Nicole Neubauer: Scherbennacht

 
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Nicole Neubauer: Scherbennacht
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783734104510

Informationen zum Buch

Seiten
383

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Boden unter Sunnys Füßen bewegte sich.

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Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Kommissar Waechter und sein Kollege Brandl ermitteln in einem überhitzten München, in dem Straßenschlachten eskalieren und Polizeiautos brennen. Immer wieder führen die Spuren in die Reihen der Polizei zurück, in einer Spezialeinheit stoßen die Ermittler auf eine Mauer aus Schweigen. Der tote Polizist war einem Skandal auf der Spur – gejagt von seinen eigenen Dämonen...

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Kleiner Einblick in Polizeikreise

Inhalt:
Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wird ermordet aufgefunden. Erschossen mit seiner eigenen Dienstwaffe. Gefunden hat ihn eine Kollegin - Sandra „Sunny“ Benkow von der Spezialeinheit USK. Die Ermittlungen sind schwierig, sogar der krank geschriebene Kollege Hannes Brandl muss hinzugezogen werden. Die Kollegen der USK sind nicht besonders kooperativ. Haben sie etwas zu verbergen? Waechter und sein Team werden von dem Fall abgezogen, was sie aber nicht daran hindert, weiter zu ermitteln.

Meine Meinung:
Man muss die Vorgängerbände nicht gelesen haben, es hilft aber dabei, schneller in die Geschichte hineinzufinden. Und die vielen Anspielungen auf vorangegangene Fälle und private Erlebnisse versteht man besser. Der Kommissar Hannes Brandl ist bei seinem letzten Fall knapp dem Tod entkommen und deswegen immer noch krank geschrieben. Trotzdem wird er zu diesem brisanten Fall hinzugezogen. Er war ja vorher schon ein „sperriger“ Mitarbeiter, seine jetzige Situation verhilft diesem Umstand nicht gerade zum Besseren. Dazu kommt, dass er in seinem Privatleben Probleme hat und zu allem Überfluss wird er auch noch von einer „Jugendsünde“ eingeholt.
Der Chef des Teams, Michael Waechter, ist ein sehr eigenwilliger Ermittler. Seine Methoden sind - gelinde gesagt - unkonventionell. Was mir allerdings sehr gut gefällt, ist sein herrlich trockener Humor. Der hat mich an vielen Stellen zum Lachen gebracht. Sein Privatleben ist eher traurig. Wenn ich mir die Wohnung vorstelle, in der er haust, kommt mir nur das Wort „Messie“ in den Sinn. Seine einzige Bezugs“person“ ist seine Katze namens Katze.
Kollegin Ellie ist so ein bisschen die gute Seele des Teams. Sie hat auch ihre eigenen Ermittlungsmethoden. Durch ihre herzliche Art hat sie die Fähigkeit, sich in Verdächtige oder Zeugen hineinzuversetzen und ihnen so Manches aus der Nase zu kitzeln.
Die Handlung des Krimis ist äußerst spannend und fesselnd! Wäre ich nicht durch eine Leserunde „ausgebremst“ worden, hätte ich das Buch sicherlich in einem Rutsch gelesen. Bis zum Ende weiß man nicht, wer der/die Täter ist/sind, es gibt reichlich Raum für Spekulationen. Das Ende hat mich überrascht. Meine Spekulationen waren allesamt falsch.
Dadurch, dass die Ermittlungen in Polizeikreisen stattfinden, erhält man einen kleinen Einblick in die Atmosphäre dort. Geschockt hat mich die brutale, teilweise völlig unnötige Gewalt, die gegenüber Zivilisten aber auch gegenüber Kollegen angewandt wird. Ich befürchte, dass das durchaus der Realität entspricht.
Interessant ist auch die Kapitelbezeichnung. Es beginnt bei Kapitel zehn und endet bei Null. Am Schluss wird die Bedeutung klar.

Fazit:
Ein gelungener dritter Fall für Waechter und Co., der neugierig macht auf den vierten Fall. Absolute Leseempfehlung!

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Polizistenmord

Sandra Benkow (Sunny) verbringt jede freie Minute mit Laufen. Früher war sie Leichtathletik-Juniorenmeisterin, heute ist sie Polizeiobermeisterin und die einzige Frau in der Eliteeinheit „Unterstützungskommando Bayern“ (USK). Grund genug, sich fit zu halten. Nach einem Lauf wollte sie sich auf einem ehemaligen Sportplatz – der heute Schuttabladeplatz einer Baufirma ist - mit jemandem treffen. Ihre Verabredung erscheint leider nicht und außer einem abgestellten PKW und ihr selbst, ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Ein parkender PKW aus dessen leicht geöffnetem Fenster leise Musik zu hören ist, ist eigentlich keine große Sache – wäre da nicht die Straße aus Ameisen, die sowohl in als auch aus dem dunkelblauen BMW führt. Mit einem Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, öffnet Sunny die Autotüre. Im Inneren des Wagens findet sie eine durch Kopfschuss hingerichtete männliche Person.

