Petra Johann: Schatten der Schuld

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Petra Johann: Schatten der Schuld
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783734102035

Informationen zum Buch

Seiten
544

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

Handlungsorte
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Drei Jahre ist es her, seit Kriminalkommissarin Charly Rumor ihren besten Freund und ehemaligen Kollegen Mick das letzte Mal gesehen hat. Damals jagten sie den sogenannten Axtmörder, der drei Frauen ermordet hatte. Die Ermittlungen endeten traumatisch, Mick musste den Polizeidienst quittieren.

Als im Stadtwald eine Frauenleiche gefunden wird, ist Charly sicher: Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen. Sie ahnt, dass sie ihn nur mit Micks Hilfe enttarnen kann, doch sie hatte gute Gründe, seinerzeit den Kontakt abzubrechen. Wäre da nicht die Chance, vergangenes Unrecht wieder gutzumachen.

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Schatten der Schuld

Die Leiche einer Frau wird im Aachener Stadtwald gefunden. Am Tatort muss sich Kriminalhauptkommissar Frank Quirin damit abfinden, dass die gefundene Leiche offensichtlich einer Mordopferreihe zuzuordnen ist, deren Aufklärung in der Vergangenheit von ihm und seinem Team bearbeitet wurde. Zu einer Verhaftung eines möglichen Täters kam es jedoch nicht, obwohl der Kreis der möglichen Täter nur sehr klein war. Von der Vergangenheit eingeholt und überrumpelt holt Frank Quirin die Kommissarin Charlotte Rumor aus dem Urlaub zurück. Auch Charlotte, genannt Charly, ist geschockt.

Gemeinsam mit dem neuen Kollegen Benny Kämpfer und vielen anderen alten Kollegen werden die Ermittlungen wieder aufgenommen. So erfährt der Leser dann in Rückblicken was zuvor geschah und warum Frank und Charly auf die Leiche so überempfindlich reagieren.

Der Kreis der möglichen Täter beschränkt sich auf eine außergewöhnlichen Theatergruppe und deren nahes Umfeld, wobei auch eines der früheren Mordopfer seitens vieler Personen einem anderen Täter zugeordnet wird. Aber ist das wirklich so?

Die Gruppe der ermittelnden Beamten wird von der Autorin Petra Johann sehr detailliert und interessant gezeichnet. Hier gibt es ganz besondere Menschen, deren Handeln man vielleicht nicht immer auf Anhieb verstehen kann, es aber im Rückblick durchaus als nachvollziehbar betrachten darf. So ist Benny Kämpfer ein junger Ermittler, der sich noch beweisen möchte und zu seinen Vorbildern aufsieht. Ganz ähnlich war wohl auch einmal Charly vor vielen Jahren, aber das Leben hat sie zwischenzeitlich verändert.

Neben den Ermittlungsarbeiten, gibt es hier natürlich sowohl in den Rückblicken als auch in der Gegenwart Handlungsstränge, die den Leser zum Nachdenken animieren dürften. So spielen familiäre Probleme, wie die Auswirkungen einer Vernachlässigung von Kindern, Alkoholkonsum, Bindungsprobleme und vieles mehr eine Rolle.

Insgesamt ist dieser Kriminalroman wirklich sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Der plötzliche Wechsel im Ermittlungsteam im letzten Viertel des Buches stellt einen abrupten Bruch in der Handlung dar. Mir persönlich hat das gefallen, denn es passte einfach zu den vorangegangenen Ereignissen und Verwicklungen. Dennoch darf man diesen Umbruch als Leser sicher auch kritisch unter die Lupe nehmen.

„Schatten der Schuld“ ist ein Krimi, der mit wenigen Verdächtigen auskommt und es dennoch schafft den Leser über eine lange Zeit hinweg darüber im Dunkeln zu lassen, was hier wirklich geschehen ist und wer die Taten begangen hat. Überzeugend.

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Hat der Axtmörder erneut zugeschlagen?

