Andreas Wilhelm: Projekt: Babylon

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Andreas Wilhelm: Projekt: Babylon
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783809024897

Informationen zum Buch

Seiten
448

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Der Schäfer erwachte plötzlich mit Herzrasen.

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Im Languedoc verfällt ein Schäfer plötzlich dem Wahnsinn. Und drei Forscher geraten in Lebensgefahr, als sie der Lösung des Rätsels um eine geheimnisvolle Höhle in Südfrankreich immer näher kommen...

Blitz und Donner über den Bergen des Languedoc reißen einen Schäfer aus dem Schlaf. In einer Felshöhle sucht er Schutz vor dem drohenden Unwetter, doch als er sie wieder verlässt, ist er dem Wahnsinn verfallen. Sofort wird das Gebiet um die Felsen abgesperrt und streng bewacht. Was hat es mit der geheimnisvollen Höhle auf sich, deren Wände mit rätselhaften Botschaften in allen Sprachen der Welt versehen sind? Und woher rührt das eigenartige Leuchten tief in ihrem Inneren? Im Auftrag der UN machen sich ein englischer Historiker, ein französischer Ingenieur und eine attraktive, aber eigenartig unnahbare deutsche Sprachwissenschaftlerin daran, die mysteriösen Inschriften zu entschlüsseln. Schon bald heften sich Freimaurer und okkulte esoterische Zirkel an ihre Fersen. Und je näher die drei Forscher der Lösung des Mysteriums kommen, desto bedrohlicher wird ihre Lage. Da wird die junge Deutsche plötzlich von einer skrupellosen Sekte entführt.

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Bei einem starken Gewitter findet ein Schäfer Unterschlupf in einer Höhle, deren Inneres von einem geheimnisvollen blauen Licht ausgeleuchtet wird. Als er in das Innere vordringt, wird er plötzlich vom Wahnsinn überfallen und rennt schreiend in den nahen Wald. Später - im Krankenhaus - hat er nur wenige Momente, in denen er wach und ansprechbar ist, doch er kann sich an nichts erinnern und murmelt plötzlich zusammenhangslos lateinische Sätze vor sich hin. Mit diesem mysteriösen Vorfall beschäftigt sich nun die UNO, die den englischen Historiker Peter und den französischen Ingenieur Patrick damit beauftragt, das Geheimnis der Höhle zu erforschen. Das Gebiet wird weiträumig abgesperrt, was nun allerdings auch andere misstrauisch macht.

Patrick und Peter wirken oft sehr typisch in ihren "landesbezogenen" Eigenarten. Der respektlose, weintrinkende und ständig rauchende Franzose gegen den distinguierten, zurückhaltenden und teetrinkenden Engländer. Die Kombination sorgte bei mir für einige Grinser während des Lesens und diese manchmal stereotype Beschreibung passte sehr gut in die Handlung. Sehr angenehm fand ich, dass Andreas Wilhelm sowohl auf einen amerikanischen Schauplatz als auch auf die damit einhergehenden "American Superheroes" verzichtet. Aus diesem Grund wirkte das Buch ständig sehr real auf mich, obwohl es immer wieder mysteriös-phantastischen Geheimnisse birgt und der Autor nicht auf die Nennung zahlreicher Geheimgesellschaften verzichtet.

Durch die Miträtselei mag der eine oder andere sich vielleicht an die Bücher von Dan Brown erinnert fühlen - doch mit "Projekt Babylon" haben diese so viel zu tun wie Lady Di mit Paris Hilton. Das Buch ist trotz der phantastischen Elemente inklusive aller Unsterblichen weitaus logischer und realistischer geraten. Andreas Wilhelm versäumt nirgendwo eine Erklärung, und wenn er etwas nicht erklärt, so versucht er sich wenigstens nicht an fadenscheinigem Pseudogeschwafel. Nicht nur fehlen die Superhelden, die es mit Assassinen aufnehmen können - es fehlt auch jegliche überspitzte Action mit explodierenden Gebäuden oder rasanten Autoverfolgungsjagden. Andreas Wilhelm konzentriert sich auf das Wesentliche: Die Erforschung der Höhle. Und dabei wirft er dem Leser durch die Ideen seiner Wissenschaftler Häppchen für Häppchen ein Stück der Lösung vor.

Die Protagonisten sind eher unauffällig, spielen sich nicht in den Vordergrund, sondern sind eher Werkzeuge, um den Fortgang der Handlung voranzutreiben. Anfangs hatte ich allerdings Probleme damit, die zahlreichen Personen auseinander zuhalten. Das ganze Buch ist genauso ein Geheimnis wie die Höhle selbst und offenbarte mit jeder Seite eine neue Rätselei und eine mit sich bringende Überraschung. Das machte es für mich schwer, der Handlung immer folgen zu können und ich brauchte fast ein Drittel des Buches, bis ich mich eingelesen hatte.