Ein Fall für die Kripo München.

Knapp 20 Monate nach ihrem letzten Fall „Moorfeuer“ ermitteln KHK Michael Waechter, sein Kollege Hannes Brandl und Kommissarin Elli Schuster wieder.

Bei dem Toten handelt es sich um Kriminalhauptkommissar Leo Thalhammer, 29 Jahre alt, Drogenfahnder beim Rauschgiftdezernat München. Sein Tod wirft einige Fragen auf. Ist Leo einem Drogenboss zu dicht auf die Füße gestiegen, ist auf der Demo vor wenigen Tagen etwas passiert oder hat es mit einem Vorfall zu tun, der schon Jahre zurückliegt? Waechter und sein Team stoßen auf einige Ungereimtheiten und Mauern des Schweigens bei ihren Ermittlungen innerhalb der Polizei.

Um den Fall zu klären, wird Hannes Brandl aus dem Krankenstand zurück in den Dienst beordert. Sein Alleingang im letzten Fall hatte ihn in Lebensgefahr gebracht, er wäre beinahe verbrannt und hatte sich den Arm gebrochen, weswegen er psychisch noch nicht vollkommen auf der Höhe ist um uneingeschränkt dienstfähig zu sein. Sein Vorgesetzter sieht das jedoch anders. Brandl wurde in meiner Rezension zu „Moorfeuer“ schon als „sperriger Typ“ beschrieben und das setzt sich in diesem Buch durchaus fort. Seine private Situation ist aber auch wirklich alles andere als entspannt. Im Gegensatz zum vorherigen Fall macht er hier keine Alleingänge, aber so ganz ohne Katastrophe kommt er trotzdem nicht aus. In diesem Buch kann er bei mir aber tatsächlich einige Sympathiepunkte mehr abstauben als im Vorgängerband.

Michael Waechter, der Leiter der Einsatzgruppe, hat sich seit dem letzten Fall nicht verändert. Sein privates Umfeld ist gleich geblieben, er mag noch immer keine Besucher in seiner Wohnung, teilt sein Leben mit einer Katze namens Katze. Er führt das Team auf seine ganz eigene Art und Weise und ein Lob von ihm ist selten aber wenn, dann kommt es von ganzem Herzen. So lobt er Hannes Brandl mit den Worten "Bist scho a Sauhund, a verreckter …. „

Kommissarin Elli Schuster agiert auch hier wieder eher hinter Waechter und Brandl, aber ich glaube sie ist es, die das Ermittlerteam zusammenhält. Gegenüber Zeugen besitzt sie großes Einfühlungsvermögen und legt oftmals den Finger in die richtige Wunde, um zu einer Aussage zu kommen.

„Der Hüter des Schweigens“, der seinen Namen vollkommen zurecht trägt und „Die Chefin“ sind ebenfalls wichtige Charaktere in diesem Team, sie kommen aber ohne viele Worte aus.

„Scherbennacht“ ist der 3. Band der Autorin Nicole Neubauer, in dem Waechter & Co. auf Spurensuche gehen. Man muss die beiden vorhergehenden Bücher nicht gelesen haben, es empfiehlt sich jedoch die Bücher in Reihenfolge zu lesen; einfach um die Ermittler besser kennen zu lernen und die Hintergründe zu ihren privaten Situationen zu verstehen.

Der Krimi befasst sich natürlich in erster Linie mit dem Mord an Leo Thalhammer und seiner Aufklärung, die Autorin bringt aber auch Themen zur Sprache, bei denen es sich ganz sicher nicht um fiktive Geschehnisse handelt ? ungerechtfertigte/überzogene Gewalt von Polizisten gegenüber Zivilpersonen und Gewalt von Polizisten gegen Polizisten, hier insbesondere gegenüber der einzigen weiblichen Polizistin in der Eliteeinheit USK.

Der Schreibstil von Nicole Neubauer ist auch hier wieder gewohnt locker und humorvoll, die Beschreibungen sind sehr bildhaft und entlocken einem ab und an schon mal ein Grinsen.

