Roger Smith: Mann am Boden

 
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Roger Smith: Mann am Boden
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Man down
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783608502176

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Eine Stunde, bevor die bewaffneten Männer kamen, stand John Turner neben seinem überdimensionalen Schwimmingpool, trank Mineralwasser aus einer Flasche und beobachtete, wie die Sonne langsam über den Tucson Mountains unterging.

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Handlungsort

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Tucson, Arizona. Eine dreiköpfige Familie wird in ihrem eigenen Haus überfallen und als Geisel gehalten. Doch schnell offenbart sich, dass der Vater ein doppeltes Spiel spielt. Wer sind die wahren Täter und wer die Opfer?

Zehn Jahre ist es her, seit John Turner und seine Frau ihre Zelte in Südafrika abbrachen, um gemeinsam mit ihrer Tochter Lucy in den USA ein neues Leben aufzubauen. Als drei Männer in ihr Haus in Arizona eindringen und sie als Geiseln nehmen, zerbricht das familiäre Idyll. Langsam kommen die Schatten aus Turners Vergangenheit ans Licht. Warum verließ die Familie ihre Heimat Johannesburg so überstürzt? Roger Smith, der härteste Krimiautor Südafrikas, erzählt in rasantem Tempo von Vertrauen, Korruption und den Fehlern der Vergangenheit, die jeden von uns zwangsläufig einholen. Und er beweist: Unschuldige gibt es in dieser Welt nicht.

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Mann am Boden

John Turner lebt mit seiner Frau Tanya und der gemeinsamen Tochter Lucy in Tucson Arizona. Er hat sich dort ein neues Leben aufgebaut nachdem er vor vielen Jahren die alte Heimat Südafrika Hals über Kopf verlassen hat. Doch der Schein trügt, denn weder er selbst noch seine Frau haben mit der Vergangenheit wirklich abgeschlossen. Die damaligen Ereignisse belasten die Ehe. Als nun John eine Affäre mit seiner engsten Mitarbeiterin eingeht, überschlagen sich die Ereignisse.

Der Autor Roger Smith ist für seine harten Thriller bekannt. Diese spielen meist in Südafrika und auch dieses Buch spielt zu großen Teilen dort, da der Autor zwischen der Gegenwart in Arizona und der Vergangenheit in Südafrika immer hin und her springt. So erfährt der Leser viele Details über das alte und das neue Leben des John Turner. Dieser Mann hat nach einer schweren Kindheit sein Leben mit Alkohol, Drogen und Gewalt verbracht und sich dann mit Mühe davon lösen können. Aber die Vergangenheit hat ihn nie ganz losgelassen und als er endlich ganz mit ihr abschließen will, kehrt die Gewalt mit Macht an die Oberfläche zurück.
Die Perspektivwechsel in diesem Roman erfolgen schnell und ohne jegliche Vorwarnung. Gerade noch in der Gegenwart, geht es in die Vergangenheit zurück und andersherum. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, aber nach kurzer Zeit hat man hier den Dreh als Leser raus.

„Mann am Boden“ ist wirklich harter Tobak. Schonungslos beschreibt Roger Smith das Leben eines Mannes, der von einer scheinbar ausweglosen Situation in die nächste gerät und dabei die Gewalt immer an seiner Seite hat. Ob als Täter oder Opfer, John Turner ist eine bemitleidenswerte Person.

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, eben ein typischer Roger Smith.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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sehr brutal und brutal gut

Mit dem Titel „Mann am Boden“ beschreibt Roger Smith seine Geschichte im neuem Roman ziemlich knapp aber physisch und psychologisch sehr treffend. John Turner ist mit seiner Familie nach Amerika ausgewandert nachdem er sich in Südafrika in eine ausweglose Lage manövriert hatte. Mit Frau und Tochter hat er in den USA ein scheinbar solides und unscheinbares neues Leben begonnen. Alkohol und Drogen glaubt er ebenso hinter sich wie Mord und andere Verbrechen. Aber als er sich in Grace verliebt und mit allen Mitteln den Plan von einer Scheidung in die Tat umsetzen will, holt er sich erneut Gewalt und Tod in sein Haus und als um ihn herum alles eskaliert, findet er sich bald blutig und mit einer Knarre am Kopf auf dem Fußboden wieder.

Roger Smith gehört zu den Autoren, die ihre Thriller immer mit einer gehörigen Portion brutaler Gewalt und jeder Menge blutiger Szenen erzählen. Seine Romane sind rabenschwarz und sein Humor ist bitterböse. Er hat mit seinen Darstellern wenig Mitleid und treibt sie von einem Abgrund in den nächsten, spart dafür mit positiven Gefühlen wie Hoffnung, Vertrauen oder Freundschaft. Ich brauche immer zwei, drei Abschnitte, um mich an diesen leicht depressiven Ton zu gewöhnen und die Brutalität ist teilweise grenzwertig. Aber immer wieder gerate ich dann in den Lesesog seiner Bücher, denn Smith kann mit einigen Dingen bei mir immer punkten. Seine Sprache ist kraftvoll und eindringlich und er schildert die Beziehungen seiner Protagonisten und ihre Gefühlswelten sehr intelligent und mit einem psychologischen Scharfsinn, der mir unter die Haut geht. Obwohl also John Turner wirklich kein Held ist, sondern stattdessen ein schwerer Alkoholiker, der seine Drogensucht mit diversen Verbrechen finanziert hat, auch vor Entführung und Erpressung nicht zurückgeschreckt und einen Mord in Auftrag gegeben hat, kam mir dieser Kerl doch irgendwie ziemlich nahe. Seine Empfindungen, z.B. für seine Geliebte, waren erstaunlich tief und glaubwürdig und viele seiner Verfehlungen habe ich ihm trotz allem nachgesehen und wünschte ein ums andere Kapitel, dass er irgendwie aus diesem Horrortrip lebend rauskommen würde.

