Ralph F. Wild: Stille Nacht

 
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Ralph F. Wild: Stille Nacht
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783957470256

Informationen zum Buch

Seiten
260

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Flammen schlugen aus dem Häuserdach.

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Handlungsort

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Lothar ist ein »Sonnenkind«, wurde er doch am 24. Dezember geboren am Tag des Herrn. Doch sein Glück zerbricht jäh, als seine Eltern sich trennen und seine Mutter ihn daraufhin ins Internat schickt. Nur sein Mitbewohner Thomas ist ihm dort ein Freund. Vom Direktor drangsaliert und missbraucht, verliert Lothar nicht nur seine kindliche Unschuld, sondern auch all seine Würde und Lebensfreude. Szenenwechsel: Schon seit Jahren erschüttert die älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd eine Mordserie, die ihren grausamen Höhepunkt immer an Heiligabend findet. Kommissar Sigurd Weller beißt sich an diesem Fall die Zähne aus, und das kurz vor seiner Pensionierung. Wird er mit seinem jungen Kollegen Stefan Passlack und der aufgeweckten Polizeianwärterin Michaela Pelongrin, genannt Veggi, seinen letzten Fall aufklären können? Die sogenannten »Sonnenkinder« bringen das Trio schon bald auf eine heiße Fährte.

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Sehr guter Thriller mit einer kleinen Schwäche

Seit dem 24.12.2002 geschehen an Heilig Abend in Schwäbisch Gmünd immer wieder grausame Morde. Kommissar Sigurd Weller, der kurz vor seiner Pensionierung steht, kommt bei diesen Mordfällen keinen Schritt weiter und ihm werden der Kollege Stefan Passlack und die Polizeianwärterin Michaela Pelongrin, die von allen nur Veggi genannt wird, zur Seite gestellt. Gemeinsam versuchen sie nun die Morde aufzuklären, bevor der für sie Unbekannte wieder am 24.12. des Jahres zuschlägt.
Szenenwechsel: Lothar ist ein Sonnenkind, er wurde genau am 24.12. geboren. Doch seine behütete Kindheit ist abrupt zu Ende, als sein Vater die Familie verlässt, weil seine Mutter einen neuen Freund hat. Dieser stellt die Mutter von Lothar vor die Wahl: Er oder das Kind – beide zusammen akzeptiert er nicht. Also trifft Lothars Mutter eine Entscheidung und Lothar landet in einem Internat, hinter dessen Mauern entsetzliche Dinge geschehen. Davon geprägt, entwickelt sich Lothars Leben ganz anders, als es eigentlich sein sollte……

Das Buch hat mich mit seinem Klappentext sofort in den Bann gezogen und nach den ersten Seiten fiel es mir schwer, dieses wieder aus der Hand zu legen.

Eingeteilt ist das Buch in 5 Teile und es wird abwechselnd aus der Sicht von Lothar, den Ermittlern sowie den Opfern erzählt. Dann gibt es noch Rückblenden., die kursiv geschrieben sind und in denen Lothar seiner wahrscheinlich einzigen Freundin Lola, die eine Prostituierte ist, über sein Leben erzählt.

Lothar als Hauptprotagonist war für mich sehr gut ausgearbeitet, er tat mir sogar ein wenig leid, denn das Leben im Internat hat ihn zu dem werden lassen, was er dann später geworden ist – ein Monster. Nach dem Einzug in das Internat gibt es für Lothar nur 2 Vertraute in seinem ganzem Leben und das fand ich sehr beängstigend. Die anderen Protagonisten sind charakterlich nur angerissen. Man kennt den Internatsdirektor, den Internatsfreund Thomas und Lola. Hier fehlt mir eindeutig mehr Tiefe in den Charakteren, dazu hätten es gern ein paar Seiten mehr sein können.

Die Ermittler wiederum werden ausführlicher dargestellt. Auch deren Privatleben und da bin ich bei dem Stern Abzug, dem ich diesem Buch wegnehmen muss. Anfangs fand ich es ja noch ganz schön, dass Veggi und Stefan ein Paar werden, aber das wurde ganz schnell sehr lästig möchte ich fast sagen. Es hat jedenfalls dem Plot des Buches nicht gut getan. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es einem Vorgesetzten so egal ist, bzw. er die Liebelei noch derart unterstützt zwischen den beiden, wie es im Buch beschrieben war. Mir war es hier eindeutig zu viel Sex, es hat einfach nicht zur Geschichte des Buches gepasst. Die dementsprechenden Dialoge zwischen Sigurd, Veggi und Stefan gingen mir dann auch irgendwann echt auf den Nerv.