„Er holte seine Aufmerksamkeit zurück in den gebärmutterartigen Keller...“ (S. 12)

oder

„Er trank einen Schluck Kaffee und wusste, er würde nie wieder schlafen“ (S. 36)

Der Täter bleibt bis fast zum Ende des Buches im Dunkel verborgen und mit dem „Wer“ und „warum“ hat die Autorin mich tatsächlich überraschen können. Zu keiner Zeit hatte ich diese Person auch nur ansatzweise in Verdacht.

Das ist die Art Krimi, die ich mag – spannend aber nicht allzu blutig. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Michael Waechter und seinen Kollegen.

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Meine Leseempfehlung

Auf einem ehemaligen Sportplatz in München-Schwabing wird der Drogenfahnder Kriminalhauptkommissar Leo Thalhammer mit einem Kopfschuss in seinem Wagen aufgefunden. Polizeiobermeisterin Sandra "Sunny" Benkow, die einzige Frau im Unterstützungskommando Bayern USK, die hier mit einem Kollegen verabredet war, findet den Toten. Michael Waechter und sein Team haben alle Hände voll zu tun. Sie stoßen nicht nur auf eine Mauer aus Schweigen oder Unkooperativität, sie müssen sich aus mit ihren eigenen Dämonen wieder auseinander setzen.

Nach „Kellerkind“ und „Moorfeuer“ ist dies der 3. Fall, den ich zusammen mit den Kommissaren Waechter, Brandl, Schuster und dem Hüter des Schweigens lösen darf. Auch wenn man die ersten beiden Fälle nicht kennt, hat man keine Schwierigkeiten, dem Geschehen hier zu folgen. Ich lerne allerdings die Personen gerne von Anfang an kennen und verfolge so viel besser ihren Werdegang.

Besonders der Erste Hauptkommissar Michael Waechter, ein bekennender Löwen-Fan, mit seinen Ecken und Kanten, mit seiner Kauzigkeit, der sich aber auch mal öffnet, gefällt mir als Charakter sehr gut. Aber auch Kommissar Hannes Brandl, der sich noch von seinem letzten Fall erholen müsste, wird zur neu gegründeten Sonderkommission hinzugezogen. Seine innere Zerrissenheit und seine Verletzlichkeit kommen hier sehr gut zur Geltung. Einerseits Polizist mit Leib und Seele, andererseits Familienvater mit seiner schwangeren Frau Jonna, seiner 16-jährigen Tochter aus erster Ehe und seinen beiden kleinen Kindern, ein sehr interessanter Charakter, den ich sehr mag. Aber auch die anderen Protagonisten ergänzen und vervollkommnen die Geschichte zu einem Ganzen.

Themen wie Gentrifizierung, rechte und linke Gruppierungen und Rauschgift sind derzeit absolut aktuell und in aller Munde. Dazu eine vor Jahren aus dem Ruder gelaufene Überprüfung, die bis heute nicht aufgearbeitet scheint. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, drumherum eine Story zu konstruieren, die mich nicht mehr los gelassen hat.

Nicole Neubauer hat einen so ansprechenden, ergreifenden und mitreißenden Schreib- und Erzählstil, dass man sofort in die Geschichte und in die Ermittlungen hineingezogen wird. Ich war Tag und Nacht mit den Kommissaren, die bis an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen unterwegs. Spannung ab der ersten Seite ist garantiert, auch wenn die Ermittlungen hier und da nur schleppend voran gehen. Aber auch die kleinste Bagatelle fügt sich in die Spannung ein und lässt den Bogen bis zum Schluss hoch und konstant gespannt. Ja, der Schluss. Meine Ermittlungen hatten sich schon in die richtige Richtung bewegt, aber mit diesem Ergebnis hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Ein Fall, der genau in unsere Zeit passt, der mich hat mitfiebern lassen, der aber auch nachdenklich macht. Scherbennacht bekommt von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Spannende, brisante Themen !!

Guter Bulle, böser Bulle, toter Bulle ...

Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Kommissar Waechter und sein Kollege Brandl ermitteln in einem überhitzten München, in dem Straßenschlachten eskalieren und Polizeiautos brennen. Immer wieder führen die Spuren in die Reihen der Polizei zurück, in einer Spezialeinheit stoßen die Ermittler auf eine Mauer aus Schweigen. Der tote Polizist war einem Skandal auf der Spur – gejagt von seinen eigenen Dämonen ...