Die letzten 50 Seiten muss man an einem Stück lesen. Dabei haben mich zwei Wendungen tief erschüttert und tatsächlich erst auf den letzten drei, vier Seiten erkennt der Leser, wo die Reise hingeht, und wie Roger mit den Gefühlen und Gedanken des Lesers spielt, um ihn dann gegen eine Wand laufen zu lassen. Das ist ganz große Erzählkunst. Das ist hart, brutal und schwer verdaulich. Das hallt nach und wühlt auf. Also Vorsicht. „Mann am Boden“ ist nichts für Zartbesaitete. Es belohnt dafür mit einem ausgeklügelten Plot, der atemlos gleich mehreren Höhepunkten entgegenjagt, und am Ende in mehr als einem Blutbad endet.

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Brutal und blutig

Von Roger Smith habe ich bis jetzt noch nichts gelesen, aber schon viel gehört. Er ist wohl einer der südafrikanischen Autoren, die man kennen muss. Um das zu tun, habe ich mir nun den vorliegenden Thriller geschnappt, der schon am Cover verrät, dass massenweise Blut fließen wird. Entgegen den letzten Büchern spielt dieses aber hauptsächlich in den USA.

Gewalttaten

John Turner lebt seit 10 Jahren mit seiner Familie in USA. Gemeinsam mit seiner Frau Tanya und seiner Tochter Lucy verließ er damals Südafrika nachdem er Opfer eines Carjackings wurde. Nun dringen drei maskierte, bewaffnete Männer in sein Haus ein und bedrohen ihn und Tanya, Lucy ist nicht im Haus. Das Drama nimmt Fahrt auf, doch nicht alles ist so, wie es scheint und der Abend nimmt noch einen ganz anderen Lauf.

Mosaik

Leider hat mir das Buch einen schweren Start beschert. Der Autor springt bei jedem Kapitel in eine andere Zeit, zurück in die Vergangenheit in Südafrika, aber auch nur tage- oder stundenweise. Und nicht nur in John Turners Erinnerungen, sondern auch Tanya und Grace – Turners Angestellte und Geliebte – bekommen Kapitel zugewiesen. Die Kapitel sind allesamt kurz, doch die ständigen Wechsel machen es einen am Anfang nicht einfach, bis man sich daran gewöhnt hat. Nichtsdestotrotz haben die Rückblenden ihren Sinn, denn sie setzen die Geschehnisse wie ein Mosaik, nach und nach zusammen und es offenbart sich, wie es zu der jetzigen Situation kommen konnte.

Sex, Drugs und kein Rock’n’Roll

John Turner wirkt nett und anständig, mal abgesehen von seiner Geliebten. Tanya wird als das Miststück dargestellt und kommt nicht gut weg. Mit ihrer knabenhaften Figur, kurzen Haaren und strenger, makrobiotischer Ernährung bildet sie das komplette Gegenstück zu Grace, die zwar blond gefärbt, aber sich eben Monroe-gleich auf dem Bett räkelt. Aber Tanya hat Turner in der Hand und nutzt das weidlich aus. Natürlich stellt sich raus, dass Turner nicht ganz der normale Mitbürger ist, sondern eine Vergangenheit mit vielen Drogen, Drogengeschäften und Kriminellen hinter sich hat, die sich nun auf die Gegenwart auswirkt.

Brutal und blutig

Brutal und hart ist dieser Thriller, die schnellen Perspektivwechsel erhöhen noch die Dringlichkeit. Die Ereignisse passieren Knall auf Fall und die Spannung ist kontinuierlich hoch. Es gibt sehr viel Gewalt und Blut fließt in Unmengen – weder die Täter sind zimperlich, noch Tanya. Turner ist auch nicht von schlechten Eltern, aber immerhin plagen ihn Gewissensbisse. Hoch halten muss man ihm auch, dass er der einzige zu sein scheint, der Interesse an seiner Tochter, bzw. ihrem Überleben, zu haben scheint.

Und Südafrika?

Gehört habe ich, dass Smiths andere Bücher Südafrika tief beleuchten, doch davon ist hier leider nichts zu merken. Es ist ein taffer, harter Thriller – der in den USA spielt. Die Rückblenden spielen zwar in Südafrika, doch Einblick in die südafrikanische Gesellschaft gibt es wenig. So bleibt der Thriller doch recht austauschbar.

Fazit:
Brutal, hart, blutig, ein Thriller in dem nichts ist, wie es scheint, der aber durch die schnellen Perspektivwechsel anfänglich ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.

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