Jenny Milewski: Skalpelltanz

 
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Jenny Milewski: Skalpelltanz
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Skalpelldansen
ET (Original)
2012
ISBN-13
9783453418370

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
schwedisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Sie reden wieder über ihn.

Handlungsort

Handlungsorte
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Carl Cederfeldt ist Chirurg. Und Mörder. Sein Instrument ist das Rasiermesser. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern der Fantasie des Horrorautors Jonas Lerman entsprungen, umstrittener Star der schwedischen Literaturszene. Die Figur des Carl Cederfeldt hat ihn reich gemacht. Aber Lerman hat genug von Blut und Gewalt und beschließt, kein weiteres Cederfeldt-Buch mehr zu schreiben. Doch so einfach ist das nicht. Lerman kann mit dem Schreiben nicht aufhören, und in seiner Umgebung geschehen plötzlich mehrere grausame Morde an jungen Mädchen. Begangen mit einem Rasiermesser. Präzise und brutal. Genau so, wie Carl Cederfeldt vorgehen würde. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut ...

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Grausamer Psychothriller

Der Thriller "Skalpelltanz" der schwedischen Autorin Jenny Milewski erzählt von einem ebenfalls schwedischen Autoren namens Jonas und seiner literarischen Schöpfung, dem Serienmörder Carl. Carl tötet nur zum Spaß, mit chirurgischen Instrumenten fügt er seinen Opfern dabei möglichst große Qualen zu. Jonas fliegen die Ideen zu seiner Romanfigur nur so zu, doch plötzlich geschehen exakt zu der Zeit, zu der er schreibt in der realen Welt Morde, die offenbar Carls Handschrift tragen und seinen Geschichten zum Verwechseln ähnlich sind...

Der Autorin, die offenbar bereits in der schwedischen Horror-Szene bekannt ist, ist hier ein besonderer Psychothriller gelungen. Durch die Verknüpfung von Büchern und brutaler Realität reflektiert man sein eigenes Leseverhalten und seine Vorlieben. Ich persönlich lese sehr gerne grausame Thriller, hoffe jedoch, dass nicht davon irgendjemandem im wahren Leben passieren wird. Trotz einiger (für meinen Geschmack zu harmlosen) Schilderungen der Taten Carls spielt das Buch eher auf der psychologischen Ebene. Gibt es einen Nachahmungstäter der Bücher oder ist Jonas sogar selbst in die Morde verwickelt?

Der angenehme Schreibstil lädt zum Weiterlesen ein, mich haben nur gegen Ende die etwas zu ausführlichen Ortsbeschreibungen gelangweilt. Ansonsten baut Jenny Milewski jedoch durchgehend Spannung auf und überzeugte mich durch eine gut durchdachte Auflösung der Geschichte. Auch wenn ich die Entwicklung in Teilen vorausgesehen habe, habe ich das Buch gerne gelesen. Die Nebencharaktere wirken leider sehr blass und eindimensional. Da gibt es die alte Nachbarin, die immer nur meckert; den Verleger, der sich nur für den nächsten Bestseller interessiert und die Psychologin, die ausführliche Informationen gibt, ohne auch nur einmal Jonas' Motivation für die Fragestellungen zu hinterfragen.

Insgesamt ein guter Psychothriller mit sowohl grausamen Elementen als auch einer gelungenen psychologischen Auflösung.

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Als Thriller weniger überzeugend


Das Buch „ Skalpelltanz“ von Jenny Milewski erschien im Mai 2015 im Heyne-Verlag und umfasst 400 Seiten. Es handelt sich bei dem Buch um einen Debüt Thriller der Autorin.