Kriminalkommissarin Charlotte Rumor hat Urlaub und wirft sich gerade in Schale, um mit ihrer langjährigen Freundin Jill gemeinsam um die Häuser zu ziehen. Als es an der Haustüre klingelt und ihr neuer Kollege Benjamin Kämpfer sie im Namen ihres Vorgesetzten Frank Quirin zu einem Tatort rufen lässt, weiß sie, dass etwas schreckliches passiert sein muss. Frank würde sie niemals, ohne triftigen Grund, im Urlaub stören.

Als sie zum Tatort kommt, stockt ihr der Atem und ein Dèja-vu-Gefühl trifft sie mit voller Wucht. Die bisher noch unbekannte Frau wurde von hinten mit einer Axt erschlagen und ihre Haare wurden fein säuberlich abgeschnitten und neben der Leiche deponiert. Ist das der 4. Fall des "Axtmörders", der bis heute nicht gefasst wurden konnte?

Charlotte und Frank müssen sich zwangsläufig erneut mit den früheren Taten des Axtmörders auseinander setzen - sie müssen Wahrheiten ans Tageslicht zerren, die sie lieber vergessen würden, denn die letzte Tat des Axtmörders, die nunmehr 3 Jahre zurückliegt, hat ihr Leben verändert.

Auch Charlys ehemaliger Kollege Mick, der seit 3 Jahren nicht mehr im Dienst ist, muss sich wieder mit der Vergangenheit befassen.

Ich gehe in meinen Rezensionen nicht sehr oft auf das Cover eines Buches ein, aber dieses Cover finde ich so toll, dass ich es wirklich erwähnen möchte. Ich bin ein bekennender Blau-Fan und die eingestanzten Buchstaben des Titels fühlen sich richtig gut an. Die Stimmung auf dem Cover passt genau zum Buch. Das tolle Cover war - neben dem Klappentext - Teil meiner Entscheidung dieses Buch lesen zu wollen und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.

"Schatten der Schuld" von Petra Johann ist mein Krimi-Highlight des Jahres 2015.

Dieses Buch entwickelt von der 1. Seite an einen Sog, der einen nicht mehr loslassen möchte. Leserunden könnten tatsächlich Spaßbremsen sein, denn ohne Leserunde hätte ich das Buch wohl in einer Nacht gelesen. Aber so musste ich mich zügeln .... aber hatte dann auch längeren Genuss.

"Schatten der Schuld" beginnt mit einem Prolog, der den Leser schon gleich mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurücklässt - und neugierig macht auf mehr. Dann folgt gleich der Mord des aktuellen Opfers. Um zu verstehen, wie die Axtmorde das Leben von Frank, Charly und Mick beeinflusst haben, wird in den nachfolgenden Kapiteln abwechselnd aus der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. So erhält der Leser nach und nach einen Einblick in das, was vor 3 Jahren passiert ist und wie es mit dem aktuellen Mord in Zusammenhang steht.

Was mir an diesem Buch gefällt ist, dass hier nicht nur ein oder zwei Ermittler den Fall lösen, sondern ein ganzes Team wirklich Hand in Hand zusammenarbeitet. Es wird der aktuelle Fall, aber auch die vorhergehenden, immer und immer wieder von allen Seiten beleuchtet - aus der Sicht des jeweiligen Ermittlers. Der Leser wird hier mehr als einmal auf eine falsche Fährte geführt, wer denn der Mörder sein könnte. Ich tappte bis kurz vor Schluss auf einer falschen Fährte. Erst auf den letzten Seiten hab ich den richtigen Abzweig zur Lösung gefunden und war überrascht. Diese Person hatte ich ganz und gar nicht im Visier.

Die Figuren Charly, Mick und Frank sind sehr sympathisch angelegt. Auch außerhalb ihrer Arbeitszeit haben diese Menschen einen Draht zueinander, was natürlich auch ihre gemeinsame Arbeit beeinflusst. Benjamin, als Neuling in der Truppe, wird von den Kollegen wegen seines Namens (Töröööööö) öfter mal aufs Korn genommen, aber er wird ganz sicher ein richtig guter Ermittler. Ich glaube er macht in der Geschichte die größte Entwicklung durch - zu seinen Gunsten.

