Sabina Naber: Flamencopassion

 
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Sabina Naber: Flamencopassion
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783839218556

Informationen zum Buch

Seiten
373

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Zwei nackte Leichen, zwei Tatorte und zwei Todesursachen - die eine Leiche ein Erdölspezialist aus der Oberschicht, die andere ein mittelloser Gelegenheitsarbeiter. Einzige Verbindung der Männer: Ihre Frauen sind begeisterte Flamencotänzerinnen. Hat die geheimnisvolle Esma, die provokante Underground-Flamenco-Treffen veranstaltet, etwas mit den Toten zu tun? Der Wiener Chefinspektor Karl Maria Katz und die Gruppeninspektorin Daniela Mayer ermitteln.

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Flamencopassion

Inhaltsangabe:

Das Ermittlerduo der Wiener Polizei Daniela Mayer und Karl Katz wird zu einer Leiche gerufen. Auf den ersten Blick wirkt Markus Kollers Tod wie ein Selbstmord, doch noch am Tatort kommen erste Zweifel auf. Hatte die Ehefrau nicht ein handfestes Motiv für einen Mord? Kurz darauf gibt es einen zweiten Toten: Walter Jelinek, der für Markus Koller undurchsichtige Aufgaben erledigte. Führt eine Spur vielleicht zu Kollers Geschäften? Das Geschäft ist aber nicht das Einzige, das die beiden Männer verbindet, denn beide liebten Frauen, die Flamenco tanzen. Diese Spur führt zu der charismatischen Tänzerin Esma, doch für Mayer und Katz ist Esma einfach nicht auffindbar ...

Das Buch ist der vierte Band der Reihe um die Ermittler Daniela Mayer & Karl Katz.

Der erste Satz:

„Was machst du da?“

Meine Meinung zum Buch:

Ich mag die Bücher um die beiden Ermittler Mayer & Katz sehr, daher habe ich mich schon lange auf diesen vierten Band gefreut. Und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.

Jedes der Bücher thematisiert eine Sportart, und nach Marathonlauf, Golfspiel und Fußballspiel war der Flamencotanz eine spannende Ergänzung. Wie immer ist die Atmosphäre beim Lauf, Spiel oder hier beim Tanz ganz hervorragend eingefangen. Die Begeisterung und Leidenschaft der Tänzer und Tänzerinnen wird spürbar und bei der Beschreibung der „Fiestas“ fühlte man sich als Leser wie mitten im Publikum dabei. Ganz nebenher erfährt man auch interessante Details über die Entwicklung und die Traditionen dieses Tanzes bzw. das Brechen eben dieser Traditionen. Ich habe diese Passagen sehr gerne gelesen.

Aber nicht nur beim Tanz kann man sich als Leser „dabei“ fühlen, auch bei den Zeugenbefragungen oder bei den Teambesprechungen hatte ich als Leser das Gefühl, ganz dicht daneben zu stehen. Die jeweilige Atmosphäre ist immer spürbar gewesen.

Daniela Mayer und Karl Katz sind sympathische Ermittler, die mit Scharfsinn, Teamgeist und Witz an ihren Fällen arbeiten. Wer die anderen Bücher der Reihe gelesen hat, erkennt natürlich schnell die Gewohnheiten der beiden – Danis „Aha?“ bei den Befragungen, ihr Zerkauen von Zahnstochern und Karls Tricks, weibliche Zeuginnen um den Finger zu wickeln ließen mich immer wieder beim Lesen grinsen.

Aber auch das Team um Dani und Karl trägt viel zur Lösung des Falles bei. Der Computerspezialist Kevin ist wieder ganz in seinem Element, und auch der Pathologe Schmitz mit seinem kölschen Dialekt hat viel zu tun. Schade nur, dass Danis alter Kollege Oppitz nicht dabei war – aber es sieht so aus, als würde er im nächsten Fall wieder eine größere Rolle spielen können, das wäre schön.

Spannend fand ich den erzählerischen Aufbau der Geschichte. Die längeren Kapitel sind aus der Sicht von Daniela Mayer oder Karl Katz erzählt, doch immer dazwischen finden sich kurze Dialogszenen, in denen sich eine Frau und ein Mann unterhalten. Man glaubt als Leser oft, der Lösung schon ein Stück näher gekommen zu sein als die beiden Ermittler, doch die Autorin schafft es, dass es immer anders kommt, als man denkt. Es gibt genügend falsche Spuren und überraschende Wendungen in der Geschichte, um den Leser auf Trab zu halten.

Mein Fazit: Buchtipp!

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(Aktualisiert: 23 März 2016)
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Vierter Fall für die Wiener Ermittler Mayer und Katz

Das Wiener LKA steht vor einem Rätsel: zwei nackte Leichen an unterschiedlichen Tatorten und mit verschiedenen Todesursachen. Beide Opfer kommen aus völlig verschiedenen Gesellschaftsschichten, aber eine Gemeinsamkeit gibt es: die Ehefrauen der beiden Toten sind begeisterte Flamencotänzerinnen. Eine weitere Verbindung scheint die geheimnisvolle Esma zu sein, eine der besten Flamencotänzerinnen von Wien, die aber nicht auffindbar ist. Ein Fall für Chefinspektor Karl Maria Katz und die Gruppeninspektorin Daniela Mayer.

Ich bin ja ein großer Anhänger dieser Krimireihe von Sabina Naber und jedes Mal, wenn ich einen neuen Band aufschlage, ist es inzwischen, als ob ich alte Freunde wiedertreffe. Man kann dieses Buch sicherlich auch ohne Vorwissen der vorigen Bände lesen, aber es fehlt etwas, wenn man nicht die Entwicklung der Figuren vom ersten Band an mitverfolgt hat, finde ich.