Ein Spannungsaufbau war von Beginn an vorhanden und zog sich auch steigernd durch das Buch, bis auf einige ruhige Sequenzen, die aber nicht gestört haben. Der Showdown am Ende des Buches war gelungen und obwohl man sofort weiß, wer der Mörder im Buch ist, fiebert man dennoch bis zum Schluss mit.

Genial fand ich die vielen eingearbeiteten QR-Codes, bei denen man Bilder von Tatorten, die im Buch vorkommen, wie z.B. das Münster von Schwäbisch Gmünd, sieht.

Wäre das Techtelmechtel zwischen Stefan und Veggi nicht gewesen, gäbe es an diesem Buch nicht viel auszusetzen, so ziehe ich einen Stern ab und vergebe 4 von 5 Sterne.

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Opfer

Kommissar Sigurd Weller steht kurz vor der Pensionierung. Seit Jahren beschäftigt ihn ein Fall, bei dem jeweils am Heiligen Abend ein grausamer Mord passiert. Erst sein junger Kollege Stefan Passlack erkennt einen Zusammenhang. Alle Ermordeten hatten am 24. Dezember Geburtstag, sind also „Sonnenkinder“.
Auch Lothar ist so ein „Sonnenkind“. Als die Ehe der Eltern zerbricht und die Mutter mit ihrem Freund ein neues Leben beginnen will, gibt sie den Sohn ins Internat. Er teilt sich dort mit Thomas ein Zimmer. Die beiden freunden sich an. Doch Thomas Andeutungen und Warnungen begreift Lothar am Anfang nicht, bis er erkennt, was der Direktor mit seinen Schülern macht.
Wir erfahren die Geschichte zum einen aus der Sicht von Lothar, der die Vergangenheit nicht abschütteln kann und immer noch leidet. Er vertraut sich der Prostituierten Lola an.
Zum anderen lernen wir die Ermittlungsarbeit der Polizei kennen. Weller möchte den Fall vor seiner Pensionierung abschließen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Weihnachten steht vor der Tür. Nach Passlacks Erkenntnis, dass alle Opfer Heiligabend Geburtstag haben, versuchen sie den Fall zu klären mit der Unterstützung von Michaela Pelongrin, genannt Veggi.
Mir hat der Schreibstil gefallen, auch wenn ich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten hatte, mich in die Geschichte hineinzufinden, da es viele Sprünge gibt.
Ich konnte mit Lothar und Thomas mitfühlen, dann was sie erleben mussten ist grausam und muss ein Kind kaputtmachen. Obwohl Lothar ein Opfer ist und mein Mitgefühl hat, kann ich natürlich nicht akzeptieren, dass er zum Mörder geworden ist.
Weder Weller noch Passlack sind mir wirklich sympathisch. Auch die Liebesgeschichte zwischen Passlack und Veggie ist meines Erachtens nicht unbedingt notwendig gewesen.
Die Geschichte ist spannend erzählt bis zum packenden Showdown und lässt einen nachdenklich zurück.

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Etwas enttäuschend....

Jedes Jahr an Heilig Abend, dem 24. Dezember, geschehen in dem Städtchen Schwäbisch Gmünd Morde. Die Ermordeten haben am 24. Dezember Geburtstag oder gehören zum Umfeld eines sog. „Sonnenkindes“, eines am Heilig Abend geborenen. Spuren hinterlässt der Mörder nie, über Jahre.
Ein neues junges Ermittlerteam, Stefan Passlack und Michaela Pelongrin, genannt „Veggie“ sollen dem kurz vor der Pensionierung stehenden Kommissar Sigurd Weller unterstützen.
Soweit eine Geschichte mit Potenzial. Hört sich gut an. Leider hat sich der Autor entschlossen, die Handlung in knapp über 200 Seiten zu packen. Ein Fehler, denn so ist leider eine Tiefe in der Geschichte nicht entstanden. Alles bleibt flach. Ein Psychogramm des wirklich interessanten Täters und seiner Motive bleibt aus.
Dagegen erfährt der Leser viel über das Liebesleben des jungen Ermittlerpaares. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Auch der zweite Handlungsstrang – Jugend und Kindheit des kleinen Lothar – bleibt blass und ohne Tiefe. Warum steckt die Mutter ihr Kind in ein Internat und bricht den Kontakt zu ihm fast gänzlich ab?
Das Internatsleben wird nicht mit Leben gefüllt. So lernen wir lediglich den Direktor, seine Sekretärin und Lothars Freund Thomas kennen. Keine anderen Schüler, keine anderen Lehrkräfte, nichts, was uns Aufschluss über das Leben in diesem Internat bringen könnte.
Fazit: die Geschichte rund um den 24. Dezember, Heilig Abend, den Morden und das Warum des Täters hätte eine gute, spannende Geschichte geben können, wenn der Autor sich getraut hätte, die Fakten mit Leben zu füllen und sich gut und gern 200 Seiten mehr gegönnt hätte.

