Nicole Braun: Elsternblau

 
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Nicole Braun: Elsternblau
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783839220238

Informationen zum Buch

Seiten
341

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Melde: der Fassbauer kricht schon wieder 'nen Koller!"

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Handlungsort

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Dem jüdischen Arzt Edgar Brix fällt eine Fotografie aus dem Jahr 1945 in die Hände: Fünf Bergarbeiter feiern das Kriegsende. Drei von ihnen starben in den vergangenen Wochen an Herzversagen, zwei sind noch am Leben: Der letzte in der Reihe ist Albrecht Schneider. Edgar Brix glaubt schon lange nicht mehr an einen Zufall, doch Albrecht tut die Befürchtungen seines Freundes als Hirngespinst ab. Aber was ist, wenn Edgar Brix doch Recht behält?

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Wickenrode 1945 und 1964

"Elsternblau" ist der zweite Kriminalroman um Edgar Brix, der nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in seine hessische Heimat zurückgekehrt ist. Mit seiner Familie konnte er während des Nationalsozialismus gerade noch rechtzeitig in die Vereinigten Staaten emigrieren - und dort eine Ausbildung zum Arzt durchlaufen. So konnte er die inzwischen wieder zurückerlangte Praxis seines Vaters, die von den Nazis aufgrund des jüdischen Glaubens der Brix'ens zwangsenteignet wurde, weiterführen.

Während bereits im ersten Fall "Heimläuten" ein naheliegender Bogen in die noch junge NS-Vergangenheit gespannt wird, beschäftigt sich der zweite Krimi mit einer Fotografie aus dem Jahre 1945. Auf ihr sind fünf Bergarbeiter zu sehen, die die Kapitulation feiern. Fast 20 Jahre später sterben innerhalb weniger Wochen drei von ihnen an Herzversagen - ist das nicht ein zu großer Zufall? Während Edgar Brix dreifachen Mord für möglich hält, versucht Albrecht Schneider seinen Freund zu beschwichtigen. Schneider ist selbst einer der jungen Männer auf der besagten Fotografie - müsste er es also nicht wissen? Zumal er ein gutes Gespür hat, denn er hat bereits schon im ersten Krimi Edgar Brix tatkräftig bei der Lösung des Falles unterstützt... Andererseits: wenn nun Edgar Brix Recht behält? Bedeutet das dann nicht automatisch, dass auch Albrecht Schneider in höchster Gefahr ist?

Meine Sympathie für das ungewöhnliche Ermittlerduo bleibt auch bei "Elsternblau" bestehen - ich mag diese beiden sich gut ergänzenden Herren einfach gerne. Nicht nur, dass sie aufgrund ihrer Biographie an sich schon interessante Figuren sind, nein, ich mag ihre leicht eckig-sperrige Art. Der Fall selbst ist spannend und alleine aufgrund der historischen Zusammenhänge und der Lebensgeschichte der Hauptfiguren hat er mich ziemlich beschäftigt. Während mich in "Heimläuten" stellenweise noch Probleme mit dem nordhessischen Dialekt kleinere Probleme hatte, ging mir dies bei der jetzigen Lektüre nicht (mehr) so. Dieses Mal finde ich eher, dass Nicole Braun etwas in der Spannungskurve liegen lässt. Ein bisschen Straffung hätte dem Krimi nicht geschadet, aber alles in allem ist "Elsternblau" solide Handwerkskunst, die vor allem durch zwei Ermittlerhelden besticht, die sich nicht nur in persönlicher Hinsicht mit zwei Jahrzehnten Abstand dem finstersten Kapitel deutscher Geschichte widmen.

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bewegender Hintergrund, allerdings sehr "farblose" Handlung

„Elsterblau“ ist ein Kriminalroman der Autorin Nicole Braun und im Gemeiner Verlag erschienen.

Um was geht es?

Der Krimi baut sich auf ein Ereignis im Jahr 1945, kurz vor Ende des Krieges auf. Um hier nicht allzu viel zu verraten, es geht um fünf Bergarbeiter, die dieses Ereignis verbindet. Im Jahr 1964 scheint dieses sie wieder einzuholen, innerhalb kurzer Zeit versterben drei von ihnen an Herzversagen oder war es vielleicht doch Mord?

Meinung:

Die Autorin bietet eine gute und sehr bewegende Grundlage für ihren Krimi, umso mehr hätte ich mir hierzu noch mehr Informationen gewünscht. Der Anfang und das Ende sind einfach zu schwammig aufgebaut und lassen den Leser mit Fragen zurück.

Titel:

Ebenfalls habe ich mich die ganze Zeit des Lesens über gefragt, was der Titel eigentlich mit dem Krimi zu tun hat, es war bis auf eine kurze Erwähnung nichts darüber herauszubekommen.

Handlung:

Im Mittelteil geht es um die Ermittlungen, wobei mir die Ermittler einfach zu fern blieben. Mir fehlte insgesamt das Persönliche an ihnen, etwas das sie realistisch und authentisch wirken lies. Die Handlung war mir bei so einer bewegenden Hintergrundgeschichte einfach zu oberflächlich aufgebaut.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist angenehm, gut und flüssig zu lesen, hätte allerdings mehr Tiefgang und Stellenweise mehr „Farbe“, Ausschmückungen vertragen können.

Insgesamt:

Insgesamt betrachte hat die Autorin leider viel Potential verschenkt, denn obwohl das Konstrukt sehr bewegend ist, haut die eigentliche Handlung den Leser nicht gerade vom Hocker. Es mangelt an Spannung sowie mitreißenden, lebendig und authentisch wirkenden Charaktereren.

Fazit:

Ein Krimi mit bewegendem Hintergrund, der allerdings in der gesamten Handlung sehr „farblos“ blieb.

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