Stephen King: Mr. Mercedes

 
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Stephen King: Mr. Mercedes
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Mr. Mercedes
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783453269415

Informationen zum Buch

Seiten
592

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Augie Odenkirk besaß einen Datsun Baujahr 1997, der noch ziemlich gut lief, obwohl er allerhand Meilen auf dem Buckel hatte, aber Benzin war teuer, vor allem wenn man keinen Job hatte, und das City Center stand am anderen Ende der Stadt, weshalb er beschloss, den letzten Bus des Abends zu nehmen.

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Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.

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Mr. Mercedes

"Mr. Mercedes", so nennt man den Unbekannten, der mit einem schweren Benz rücksichtslos in die wartende Menschenmenge vor einem Kongresszentrum fuhr. Es gab Tote und Schwerverletzte und fette Schlagzeilen, den Täter aber hat man nie gefasst. Es scheint das perfekte Verbrechen zu sein - keine Fingerabdrücke, kein Härchen, nicht mal DNA-Spuren an der Maske, die der Täter auf dem Beifahrersitz zurückgelassen hat. Sicher ist nur, dass der Wagen nicht ihm gehörte, sondern einer reichen Witwe, Olivia Trelawney, die wenige Monate nach der Amokfahrt Selbstmord begangen hat, weil sie offenbar nicht darüber hinwegkam, dass ihr Wagen zu so einer furchtbaren Tatwaffe wurde.

Gut ein Jahr später ist Detective Bill Hodges, der zum Ermittlungsteam in dem Fall gehörte, in den Ruhestand getreten. Er ist jedoch kein glücklicher Rentner und verbringt seine Tage mit zuviel Alkohol vor zu vielen dämlichen TV-Talkshows und spielt zwischendurch mit dem Gedanken, seinem trübsinnigen Leben mit der alten Waffe seines Vaters ein Ende zu setzen. Doch dann erhält er einen Brief, der ihn aus seiner Lethargie aufrüttelt: ein mehrseitiges, getipptes Schreiben - von Mr. Mercedes höchstpersönlich.

Neugierig geworden, schüttelt Hodges den Stumpfsinn seines öden Alltags ab und lässt sich auf einen gefährlichen Onlinedialog mit dem perfiden Mr. Mercedes ein, weil er hofft, seiner Karriere doch noch verspätet die Krone aufsetzen und den Killer zur Strecke bringen zu können. Aber der scheint mit allen Wassern gewaschen und vor allen Dingen extrem skrupellos zu sein.

Mit "Mr. Mercedes" liefert Stephen King einen astreinen Psychothriller ab, ganz ohne Horror und Übersinnliches. Gruselig genug ist der Mercedesmörder aber auch so, ein Mann ohne Gewissen, dafür aber mit viel abartiger Phantasie, aus dessen Sicht wir einen Teil der Handlung erleben, während der Rest aus Hodges' Perspektive geschildert wird.

King-typisch ist dafür die zunächst recht gemächlich wirkende Erzählweise. Wie in vielen seiner anderen Bücher zieht die Spannung nur ganz allmählich an und steigert sich bis zu einem nervenzerfetzenden Finale immer mehr, bei dem die Katastrophe schließlich unausweichlich scheint.

Mit Hodges bin ich eher langsam warm geworden, während mir sein treuer Mitstreiter und Computerexperte, der pfiffige Teenager Jerome, sofort ans Herz gewachsen ist. Auch die anderen Figuren waren gut beobachtet und gezeichnet, allerdings haben mich im Zusammenhang mit dem Mercedes-Killer doch ein paar Klischees genervt wie die enorme sexuelle Erregung, die er bei seiner Tat verspürt, und ein paar Details über seine Familienverhältnisse (wobei letzteres zumindest eine plausible Erklärung fand).

Mein Lieblings-King war dies hier nicht, wegen der erwähnten Klischees und weil es mich erst relativ spät so richtig gepackt hat, aber die starke zweite Hälfte hat mich für die Anfangsschwierigkeiten mehr als entschädigt.

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