Silvia Stolzenburg: Die Fliege

 
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Silvia Stolzenburg: Die Fliege
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783956690532

Informationen zum Buch

Seiten
288

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Scheiße!"

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Stuttgart, Anfang Juni 2015: Der vorgezogene Sommerurlaub von Oberkommissarin Anna Benz wird an einem Montagmorgen kurz nach fünf Uhr abrupt beendet. Offenbar haben Wanderer in einem Waldstück bei Stuttgart einen Toten gefunden, dessen Zustand Rätsel aufgibt.

“Wenn so etwas möglich wäre, würde ich sagen, jemand hat versucht, ihn mehr als einmal zu töten”, urteilt die Rechtsmedizinerin nach einem ersten Blick auf die Leiche. Kurz darauf bringt die Obduktion ans Licht, dass der Mann von zahlreichen Waffen verletzt worden ist. Die Tiefe und Schwere der Wunden lässt zudem darauf schließen, dass man es offensichtlich mit mehreren – teils unentschlossenen – Tätern zu tun hat.

Anna Benz und ihr Kollege Markus Hauer beginnen zu ermitteln. Was steckt hinter dem brutalen Mord? Wurde der Tote Opfer eines makabren Rituals? Lief eine Mutprobe aus dem Ruder? Oder streift eine Horde mordlustiger Irrer durch die Gegend? Fragen über Fragen, die Anna und Markus schon bald in ein Labyrinth aus widersprüchlichen Fährten führen ….

Das Stuttgarter Duo ist zurück: Anna Benz und Markus Hauer ermitteln nach "Tödliche Jagd" in ihrem zweiten Fall!

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Gelungener zweiter Band für das Stuttgarter Ermittlerteam

Mitten im heißen Sommer 2015 wird in einem Waldstück bei Stuttgart eine Leiche gefunden, deren Verletzungen den Ermittlern einige Rätsel aufgeben. Anna Benz und ihr Kollege Markus Hauer nehmen die Ermittlungen auf, der große Durchbruch lässt allerdings auf sich warten. Was die Polizei nicht weiß: die wahren Täter sind in den Fokus einer Person geraten, mit der niemand der Beteiligten gerechnet hat.

Nach dem tollen ersten Band mit den sympathischen Ermittlern Anna Benz und Markus Hauer habe ich mit Spannung die Fortsetzung erwartet: und ich wurde nicht enttäuscht, das zweite Buch hat mir sogar noch einen Tick besser gefallen.

Bereits der Romanbeginn wirft den Leser ins eiskalte Wasser, als er Zeuge eines Mordes wird. Die Täter sind von der ersten Seite an bekannt, was der Spannung aber überhaupt keinen Abbruch tut, denn man spekuliert bis beinahe zum Schluss, welche Hintergründe zu der Tat geführt haben. Dabei geht die Autorin sehr geschickt vor und hat mich auf mehrere falsche Fährten gelockt, denen ich alle gutgläubig gefolgt bin. Umso überraschter war ich am Ende über die tatsächliche Auflösung.

Wie auch im ersten Buch legt die Autorin viel Wert auf die detaillierte Beschreibung der Ermittlungsarbeit, ohne dabei langatmig zu werden. Auch diesmal fand ich es wieder sehr spannend und interessant, welch ein Aufwand und Akribie beispielsweise hinter der Spurensicherung steckt. Und wer sich in Tübingen und Stuttgart auskennt, wird einige bekannte Orte wiedererkennen.

Sehr gut hat mir gefallen, dass Annas Partner Markus Hauer diesmal mehr Raum bekommen hat und dass sich Annas leichte Abneigung ihm gegenüber inzwischen gelegt hat. Aber auch die privaten Umstände von Anna, die sich im ersten Band andeuten, werden hier weitergeführt und der Leser bekommt Antworten auf einige der offenen Fragen.

Ein spannender und kurzweiliger Krimi – ich freue mich sehr, dass es mit der Serie weitergehen wird und warte nun gespannt auf Band Drei.