Der Schreibstil von Petra Johann ist toll - sie versteht es, den Leser neugierig zu machen und bei der Stange zu halten bis das letzte Wort gelesen ist.

Wenn ich jetzt noch mehr schreiben würde, würde ich spoilern - aus meiner Sicht ist es absolut keine Fehlentscheidung sich dieses Buch zu kaufen und selbst zu lesen!

Wie Petra Johann in unserer Leserunde erläutert hat, wird es keinen 2. Band zu diesem Ermittlerteam geben, was ich sehr schade finde. Aber ihre anderen Bücher werde ich mir in diesem Jahr auf jeden Fall genauer anschauen.

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Schatten der Schuld

Kommissar Frank Quirin ist geschockt, als er an den Fundort einer weiblichen Leiche gerufen wird. Die Frau wurde mit dem Beil erschlagen und die abgeschnittenen Haare dort verstreut. Nach drei Jahren bekommt ein alter ungeklärter Fall wieder Bedeutung, der auch Auswirkungen auf sein Team hatte. Er lässt Charly Rumor von dem jungen Kollegen Benny Kämpfer holen und will sich nicht äußern, bevor Charly da ist.
Benny ist sehr irritiert, als Frank der Frau, die die Leiche gefunden hat, gleich Fotos zeigt und fragt, ob jemand von den fünf Personen am Tatort gesehen wurde. Benny stellt Fragen, doch die Antworten erklären das Verhalten der Kollegen nicht. Aber „Mad Mick“ scheint eine besondere Rolle in diesem Fall zu spielen. Benny ist jung, sieht jünger aus als er ist und wird von den Kollegen nicht so richtig ernst genommen. Doch er ist nicht dumm und spürt, dass da mehr ist als man ihm sagt.
Das Team will nun schaffen, was es seinerzeit nicht gepackt hat, nämlich den alten Fall zu klären und damit auch den neuen. Alle sind davon überzeugt, dass der Täter wieder zugeschlagen hat.
Der Leser lernt die Geschichte Stück für Stück aus den verschiedenen Perspektiven kennen. Sehr lange ist man verwirrt, kann sich manches Verhalten nicht erklären. Die Verdächtigen sind sehr merkwürdig und bei den Ermittlungen keine Hilfe. Die Zusammenhänge zwischen den Morden wird auch nicht deutlich. Doch am Ende gibt es eine schlüssige Lösung. Vieles erklärt sich aus Liebe, Freundschaft und sich verantwortlich fühlen.
Die Personen sind sehr authentisch beschrieben und jeder hat seine besondere Geschichte. Charly ist eine Einzelgängerin, die nicht sehr beliebt ist. Benny ist der ehrgeizige Neuling, dem man nicht so zuhört. Frank ist der sympathische Vorgesetzte, der für seine Mitarbeiter da ist und Mick ist eben „Mad Mick“, immer für eine Überraschung gut. In dieses Team passte der ehemalige Kollege Simon nicht so. Dennoch hat ihn der Fall nicht losgelassen und er ist besessen davon, zu seiner Aufklärung beizutragen. Aber auch die Verdächtigen sind charakterlich sehr unterschiedlich.
Interessant fand ich, wie Polizisten alle Details wieder und wieder durchkauen in der Hoffnung, dass etwas auftaucht, was sie bisher übersehen haben.
Ein spannender und komplexer Krimi, der mich gut unterhalten hat.

