Ronald Malfi: December Park

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Ronald Malfi: December Park
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
E-Book
Originaltitel
december park
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783958350328

Informationen zum Buch

Seiten
500

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Im Herbst 1993 legte sich ein dunkler Schatten über Harting Farms.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Im Herbst 1993 wird das beschauliche Städtchen Harting Farms in Maryland vom Verschwinden mehrerer Kinder erschüttert. Zunächst denken die Bewohner noch an Ausreißer, bis in dem großen, gespenstischen, umwaldeten December Park die erste Leiche eines Mädchens gefunden wird. Die Zeitungen sprechen vom Entführer als Piper, als Rattenfänger, wie in der Sage der Brüder Grimm, weil er gekommen ist, um die Kinder wegzulocken. Doch in den Schulgängen flüstern die Kinder noch viel düsterere Namen. Angelo Mazzone und seine Freunde entdecken eine Verbindung zu dem toten Mädchen und nehmen die Verfolgung des Mörders auf. Die fünf Jugendlichen schwören sich, der Schreckensherrschaft des Pipers ein Ende zu setzen. Doch was als mutiges Versprechen beginnt, entpuppt sich nicht nur als Odyssee in die Düsternis ihrer Heimatstadt und ihrer Bewohner, sondern auch als Selbsterfahrungstrip. In der Dämmerung ist auf den Straßen von Harting Farms jeder verdächtig, und jeder der Jungs könnte das nächste Opfer des Pipers sein. Dieser Coming-of-Age-Thriller ist Ronald Malfis persönlichster Roman, sein Magnum Opus, in das auch eigene Kindheitserinnerungen mit einflossen. Vergleiche zu Stephen Kings Es und zu Dan Simmons Sommer der Nacht drängen sich zwar auf, December Park ist jedoch frei von übernatürlichen Elementen, dennoch nicht minder schaurig.

Autoren-Bewertungen

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3.0

Eher ein Detektivroman

Inhalt

In einem kleinen Ort häufen sich die Vermisstenanzeigen Jugendlicher. Als dann die erste Leiche gefunden wurde, beschließen Angelo und seine Freunde, sich auf die Suche nach dem Täter zu machen.

Meine Meinung

Aufgrund des Covers und des Klappentextes hätte ich ein unheimliches Buch erwartet, dass auch etwas in Richtung Horror geht. Das Buch wird mit Büchern wie “Es” von Stephen King verglichen. Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Ich habe mich während der Lektüre nicht gegruselt, ich fand nicht eine Szene wirklich unheimlich und leider konnte auch keine Spannung aufgebaut werden.

Mit einer anderen Erwartungshaltung hätte mir das Buch vielleicht besser gefallen. Ich würde es mehr in die Rubrik Detektivgeschichten für Jugendliche mit leichten Gruselmomenten stecken. Darauf war ich nur leider überhaupt nicht eingestellt. In diesem Genre wäre das Buch aber nicht nur gut aufgehoben, es würde auch um einiges besser abschneiden.

Neben den Horroreffekten fehlte wie bereits kurz angeschnitten die Spannung. Es wurden ein paar Spannungsmomente eingebaut, allerdings leider ziemlich plump und sich wiederholend, so dass zumindest ich das bald nicht mehr ernst nehmen konnte. Eine gewisse Neugier wurde allerdings schon geweckt, ich wollte doch wissen, wer der Täter ist.
Wenig zum Spannungsaufbau beitragen konnten die langen und detaillierten Beschreibungen, die mich persönlich doch etwas langweilten und zum Überfliegen der jeweiligen Passagen animierten.

Ich möchte nicht sagen, dass das Buch schlecht wäre, denn das ist es nicht. Aber die Vermarktung des Buches ist hier leider sehr misslungen, was mir doch etwas Freude am Lesen genommen hat.

Mit einer Bewertung tu ich mir ein bisschen schwer. Ich hatte beim Lesen gar nicht so ein schlechtes Gefühl wie beim Schreiben der Rezension. Trotz seiner Schwächen würde ich das Buch als durchschnittlich gut bewerten. Für die Aufmachung als Thriller muss ich allerdings noch einen halben Punkt abziehen.