Die Charaktere sind eine ganz große Stärke der Autorin, die sie mit kleinen Details und der Beschreibung von Gesten sehr liebevoll und lebendig darstellt, ohne dabei langwierig oder schleppend zu wirken. Das Gleiche gilt auch für die Umgebungsbeschreibungen, so dass ich als Leser oft das Gefühl hatte, persönlich dabei zu sein. Die Autorin schafft es immer wieder spielend, die entsprechenden Milieus plastisch darzustellen.

Daniela Mayer, die bisher nur temporär ans LKA ausgeliehen war, ist nun endlich fester Bestandteil des Ermittlerteams um Chefinspektor Karl Maria Katz. Die beiden sind aber nicht nur Kollegen, sondern inzwischen auch gute Freunde, die sich ohne viel Worte verstehen. Außerdem sind sie sehr menschlich und unkompliziert.

Was mir sehr gut gefällt, dass amouröse Verwicklungen der beiden, die die kollegiale Zusammenarbeit erschweren könnten, aufgrund ihrer jeweiligen sexuellen Ausrichtung von vornherein ausgeschlossen sind. Und natürlich freue ich mich jedes Mal über die Auftritte von Alex Ritter, dem schwulen Freund von Karl und Vermieter von Dani. Überhaupt gefällt es mir sehr gut, wie offen die Autorin mit dem Thema Homosexualität in der Reihe umgeht, nicht verkniffen, sondern ganz natürlich und der Heterosexualität gleichgestellt – wie es sein sollte.

Diesmal führen die Mordfälle Mayer und Katz in die Welt des Flamencos. Dabei erfährt der Leser viel Interessantes über diesen ausdrucksstarken Tanz und die Wiener Flamencoszene. Für mich war einiges Unbekanntes dabei, da ich mich bisher mit dieser Tanzrichtung nicht so gut auskannte.

Die Kapitel mit Mayer und Katz wechseln sich permanent mit Dialogen aus dem Off ab, die allmählich Licht in die Mordfälle bringen. Aber als ich dachte, mir ist nun alles klar, hat mir die Autorin ein schriftstellerisches Bein gestellt und mein schönes Theoriegebäude brach in sich zusammen. Mit diesen für mich völlig überraschenden Wendungen hat die Autorin mich ganz schön ausgetrickst.

Leider war ich viel zu schnell wieder mit dem Buch durch und jetzt heißt es warten auf den fünften Fall mit den sympathischen Ermittlern Mayer und Katz.

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Spannend und informativ

In Wien werden kurz nacheinander zwei nackte Männerleichen gefunden. Sie stammen aus verschiedenen Millieus, haben anscheinend keine Gemeinsamkeiten bis auf die Bekanntschaft zu Esma, eine der bedeutendsten Flamencotänzerinnen in Wien. Und auch die Ehefrauen der Beiden tanzen Flamenco. Doch Esma ist nicht auffindbar.
Ein neuer Fall für den Wiener Chefinspektor Karl Maria Katz und Gruppeninspektorin Daniela Mayer.

Dies ist bereits der 4. Fall ist, bei dem ich mit Katz und Mayer mit ermitteln darf. Da ich vom ersten Fall an mit dabei bin, habe ich die Beiden und ihr Team schon so gut kennengelernt, dass es ist, wie zu Freunden nachhause zu kommen. Ich liebe Schmitz mit seinem kölschen Dialekt, Kevin, der sich immer besser ins Team integriert und langsam auftaut oder die Zahnstocher, die Dani dauernd kaut. Aber auch ohne die Kenntnisse aus den ersten Fällen kann man den neuen Fall gut lesen.

Ich finde es gut, dass die beiden Ermittler so normal sind. Obwohl Karl Maria mit seinem Freund Alex Ritter, einer sehr schillernden Persönlichkeit und Danielas Vermieter, zusammen ist und auch Daniela eher die Frauen liebt. Sabina Naber geht mit dem Thema der andersartigen Geschlechtlichkeit ganz normal um. So sollte es ja eigentlich auch sein. Witzig wie immer die kleinen Kabbeleien zwischen Katz und Mayer. Sabina Naber hat überhaupt die Gabe, ihren Personen und auch den Schauplätzen richtig Leben einzuhauchen. Ich fühle mich immer wie mittendrin.

In diesem Fall spielt der Flamenco eine sehr große Rolle. Bis auf einen Auftritt in Spanien hatte ich bisher keine weiteren Bezugspunkte zu diesem Tanz. Aber wenn Sabina Naber darüber schreibt und man darüber liest, steckt es einen an. Sehr interessant fand ich die Unterschiede zwischen dem traditionellen Flamenco und der sehr modernen Ausführung. Der Abend der Fiesta hat mich mit allen Sinnen mitgerissen.

Der Kriminalfall selbst ist gut nachvollziehbar und spannend aufgebaut. Ich habe mich immer wieder auf neue Fährten eingelassen, musste aber bis zum Schluss einsehen, dass ich mich dank Sabinas Verführungskunst immer wieder verlaufen hatte.

Auch diesmal greift die Autorin das ein oder andere gesellschaftliche Thema auf - z.B. Rauchfreiheit in Lokalen - was gut in die Geschichte eingewoben ist. Auch die wienerischen Ausdrücke kann man sehr gut verstehen. Wenn nicht, sind sie am Fußende erklärt.

Leider wurde auch dieser Fall wieder viel zu schnell aufgeklärt. Aber es gibt ja ein Wiederlesen. Und darauf freue ich mich schon heute.

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