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Nicht gut umgesetzt

Lothar wurde am 24. Dezember als Sonnenkind geboren, am Tag des Herrn. Doch so sonnig ist seine Kindheit leider nicht geblieben, denn als er 10 Jahre alt ist, trennen sich die Eltern. Er entscheidet sich dafür bei seiner Mutter zu bleiben und danach hört er von seinen Vater nie wieder etwas. Lothars Mutter hat zu diesem Zeitpunkt auch schon einen Freund, der auch der Trennungsgrund war und möchte mit ihm und Lothar in Spanien neu anfangen.Da habe ich auch nicht ganz Verstanden, warum Lothar die Schuhe von ihrem Liebhaber unten im Flur stehen gesehen hat, als er Mittags von der Schule Heim gekommen ist, denn welcher Liebhaber macht das? Seine Mutter möchte eigentlich das er versucht mit den neuen Mann im Haus gut aus zukommen, aber irgendwie sieht Lothar es von Anfang an eher so, wie wenn sich seine Mutter automatisch gegen ihn entscheidet, wenn sie für ihren jetzigen Freund ist?
Zu diesem Verlauf der Geschichte muss ich aber zugeben das ich ihn einfach nicht verstehe und warum es dann plötzlich so schnell ging, das man sich dazu entschieden hat, das Lothar ins Internat geht? Ich hatte Anfangs schon den Eindruck, das seine Mutter ihn über alles liebt und warum sie plötzlich so kalt zu ihrem Sohn ist, der aber ja auch nicht mit ihr reden möchte? Die Beziehung zwischen einer liebenden Mutter und einem liebenden Kind war von einen Moment auf den anderen einfach nicht mehr da?
In diesem Internat geht Lothar durch die Hölle, er und auch die anderen Kinder werden vom Direktor misshandelt und missbraucht.

Als Erwachsener öffnet sich dann aber Lothar einer Prostituierten und es tut ihm wirklich gut das alles von der Seele zu reden.

Seit einigen Jahren gibt es immer am 24. Dezember rätselhafte Morde, doch seit Jahren haben die Ermittler keinen Zusammenhang zwischen den Opfern gefunden. Erst Jahre später bemerkt dann mal jemand wie Passlack, der bald der Nachfolger von Kommissar Weller wird, weil der in Rente geht, das die Opfer alle an einen 24.12. Geboren sind ( leider nicht gerade Glaubhaft für mich ).

Leider konnte mich das Buch von Anfang an nicht begeistern, weil mir vieles zu unlogisch war. Auch die Polizeiarbeit war sehr unrealistisch und ich habe sie nicht wirklich verstanden. Da ziemlich schnell klar war, wer die Morde begeht, war das Buch für mich auch nicht spannend und Lothars traurige Kindheit im Internat war mir mit viel zu wenig Gefühlen geschildert, auch wenn ich da keine Details gewollt hätte, aber eben mehr Emotionen. Was der Auslöser für seine Taten war und was er für ein Leben geführt hat, das hätte mich auch interessiert, dafür hätten einige erotische Betriebsamkeiten etwas gekürzt werden können. Die Charaktere waren mir eigentlich alle zu farblos und haben der Geschichte kein leben eingeflößt. Schade, denn der Klappentext hat mich wirklich angesprochen und auch das Cover gefällt mir gut. Ich vergebe 2 Sternchen, weil die Grundidee nicht schlecht ist, aber Ralph F. Wild es leider nicht geschafft hat, sie umzusetzen. Der Schreibstil wäre eigentlich angenehm gewesen.

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