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Geschichte der leisen Töne

Maryland, USA, 1994. Schon seit Monaten verschwinden Kinder und Jugendliche im beschaulichen Harting Farms. Während die ersten Fälle noch als Ausreißer abgetan wurden, steigt nach dem Auffinden der Leiche eines jungen Mädchens die Angst vor einem Serientäter.

Angelo Mazzone ist Sohn eines Polizisten und bekommt die Sorge seines Vaters über die Geschehnisse in der Stadt somit direkt zu spüren, obwohl vieles heruntergespielt wird, um die Bürger nicht zu sehr zu beunruhigen. Irgendwann  fangen er und seine Freunde an, nach Spuren des Täters zu suchen. Was zu Beginn eher den Charakter einer lustigen Schnitzeljagd, wenn auch mit ernstem Hintergrund, hat, wächst sich nach und nach zu einer lebensgefährlichen Suche aus.

Es handelt sich um ein Buch der leisen Töne. Wer wilde Actionszenen oder atemberaubenden Horror erwartet, wird hier wahrscheinlich enttäuscht werden. Der Horror liegt hier eher in der Alltäglichkeit, die Geschichte entwickelt sich langsam, der Autor gibt seinem Setting und seinen Figuren viel Raum und Zeit. Amüsant hierbei sind auch die Erinnerungen an die 90er Jahre.

Zu Beginn hatte ich Assoziationen zu manchem Titel von Stephen King, das legte sich aber im weiteren Verlauf aufgrund der oben beschriebenen langsamen Entwicklung und des fehlenden Horrors.

Das Hauptthema ist eigentlich Freundschaft. Die wunderbare, tiefe  Freundschaft dieser Jungs-Clique hat mich beim Lesen immer  wieder sehr berührt. Angelo und drei der Jungen kennen sich schon von klein auf, bei ihnen verwundert das nicht so sehr, aber auch Adrian, der Neue in der Stadt, findet bei ihnen Anschluss und wird in ihre Gruppe aufgenommen. Der Zusammenhalt der Jungs untereinander ist immer wieder Thema und so stehen sie die Sache bis zum Ende gemeinsam durch, egal was sie herausfinden und was ihnen bei ihrer Suche alles geschieht!

Grundsätzlich hat mir das Buch gefallen, allerdings hatte es auch ein paar Längen, an einigen Stellen hätte die Geschichte vielleicht etwas gestrafft werden können. Die Jungs ermitteln anfangs sehr planlos, immer wieder finden sie etwas, was sich dann doch nicht als relevant herausstellt, dann geschieht wieder scheinbar etwas, was dann im Nachhinein doch nicht so ist, wie es zuerst aussieht und all das wiederholt sich doch einige Male.

Die Auflösung kam für mich sehr überraschend und nicht wirklich glaubwürdig. Hier war ich zum ersten Mal wirklich unzufrieden mit der Geschichte, denn hier klafften für mich doch große Lücken in Logik und Nachvollziehbarkeit.

Das Ende machte mich, gerade im Hinblick auf das den Roman durchziehende Freundschaftsthema, ziemlich wehmütig – dennoch ist es eine schöne Schlussszene, die ich mir wunderbar verfilmt vorstellen könnte!

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Ein Serienmörder in einer Kleinstadt

In der Stadt Harting Farms im Bundesstaat Maryland stört etwas die Ruhe der Kleinstadt. Ein Serienmörder versetzt die Bewohner in Unruhe. Es sind bereits mehrere Jugendliche verschwunden, als die Polizei die Leiche eines Mädchens findet. 5 Jungen machen sich nun auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter, den alle den "Piper" nennen.

Angelo, Scott, Michael, Peter und Adrian sind fast typische Jungen, wie man sie sich in einer idyllischen Kleinstadt vorstellt. Nach der Schule treffen sie sich, um auf ihren Rädern die Umgebung unsicher zu machen und durchstreifen die Wälder. "December Park" beschreibt die Beziehung der Jungen zueinander und deren tiefe Freundschaft. Dieses Thema greift der Autor sehr einfühlsam auf.

Wer einen reinen Thriller erwartet, wird ihn hier, zumindest in den ersten drei Vierteln des Buches, nicht finden. Spannungsmomente sind sehr sparsam verteilt und ein Spannungsbogen ist nicht vorhanden.