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Wieder ein spannender Fall für Anna und Markus

Ein junger Mann wurde von drei anderen übelst misshandelt und letztendlich war er tot…
Doch der junge Mann hatte eine bestimmte Taste seines Handys gedrückt… So eine Art Notruf. Allerdings ging der nicht an die Polizei…
Anna hatte mit Jens eine Radtour gemacht, als ihr Bruder sie auf dem Handy anrief. Doch sie wimmelte ihn ab, denn sie wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben….
Kaum war Anna im Präsidium in Stuttgart angekommen, wurde sie mit einem Todesfall konfrontiert: Jemand hatte beim Katzenbacher Hof eine Leiche gefunden… Und dem Toten fehlte die Hand, wie sie, am Tatort angekommen, feststellten….
Die einzigen Zeugen, die hier etwas aussagen konnten, waren ein kleiner, fünfjähriger Junge und ein Obdachloser…
Bluebottle hatte Angst. Angst davor, genauso zu enden wie ihr Freund….
Und dann zieht der Fall noch weite Kreise, bis nach München…
Doch auch das Privatleben der Kommissarin kommt nicht zu kurz. Immer wieder sagt sich Anna, dass sie unbedingt mal die Galerie ihres Vaters besuchen sollte…
Warum wird dieser junge Mann dermaßen misshandelt, so sehr, dass er stirbt? Er konnte noch einen Notruf absetzen, an wen? Denn an die Polizei ging er ja nicht! Warum will Anna mit ihrem Bruder nichts zu tun haben? Was hatte er ihr angetan? Die Leiche beim Katzenbacher Hof, war es die des Todgeprügelten? Warum waren seine Hände nicht dabei? Was sagte der Junge aus? Kann man sich auf seine Aussage verlassen, auch wenn sie bei Gericht nicht taugt? Und dann noch ein Obdachloser, hat er das Auto wirklich richtig erkannt? Warum hat Blubottle solche Angst? Was ist das mit München? Und warum schreckt Anna immer davor zurück, ihren Vater in der Galerie zu besuchen? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch fing schon gleich mal spannend an, mit der tödlich endenden Prügelei. Und es ging auch spannend weiter, denn irgendjemand hatte ein Teil-Video von dieser Prügelei erhalten. Ich fragte mich, wie diese Person wohl darauf reagieren würde. Da ich den Vorgängerband ja auch gelesen habe, war ich gleich wieder in der Geschichte drinnen. Mir war klar, was Anna veranlasste, nichts mehr mit ihrem Bruder zu tun haben zu wollen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und auch in Jens, Annas Freund. Das Buch ließ sich flüssig lesen, es gab keine Fragen, was die Autorin mit diesem oder jenem Wort/Satz meint. Mit der Zeit wurde das Buch immer mysteriöser und ich wollte wissen, wie es ausgeht. Deshalb habe ich es auch in einem Rutsch gelesen. Und es hat mir wieder sehr gut gefallen.

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Spannende Fortsetzung

Bei dem gut geschriebenen und spannenden Buch „Die Fliege“ handelt es sich um die Fortsetzung des Krimi-Romans „Tödliche Jagd“ von Silvia Stolzenburg. Das heißt es gibt ein Wiedersehen mit dem Stuttgarter Ermittler- Duo Anna Benz und Markus Hauer.

Der Krimi dreht sich um Oberkommissarin Anna Benz, deren vorgezogener Sommerurlaub an einem Montagmorgen kurz nach fünf Uhr abrupt endet. Offenbar haben Wanderer in einem Waldstück bei Stuttgart einen Toten gefunden, dessen Zustand Rätsel aufgibt. Kurz darauf bringt die Obduktion ans Licht, dass der Mann von zahlreichen Waffen verletzt worden ist. Die Tiefe und Schwere der Wunden lässt zudem darauf schließen, dass man es offensichtlich mit mehreren – teils unentschlossenen – Tätern zu tun hat. Anna Benz und ihr Kollege Markus Hauer beginnen zu ermitteln. Werden sie den Fall lösen?

