Sam Carrington: Saving Sophie

 
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Sam Carrington: Saving Sophie
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Saving Sophie
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783328102526

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
"Sch-sch... Sei still!" Mit der linken Hand löst er den Riemen, mit dem der Gummiknebel befestigt ist.

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Die 17-jährige Sophie wird nach einem Abend im Club völlig betrunken von der Polizei aufgegriffen. Was für ihre Eltern zunächst nur nach einer zu wilden Party mit Freunden aussieht, wird 12 Stunden später zum Albtraum: Sophies beste Freundin Amy ist in dieser Nacht nicht nach Hause gekommen, und Sophie fehlt jede Erinnerung an den Abend. Als kurze Zeit später die Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird und Sophie sich immer mehr zurückzieht, kommen ihrer Mutter Karen erste Zweifel: Was ist in der besagten Nacht wirklich geschehen? Weiß Sophie mehr, als sie zugibt? Oder ist sie womöglich in Gefahr?

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2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.2
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4.5  (2)
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4.0  (2)
Sprache & Stil 
 
4.0  (2)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Kleine Schwachpunkte

Sophie, die Tochter von Karen und Mick, wird eines abends von der Polizei nach Hause gebracht. Die 17jährige wurde betrunken aufgegriffen, und weiss nicht mehr, was an diesem Abend geschehen ist. Sie war mit ihren Freunden unterwegs, die schwören, sie 2 Stunden zuvor in ein Taxi gesetzt zu haben. Doch was ist in den zwei Stunden geschehen und wo ist Amy, die beste Freundin von Sophie? Von der fehlt nämlich seit dem Abend jede Spur. Einen Tag darauf wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, auf die die Beschreibung Amys passt.

Sehr effektvoll startet das Buch mit einem Prolog, der Täter und Opfer während der Tat in den Mittelpunkt stellen. Und so ist man als Leser sehr schnell und nur nach wenigen Seiten mitten drin im Thriller. Denn, obwohl danach Szenen einer alltäglichen Situation zwischen Eltern und Teenagern folgen, wartet man mit diesem Wissen aus dem Prolog regelrecht auf den grossen Knall. Und hier wurde ich zum ersten Mal überrascht. Denn, schlussendlich stellte sich ein nicht unrelevantes Detail zum Opfer, das ich hier natürlich spoilere, als WoW Effekt heraus. Sehr gut gemacht!
Die Autorin hat eine völlig andere Perspektive, als man es in Thrillern gewohnt ist, gewählt. Für einmal und erst mal nicht aus der Sicht des Opfers, den Angehörigen des Opfers oder der Ermittler, sondern im Zentrum wurde die Familie und die Freundin des Opfers gestellt. Mit gutem Grund, wie ich festgestellt habe, denn nach und nach wird die Story komplexer und vielschichtiger. Wechselnde Perspektiven zwischen Karen, Sophie und auch der zuständigen Ermittlerin machen die Story sehr vielseitig.
Etliches geht um Teenager, Alkoholexzesse und Freundschaft, aber auch um Internetbekanntschaften. Leider nur zu authentisch wird das Problem Alkohol bei Jugendlichen hier beschrieben. Trinken bis zum Umfallen oder Drogen, die untergejubelt werden, und Jugendliche, die deswegen in brenzlige Situationen geraten. Etwas wovor wohl jede Mutter und jeder Vater Angst und Respekt hat. Karen, die Mutter von Sophie ist hartnäckig und zeigt ab und zu Reaktionen, die ich nicht so richtig nachvollziehen konnte. Nach und nach erfährt man auch den Grund für ihre etwas überzogenen Reaktionen. Karen leidet unter Agoraphobie und Panikattacken, die sehr eindringlich beschrieben sind. Allerdings empfand ich doch ein paar Handlungen von Karen als hanebüchen. So schickt sie ihre Tochter alleine zum Kauf eines Fertiggerichts in den Supermarkt. Und das, obwohl die beiden kurz zuvor über den Stalker, der die 17 jährige verfolgt, gesprochen haben. Oder Karen macht sich eines abends Sorgen, weil Ehemann Mick mit dem Hund nicht zurück nach Hause gekommen ist. Sie schaut aus dem Fenster in die Dunkelheit und ist besorgt. Geht jedoch gleich danach ins Bett und nimmt dazu noch Schlaftabletten. Am nächsten Morgen, vermutet sie den Mörder im Haus. Karen, die ansonsten wegen jedem kleinsten Problem eine Panikattacke kriegt, schnappt sich ein Messer und sucht das Haus ab, statt die Polizei anzurufen. Und das ganz ohne Panikattacke! Hat mich nicht wirklich überzeugt.
Der Schreibstil ist einfach gehalten. So wie auch die Charakterisierungen der Figuren eher einfach und überschaubar gehalten sind. Man verzettelt sich nicht, da die Figuren sehr typisch und auch etwas klischeehaft gezeichnet sind. Von der pubertierenden Teenietochter bis zur Freundin, die ein ganz schönes Biest ist. Vom IPad abhängigen Vater bis zur paranoiden Mutter. Gerade zu Beginn empfand ich einen Hänger in der Spannung, da immer wieder das Erinnerungsvermögen von Sophie, thematisiert wird. Nach und nach wir die Story reifer, es fliessen noch andere Komponente dazu und die Spannung steigt wieder an.
Abgesehen von den oben erwähnten negativen Punkten hat mir die Geschichte gefallen und mich überzeugt.

