Sabine Klewe: Schattenriss

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Sabine Klewe: Schattenriss
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783899776171

Informationen zum Buch

Seiten
227

Sonstiges

Erster Satz
Grabsteine strahlen immer eine solche Beschaulichkeit aus.

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Als die Leiche der Schülerin Tamara Arnold mit aufgeschnittenen Pulsadern auf dem Düsseldorfer Südfriedhof gefunden wird, sieht zunächst alles nach einem gewöhnlichen Selbstmord aus. Schon bald tauchen jedoch ungeklärte Fragen auf: Wer ist der Mann, mit dem Tamara kurz vor ihrem Tod zusammen war? Warum ist der Körper des jungen Mädchens mit Striemen und Schnittwunden übersät? Und was hat die Engelsstatue damit zu tun, die auf rätselhafte Weise vom Tatort verschwunden ist?Die junge Fotografin Katrin Sandmann, durch einen Zufall in die Ereignisse verstrickt, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und gerät schon bald in ein Dickicht aus zerbrochenen Beziehungen, dunklen Geheimnissen und brutaler Gewalt.

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Katrin Sandmann ist eine naseweise Fotografin, die sich gerne in die Angelegenheiten der Polizei einmischt. Als es der Zufall will, dass auf dem Düsseldorfer Südfriedhof genau dort ein junges Mädchen Selbstmord begeht, wo Katrin fotografiert hat, ermittelt sie auf eigene Faust. Dass es sich nicht um einen Selbstmord handelt, ist ihr klar, als sie im Fernsehen etwas nicht sieht: Nämlich den fehlenden steinernen Engel, den sie kurz vorher am Tatort noch auf Foto bannen konnte. Als mindestens genauso neugierig entpuppt sich der Journalist Manfred Kabritzky - was wohl auch in der Natur seines Berufes liegt. Beide machen sich nun auf die Suche nach dem "Engel mit dem gebrochenen Flügel" und vor allem Katrin merkt fast zu spät, in welche Gefahr sie sich manövriert.

Sabine Klewe liefert mit "Schattenriss" einen sehr soliden Erstlingsroman ab, der schon alleine aufgrund seiner geringen Seitenzahl an einem Tag zu schaffen ist. Den Schreibstil würde fast als typisch deutsch bezeichnen: Kurze, klare Sätze, die die Situation nicht großartig umschreiben, die aber dennoch Spannung schaffen können. Den Mörder erahnt man zwar schon relativ früh, die Beweggründe dessen; wie es also zu der Tat kommen konnte, bleiben recht lange im Dunkeln.

Etwas negativ ist mir das anscheinend nicht vorhandene Lektorat aufgefallen. Abgesehen davon, dass das Wort "fiel" anstatt "viel" verwendet wird, scheint der Verlag eine Korrekturlesung vergessen zu haben. So fehlt im ganzen Buch die Vorsilbe "Vera" komplett. Sie wird mit "Rita" ersetzt, woraus dann Worte wie "Ritabredung", "unRitantwortlich" etc. gebildet werden. Ein ärgerliches Mysterium (vermutlich sollte eine Protagonistin anders heißen und das automatische Ersetzen wurde angewandt), das den Lesefluss hemmt und in mir einigen Unmut weckte.

Dennoch ist "Schattenriss" ein Krimi, der auf jeden Fall als lesenswert zu bezeichnen ist. Er kann durchaus mit so manchem anderen Roman mithalten und lässt einiges Potential in der Autorin erkennen.

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