Rainer Löffler: Der Näher

 
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Rainer Löffler: Der Näher
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783404174546

Informationen zum Buch

Seiten
461

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Du stellst dich vor die Tür und überprüfst deine Ausrüstung. Die dunkle Tarnkleidung sitzt.

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In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten ...

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Der Näher

In „Der Näher“ ermittelt der Fallanalytiker Martin Abel in seinem dritten Fall. Diesmal wird er von seinem Chef nach Gummersbach geschickt um sich dort um Fälle vermisster Frauen zu kümmern. Abel selbst hat zuvor einiges mitgemacht und dieser Einsatz soll ihn nun schonend zurück in den harten Job bringen. Doch es kommt anders als erwartet. Bei den Ermittlungen stößt Abel auf die einbetonierte Leiche einer Frau und ihres Babys. Schnell liegt die Befürchtung nahe, dass dieser Fund auch in Zusammenhang mit den verschwundenen Frauen stehen könnte. Aber was verbindet die Frauen? Und kann es wirklich einen Zusammenhang geben, denn die vermissten Frauen haben alle einen Abschiedsbrief hinterlassen, der auf ein freiwilliges Verschwinden hindeutet.

Abel ist ein sympathischer Kerl. Auch ohne die beiden vorangegangen Bücher „Blutsommer“ und „Blutdämmerung“ gelesen zu haben, lernt man Abel hier ganz gut kennen. So ist das Buch sowohl für Kenner der Reihe als auch für Neueinsteiger sehr gut lesbar. Der Ermittler hat gerade einige private Probleme, denn seine Freundin wünscht sich mehr Nähe und Enge in der Beziehung als Abel gerade bereit ist zu geben. Die zwangsweise vorübergehend neuen Kollegen in der Gummersbacher Dienststelle, allen voran der Dienststellenleiter Borchert, sind auch nicht gerade kooperativ, so dass Abel hier schon etwas unter Druck geraten könnte. Aber er lässt sich nicht beeinflussen und geht geradlinig und verbissen seinen Weg. Nichts ist ihm wichtiger als diesen Fall zu klären und den Täter, der natürlich als „Der Näher“ bei seinen Opfern immer auf eine ähnliche Weise vorgeht, zu überführen. Martin Abel versucht das Handeln des Täters zu verstehen und seine plötzlichen Eingebungen und Entdeckungen sind dabei sehr hilfreich.

In die kranke Seele des Täters darf der Leser im Verlauf des Buches immer wieder einmal Einblick nehmen. Dabei wird deutlich wie der Täter aufwuchs und was in ihm vorgeht. Hierbei darf sich der Leser auf nicht immer angenehme Ereignisse und Schilderungen gefasst machen. Hinsichtlich der Frage wer hinter dem Täter stecken könnte wird der Leser hin und wieder gekonnt auf eine falsche Fährte geführt und dürfte am Ende einigermaßen überrascht sein.

Wer dieses Buch zur Hand nimmt sollte in puncto Gewalt nicht unbedingt zart besaitet sein. Die Geschichte ist wirklich harter Tobak und sicher in erster Linie etwas für eingefleischte Krimi und Thriller Leser, die auch vor detailgenauen Beschreibungen von Tathandlungen nicht zurückschrecken.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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Spannend bis zum Schluß

Martin Abel langweilt sich zu Tode, den er muss im Moment am kriminaltechnischen Institut des BKA junge Polizisten in Fallanalyse unterrichten. Das hat er seinen Chef und fast Schwiegervater zu verdanken, der meint das Abel einfach etwas ruhe braucht, nach dem letzten Fall. Bei einem Besuch im Institut bearbeitet er seinen fast Schwiegervater so lange, bis der ihn dann doch nach Gummersbach versetzt um dort nach zwei vermissten jungen Frauen zu suchen. Thomas Borchert ist dort Hauptkommissar und alles andere wie begeistert, das er Abel vor die Tür bekommt, denn er ist fest davon überzeugt, das die Frauen freiwillig verschwunden sind.
Dann macht eine Joggerin in Gummersbach eine schreckliche Enddeckung und offenbart Grauenvolles.


Mit "Der Näher" hat der Autor einen wirklich spannenden dritten Teil mit dem Fallanalytiker Martin Abel geschaffen, der mich ab den ersten Seiten sehr gut Unterhalten hat. Den zweiten Tel der Reihe " Blutdämmerung" habe ich schon länger her als Hörbuch gehört und hat mir auch sehr gut gefallen. Jetzt werde ich wohl Blutsommer den ersten teil auch noch unbedingt lesen müssen, denn der reizt mich jetzt natürlich auch. Zwingend nötig sind die Vorgängerbücher aber nicht zu lesen, ich hatte nie das Gefühl das mir etwas fehlt.