Das Buch hat mir ein paar tolle Lesestunden beschert. Diese Autorin werde ich mir sicherlich merken! Denn da ich das erste Band der Reihe nicht kannte, war ich anfangs etwas skeptisch, ob ich in die Geschichte richtig hineinfinden werde. Aber meine Zweifel waren unbegründet, denn man benötigt kein Vorwissen. Die Autorin schafft es, vergangene Infos dezent in die Story hineinfließen zu lassen, ohne dass es störend ist. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und es war ein schöner Lesefluss gegeben. Die Seiten sind nur so dahin geflogen.

Vor allem die Ermittlerin Anna war mir von Anfang an sehr sympathisch. Mit ihr konnte ich mich sehr gut identifizieren. Auch die anderen Figuren sind auf ihre eigene Art und Weise interessant und gut ausgearbeitet. Positiv finde ich sowieso, dass es nicht nur um den neuen Fall geht, sondern man auch etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt. So hat man zu den einzelnen Figuren einen viel besseren Bezug.

Der Fall selbst ist auch sehr interessant. Als Leser weiß man schon von Anfang an, wer die Täter sind. Aber man kennt ihr Motiv nicht – und bald gibt es eine interessante Wendung. Die Spannungsschraube wird ständig hoch geschraubt.

Ich habe durch das Buch auch viele Dinge über die Ermittlertätigkeit gelernt. Es wurde wirklich sehr gut recherchiert. Das gefällt mir ebenfalls sehr gut! Das Ende war ebenfalls durchdacht und rund. Da es einige offene Handlungsstränge gibt, denke ich, dass eine Fortsetzung der Reihe nicht lange auf sich warten lässt ;-)

Fazit:
Eine spannende, gut recherchierte Fortsetzung von „Tödliche Jagd“ mit sympathischen Ermittlern. Diese Autorin sollte man sich merken!

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Spannung garantiert

Inhalt:
Ein junger Mann wird brutal gefoltert und stirbt dabei. Drei Täter sind daran beteiligt, einer davon wird vom schlechten Gewissen gequält. Die Leiche wird in einem Waldstück gefunden, verpackt in Müllsäcke und ohne Hände und Zunge. Das ruft Kommissarin Anna Benz und ihre Kollegen Markus Hauer auf den Plan. Schnell stecken die beiden mitten drin in dem Fall, der aus dem beschaulichen Schwabenländle bis nach München führt. Der Tote wird identifiziert, er ist IT-Spezialist und als solcher nicht nur legal tätig. Schnell rückt auch "bluebottle" in den Fokus der Ermittlungen, auch er (oder sie) ist im "darknet" unterwegs. Die Kommissare tappen im Dunkeln, sowohl Motiv als auch Täter sind völlig unklar. Je weiter die Ermittlungen vorankommen, desto verworrener wird das Ganze. Aber am Ende wir das Knäuel entwirrt.

Meine Meinung:
"Die Fliege" ist der zweite Fall für Anna und Markus. Sie arbeiten besser zusammen als beim ersten. Natürlich nehmen die Ermittlungen in dem Mordfall den Großteil des Buches ein, aber auch das Privatleben der beiden kommt nicht zu kurz.
Anna und ihr Mann Jens sind sehr sympathisch und führen eine harmonische, liebevolle Ehe. Annas Bruder, der sie früher schon gequält hat, versucht, ihr das Leben schwer zu machen. Ihren leiblichen Vater lernt sie endlich persönlich kennen.
Markus bandelt mit Annas Freundin und Kollegin Bea an, ich bin gespannt, ob und wie die Beziehung im nächsten Band weitergeht.

Beim Lesen merkt man, dass Silvia Stolzenberg sehr gut recherchiert hat. Die Arbeit bei der Polizei stellt sich etwas anders dar, als man das vom Fernsehen kennt. Die Obduktion einer Leiche ist sehr anschaulich beschrieben, ich war dankbar, dass ich es nur lesen musste und nicht wirklich dabei war.

Was das Thema Internetkriminalität angeht, war ich erstaunt und auch entsetzt, was möglich ist und leider auch oft zu kriminellen Zwecken genutzt wird.