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Eingeholt von der Vergangenheit

Das Buch beginnt wie fast jeder Krimi - mit einem Mord. Eine Frau wir tot aufgefunden, erschlagen mit einer Axt. Das Ermittlerteam um Charlotte (Charly) Rumor trifft dieser Mord wie ein Schlag in den Magen. Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen! Das letzte Mal hat er vor drei Jahren getötet, außerdem gehen noch zwei Morde auf sein Konto - falls es sich um einen Serienmörder handelt....
Bei dem Mord vor drei Jahren ist irgendetwas passiert, was Charly heute noch beschäftigt und was dazu geführt hat, dass Mick nicht mehr im Team arbeitet.
Die Ermittler arbeiten auf Hochtouren! Verdächtige lassen sich finden. Leider aber weder Beweise noch Motive. Das Buch endet natürlich mit der Aufklärung der Verbrechen - das Ende ist so überraschend wie erschreckend

Das Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Petra Johann schreibt sehr fesselnd! Die Kapitel wechseln zwischen dem aktuellen Fall und den zurückliegenden Morden, das ist aber keinesfalls verwirrend.
Die Ermittler - Charly, Benny, Frank und Mick - sind sehr sympathisch. Dass man Einblick in ihr Privatleben bekommt, macht sie noch menschlicher. Letztlich lässt sich das Privatleben nicht von den Fällen trennen. Ich habe mitgefiebert und bis zum Schluss mitgerätselt. Am Ende des zweiten Drittels war für mich ein Höhepunkt erreicht, da dachte ich, ab jetzt plätschert es so dahin bis zum Ende. Weit gefehlt, es wurde noch spannender! Der aufmerksame Leser wird mit scheinbar unwichtigen Andeutungen konfrontiert, die später von Bedeutung sind. Wenn man das Buch ein zweites Mal liest und ja schon weiß, wie es endet, findet man bestimmt noch mehr solcher Informationen. Das Ende ist unerwartet und ein bisschen grausam, aber es passt.

Fazit
Ein tolles Buch, uneingeschränkt zu empfehlen. Für mich der beste Krimi, den ich seit langem gelesen habe.

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Eingeholt von der Vergangenheit

Das Buch beginnt wie fast jeder Krimi - mit einem Mord. Eine Frau wir tot aufgefunden, erschlagen mit einer Axt. Das Ermittlerteam um Charlotte (Charly) Rumor trifft dieser Mord wie ein Schlag in den Magen. Der Axtmörder hat wieder zugeschlagen! Das letzte Mal hat er vor drei Jahren getötet, außerdem gehen noch zwei Morde auf sein Konto - falls es sich um einen Serienmörder handelt....
Bei dem Mord vor drei Jahren ist irgendetwas passiert, was Charly heute noch beschäftigt und was dazu geführt hat, dass Mick nicht mehr im Team arbeitet.
Die Ermittler arbeiten auf Hochtouren! Verdächtige lassen sich finden. Leider aber weder Beweise noch Motive. Das Buch endet natürlich mit der Aufklärung der Verbrechen - das Ende ist so überraschend wie erschreckend

Das Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Petra Johann schreibt sehr fesselnd! Die Kapitel wechseln zwischen dem aktuellen Fall und den zurückliegenden Morden, das ist aber keinesfalls verwirrend.
Die Ermittler - Charly, Benny, Frank und Mick - sind sehr sympathisch. Dass man Einblick in ihr Privatleben bekommt, macht sie noch menschlicher. Letztlich lässt sich das Privatleben nicht von den Fällen trennen. Ich habe mitgefiebert und bis zum Schluss mitgerätselt. Am Ende des zweiten Drittels war für mich ein Höhepunkt erreicht, da dachte ich, ab jetzt plätschert es so dahin bis zum Ende. Weit gefehlt, es wurde noch spannender! Der aufmerksame Leser wird mit scheinbar unwichtigen Andeutungen konfrontiert, die später von Bedeutung sind. Wenn man das Buch ein zweites Mal liest und ja schon weiß, wie es endet, findet man bestimmt noch mehr solcher Informationen. Das Ende ist unerwartet und ein bisschen grausam, aber es passt.

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Ein tolles Buch, uneingeschränkt zu empfehlen. Für mich der beste Krimi, den ich seit langem gelesen habe.

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