Der Schreibstil von Rainer Löffler ist wirklich packend und die Geschichte konnte mich sofort fesseln. Man zittert mit verschiedenen Protagonisten mit und fühlt sich in Mitte der Geschichte und des Grauens. Also wirklich ein Thriller der den Namen verdient und bestimmt nichts für zartbesaitete. Kommissar Martin Abel mochte ich von Anfang an, er hat eine Art an sich, die man einfach mögen muss. Seine Kompetenz Auseinandersetzungen mit Thomas Borchert waren wirklich auch nicht ohne und haben das Grauen mal stellenweise in den Hintergrund gestellt. Es war einfach höchst amüsant ihn zu folgen und zu sehen, wie er sich doch immer wieder durchgesetzt hat.


Ein Buch das ich wirklich nicht mehr aus der Hand legen konnte, einfach nur zu empfehlen.

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(Aktualisiert: 16 Mai 2017)
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Der Näher

Beim Näher handelt es sich um den dritten Band um den Ermittler Martin Abel. Auf den ersten Seiten hatte ich ein paar Probleme mich einzufinden, was aber daran lag, dass ich in letzter Zeit zu viele Ermittler-Romane gelesen habe und ich mich erstmal reindenken musste. Das gelang auch recht schnell, sodass ich zügig in die Handlung eintauchen konnte. Diese beginnt auch direkt mit hohem Tempo und die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend. Die Figuren sind gut dargestellt und vor allem Martin Abel kann man sich gut vorstellen. Knallhart, aber doch sensibel, ehrgeizig, aber doch humorvoll. Sein Privatleben kommt diesmal zwar etwas kürzer als in den Vorgängerbänden, aber es gibt doch Fortschritte, die einen Abel-Fan freuen. Die Haupthandlung ist sehr spannend aufgebaut, gut nachvollziehbar und mit einem überraschenden Ende. Und da Herr Löffler auch in einem sehr guten Stil schreibt, hat man die 440 Seiten schneller weggelesen als man denkt.

Bei deutschen Thriller-Autoren bemängele ich sehr oft die Unblutigkeit bzw. dass nicht so detailreich beschrieben wird wie z.B. bei amerikanischen Autoren. Dies kann ich von diesem Buch nun nicht behaupten – wer einen schwachen Magen hat oder sehr sensibel ist, könnte hier durchaus Probleme bekommen. Rainer Löffler kann meines Erachtens mit diesem Roman ganz klar mit den großen Thriller-Autoren Cross, Mcfadyen und Carter mithalten. Mit dem Näher hat er es in meine Autobuy-Liste geschafft.

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(Aktualisiert: 12 Juni 2017)
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Blutig hoch zehn

geht es hier zu in diesem saftigen Thriller, zu dem man nur greifen sollte, wenn man bereit ist, sich einer Brutalität sondergleichen auszusetzen und die deutsche Antwort auf Cody McFadyen und seinesgleichen kennenzulernen.

Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, verschlägt es mal wieder in den Kölner Raum, diesmal nach Gummersbach im Herzen des Bergischen Landes, wo es provinziell, aber dennoch unglaublich hart zugeht. Hier sind mehrere Frauen verschwunden und beim Fund der ersten Leiche wird deutlich, dass diese auf eine unglaubliche und mehr als unmenschliche Art zu Tode gekommen ist. Zudem sind alle Frauen zum Zeitpunkt ihres Abhandenkommens schwanger. Zwei davon sind erst vor recht kurzer Zeit verschwunden - ist da noch etwas zu machen. Martin Abel stößt auf überaus unkooperative Beamte bei der Gummersbacher Polizei - wird er diesen Fall, bzw. diese Fälle dennoch lösen können?

Eigentlich hat er aufgrund privater Probleme bzw. einfach bevorstehender Entscheidungen keinen Kopf dafür, aber Abel wäre nicht Abel, wenn er sich nicht in diese Materie verbeißen würde wie ein besonders hartnäckiges Nagetier. Koste es, was es wolle - und sei es seine Beziehung zur schönen Kollegin Hannah.

Harte und härteste Kost ist es, die Rainer Löffler seinen Lesern hier bietet - ich hatte von diesem Autor vor einigen Jahren bereits "Blutsommer" gelesen und fand das Buch zwar ebenfalls hart, für meine Begriffe aber dennoch im Rahmen des Erträglichen - und zudem sehr süffig und packend zu lesen.

Diesmal fällt mein Urteil etwas anders aus - Löffler überschreitet diese Grenzen definitiv und das wirkt sich zwar zugunsten der Spannung aus, geht aber definitiv auf Kosten von Stil und Struktur. Fans blutiger und blutigster Thriller, ja, auch Liebhaber von Horror-Literatur, zu denen ich mich ganz klar nicht zähle, werden hier sicher auf ihre Kosten kommen. Nur diesen empfehle ich den Band - und zwar aus vollem Herzen!

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