Das Buch liest sich sehr gut und flüssig. Die Spannung steigt ständig an. Als Leser kennt man die Täter, aber das Motiv bleibt offen. Man tappt bis zum Ende im Dunklen.

Fazit:
Ein sehr spannender, gut recherchierter Krimi, absolute Leseempfehlung! Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für Anna Benz und Markus Hauer!

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Mord aus niedrigsten Beweggründen

Im Spitalwald bei Vaihingen, in der Nähe zum Biergarten Katzenbacher Hof, wird eine männliche Leiche aufgefunden. Der Tote ist in blaue Müllsäcke eingewickelt, ihm wurde die Zunge herausgeschnitten und beide Hände abgetrennt, was eine Identifizierung per Fingerabdruck unmöglich macht. Außerdem weist er eine enorme Vielzahl von unterschiedlichen Verletzungen auf, die er sich garantiert nicht auf natürlichem Wege zugezogen hat.

Nach ersten Einschätzungen handelt es sich um mehr als einen Täter. Detailliertere Einzelheiten über den Tod des Mannes bringt erst die Obduktion ans Tageslicht.

Genau so dürftig wie die Täterspuren an der Leiche, ist die Zahl der Zeugen: Ein 5jähriger Junge, ein Obdachloser und eine verstörte Frau, die die Leiche beim Morgenspaziergang mit ihrem Hund gefunden hat.

Dieser Fall entwickelt sich zu einer sehr harten Nuss für das Ermittler-Team Anna Benz und Markus Hauer.

Die Autorin Silvia Stolzenburg wirft den Leser direkt ins Geschehen hinein. Gleich im 1. Kapitel werde ich Zeuge eines Mordes. Hier bin ich als Leser dem Ermittler-Team voraus, da die Identität der Täter bekannt ist. Nicht aber die Identität des Opfers. Ebenso fehlt mir, genau wie der Polizei, das Motiv und die Verbindung zwischen den Tätern und dem Opfer und dieses Nichtwissen zieht sich, bis kurz vor Ende des Buches eine überraschende Auflösung präsentiert wird.

Wie auch schon in „Tödliche Jagd“, punktet die Autorin hier mit ihrer hervorragenden Recherche. Der Schwerpunkt in ihren Kriminalromanen liegt deutlich auf der Polizeiarbeit und diese wird dem Leser ausführlich nahegebracht. Silvia Stolzenburg schafft es aber, dieses Wissen so zu verpacken, dass man davon weder erschlagen noch gelangweilt wird. Ich liebe es ja, wenn ich aus Büchern noch etwas lernen kann.

Schon im 1. Band fand ich das Ermittler-Team sehr sympathisch. Anna Benz hat sich ihren privaten Problemen noch immer nicht gestellt. Sie nimmt es sich jeden und jeden Tag vor, schreckt aber vor dem letzten Schritt dann doch immer zurück.

Anna macht noch immer viel Sport, isst noch genau so viel wie im 1. Band (wer 120 km Rad fährt am Tag, der darf auch essen) und ist noch mit ihrem Lebensgefährten Jens zusammen. Die Figur von Anna ist realistisch und glaubhaft dargestellt und als sie sich endlich ein Herz gefasst hat, ihren Vater aufzusuchen, beendet Silvia Stolzenburg an dieser Stelle geschickt das Buch.

In meiner Rezension zu „Tödliche Jagd“ habe ich geschrieben, dass Markus Hauer ein eher blasser und zurückhaltender Typ ist, der zwar sympathisch aber unscheinbar ist. In diesem Buch ändert sich das und Markus tritt öfter in den Vordergrund und macht seine Sache als Polizist richtig gut. Aber auch im Privatbereich gibt es bei Markus eine Veränderung. Dass die Beiden in diesem Buch mehr auf Augenhöhe miteinander umgehen, hat mir gut gefallen.

Wer sich für einen Mord in Verbindung mit Cyberkriminalität interessiert, der ist hier an der richtigen Stelle. Mir gefiel „Die Fliege“ sogar ein Stück weit besser als „Tödliche Jagd“.

