Sabine Weiß: Schwarze Brandung

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Sabine Weiß: Schwarze Brandung
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783404175178

Informationen zum Buch

Seiten
350

Sonstiges

Erster Satz
Eine Windböe bläst Graupelschauer unter ihren kurzen Rock.

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Ein stürmischer Morgen auf Sylt. Am Strand vor Westerland wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die offensichtlich brutal ermordet wurde. Als Liv Lammers von der Mordkommission Flensburg davon hört, gefriert ihr das Blut in den Adern: Kurz zuvor hatte ihr 15-jähriger Neffe aus Sylt sie um Hilfe gebeten, weil er seine Freundin vermisst. Handelt es sich bei der Toten um Milena? Und wer hätte ihr etwas antun wollen? Liv, die vor Jahren mit ihrer Sylter Familie und ihrer alten Heimat gebrochen hat, wird mit dem Fall betraut. Zum ersten Mal seit langer Zeit fährt sie wieder auf die Insel – und ist schockiert darüber, wie sehr sie sich inzwischen verändert hat. Doch niemals hätte sie auch nur geahnt, welch grauenvolle Abgründe sich hinter der schillernden Urlaubsfassade auftun …

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Mord auf Sylt

Die Flensburger Kommissarin Liv Lammers von der Mordkommission Flensburg wird von ihrem Neffen Jan, der auf Sylt lebt, um Hilfe gebeten: seine Freund Milena ist seit Tagen spurlos verschwunden. Als vor Westerland die vergrabene Leiche einer unbekannten jungen Frau gefunden wird, befürchtet Liv, dass es sich hierbei um Jans vermisste Freundin handeln könnte. Liv und ihre Kollegen werden mit dem Fall betraut und so kommt Liv nach vielen Jahren das erste Mal seit dem Bruch mit ihrer Familie auf die beliebte Urlaubsinsel zurück.

Da ich die spannenden historischen Romane der Autorin kenne, war ich zuversichtlich, dass auch ihr erster Kriminalroman spannende Lesestunden versprechen wird - und ich wurde nicht enttäuscht. Sabine Weiß nimmt den Leser mit auf eine Reise auf die beliebteste Insel Deutschlands, bei der allerdings nicht der mit Sylt verbundene Tourismus und Luxus erster Stelle stehen. Vielmehr bekommt der Leser Einblick in die Welt dahinter, eine Welt mit teilweise grauenvollen Abgründen, denen die Tote am Strand zum Opfer gefallen ist.

Liv Lammers ist alleinerziehende Mutter und lebt mit Tochter und Großmutter seit einigen Jahren in Flensburg. Aufgewachsen ist sie jedoch auf Sylt, das sie liebte, aber nach dem Bruch mit ihrem Vater und ihrer Schwester war sie kein einziges Mal mehr auf die Insel zurückgekehrt. Bis plötzlich ihr Neffe Jan sie um Hilfe bittet – Jan, den sie das letzte Mal gesehen hat, als er noch ein Baby war.

Die Kommissarin ist noch nicht lange bei der Mordkommission in Flensburg und ausgerechnet ihr Kollege Hennes, mit dem sie nach Sylt geschickt wird, reibt ihr diese Tatsache immer wieder unter die Nase. Liv verfügt über einen guten Ermittlerinstinkt, aber sie muss auch noch einiges lernen, vor allem, dass man persönliche Gefühle bei den Ermittlungen zurückstellen muss. Mit ihren Ausbrüchen verscherzt sie es sich nicht nur einmal mit den Kollegen. Andererseits gibt sie nicht so schnell auf, wenn sie eine Spur verfolgt, das hat mir sehr gut gefallen.

Was die Tote am Strand angeht, hatte ich bis beinahe zum Schluss keinen konkreten Verdacht, wer der Täter sein könnte, obwohl der Kreis der Verdächtigen überschaubar war. Überraschend und schockierend war für mich vor allem das Mordmotiv, auf das ich nicht gekommen wäre. Spannend fand ich auch die im Buch aufgegriffene Thematik der Ausbeutung von illegalen Arbeitskräften, die hinter den Fassaden der Glamourinsel ein elendes Dasein fristen.

In den Jahren, in denen Liv nicht mehr auf Sylt war, hat sich einiges verändert, aber dennoch entdeckt Liv immer wieder „ihr“ Sylt und dass diese alte Liebe niemals enden wird, wie es auch so schön in einem Lied der Ärzte heißt.

Mir hat der Ausflug der Autorin in das Genre der Kriminalromane sehr gut gefallen und ich hoffe, das noch weitere Krimis von ihr folgen werden. Vielleicht gibt es sogar ein Wiedersehen mit Liv Lammers, über das ich mich sehr freuen würde.

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Spannung auf Sylt

Liv Lammers ist neu bei der Flensburger Kripo und fängt gerade an, sich einen Namen zu machen. Da führt ein Mordfall sie auf ihre Heimatinsel Sylt zurück, die sie nach einem Bruch mit ihrer Familie verlassen hat. Eine junge Frau wurde auf grausame Art und Weise ermordet, und die Ermittlungen führen Liv und ihre Kollegen in alle möglichen und unmöglichen Ecken von Sylt. Wie tief ist Livs Neffe in den Fall verwickelt, der mit dem Opfer eine enge Beziehung pflegte? Und was hat der Surflehrer Boy Buhnsen damit zu tun, der im übrigen eine nicht unwichtige Rolle in Livs Vergangenheit zu spielen scheint?

Sabine Weiss ist bekannt für ihre historischen Romane; hier hat sie sich an ein neues Genre gewagt. Ich finde, der Einstieg in die Spannungsliteratur ist ihr recht gut gelungen.

Mit Liv Lammers hat sie eine interessante Ermittlerfigur geschaffen, die sich durch ihre Unerfahrenheit abhebt. Dass sie als geborene Sylterin auf der Insel ermittelt, schafft eine ganz persönliche, vertraute Atmosphäre. Ihre persönlichen Verwicklungen in den Fall und die Verknüpfung mit der Inselgesellschaft geben der Handlung Dimension und Pfiff.

Überhaupt ist das Setting sehr hübsch, aber Sylt ist nun mal auch eine ganz besondere Insel und bietet damit der Autorin die Möglichkeit, viel Lokalkolorit mit einzubauen. Dabei sind aber nicht nur die Reichen und Schönen im Mittelpunkt, auch Sylts Schattenseiten mit illegalen Schwarzarbeitern aus Osteuropa und deren erschütternde Lebensbedingungen werden kontrastreich beleuchtet.

Der Fall selbst ist klassisch aufgebaut, ein Who-done-it mit einigen falschen Spuren, die die Ermittlungen in verschiedene Sackgassen führen, was die Spannung aufrecht erhält und die LeserInnen mitfiebern lässt. Am Ende kommt dann noch eine Portion Action ins Spiel und bringt viel Nervenkitzel, das war mir dann fast ein bisschen zu dick aufgetragen; kann man aber durchaus so machen.

Wer gute Krimi-Hausmannskost mit Unterhaltungsgarantie und einem interessanten Setting sowie nicht allzu klischeehaften Ermittlern sucht, macht mit "Schwarze Brandung" garantiert nichts verkehrt. Sollte es weitere Fälle mit Liv Lammers geben, würde ich ganz sicher wieder zugreifen.

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