Es ist ein ruhiges Buch, das sich eher gemächlich liest, erst zum Ende hin, wird man durch die Auflösung überrascht. Mit hat diese Auflösung nicht gefallen, ich empfand sie als nicht nachvollziehbar und das ist auch mein grösster Kritikpunkt. Dies und das "Dahinplätschern" der ganzen Geschichte.

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Kein Thriller, aber trotzdem nicht schlecht!

„December Park“ von Ronald Malfi…….was war meine Erwartung an das Buch?
Düsteres Cover, dunkle Farben, ein Junge mit ängstlichem Gesichtsausdruck…..
Der Luzifer Verlag, bekannt für meisterhaften Thriller und Horror….
Das Buch eingeordnet im Genre Thriller…..
Eine spannende Kurzbeschreibung auf dem Klappentext……

Alles Kriterien, die mich dazu veranlassten, dieses Buch lesen zu wollen. Ich erwartete Spannung pur, einen Lesegenuss mit düsteren Charakteren, einem gespenstischem Setting und einem freilaufenden Mörder. Leider wurde ich teileweise herb enttäuscht.

Aber um was geht es in dem Buch?

In einer Kleinstadt in Maryland verschwinden im Jahr 1993 mehrere Kinder spurlos. Anfangs geht man noch davon aus, dass diese ausgerissen sind. Aber dann wird ein junges Mädchen tot aufgefunden.
Eine Clique von 4 Jungs, Angelo, Scott, Michael und Peter, beobachtet die örtliche Polizei, wie sie die Tote bergen und sie fragen sich nicht nur, wer das Mädchen ist, sondern auch, wer es getötet hat. Sie beginnen selbst Nachforschungen anzustellen. Zuerst nur als Spaß, und um sich die Zeit zu vertreiben. Als dann aber der Nachbarsjunge von Angelo, Adrian, zur Clique dazu stößt, wird aus dem Spiel eine Art Besessenheit, den Mörder des toten Mädchens zu finden. Dann verschwinden noch mehr Jugendliche aus dem Ort Harting Farms. Die Clique begibt sich in immer größere Gefahr, um den Piper, wie der Entführer in der Stadt mittlerweile genannt wird, vor der Polizei ausfindig zu machen.

Warum bin ich enttäuscht von dem Buch?
Naja, eigentlich muss ich das auch etwas differenzieren. Unter dem Genre Thriller verstehe ich auf alle Fälle etwas anderes. Die Geschichte plätschert ohne großartigen Spannungsaufbau anfangs dahin. Rein von der Story her gesehen, könnte das Buch locker 200 Seiten weniger haben und man hat trotzdem nichts von der Geschichte verpasst. Ich habe mich sehr schwer mit dem Lesen getan, weil es so langatmig und teilweise sogar langweilig war. Etwas düstere Atmosphäre und gruselige Orte kamen als Setting vor, aber das war es bis gegen Ende des Buches auch schon. Die letzten 150 Seiten wiederum haben mir sehr gut gefallen. Endlich war das Gefühl da, es passiert etwas in der Handlung. Spannung kam auf und der Showdown hatte es dann geschafft, dass ich schneller lesen wollte. Schade, dass ich so lange darauf warten musste – nämlich über 400 Seiten. Allerdings hat mich die Auflösung am Ende überhaupt nicht überzeugt, ich fand es sogar sehr an den Haaren herbei gezogen.

Warum es mir trotzdem gefallen hat?
Gehe ich jetzt mal von dem Gedanken des Genre Thriller weg, hat Ronald Malfi hier aber einen wunderbaren Roman geschaffen, der von einer Jugendclique und ihren Erlebnissen erzählt. Die Protagonisten, allen voran Angelo, Sohn eines Polizisten, sind tiefgründig ausgearbeitet. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, dem „Abhängen“ nach der Schule und man hat sich als Leser herrlich in die 90-er Jahre zurück gesetzt gefühlt. Das Ende hat mich in Hinblick dieser Jungenfreundschaft sehr ergriffen und ja, ich gebe zu, ich hatte ein paar Tränchen in den Augen.

Wer also hier einen spannenden Thriller mit Grusel und Horror erwartet, wird bestimmt enttäuscht sein.
Dennoch gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen aus oben genannten Gründen.



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