Natalie Mesensky: Im Namen der Venus

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Natalie Mesensky: Im Namen der Venus
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783839217252

Informationen zum Buch

Seiten
287

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Ein Mord nach einem keltischen Ritual. Ein Toter mit einer steinzeitlichen Venus in der Hand. Besteht eine Verbindung zwischen den beiden Fällen? Anna Grass, Archäologin und Beraterin des Bundeskriminalamts, gerät auf ihrer Suche nach der Wahrheit nicht nur emotional zwischen die Fronten. Verliebt in einen Verdächtigen riskiert sie alles - Reputation, Freundschaft und ihr Leben.

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Krimi und Archäologie

Auf dem Gelände eines esoterischen Schlosshotels in Österreich, das schamanische Rituale anbietet, wird ein Toter gefunden, der eine keltische Venusfigur in der Hand hält. Kurze Zeit später findet sich eine zweite Leiche, die nach einem keltischen Opferritus getötet wurde. Hängen die beiden Fälle zusammen?
Zum ersten Fall wird Major Paul Kandler gerufen, aber der Seminarleiter bittet auch Anna Grass um Hilfe, da sie als Archäologin bereits eine ganz ähnliche Venusfigur ausgegraben hatte. Kann sie bei den Ermittlungen helfen? Hinderlich könnte vor allem ihre Gefühlswelt sein, denn Anna lässt sich vom Seminarleiter allzu rasch den Kopf komplett verdrehen... Doch als dann die zweite Leiche gefunden wird, zieht die Polizei Anna offiziell zu Rate, da ihr archäologisches Fachwissen von großer Hilfe sein könnte.

Mich hatte vor allen Dingen die Kombination zwischen Archäologie und Krimihandlung neugierig gemacht und dieses Interesse wurde bei der Lektüre nicht enttäuscht! Natalie Mesensky schafft es, allerlei Wissenswertes aus dem keltischen Alltag, aber auch den damaligen Riten einzuarbeiten, so dass ich immer wieder das Gefühl hatte, etwas dazuzulernen. Für meinen Geschmack hätte es ruhig nach etwas mehr Archäologie - auch was die Arbeit der Archäologen angeht - und historische Details sein dürfen - zumal die Autorin ja selbst spannende Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat!
Aber der Krimi überzeugt auch durch andere Kniffe: zum einen durch den Lokalkolorit, der sich durch das komplette Buch zieht und der reichlich österreichische Begrifflichkeiten mit sich bringt, ohne jemals "too much" zu sein. Zum anderen haben mir die Figuren gefallen, wenn auch nicht unbedingt vom Charakter, sondern eher was die jeweilige Zeichnung angeht.
Major Kandler ist ein Unsympath vor dem Herren, aber so ist das eben manchmal - auch wenn mir sein engagierter Partner natürlich das ein oder andere Mal leid getan hat. Archäologin Anna hingegen war mir ganz und gar nicht unsympathisch, auch wenn ich ihre kopflose Verliebtheit in diesen Esoteriker Tobias so gar nicht nachvollziehen konnte. Sie riskiert mit ihrem Blick durch die rosarote Brille nicht nur die Verletzung ihrer eigenen Gefühle, sondern - nachdem Tobias durchaus als Täter in Betracht gezogen wird - auch ihre unvoreingenommene Beratungsfunktion und somit ein Stück weit auch ihre Reputation. Trotzdem mochte ich die Frau - aber warum eigentlich trotzdem? Immerhin ist es manchmal so im Leben, oder? Damit wird Anna in meinen Augen nur noch authentischer. Denn genau das ist der Autorin sehr gut gelungen: sie hat ihre Figuren sehr realistisch ausschauen lassen, Chapeau!

Auch wenn das Buch kein kriminalistischer Pageturner ist, war mir keine Seite zuviel oder hat mich gar gelangweilt. "Im Namen der Venus" lebt in meinen Augen einfach von archäologischen Details und dem keltischen Hintergrundwissen, das mich einfach gefesselt hat. Aber auch der Lokalkolorit und der Witz der Autorin, der sich vor allem in verbalen Schlagabtauschen zeigt, haben mir der Lektüre versüßt. Für den geübten Spannungsleser ist der Täter vielleicht keine riesige Überraschung, dennoch bleibt die Lektüre bis zum Ende interessant.

Fazit: Ein richtig gut gelungenes Debüt, das mich auf weitere Bücher der Autorin neugierig gemacht. Für mich dann gerne noch mit mehr Archäologie!

