Nina Malik: Schwarze Federn

 
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Nina Malik: Schwarze Federn
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783764505721

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Es war schwer.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Als Marlis Seelers aus einem Albtraum erwacht, muss sie feststellen, dass die Realität tausendmal schrecklicher ist. Ihr Haus wurde verwüstet und mit Teer beschmiert. Als sie den Wintergarten betritt, stockt ihr endgültig der Atem: In einem Nest aus Federn liegt dort ein totes Liebespaar. Während Chefermittler Simon Ackermann der Spur des plötzlich verschwundenen Ehemanns folgt, durchleuchtet seine junge Kollegin Franka Janhsen die scheinbar heile Welt der Familie Seelers. Dort stößt sie auf einen Strudel dunkler Geheimnisse, der sie unausweichlich anzieht. Denn Franka hat mit ihren eigenen Abgründen zu kämpfen …

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Ein ungetrübter Blick in menschliche Abgründe

Was gibt es Schlimmeres, als aus einem Albtraum zu erwachen und festzustellen, dass die Realität noch viel grausamer ist. Eine Erfahrung, die Marlis Seelers machen muss, als sie an einem dunklen Herbstmorgen in ihrem Wintergarten zwei ineinander verschlungene Leichen entdeckt. Auf Daunenfedern gebettet, liegen diese inmitten einer zähen schwarzen Substanz, die sich später als Teergemisch entpuppt. Aber nicht nur der Fußboden wurde mit der ätzenden Masse bedeckt. Auch die Fenster und Wände wurden mit ihr beschmiert und bilden so eine Dunkelkammer, die das bizarre Arrangement vor der restlichen Welt versteckt. Allerdings nicht lange. Denn kurze Zeit später tauchen mit Franka Janhsen und Simon Ackermann zwei Kommissare des zuständigen Morddezernats in Rerrick auf, die den merkwürdigen Doppelmord untersuchen. Dabei werden sie nicht nur mit dem mysteriös erscheinenden Fall konfrontiert, sondern auch mit einigen dunklen Geheimnissen.

„Schwarze Federn“ ist der erste Kriminalroman einer erfolgreichen Romanautorin, die sich hinter dem Pseudonym Nina Malik versteckt. Aber nicht nur sie wahrt ihr Geheimnis, auch Franka Janhsen ist auf ihrer neuen Dienststelle hoch im Norden darum bemüht, ihre Vergangenheit ruhen zu lassen. Mit dunkel gehaltener Businesskleidung und einer kühlen Distanz getarnt, lenkt sie von früheren Wunden ab. Eine Taktik, die zu Beginn ihrer Tätigkeit gut funktioniert, später aber ins Wanken gerät. Bis dahin aber sind sie und das Rerriker Team mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Denn ihre Hauptzeugin Martina Seeler erleidet einen schweren Schock, während deren Ehemann, ein erfolgreicher Strafverteidiger, gleich ganz verschwunden ist. Hinzu kommen ein obdachloser Punker und eine freischaffende Künstlerin, die in dem verzwickten Fall ebenfalls eine Rolle spielen und allerhand viel versprechende Fährten, denen nachgegangen werden muss. Schade nur, dass sich die Mordermittlung letztendlich mit einigen Längen präsentiert, die das spannende Leseerlebnis ab und an trüben.

Fazit:
Das Debüt der Krimireihe um die Kommissarin Franka Janhsen wagt einen ungetrübten Blick in menschliche Abgründe und weiß trotz kleiner Schwächen im Spannungsverlauf gut zu unterhalten.

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Geteert und Gefedert

"Schwarze Federn" ist der erste Band einer Reihe um die Ermittlerin Franka Janhsen. Sehr verwirrt hat mich allerdings, das im Buch wiederholt auf einen früheren Fall der Ermittlerin hingewiesen wird.

Das Setting ist schon spannend und vielversprechend. Eine Mutter zweier kleiner Töchter wacht nachts auf und findet im Erdgeschoss der Villa ein geteertes und gefedertes Paar in einer ausgerichteten Pose auf dem Boden liegend. Merkwürdig ist, dass weder Marlies Seelers noch ihre Töchter nachts irgendetwas gehört haben. Und sie sind alle drei äußerst müde.

Das Ermittlerteam um Franka Janhsen findet heraus, dass der verschwundene Ehemann alles andere als ein Ehrenmann ist und Marlies Seelers einige Probleme hat. Welche Rolle spielt die Schwester des verschwundenen Ehemannes und Schwägerin von Marlies Seelers, was hat die Besetzerszene eines abbruchreifen Hauses und eine freischaffende Künstlerin mit der ganzen Sache zu tun und warum heissen die Seelers eigentlich gar nicht so?

Die Autorin legt geschickt falsche Fährten, so dass im Laufe des Buches man immer wieder von Person zu Person als Verdächtigem springt. Machthunger, spezielle sexuelle Praktiken, Personen auf der Suche nach Liebe und auch Eifersucht spielen in die Lösung des Falles hinein.

Franka ist eine starke Persönlichkeit mit einer Anziehungskraft auf Männer, die sie allerdings durch ein dezentes strenges Outfit von sich fern halten möchte. Ob ihr das auf Dauer gelingt, wird man möglicherweise in einem der folgenden Fälle erfahren.

Insgesamt hat mit das Buch gut gefallen. Es ist ein flott zu lesender Thriller mit einigen Schockmomenten, der allerdings keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen wird.

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Ein Krimi über geteerte, gefederte Leichen und dunkle Geheimnisse

„Schwarze Federn“ ist ein Kriminalroman von Nina Malik, erschienen 2016.