Meine Meinung:
"Scherbennacht" ist für mich das bisher erste Werk gewesen, welches ich von der Autorin Nicole Neubauer gelesen habe. Es hat mich thematisch sehr angesprochen und ich lerne immer wieder gerne neue Autoren kennen, da die Vielfalt einfach zu enorm ist, um sich auf nur wenige vielleicht schon bekannte Schriftsteller festzulegen. Im Mittelpunkt stehen sowohl politische Unruhen, die sich in Form von Demonstrationen und Krawallen zeigen, als auch die Ermittlungen eines Mordfalls. Ganz besonders die Unruhen habe ich als sehr brisant und auch aktuell empfunden. Mir hat es gefallen, dass die Autorin diese mit in die Handlung eingebaut hat. Die Ermittler bzw. ihr Team ist sehr facettenreich und alles andere als gradlinig gestaltet worden. Ich empfinde es als wahnsinnig abwechslungsreich, ganz besonders der Kollege Brandl, der selbst traumatische Erlebnisse verarbeiten muss, sich aber aufgrund vom Druck seitens der oberen Polizeichefs, nicht wirklich auskurieren kann, ist ein spannender Charakter. Er hat einen guten Instinkt bei seiner Arbeit, neigt jedoch auch dazu privat sehr aggressiv zu reagieren und gilt eher als unberechenbar. Im Gegensatz zu Brandl wirkt sein direkter Chef Waechter, der gleichzeitig auch privat Kontakt zu Brandl hat, eher ruhig und ausgeglichen. Er nimmt sich jedoch vieles aus dem beruflichen Umfeld sehr zu Herzen.
Der Schreibstil der Autorin ist angebehm, ich konnte den Handlungen zu jeder Zeit problemlos folgen. Die bildlichen Beschreibungen führten dazu, dass ich mir vieles wunderbar vor Augen hielt. Das Tempo ist anfangs eher ein wenig zähflüssig, da die Personen zunächst ein wenig eingeführt werden müssen. Im Laufe der Handlung zieht es jedoch stark an und ab einem gewissen Zeitpunkt wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen, so hat mich das Buch gefesselt.Ich denke ich werde mir auch die Vorgänger von "Scherbennacht" kaufen, denn die persönlichen Hintergründe der Charaktere reizen mich schon enorm. Man kann das Buch jedoch problemlos unabhängig von den vorherigen Werken lesen.

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Wer ist der Polizistenmörder?

Die junge Polizistin einer Spezialeinheit findet beim Joggen den toten Kollegen Leo Thalhammer von der Drogenfandung, welcher ermordet wurde. Kommissar Waechter und sein Team übernehmen den Fall. Polizisten haben es gar nicht gerne, wenn in den eigenen Reihen ermittelt wird und so stoßen die Ermittler überall nur auf Schweigen. In Leos Vergangenheit gab es einen Fall, den alle vergessen wollen. Seine damalige Abteilung hat sich danach aufgelöst. Hat das etwas mit seinem Tod zu tun? Oder ist er den Drogenhändlern zu sehr auf die Pelle gerückt?
Außerdem gibt es in München Straßenschlachten, weil die Menschen gegen eine weitere Gentrifizierung sind und bei den Krawallen ist die Spezialeinheit manchmal auch überfordert.
Dies ist bereits das dritte Buch in der Reihe um Kommissar Waechter und sein Team. Der etwas sachliche Schreibstil ist gut zu lesen.
Die Charaktere dieses Buches sind alle sehr ungewöhnlich. Waechter ist ein guter Ermittler, aber privat hat er Probleme. Obwohl Hannes Brandl nach seinem letzten Einsatz ein Trauma erlitten hat, wird er dennoch zurück in den Dienst beordert. Dann bekommt er es auch noch mit einem alten Freund zu tun, der zu viel über Hannes weiß. Der Hüter des Schweigens hat seine Computerkenntnisse ausgebaut und findet einige Hinweise. Elli hat endlich jemanden gefunden, spürt dann aber, dass ihr der Freund nicht gut tut. Obwohl sie alle Individualisten sin, arbeiten sie trotzdem als Team gut zusammen und können sich aufeinander verlassen. Jeder übernimmt den Teil der Ermittlungen, der ihm am besten liegt.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und ich habe mich gut auf sie einstellen können. Mir gefällt es, dass neben der Ermittlungsarbeit auch ihr Privatleben zur Sprache kommt.
Es ist eine komplexe Geschichte und es dauert lange, bis sich die einzelnen Stränge zusammenfügen. Die Ermittler treten oft auf der Stelle, weil in den eigenen Reihe nur Schweigen ist, obwohl doch gerade die Kollegen ein Interesse haben sollten, dass der Fall geklärt wird. Aber da ist so ein Ehrgefühl, das unter allen Umständen gewahrt bleibt.
Ein interessanter und spannender Krimi mit außergewöhnlichen Charakteren.

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