Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben

Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben

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Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548609829

Informationen zum Buch

Seiten
537

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Die rostige Eisentreppe war schmal und führte steil nach unten.

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Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd.

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Die Sünden der Vergangenheit

Ich lese die Krimis von Nele Neuhaus sehr gerne, besonders natürlich, da ich aus der weitläufigen Gegend komme und deshalb einige Örtlichkeiten ihrer Krimis kenne. Auch mag ich die beiden Hauptermittler mittlerweile sehr gerne, so dass ich auch deren weitere Entwicklung in diesem vierten Fall mit Spannung verfolgt habe. Allerdings bekam mir das Privatleben, besonders das von Bodenstein, schon fast zu viel Dramatik in Verbindung mit den ebenso dramatischen Geschehnissen des Kriminalfalles, auch wenn ich es mit Spannung und Mitgefühl verfolgt habe. Fast hatte ich aber schon das Gefühl, es wurde zu viel auf einmal in das Buch gepackt. Denn so spannend natürlich auch die ganzen Verwicklungen zwischen den Dorfbewohnern zu lesen waren, war es mir gegen Ende dann dort auch etwas zu dick aufgetragen und ich dachte nur, so viele Verbrechen jetzt und in der Vergangenheit, so viel Betrug, Vertuschung, Mord und Totschlag und auch noch zahlreichen Affären zwischen all den Leuten auf einem Fleck waren doch etwas zu viel auf einmal. Mit der Zeit wirkte es teilweise auf mich, als hätte die Autorin alle Vergehen, die es noch irgendwie gibt und so viele Leute wie dafür möglich sind, zusammengeworfen, um es noch dramatischer zu machen. Das hat mich innerlich ein bisschen die Augen rollen lassen.

Aber trotzdem, und das schafft die Autorin mit ihren Büchern immer wieder, hat mich der Krimi vom Anfang bis zum Ende gefesselt und ich konnte das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen. Abgründe taten sich in dem kleinen Dorf auf, als die Autorin die vergangenen Morde durch die Ankunft des damals verurteilten Tobias wieder aufleben ließ. Ich wurde so richtig wütend auf die Falschheit und Verbohrtheit dieser Menschen und ahnte schnell, dass es böse enden wird und die wirklichen Täter alles dafür tun würden, dass die Vergangenheit verborgen blieb. Diese bedrohliche Stimmung hat die Autorin toll spüren lassen. Die Spannung blieb dabei fast immer oben und jede neue Erkenntnis und jede neue Entwicklung ließ mich immer weiterblättern. Dabei hat man als Leser aufgrund der Perspektivwechsel auch immer einen zusätzlichen Einblick in Vorgänge auf Seiten der Dorfbewohner, was noch mehr Stoff zum Spekulieren gab und natürlich auch kommende Verbrechen früher erahnen und die Spannung nochmals steigern ließ.

Trotz der teils an Personen und dramatischen Ereignissen etwas überladenen Geschichte war auch dieser Fall wieder ein Pageturner für mich und ich freue mich schon auf den nächsten Fall der Autorin.

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Schneewittchen und viel zu viele Zwerge

Das Buch stand während Monaten auf den Spitzenplätzen der Bestsellerlisten, begegnete einem in Riesenstapeln in jeder Buchhandlung und wird allgemein mit großer Begeisterung gelobt. Ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt. Durch häufige Perspektivwechsel die durch Cliffhanger voneinander abgesetzt sind, wird die Spannung durchgehend hoch gehalten, teilweise driftet die Spannung aber auch in Folge der vielen Personen in Hektik ab. Der Krimi liest sich so leicht, dass man ihn sich locker auch in einer unruhigen Umgebung zu Gemüte führen kann; eine ideale Lektüre für die S-Bahn.
Insgesamt hat mich das aber leider nicht wirklich befriedigt. Obwohl die Hauptpersonen durchaus mit einer gewissen Tiefe charakterisiert werden, empfinde ich das ganze Buch als eher oberflächlich. Die Protagonisten werden relativ früh und gut und böse eingeteilt und es ist relativ bald absehbar, wer als Bösewicht die Strippen zieht.

Vom Sprachlichen her ist es mir zu einfach gehalten. Der Schreibstil ist sehr gerade aus, sehr anschaulich, lässt aber wenig Spielraum für eigene Vorstellungen und Gedanken.
Inhaltlich sehe ich den einzigen Anspruch darin, dass eine Vielzahl von Personen eingeführt werden, von denen ich aber am Ende nicht sicher bin, ob sie einfach offene Enden darstellen oder ob es sich um Cliffhanger handeln soll und sie in späteren Bänden wieder aufgegriffen werden.
Die Motive für die Morde sind sexueller Natur bzw. Habgier und Geltungssucht. Ich hoffe nicht, dass im Taunus die Strafdelikte tatsächlich in dieser Reihenfolge vorkommen, aber auch für einen Krimi ist es für mich etwas zu dick aufgetragen. Die Dorfgemeinschaft ist sehr flach beschrieben, das Volk ist als boshaft, schwatzhaft, relativ ungebildet und unsympathisch beschrieben.

Generell werden mir zu viele Klischees und Sehnsüchte bedient. Die Protagonisten sind relativ jung angesichts des beruflichen Erfolgs, den sie bereits errungen haben. Oliver von Bodenstein, ist adlig; seine Eltern besitzen ein Gut mit Pferdezucht. Er ist verheiratet mit einer erfolgreichen Frau, und obwohl sie zusammen ein Baby haben, können sich beide Ehepartner beruflich frei entfalten und brauchen offensichtlich kaum Rücksicht auf familiäre und häusliche Pflichten zu nehmen. Pia Kirchhoff, liiert mit dem Direktor des Opelzoos, ist vom Beruf her zeitlich sehr engagiert und schafft es dennoch nebenbei einen kleinen Bauernhof zu betreiben, was die aktuelle Sehnsucht nach dem Landleben auf eine ziemlich kitschige Weise bedient. Dazu fahren alle wichtigen Personen natürlich noch adäquate Luxuskarossen, was mir persönlich etwas zu sehr in die Richtung „Schleichwerbung“ geht.

Ein solider Regionalkrimi, der lockere, gute Unterhaltung bietet. Aber vermutlich nicht unbedingt ein Buch, an das ich mich noch nach Jahren erinnern werde.

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