Inhalt:
In einem Haus werden zwei Leichen gefunden: Geteert und gefedert liegen sie beieinander gelegt als ein verliebtes Paar. Zudem wird das gesamte Haus mit Teer verwüstet. Die Hausbesitzerin Marlis Seeler erleidet einen schweren Schock, zudem verschwindet ihr Ehemann. Chefermittler Simon und sein Team kümmern sich um diesen mysteriösen Fall. Mit dabei ist die junge und neue Ermittlerin Franka, die besonders das Leben der Familie Seeler untersucht und ziemlich schnell auf dunkle Geheimnisse trifft.

Meine Meinung:
Das Buch nimmt einen mit in den Arbeitsalltag eines Kriminalermittlers. Schöne und besonders viele unschöne Momente, mit denen sich Ermittler auseinandersetzen müssen, werden beschrieben. Verschiedene Lösungswege werden überlegt und nachverfolgt. Im Mittelpunkt dieses Buches steht Franka. Mit dieser Protagonistin kann man sich, wie ich finde gut auseinandersetzen. Sie hat eine klare und unkomplizierte Persönlichkeit, engagiert an der Arbeit und kommt hin und wieder mit Kollegen aneinander. Sie ist zudem mit viel Herz dabei.
Im Verlauf der Geschichte wird es klar, das es ein schwieriger Fall ist. Viele dunkle Geheimnisse werden entdeckt. Doppelleben, physische und familiäre Probleme, seltsame Kunstansichten werden aufgedeckt.
Eine weitere Perspektive wird erzählt, wo Noah im Mittelpunkt steht. Er ist ein junger, obdachloser Punker, der aus dem persönlichen Umfeld der Opfer stammt und immer mehr mit dem Fall verwickelt wird.
Den Schreibstils der Autorin fand ich insgesamt gut, negativ war allerdings, dass manche Dialoge einfach zu lang waren und sich in die Länge ziehten, um dann doch die falsche Fährte zu sein. Das hat etwas die Spannung genommen. Manche Details waren ziemlich genau beschrieben, die auch nicht für jedermann beim Lesen leicht zu verarbeiten sind. Insgesamt war ein ein guter Kriminalroman mit einem ungewöhnlichen Fall, der aber zwischendurch gemütlich vor sich hin hingeplätschert ist. Am Ende war es dann doch nochmal richtig spannend gewesen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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An einigen Stellen etwas sehr in die Länge gezogen

Welche Geheimnisse und Abgründe können in einer nach außen hin heilen Familie herrschen? Kennst du eigentlich deine Nachbarn?

Die Anwaltsgattin Marlis Seelers findet in ihrem Haus in Reerick am Morgen 2 Leichen im Wintergarten, seltsam drapiert, auf Federn gebettet und das Haus selbst wurde mit Teer beschmiert und verwüstet. Ihre beiden Kinder wurden von einem Unbekannten betäubt und ihr Mann ist verschwunden. Was kann es da noch schlimmeres geben? Es stellt sich heraus, dass die Ehefrau psychisch krank ist und der Anwalt wohl nicht immer mit legalen Mitteln arbeitet. Wer hat also diese abscheuliche Tat begangen? War es die schizophrene Ehefrau vielleicht sogar selbst? Oder der verschwundene Ehemann? Und was hat der junge Mann Noah alles damit zu tun? Die Ermittlerin Franka Janhsen mit ihrem Team macht sich auf die Suche nach dem Täter und kommt dabei den Geheimnissen einer Familie auf die Spur. Allerdings muss sich Franka in diesem Fall auch selbst mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen…..

„Schwarze Federn“ ist der Auftaktroman einer Reihe um die Kommissarin Franka Janhsen und ihrem Team, geschrieben von Nina Malik. Der Leser wird zu Beginn des Buches sofort an den Tatort geführt und erlebt quasi die Entdeckung der beiden Leichen durch Marlis Seelers mit. Leider ist das anschließende Prozedere der Ermittler schon mein erster Kritikpunkt, denn für mich zog sich die Szene so in die Länge, dass ich nach den ersten spannenden Seiten Mühe hatte, mich weiter auf die Handlung einzulassen.

Ermittlerin Franka Janhsen hat ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, mit der der Leser immer mal wieder konfrontiert wird, aber eine richtige Auflösung gibt es nicht. Vielleicht gibt es da mehr Informationen im Folgeband. Irgendwie wurde ich mit ihr als Person nicht wirklich warm. Sie lässt niemanden an sich heran, wahrt selbst beruflich absolute Distanz, dass ja keiner hinter ihre Fassade schauen kann. Ihr Kollege Simon durchschaut zwar die Schauspielerei von Franka, das war es aber auch schon. Neben den Ermittlern als Charaktere gibt es noch einige Personen, die als Täter in Frage kommen könnten. Hier legt die Autorin so manche falsche Fährte, um den Leser zu täuschen. Insgesamt bleiben aber auch diese Figuren eher blass für mich dargestellt. Dafür werden von der Autorin Themen aufgegriffen im Buch, die ich sehr interessant fand – seien es Obdachlosigkeit, ungewöhnliche Sexpraktiken oder Eifersucht – alles durchaus überzeugende Tatmotive.

Einige Szenen und Dialoge sind im Buch sehr in die Länge gezogen, was mich in Bezug auf den Lesefluss doch ab und an störte. Da hätten es am Ende 100 Seiten weniger Buch auch getan. Das nicht wirklich überraschende Ende lässt aber keine offenen Fragen zurück und ist schlüssig, sieht man mal von den Geheinissen um Franka ab.

Insgesamt konnte mich der Kriminalroman nicht ganz überzeugen, mir fehlte vor allem eine durchgehende, sich steigernde Spannung. Außerdem zog es sich an einigen Stellen unvorteilhaft den Lesefluss betreffend in die Länge.

Ich gebe dem Buch daher 3 Sterne.

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