Die Handlung in diesem Buch ist ein wenig verzwickt, denn es handelt sich eher um ein Buch im Buch. Jenny Milewski schreibt über den schwedischen Autor und Hauptprotagonisten Jonas Lehrmann. Dieser schreibt Horrorromane und ist berühmt geworden mit seinen Büchern über den Chirurgen Carl Cederfeldt.
Doch seit langem plagt ihn eine Schreibblockade und nicht nur die Leser wollen eine Fortsetzung seiner Romane, auch der Verlag möchte endlich ein neues Manuskript auf dem Tisch liegen haben.
Jonas Lehrmann aber beschließt, dass es keine weitere Folge über den Mörder Carl Cederfeldt geben wird und beginnt stattdessen einen anderen Roman zu schreiben. Doch es gelingt ihm nicht , denn immer wieder bringt er Szenen zu Papier, die mit brutalen Morden, verübt von Carl Cederfeldt enden. Dann sieht er auch noch den in seinen Büchern beschrieben schwarzen Hummer und plötzlich geschehen Morde in seiner Umgebung, die genau den in seinen Büchern vorkommenden entsprechen. Verständlicherweise dauert es nicht lang und er zweifelt an seinem gesunden Menschenverstand.. Auf der Suche nach der Wahrheit ist er gezwungen, sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen, denn es gibt in seiner Familie ein großes Geheimnis, dass es endlich zu lüften gilt.
Das Buch beginnt ziemlich schleppend für einen Thriller. Der Leser erfährt nur etwas über die Schreibblockaden des Autors und ein Spannungsaufbau kommt nicht wirklich zustande. Da fällt es schwer weiter zu lesen, wenn in den ersten 100 Seiten nichts wirklich spannendes passiert.
Der Hauptprotagonist ist gut und authentisch beschrieben, er wirkt nicht auf den ersten Blick sympathisch und hat einige Macken, was Rituale zum Beispiel betrifft, aber ich fand ihn durchaus gelungen. Auch die Nebenprotagonisten wie seinen Lektor zum Beispiel sind gut durchdacht, am besten fand ich seine Nachbarin Zofia, sie kommt ja sowas von sympathisch herüber.
Die Auszüge aus seinen Büchern oder die Gedanken, wenn er an dem neuen Buch schreibt, sind ideenreich und vor allem spannend – spannender als seine eigene Geschichte von Jenny Milewski an vielen Stellen. Davon hätte es dann ruhig noch mehr geben können. Obwohl einige Passagen , in denen die „Arbeiten“ von Carl Cederfeldt beschrieben wurden, ziemlich detailliert und schon etwas brutal waren mit Ekelfaktor inbegriffen, fand ich sie dennoch gelungen und für mich persönlich waren sie für einen Thriller nicht to much. Schade, dass so wenig darin vorkam.
Gegen Ende des Buches war dann der Ausgang doch ersichtlich und irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Wenn ich näher darauf eingehe, spoiler ich leider, deshalb lass ich das einfach so stehen. Spannend war es dann aber allemal und damit kam auch mein Lesefluss in die Gänge, wo ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Leider etwas spät für einen Thriller.
Trotzdem finde ich das Buch insgesamt unterhaltsam und vergebe 3 von 5 Sternen.

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Ein eher kühler, aber doch recht brutaler Thriller

Komischer Weise empfinde ich Bücher von nordischen Schriftstellern oft als eher kühl. Vielleicht ist es nur Zufall, aber bei diesem Thriller ist es mir auch wieder so ergangen. Den Hauptpersonen bin ich beim Lesen wenig nah gekommen und für mich waren die wenigen warmen und lebendigen Szenen, die Momente als der Lermann (die Hauptperson und Schrifsteller) auf seine an Krebs erkrannkte Nachbarin trifft, bzw. sie besucht.

Lermanns Bücher erscheinen bei einem kleinen Verlag und Bücher handeln von dem Serienmörder Carl Cederfeldt. Damit ist er quasi die Haupteinnahmequelle dieses Verlages.
Seit längerer Zeit ist Lermann von einer Schreibblockade betroffen. Doch eines Tages schaffft er es dann endlich wieder zu schreiben.
Die Art wie Die Autorin das Schreiben von Lermann erzählt, fand ich recht spannend. Es wirkte fast so, als wenn er auf das was er schreibt wenig Einfluss hat und nur eine Art Film vor seinem Auge sieht und diesen zu Papier bringt. Die Geschichte in der Geschichte hat für mich deutlich mehr Spannung und Fluss in die Geschichte gebracht. Davor hatte ich eher das Gefühl, ich befinde mich in einer Geschichte über die Schaffenskrise eines Autors. Dieses Einsetzen der Spannung kommt leider erst nach etwa 100 Seiten. Zwar liest sich der Anfang nicht schlecht, aber wenn ich einen Thriller erwarte, erwarte ich doch auf den ersten 100 Seiten etwas mehr....thrillermäßiges. Erschwerend kam bei diesem Buch für mich dabei hinzu, daß ich das Leben von Lerman nicht interessant fand, einfach, weil ich seine Figur als recht flach empfunden habe.
Beim Lesen des ersten Teil seines "neuen" Romans, hat mich zuerst zweifeln lassen, ob ich einen Thriller oder einen Horroroman lesen. So gruselig und spannend erzählt fand ich es, da man auch lange nicht weiß, ob vielleicht Lermann selbst der Täter ist.
Leider konnte die Autorin für mich diese Spannung nicht halten und recht schnell wird in dem Buch dann klar, wie die Handung sich weiter entwickeln wird. Für mich leider nur ein Durchschnittsthriller, der Längen hat, aber auch zwischendurch ganz gut unterhalten kann.

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