Paul Mendelson: Die Unschuld stirbt, das Böse lebt

Paul Mendelson: Die Unschuld stirbt, das Böse lebt

 
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Paul Mendelson: Die Unschuld stirbt, das Böse lebt
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The first rule of survival
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783499270727

Informationen zum Buch

Seiten
475

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Auszeichnungen
Auf der Shortliste des Gold Dagger
Pressestimmen
Dicht geschriebener, auch mal einen neuen Ton anschlagender Thriller. (Frankfurter Rundschau)

Ein furioses Krimidebüt. Es gehört zum Besten, was das Genre zurzeit zu bieten hat. (taz)

Paul Mendelsons Thriller trifft Südafrika ins Herz. (3Sat Krimibuchtipp)
Erster Satz
Fast im Schatten der Hex River Mountains, wo lebloses Buschland auf die prallen, landwirtschaftlich genutzten Täler trifft, erinnert die sanfte Hügellandschaft an die sich langsam aufbauenden Wellen draußen im Atlantik.

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Handlungsort

Kontinent
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In Kapstadt werden in einem Müllcontainer die Leichen zweier Halbwüchsiger gefunden – nackt und in Plastikfolie gewickelt. Die Obduktion ergibt: Die Jungen hatten jahrelang keine Sonne gesehen. Sie wurden sexuell missbraucht. Jeder der beiden ist an einem Schuss direkt ins Herz gestorben. Senior Superintendent de Vries erkennt sofort die Verbindung zu einem Fall, an dem er seinerzeit fast zerbrach. Damals verschwanden Kinder weißer Polizisten.

Verdächtige finden sich schnell. Aber de Vries hat zunehmend das Gefühl, manipuliert zu werden. Seine Ermittlungen werden behindert. Hierarchien und Hautfarben scheinen wichtiger als die Lösung des Falls. De Vries holt sich daraufhin nicht ganz legale Unterstützung von außen. Und dann fällt der Name eines Mannes, der schon damals sein Gegner war …

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Echtes Krimihighlight aus Südafrika

Die Geschichte ist von der ersten Seite an fesselnd und Mendelson schafft es, dass die Spannung, aber auch die Beklemmung, von Seite zu Seite wächst. Das Schicksal der drei Jungen, die vor sieben Jahren entführt und für immer verschwunden schienen, hat Vaughn de Vries nie losgelassen. Nie gab es die kleinste Spur von den Kindern und man nahm an, dass sie entweder getötet oder ins Ausland verkauft worden wären. Aber die Wahrheit ist schrecklicher und erschütternder. Zwei der Jungen tauchen tot in einem Müllcontainer auf und schnell ist klar, dass sie irgendwo über die ganze Zeit gefangen gehalten und missbraucht wurden. Von dem dritten Jungen fehlt weiterhin jede Spur. Aber diesmal will de Vries nicht so einfach aufgeben. Obwohl bald seine Vorgesetzten den Fall wieder zu den Akten legen wollen, verbeißt er sich in die Ermittlungen und findet tatsächlich einen möglichen ersten Verdächtigen.

De Vries erinnert mich in vielem an meinen Lieblings-Ermittler Harry Bosch (von Michael Connelly). Er hat das nötige Gespür, ist ähnlich stur und hartnäckig - wie ein guter Bluthund – hat keine Angst vor Autoritäten und unangenehmen Lösungen. Viele winzige Puzzleteile fügen sich nach und nach ineinander. Die Verdächtigen zu überführen erfordert mehr als nur einen guten Ermittler, denn irgend jemand scheint seine schützende Hand über die Täter zu halten. De Vries ist Ermittler mit Leib und Seele. Es gibt nichts Wichtigeres für ihn. „…gar nichts hat mich je zufriedener gemacht, als für die Opfer Gerechtigkeit zu finden…“, sagt er selber von sich. Er hat kein Privatleben, nur einen geheimnisvollen Freund und zwei dunkelhäutige Kollegen, die ihn, einen der letzten Weißen im Revier, nach besten Kräften unterstützen. Er ist unbequem und sperrig, Alkoholiker und Einzelgänger. Aber das Feuer, dass in ihm brennt, springt auch auf den Leser über und man fiebert mit, ob de Vries es schafft, die Verbrecher zu entlarven und der gerechten Strafe zu überführen.

Das Setting Südafrika kommt auf angenehme Art rüber. Sowohl die Landschaft als auch die politischen und ethnischen Probleme spielen eine Rolle aber im Vordergrund bleibt trotzdem, dass überall auf der Welt die emotionalen Befindlichkeiten der Menschen die Gleichen sind. De Vries könnte auch ein skandinavischer Ermittler sein. (Harry Hole ist ihm sehr nahe, denke ich.)

Der Schreibstil ist intensiv. Vor allem die Dialoge zwischen de Vries und den mutmaßlichen Tätern sind eindringlich und authentisch. Das Ende ist ungewöhnlich und überraschend. Ich war so begeistert, dass ich das Buch in 2 ½ Tagen inhaliert habe. Und ich habe mir sofort den zweiten Teil besorgt.

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