"Projekt Babylon" ist weniger ein Spannungsroman als ein Abenteuerroman und nein, es ist auch kein Verschwörungsroman. Allerdings verliert sich der Autor weder in detaillierten Grausamkeiten noch hat er diverse "Indiana-Jones"-Einlagen eingebaut. Vielmehr fordert er den Leser auf, an der Rätselei teilzunehmen, Hintergründe vieler Geheimgesellschaften zu recherchieren und belässt dabei doch einiges beim erstmaligen Lesen im Dunkeln, so dass es fast unverzichtbar ist, das Buch erneut zur Hand zu nehmen, von Anfang an noch mal durchzublättern, zu lesen und überrascht sein wird von vielen vorher gestreuten Hinweisen.

Empfehlen kann ich "Projekt Babylon" allen, die gerne auch einen etwas ruhigeren Rätselroman lesen und die auf große Spannung verzichten können. Lässt man sich darauf ein, hat man hier ein großartiges Erstlingswerk, das Neugierde auf die folgenden Bücher weckt.

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Andreas Wilhelm

Projekt Babylon

Im letzten Moment noch ein herrlicher Sommertag, ergießen sich plötzlich kalte Regenschauer aus schwarzen Wolken. Ein unglaubliches Unwetter zwingt den Schäfer mit seinen Schafen zur Flucht. Dabei findet er Schutz in einer bislang unbekannten Höhle. Doch was er dort entdeckt ist unfassbar. Zwei Wissenschaftler, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, werden mit der Untersuchung dieser mysteriösen Höhle beauftragt. Was zunächst als spannendes wissenschaftliches Abenteuer beginnt, entwickelt sich zur lebensgefährlichen Aufgabe für die Wissenschaftler. Wer steckt hinter den Geheimnissen der Höhle? Und wer interessiert sich außer ihrem Arbeitgeber noch alles für die Höhle? Verschiedene Interessengruppen treten auf die Bühne, stellen die Wissenschaftler vor scheinbar unlösbare Probleme und bringen diese in ausweglose Situationen.

Der Leser wird bereits auf der ersten Seite in die Geschichte hineingezogen. Die vielen Rätsel, Mysterien und Theorien lassen keine Atempause. Geschickt verknüpft der Autor das Schicksal seiner Figuren mit historischen Ereignissen und Personen. Geheimnisvolle Gruppen, Unsterbliche mit magischen Fähigkeiten, skrupellose Bösewichte und gewissenlose Politiker beeinflussen die Geschehnisse ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Uralte Sprachen, unbekannte Schriftzeichen und bedeutungsvolle Symbole verführen den Leser ebenso zu recherchieren wie die Wissenschaftler. Die Ergebnisse sind verblüffend. Doch ist das schon die ganze Wahrheit?

Dem Autor gelingt es sehr gut, den Leser durch die Geheimnisse der menschlichen Geschichte zu geleiten. Es genügen oft nur Stichworte um den Protagonisten scheinbar unendlich viele Theorien zu entlocken und Fährten zu legen, die in ihrem Umfang den Leser erdrücken können. Die Dialoge sind witzig und bringen die Eigenarten der handelnden Personen gut hervor. Diese werden im Verlauf immer plastischer und gewinnen den Leser für sich. Freunde kulinarischer Genüsse kommen ebenso auf ihre Kosten, wie Anhänger besonders atmosphärischer Landschaftsbeschreibungen.

Die Spannung bleibt durchweg auf einem hohen Level, auch wenn die Handlung im mittleren Teil etwas schleppend voranschreitet, und theoretische Überlegungen überwiegen. Wer dramatische Actionszenen erwartet wird vermutlich enttäuscht werden. Vielmehr baut die Handlung auf logischen Überlegungen und realistischen Abläufen auf.

Begeistert das Buch durch die Umschlaggestaltung und die vom Autor selbst erstellte Grafik der Buchklappe, vermisste ich dennoch ein Lesebändchen, ein Personenregister und eine Übersichtskarte der Handlungsorte. Die vielen Namen waren zunächst etwas verwirrend. Dies legte sich jedoch, als die Geschichte voranschritt. Besonders gut fand ich die einzelnen Abbildungen im Text. Dadurch wurde das Miträtseln für den Leser noch schmackhafter und die Überlegungen der Wissenschaftler noch nachvollziehbarer.

Obwohl einige Rätsel und Fragen ungeklärt bleiben, bietet gerade dies dem Leser die Freiheit für eigene Interpretationen und Ideen. Das Ende des Buches bereitet schon den Anfang für den zweiten Teil vor, welcher leider noch nicht erschienen ist. Somit müssen sich alle Abenteurer noch etwas gedulden.

Wer auf der Suche nach intelligenten und zum Rätseln anregenden Abenteuern ist, wird von dem Buch nicht enttäuscht werden.

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