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Im Namen der Venus

Der Prolog dieses Buches ist irgendwie gruselig. Niko arrangiert den toten Stefan in einem Kreis aus Mehl und murmelt: „Lieber sterben, als in Sünde zu leben.“
Major Paul Kandler wird zu diesem Todesfall gerufen. Der Fundort liegt auf dem Schlossgelände, das ein esoterisches Zentrum beherbergt. Tobias, der hier Kurse anbietet, hat die Archäologin Anna Grass eingeladen, weil er reges Interesse an der antiken Venus hat, die vor kurzem bei Ausgrabungen gefunden wurde. Anna hat sich in Tobias heftig verliebt. Als eine weitere Leiche auftaucht, will das BKA sie als Gutachterin. Kann das gutgehen? Oder gerät Anna in einen Interessenkonflikt?
Das Buch lässt sich gut und sehr flüssig lesen und ein guter Schuss Humor ist auch dabei. Da ich Wien sehr gerne mag, habe ich mich sofort „heimisch“ gefühlt. Ein wenig Wiener Schmäh darf da natürlich nicht fehlen, das gehört einfach zu einem Regionalkrimi, der in dieser Gegend spielt, dazu. Die Handlung ist durchdacht und schlüssig.
Die Personen sind authentisch und lebensnah dargestellt. Sie haben alle so ihre Ecken und Kanten, aber keine von ihnen war mir sonderlich sympathisch. Dabei hätte Anna eigentlich alles, um ein Sympathieträger zu werden, aber auch mit ihr konnte ich nicht mitfühlen. Eigentlich ist sie ein Mensch, der mit beiden Beinen im Leben steht. Sie ist natürlich und stylt sich nicht, eine Frau die nicht besonders auffällt. Die Erwartungen ihrer Eltern hat sie nicht erfüllt und da sie ab und zu auf deren finanzielle Unterstützung angewiesen ist, bleiben Konflikte nicht aus. Als Tobias auf der Bildfläche auftaucht, ist sie von diesem Adonis so angetan, dass ihr Verstand aussetzt. Tobias weiß sein Aussehen einzusetzen, ist aber genauso unergründlich wie Niko. Paul Kandler ist kein angenehmer Vorgesetzter. Sein Mitarbeiter Dr. Bauer tat mir mehr als einmal leid, wenn er wieder einmal alles falsch gemacht hatte, obwohl er wirklich Einsatz mit Verstand gezeigt hat. Ines und Barbara sind wirklich gute Freundinnen für Anna, doch Barbara mit ihrer direkten Art gefällt mir da wesentlich besser.
Es ist schön, neben den Ermittlungen, auch noch etwas über keltische Riten zu erfahren. Gerne hätte ich noch mehr über die Ausgrabungen erfahren, da ich so etwas sehr spannend finde.
Ich kann diesen Krimi empfehlen, denn er ist spannend und unterhaltsam!

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Im Namen der Venus

Österreich: Ein Toter in einem Seminarhotel in der Wachau. In der Hand hält er eine steinzeitliche Venusfigur. Kurz danach ein Mord nach einem keltischen Ritual. Besteht ein Zusammenhang? Die Archäologin Anna Grass gerät in die Ermittlungen der Polizei und wird als Beraterin engagiert. Dabei gerät sie selbst in Gefahr.

Mein Leseeindruck:

Bei diesem Buch fällt es mir gar nicht so leicht, eine Bewertung abzugeben. Die Handlung und die Thematik haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend und nachvollziehbar, und gerade das Ende ist noch mal sehr temporeich und voller Action.

Mit dem Schreibstil musste ich mich erst anfreunden. Das Buch ist durchaus leicht und flüssig zu lesen, und richtig gut hat mir gefallen, dass man "spürt", sich literarisch in Österreich aufzuhalten. Aber der Schreibstil ist auch auf eine Art besonders, was aber gar nicht negativ gemeint ist.

Die Protagonisten waren mir nicht immer sehr sympathisch - weder die Hauptprotagonistin Anna, noch der Polizist Paul oder die Nebencharaktere. Aber auch das ist kein Kritikpunkt, da ich es eigentlich sehr mag, wenn die Figuren ihre Ecken und Kanten haben.

Insgesamt hat es einfach ein bisschen gedauert, bis ich mich richtig "wohlgefühlt" habe in der Geschichte, aber dann hatte sie mich doch gepackt, und ich habe das Buch sehr gerne gelesen.

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