Ende des Jahres erscheint der 3. Krimi mit Anna Benz und Markus Hauer und ich freue mich schon jetzt darauf.

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Fesselnd...

Wie weit geht man, wenn einem Unrecht widerfahren ist? Wo fängt Rache und Genugtuung an, ab wann macht man sich selbst strafbar?

In einem Waldstück bei Stuttgart wurde eine Leiche in einem blauen Sack eingewickelt gefunden. Von Händen und der Zunge des Opfers fehlt jede Spur und auch sonst weist das unbekannte Opfer zahlreiche Verletzungen auf, die auf massive Gewalteinwirkung schließen lassen.

Die Oberkommissarin Anna Benz wird zusammen mit ihrem Kollegen Markus Hauer mit der Klärung des Mordes beauftragt. Nach der Obduktion durch Annas beste Freundin und Rechtsmedizinerin Bea steht auf alle Fälle fest, dass es sich hier wohl nicht nur um einen Täter gehandelt haben kann. Das Motiv liegt im Dunkeln und die Zeugen am Tatort sind nicht wirklich hilfreich mit ihren Aussagen. Für Anna und Markus ein Fall, der zunächst mehr Fragen als Antworten liefert…..

„Die Fliege“ von Silvia Stolzenburg ist der 2. Band mit den Ermittlern Anna Benz und Markus Hauer. Die Zusammenarbeit der beiden ist in diesem Fall um einiges harmonischer als in Band 1 „Tödliche Jagd“. Anna und Markus finden sich mehr und mehr zu einem guten Team zusammen, was sie auch in ihrem aktuellen Fall voranbringt.

Anna, die in Band 1 ziemliche Probleme mit ihrem Freund Jens hatte und bei der auch sonst privat wenig reibungslos lief, kann hier einiges für sich klären. Mit Jens hat sie sich ausgesprochen und dadurch nun einen starken und zuverlässigen Partner an ihrer Seite. Ihre privaten Probleme aus der Vergangenheit beginnt sie ebenfalls zaghaft zu bewältigen, hier werden wir als Leser bestimmt im 3. Band noch einiges mehr erfahren. Auf jeden Fall war sie für mich auch in diesem Buch wieder eine sehr sympathische und authentische dargestellte Hauptprotagonistin.

Markus Hauer entwickelte sich als Protagonist ebenfalls positiv, wurde ihm doch von Silvia Stolzenburg mehr Charakter und Tiefe in seiner Person verliehen. Bei ihm bin ich gespannt, wie sich sein Privatleben entwickelt.

Man muss den ersten Band „ Tödliche Jagd“ nicht unbedingt vorher gelesen haben, für die Entwicklung der Hauptprotagonisten Anna und Markus ist es allerdings ratsam, ansonsten ist der Fall in sich aber abgeschlossen.

Silvia Stolzenburg hat wie auch schon im Vorgängerband eine hervorragende Recherchearbeit geleistet, was die polizeilichen Ermittlungen betrifft. Man lernt so viel Interessantes beim Lesen dazu, ohne dass es wissenschaftlich oder langweilig wird. Die Informationen sind gekonnt in die Handlung des Buches eingeflochten.

Obwohl man von Beginn an die Täter kennt, ist Spannung von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, denn das Motiv zur Tat bleibt sehr lange ein Geheimnis und die spätere Auflösung dessen lässt einen dann doch nachdenklich zurück.

Der Schreibstil ist flüssig geschrieben, die Kapitel werden nachvollziehbar aus verschiedenen Sichtweisen erzählt und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Einige Fragen bleiben am Ende offen, was ich einerseits bedauerte, auf der anderen Seite aber natürlich mein Interesse für den 3. Band, der Ende des Jahres erscheint, weckt.

Als Fazit ist Silvia Stolzenburg hier ein weiterer spannender Kriminalroman gelungen, der fesselnde Lesestunden verspricht und nebenbei einen guten und realistischen Einblick in die Polizeiarbeit gewährt.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.

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