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Trotz einiger Schwächen lesenswert

Inhalt:
Sophie, 17, wird nachts völlig betrunken und orientierungslos von der Polizei bei ihren Eltern abgeliefert. Sie kann sich an nichts von dem erinnern, was in den Stunden zuvor passiert ist. Ihre Freunde haben sie angeblich in ein Taxi gesetzt. Doch warum wurde sie dann von der Polizei aufgegriffen? Und wo ist ihre beste Freundin Amy? Von der fehlt jede Spur. Am nächsten Morgen wird eine Mädchenleiche gefunden, auf die die Beschreibung von Amy genau passt.

Meine Meinung:
Das Buch startet furios und fesselnd mit einem Prolog, der das brutale Vorgehen des Täters mit seinem Opfer beschreibt. Man ist also sofort mitten im Geschehen. Leider gelingt es der Autorin nicht, diese Spannung aufrecht zu erhalten. In den folgenden Kapiteln wird das Geschehen in Sophies Familie und ihren Freunden geschildert. Dabei wird Sophies fehlende Erinnerung sehr stark thematisiert, ebenso die Erkrankung ihrer Mutter Karen. Vieles wiederholt sich und wirkt dadurch etwas langatmig. Die Perspektive wechselt zwischen Sophie, Karen und der zuständigen Ermittlerin, das macht die Geschichte interessant und abwechslungsreich. Durch Einblicke in Sophies Clique lernen wir Gepflogenheiten der Jugendlichen kennen, die leider der heutigen Realität entsprechen. Komasaufen, Drogen, die in Getränke gemischt werden, aber auch die Macht der sozialen Netzwerke. Der Albtraum jeder Eltern! Sophies Mutter, Karen, leidet an Agoraphobie und daraus resultierenden Panikattacken. Sie traut sich keinen Schritt aus dem Haus. Allein der Gedanke daran lässt sie schon in Panik geraten. Ihre Situation wird sehr eindringlich beschrieben. Daher kommt mir manche ihrer Handlungen wenig realistisch und überzeugend vor. Das, was sie tut, passt nicht zu ihrem Krankheitsbild und zu dem, wie sie vorher beschreiben wird.
Die anfänglichen „Hänger“ in der Geschichte geben sich später und es wird richtig spannend. Anfangs hat es mich irritiert, dass die Geschichte nicht aus der Sicht des Mörders oder des Opfers erzählt wird, im Mittelpunkt steht die Freundin des Opfers und ihre Familie. Im Laufe des Geschehens stellt man als Leser fest, dass das nicht ohne Grund geschieht. Das Ende hat mich dann überrascht, gut gemacht!

Fazit:
Trotz der erwähnten Schwächen ein lesenswerter Thriller.

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