder hin und her. So erfährt man nach und nach was damals passiert ist und wie unsere Akteure sich damals verhalten haben.
Was für mich neu war in einer Geschichte, keiner der Charaktere war sympathisch. Das hat aber gar nicht gestört. Alles andere wäre wohl nicht glaubhaft gewesen. Die Charaktere sind richtig gut und glaubwürdig gezeichnet und auch der Schauplatz hat es in sich. Eine gewisse Gruselathmosphäre sorgt für weitere Spannung. Für mich ein gelungener Thriller.

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da waren's nur noch…

Als Jugendliche waren Nina, Rike, Jana, Tim, Fabian, Mike und Steff Freunde. Sie hatten gemeinsame dunkle Interessen, nun haben sie alle Karriere gemacht. Nun schneit ihnen eine Einladung ins Haus, die sie nicht einfach ignorieren können, denn wenn ihr Geheimnis öffentlich wird, können sie nur verlieren. Sie hatten einen Schwur geleistet, nie darüber zu reden, doch nun werden sie durch die Vergangenheit bedroht. Wer also hat dieses Treffen in der Eifel eingefädelt?
Unterbrochen wird die Geschichte der Gegenwart durch Rückblenden in die Zeit Anfang der 90er Jahre. Außerdem berichtet jemand zwischendurch über seine Gefühle, die von Hass bestimmt sind.
Sehr schnell ist die Spannung aufgebaut und sie hält einen bis zum Schluss gefangen. Nina, die ehrgeizige Staatsanwältin, steht hier im Zentrum der Geschichte und ihre Zweifel, wem sie trauen kann, werden immer größer. Der Täter hat dieses Treffen minutiös geplant und seine Hinweise so gelegt, dass jeder jeden verdächtigt. Auch für den Leser ist es nicht einfach, einen Verdächtigen auszumachen, denn alle Beteiligten könnten es sein.
Von Anfang waren die Protagonisten nicht sympathisch und je mehr man über sie erfährt, umso mehr verstärkt sich dieses Gefühl. Die Charaktere sind sehr gut und detailliert beschrieben.
Das Treffen in der Eifel entpuppt sich als ein Höllentrip. Das verlassene Dorf in der Eifel wirkt düster und bedrohlich. Das Kopfkino ist von Anfang an in Betrieb und sorgt sowohl für Spannung als auch für Grauen. Sogar das Wetter sorgt dafür, dass das Geschehen noch drastischer wird, denn eine Flucht aus dem Ort ist nicht möglich.
Glücklicherweise werden die Brutalitäten nicht im Einzelnen beschrieben, sondern nur angedeutet. Dennoch ist dieser Psychothriller nichts für schwache Nerven.
Ein spannender Psychothriller.

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